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Soziale Lage in Niedersachsen

Die Handlungsorientierte Sozialberichterstattung Nie­der­sach­sen (HSBN) stellt den Ak­teu­rin­nen und Akteuren der Armutsbekämpfung in Land, Kom­mu­nen und Verbänden das für ih­re Ar­beit erforderliche empirische Material handlungsorientiert und un­kom­pli­ziert zur Verfügung.
Die folgenden Schlüsselzahlen ent­hal­ten die wichtigsten Ergebnisse der Be­richt­er­stat­tung.

Armutsgefährdungsquote stieg 2016 auf 16,0 % - An­stieg bei den Aus­län­de­rin­nen und Ausländern steht Rück­gang bei den Deut­schen ge­gen­über

Trotz gestiegener Erwerbsquoten wuchs die Armutsgefährdung 2016 mit Aus­nah­me des Jahres 2014 zum vierten Mal in Fol­ge an, und zwar mit 16,0 % auf den bis­her höchsten gemessenen Wert. Danach galten in Nie­der­sach­sen cir­ca 1,25 Millionen Menschen als armutsgefährdet. Bundesweit blieb die Quo­te wie 2015 bei 15,7 %. Nicht al­le Bevölkerungsgruppen waren von dem An­stieg glei­cher­ma­ßen be­trof­fen. Insbesondere die „Kluft“ zwi­schen deutschen und ausländischen Staats­an­ge­hö­ri­gen hat sich seit 2011 und stärker noch 2014 und 2015 durch die starke Zu­wan­de­rung von Schutzsuchenden vergrößert. Während die Armutsgefährdungsquote un­ter den Aus­län­de­rin­nen und Ausländern wei­ter angestiegen ist, geht die der Deut­schen seit 2013 zu­rück. So war 2016 die Quo­te bei den Aus­län­de­rin­nen und Ausländern mit 43,0 % mehr als drei Mal so hoch wie bei den deutschen Staats­an­ge­hö­ri­gen mit 13,5 %. Menschen mit Zu­wan­de­rungsgeschichte waren mit 30,9 % zwei­ein­halb Mal so oft armutsgefährdet wie jene oh­ne Zu­wan­de­rungsgeschichte mit 12,2%.

Mindestsicherungsleistungen 2016 leicht rück­gän­gig

En­de 2016 erhielten in Nie­der­sach­sen 768 718 Menschen bzw. 9,7 % der Be­völ­ke­rung Mindestsicherungsleistungen. Gegenüber dem Vorjahr ging die Zahl um 6 338 Personen be­zie­hungs­wei­se 0,8 % zu­rück und die Quo­te um 0,1 Prozentpunkte. Deutschlandweit fiel der Rück­gang der absoluten Zahl mit 1,6 % deut­licher aus und die Quo­te sank um 0,2 Prozentpunkte auf 9,5 %. Ausschlaggebend für den Rück­gang in Nie­der­sach­sen waren vor allem zwei Faktoren: Zunächst verkleinerte sich die Zahl der Menschen, die auf Grundsicherung im Al­ter und bei Er­werbs­min­de­rung an­ge­wie­sen waren, leicht um 1,1 % bzw. rund 1 200 Beziehende. Zwar stieg die Zahl der Beziehenden von Leis­tung­en nach dem SGB II kräf­tig um 3,7 % bzw. rund 20 600 Personen an, gleich­zei­tig sank je­doch die Zahl der Menschen, die Regelleistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz (AsylbLG) emp­fan­gen haben, deut­lich um rund 25 900 Personen bzw. mehr als ein Viertel. Kinder und Ju­gend­li­che waren über­durch­schnitt­lich oft von Ar­mut bedroht. Die Mindestsicherungsquote lag 2016 bei den un­ter 18-Jährigen im Landesdurchschnitt bei 15,9 %. Unter ausländischen Min­der­jäh­ri­gen war sie mit 62,0 % bei­na­he sechs Mal so hoch wie un­ter den gleichaltrigen Deut­schen (11,1 %).

Niedersachsens Be­völ­ke­rung wächst wei­ter durch Zu­wan­de­rung

Am 31.12.2016 hatte Nie­der­sach­sen 7 945 685 Ein­woh­nerinnen und Ein­woh­ner und erfuhr da­mit das fünf­te Jahr in Fol­ge einen Bevölkerungszuwachs. Im Vergleich zu 2011 wuchs die Be­völ­ke­rungs­zahl um 2,2 % und ge­gen­über dem Vorjahr um 0,2 %. Geboren wurden in Nie­der­sach­sen 2016 ins­ge­samt 75 215 Kinder, was ge­gen­über dem Vorjahr ein Plus von 12,0 % bedeutete. Seit 2012 stei­gen die Geburten da­mit von Jahr zu Jahr an. Dabei steigt auch die Zahl der Geburten pro Frau im gebärfähigen Al­ter (2015: 1,68) seit ei­ni­gen Jahren wie­der leicht an - bei deutlichen regionalen Unterschieden. Da al­ler­dings auch 92 368 Personen ge­stor­ben sind, wies Nie­der­sach­sen wie seit mehr als vier Jahrzehnten na­he­zu un­un­ter­bro­chen auch im Jahr 2016 ein Geburtendefizit auf. Dieses betrug 17 153 Menschen, ein Wert, der zu­letzt im Jahr 2007 un­terschritten wurde.
Dass die Zahl der Ein­woh­nerinnen und Ein­woh­ner 2016 den­noch wuchs, ist auf die Zuzüge aus dem Aus­land zurückzuführen. Hier sind es zwar die eher Jüngeren, die zu­wan­dern. Die langfristige Al­te­rung kann da­durch je­doch nicht abgefedert wer­den: Der An­teil der Kinder un­ter 15 Jahren stieg 2016 zwar kurz­fris­tig um 0,1 Pro­zent­punkte ge­gen­über dem Vorjahr auf 13,5 % an, im Vergleich zu 2011 sank er je­doch um einen halben Pro­zent­punkt und ge­gen­über 2006 um 1,7 Pro­zent­punkte. Der Bundesdurchschnitt lag 2016 bei 13,4 %.

Fa­mi­lien schrump­fen wei­ter - Zahl der Menschen in kleinen Haushalten wächst

In Nie­der­sach­sen lebten 2016 mit 3,83 Mio. Menschen et­was weniger als die Hälfte der Be­völ­ke­rung in 1,1 Mio. Fa­mi­lien (Eltern-Kind-Gemeinschaften) in ei­nem Haushalt zu­sam­men. Die Hälfte aller Fa­mi­lien war ei­ne Ein-Kind-Fa­mi­lie, ge­nau zwei Kinder gab es in 37,1 % aller Fa­mi­lien. Fa­mi­lien mit drei und mehr Kinder machten knapp 13 % aus. In 793 200 Fa­mi­lien (71,3 % aller Fa­mi­lien) gab es min­des­tens ein minderjähriges Kind und in je­der sechsten Fa­mi­lie (17,0 %) lebte ein un­ter dreijähriges Kind. Die Zahl der Haushalte stieg 2016 ge­gen­über 2015 mit 164 000 um 4,3 % an, da­von waren zwei Drittel Einpersonenhaushalte. Überdurchschnittlich hoch angewachsen sind die Anteile der Be­völ­ke­rung in klei­neren Haushalten: Die Zahl der in Einpersonenhaushalten lebenden Menschen stieg um 7,3 % und die in Zweipersonenhaushalten um 4,1 %. Diese Veränderungen verursachen ei­nen Be­darf an mehr Wohn­raum in der entsprechenden Grö­ße, was ins­be­son­de­re in den größeren Städten zu Wohnungsknappheit und da­mit einhergehenden Miet­stei­ge­rung­en führt. Als Fol­ge steigt
die Mietbelastungsquote der Haushalte, ins­be­son­de­re bei oh­ne­hin schon armutsgefährdeten Menschen.
Seit 2011 stieg die Zahl der Allei­nerziehenden bis 2016 fast kon­ti­nu­ier­lich um ein Viertel auf 260 800
an.

Bildungs- und Qualifikationsniveau wei­ter un­ter dem Bundesniveau

Zwar er­rei­chen im­mer mehr Schü­le­rin­nen und Schü­ler höhere Abschlüsse und neh­men ein Stu­di­um auf: Die Quo­te der Ab­itu­ri­en­tin­nen und Abiturienten lag 2016 je­doch bei un­terdurchschnittlichen 36,7 % (Deutsch­land: 41,2 %). Die Quo­te der Studienanfängerinnen und -anfänger stieg in den vergangenen fünf Jahren um rund 10 Prozentpunkte auf 43,8 %. 2015 lag sie al­ler­dings fast 15 Prozentpunkte un­ter dem Bundesdurchschnitt (58,2 %), wo­bei dies auch zum Teil der örtlichen La­ge der Städte Hamburg und Bre­men mit ihren Universitäten geschuldet ist.

Ar­beits­lo­sen­quo­te erreicht erneuten Tiefst­stand - trotz Anstiegs un­ter den Aus­län­de­rin­nen und Ausländern

Durch den konjunkturellen Auf­schwung der letzten Jahre fiel die Zahl der Ar­beits­lo­sen von 2011 bis 2016 in Nie­der­sach­sen um rund 8,0 %. Im Ju­ni 2016 waren nur noch rund 250 000 Menschen im Land ar­beits­los gemeldet bei einer Quo­te von 5,8 %. Dies waren historisch niedrige Werte, wenn­gleich sie im Vergleich zum Durch­schnitt der westdeutschen Länder et­was höher ausfielen. Allerdings zeigt sich auch hier wie bei der Armutsgefährdung, dass Aus­län­de­rin­nen und Aus­län­der noch nicht gleich­sam von der positiven Ent­wick­lung auf dem Ar­beits­markt profitieren kön­nen.

Mietbelastung bei niedrigen Einkommen be­son­ders hoch

In Niedersachen ist im Zeit­raum 2010 bis 2015 die Nettokaltmiete mit Wohnungsnebenkosten im Durch­schnitt um 7,2 % gestiegen, wäh­rend der Gesamtindex der Verbraucherpreise um 6,5 % stieg. Bis Ok­to­ber 2017 waren es 9,7 % bzw. 8,4 %. Diese Zahlen ge­ben noch kei­ne Aus­kunft über die monetäre Be­las­tung des jeweiligen Mieterhaushalts. Besonders für Geringverdienende lässt ei­ne Mietbelastungsquote von über 30 % des Haushaltsnettoeinkommens kaum Spielraum für über den täglichen Be­darf hinausgehende Aus­ga­ben.


Hier finden Sie den ausführlichen Bericht, sowie weitere Daten, Zahlen und Fakten.

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