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AktivA - Aktive Bewältigung von Arbeitslosigkeit

Das AkivA-Trai­ning ist ein ressourcenorientiertes Trai­ning, das Ge­sund­heit als Alltagskompetenz vermittelt. Das Trai­ning bietet den Teilnehmenden ei­ne Sys­te­ma­tik, an­hand der sie gesundheitsförderliche Potenziale in verschiedenen Lebensbereichen ana­ly­sie­ren und selbst Optimierungsmöglichkeiten entwicklen kön­nen.
Das Pro­gramm stärkt die Handlungskompetenz der Teilnehmenden bei­spiels­wei­se durch die An­wen­dung systematischer Problemlösetechniken und er­mög­licht da­mit ei­ne Einfllussnahme auf das unmittelbare Lebensumfeld.

Das AktivA-Trai­ning wurde an der TU Dres­den entwickelt und evaluiert. Die Ko­o­pe­ra­ti­on mit dem sächsischen Ge­sund­heitsziel „Ge­sund­heits­för­de­rung bei Ar­beits­lo­sen“ er­mög­licht ei­ne breite Öf­fent­lich­keits­ar­beit so­wie systematischen Er­fah­rungs­aus­tausch. Außerdem ist das AktivA-Trai­ning Be­stand­teil des gemeinsamen Modellprojekts der Bundesagentur für Ar­beit und der GKV zur Verbesserung der Ge­sund­heits­för­de­rung bei Er­werbs­lo­sen. Nach ei­ner viertägigen Trai­nerausbildung kön­nen die Trai­ner und Trainerinnen AktivA selbst durch­füh­ren. Die Aus­bil­dung der Multiplikatoren und Multiplikatorinnen findet über die Fir­ma WissensImpuls statt. Ausführliche Informationen zum Herunterladen fin­den Sie auch im entsprechenden Ein­trag in der Praxisdatenbank.

  1. Überblick
  2. Zielgruppen
  3. Projektinhalte
  4. Kooperationen
  5. Erkenntnisse

Welche Ziele werden angestrebt?

  • Multiplikatoren und Multiplikatorinnen mit inhaltlichen und methodischen Kenntnissen befähigen, Erwerbslose noch besser zu unterstützen
  • Stärkung der psychosozialen Ressourcen und Erhalt der Handlungsfähigkeit der Teilnehmenden
  • Vermittlung von Bewältigungskompetenzen, Stressbewältigung
  • Unterstützung bei der Umsetzung gesundheitsförderlicher Verhaltensweisen während der Erwerbslosigkeit
  • Verringerung der gesundheitlichen (psychischen) Beschwerden der Teilnehmenden
  • Steigerung der Beschäftigungsfähigkeit

Um welche Art von Maßnahme handelt es sich?

AktivA ist sowohl ein Qualifizierungsangebot für Trainer und Trainerinnen (AktivA Trainerausbildung) als auch ein Gesundheitsförderungsprogramm für Erwerbslose (AktivA-Training), das kognitiv-behaviorale Kompetenzen zur Bewältigung von Erwerbslosigkeit vermittelt.

Worum geht es bei dem Angebot?

Die AktivA-Schulung, welche sich i.d.R. über 4 Tage (24 Zeitstunden) erstreckt, umfasst:

  • Gestaltung des Tagesablaufes zur Verbesserung des eigenen Wohlbefindens
  • Vermittlung, wie Gedanken das Erreichen von Zielen unterstützen können
  • Stärkung der sozialen Kompetenzen, die zum Durchsetzen von Recht, zur Kommunikation in Beziehungen und zur Netzwerkgestaltung genutzt werden können
  • Auseinandersetzung mit Hindernissen und Misserfolgen im Rahmen systematischer Problemlösung  

Wo findet das Angebot statt?

  • häufige Integration von AktivA in den Qualifizierungsanteil von Beschäftigungsmaßnahmen nach SGB-II
  • weitere Settings, in denen Erwerbslose gut erreichbar sind: Beratungsstellen, Rehabilitationseinrichtungen, Jobcenter, Bildungsträger, Vereine und Initiativen
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  2. Zielgruppen
  3. Projektinhalte
  4. Kooperationen
  5. Erkenntnisse

Wer soll erreicht werden?

  • AktivA soll jeden Erwerbslosen dabei unterstützen, die Situation der Erwerbslosigkeit bestmöglich zu bewältigen

Wie wird die Zielgruppe erreicht?

Foto von Netzwerk Mittweida
  • Es finden bundesweite AktivA-Trainerausbildungen zur Schulung von Mulitplikatorinnen und Multiplikatoren statt.
  • Die Multiplikatorinnen und Multiplikatoren besitzen einen professionellen Zugang zur Zielgruppe und kommen aus Bereichen wie Bildungs- und Beschäftigungsträgern, Beratungsstellen, Vereinen, Initiativen etc.
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  5. Erkenntnisse

Methoden:

Die Grundlage für die Inhalte der Schulung bildet eine Kombination von bewährten Methoden aus den Bereichen Stressbewältigung (Kaluza, 2004), kognitive Umstrukturierung (Stavemann, 2003; Hautzinger, 2003), Problemlösetechniken (D’Zurilla und Nezu, 2007) sowie das Gruppentraining sozialer Kompetenzen (Hinsch und Pfingsten, 2002). Die Techniken wereden auf den Erfahrungshintergrund von Erwerbslosen bezogen:

  • Methoden-Mix aus Wissensvermittlung, Selbstreflexion, Erfahrungsaustausch, Rollenspiel und Gruppendiskussionen
  • Standardisierung erfolgt über ein Trainingsmanual

Insbesondere die Selbst­er­fah­rung der Trai­ne­rin­nen und Trai­ner wäh­rend des Kurses sichert ei­ne praxisnahe und authentische Um­set­zung.

Inhalt:

In der Schulung, die sich aus 4 Bausteinen zusammensetzt, werden folgende Themen behandelt:

Tag 1: Aktivitätenplanung

Die Teilnehmenden dokumentieren zunächst ihre Aktivitäten in einem Wochenplan. In einem zweiten Schritt analysieren sie die Balance zwischen notwendigen und angenehmen Aktivitäten, zwischen körperlichen und geistigen Aktivitäten sowie individuellen und gemeinsamen Aktivitäten. Schließlich werden konkrete Veränderungsmöglichkeiten für den Trainingszeitraum erarbeitet.

Tag 2: Konstruktives Denken

Die Teilnehmenden hinterfragen ihre Denkweisen, prüfen diese auf ihren Wahrheitsgehalt und ihre Nützlichkeit und nehmen gegebenenfalls Veränderungen vor. Nützlichkeit wird hier daran gemessen, ob das Denken bei der Verwirklichung von Zielen und Wünschen behilflich ist. Als Voraussetzung sind die Teilnehmenden darin gefordert, ihre eigenen Bedürfnisse wahrzunehmen.

Tag 3: Soziale Kompetenzen und soziale Unterstützung

Folgende situationsspezifische Kompetenzen werden in diesem Baustein eingeübt:
1. Durchsetzen von Recht, 2. Herstellen neuer Kontakte, die mit der Lebensphase der Erwerbslosigkeit kompatibel sind (z.B. hinsichtlich Tagesrhythmus, finanziellen Möglichkeiten) und 3. Erhalt und Verbesserung bestehender Beziehungen, indem ein kontinuierlicher Prozess der Verständigung über die jeweiligen Ansprüche und Gefühle der Interaktionspartner angeregt wird. Schließlich wird auch das Wahrnehmen, Annehmen und Geben von sozialer Unterstützung thematisiert.

Tag 4: Systematisches Problemlösen

Dieser Baustein beginnt mit dem Initiieren von Zielfindungsprozessen und dem Ausräumen möglicher Zielkonflikte. Die Teilnehmenden erfahren zudem, wie sich durch die Anwendung von Entspannungstechniken Anspannung verringern und die Konzentration steigern lassen. Gesammelte Lösungsansätze werden schließlich nach Zielerreichungsgrad und Umsetzbarkeit geordnet, es werden Verantwortlichkeiten festgelegt und Unterstützer/-innen gesucht.

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Wer ist Träger des Angebotes?

  • TU Dresden, Professur für Arbeits- und Organisationspsychologie:
    Entwicklung des AktivA- Programms, Evaluation und Qualitätssicherung
  • Organisation und Durchführung der AktivA-Multiplikatorenschulungen ab Oktober 2011 über WissensImpuls: www.aktiva-training.de

Welche Kooperationen haben nachhaltig zum Erfolg von AktivA beigetragen?

  • Sächsisches Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz (SMS)
  • Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) für die Programmevaluation
  • Mitarbeit in dem KNP-Netzwerk "Kooperation für nachhaltige Präventionsforschung" schafft Austausch unter Fachkolleginnen und -kollegen
  • AOK Nordost mit der Durchführung eines Pilotprojektes mit enger Zusammenarbeit von kassenzertifizierten Trainer/-innen und Fachpersonal der Bildungs- und Beschäftigungsträger
  • Kooperationsverbund „Gesundheitsförderung bei sozial Benachteiligten“ und der Regionale Knoten Berlin
  • Bundesprogramm Perspektive 50plus

Die Bereitschaft zur Reflexion, zur Kommunikation, zur Vernetzung und das Bestreben, neue Zugänge zu vorhandenen Ressourcen zu bahnen, haben die Zusammenarbeit der Partner entscheidend mit geprägt.

Wie wird das Programm finanziert?

Fördermöglichkeiten für die AktivA-Trainerausbildung:

  • Fördermöglichkeit von Einzelpersonen über den Bildungsgutschein des Freistaates Sachsen oder im gesamten Bundesgebiet über das Programm "Bildungsprämie" des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (ESF-Förderung) http://www.bildungspraemie.info/
  • Übernahme der Teilnahmegebühren durch den Arbeitgeber/die Arbeitgeberin

Fördermöglichkeit für das AktivA-Training:

  • häufige Integration von AktivA als Qualifizierungsanteil in angebotene Maßnahmen im Bildungs- und Beschäftigungsbereich
  • AktivA als Präventionsangebot der Krankenkassen
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Was sind lernförderliche Bedingungen im AktivA Training?

  • Klärung der Erwartungen der Teilnehmenden von Beginn an
  • Arbeit mit eigenen Alltagsbeispielen, um die Relevanz der Inhalte zu erkennen
  • Gegenseitige Empfehlungen zur Bewältigung von Erwerbslosigkeit der Teilnehmenden im Rahmen des Gruppentrainings ermöglichen die Relativierung der eigenen Reaktionen auf die Erwerbslosigkeit und heben die individuellen Stärken und Besonderheiten eines jeden Teilnehmenden hervor.

Was sind förderliche Rahmenbedingungen zur Gestaltung und Weiterentwicklung von AktivA?

  • Bewertung der Trainingsinhalte und der Trainingsqualität durch die Teilnehmenden nach jeder Trainingseinheit ermöglicht die Berücksichtigung der Bedürfnisse noch während des Trainings.
  • Ergebnisevaluation ermöglicht Abschätzung der erzielten Effekte, der Teilnehmerzufriedenheit, Qualitätssicherung und Optimierung des Trainings.
  • Erfahungen aus zahlreichen AktivA-Trainerausbildungen insbesondere bei Jobcentern und Bildungsträgern kommen zukünftigen Trainerinnen und Trainern zugute.

Welche Herausforderungen gilt es als Anbieter von AktivA-Trainings zu meistern?

  • hohe personelle Fluktuation: Kompetenzen zur Durchführung von AktivA können von den Einrichtungen in der Regel nicht dauerhaft vorgehalten werden
  • AktivA muss explizit in der Maßnahmenkonzeption ausgewiesen werden, um in die Kalkulation einbezogen zu werden
  • erforderliche Zeit für die Vor- und Nachbereitung des Trainings im Rahmen der Arbeitszeit: Umsetzung von AktivA ist teilweise abhängig vom privaten Engagement der Multiplikatorinnen und Multiplikatoren
  • Organisatorisches: Bereitstellung ausreichender großer Gruppenräume mit Präsentationstechnik und anfällige Druckkosten für das Manuskript
  • Hoch- oder Fachhochschulabschluss in Sozialpädagogik, Psychologie o.ä. als Voraussetzung für die Teilnahme an einer Multiplikatorinnenschulung

Welche Aussagen können über die Wirksamkeit getroffen werden?

AktivA wurde an der TU Dres­den evaluiert. Es haben sich sta­tis­tisch bedeutsame Verringerungen der psychischen und der körperlichen Be­schwer­den im Vergleich zu Er­werbs­lo­sen oh­ne Teil­nah­me an AktivA gezeigt. Die Effekte sind auch drei Monate nach Trai­ningsende noch nach­weis­bar, fallen je­doch geringer aus als un­mit­tel­bar nach dem Trai­ning. Die Wirk­sam­keit kann gesteigert wenn, wenn im An­schluss an das Trai­ning weitere Präventionskurse besucht wer­den. Insbesondere männliche Er­werbs­lo­se konnten durch den Zu­gang über das Setting Beschäftigungsträger für die Teil­nah­me an Präventionsangeboten gewonnen wer­den. AktivA kann zur Aktivierung genutzt wer­den, je­doch bedarf es Rah­men­be­din­gung­en, in de­nen Er­werbs­lo­se nach­hal­tig Ge­le­gen­heit haben, sich und ih­re hinzugewonnenen Erkenntnisse einzubringen.

Besonderheiten

  • Ausgebildete Trainer/-innen erhalten umfangreiches Material: das Trainerhandbuch mit allen Übungen, Vorlagen, Methoden und Hinweisen zur Umsetzung sowie sämtliche Folien zur Anpassung für den eigenen Gebrauch. Dadurch kann das Training ohne großen zusätzlichen Aufwand selbstständig durchgeführt werden.
  • Seit Mai 2015 ist das AktivA-Training von der zentralen Prüfstelle Prävention als standardisiertes Kursprogramm anerkannt. Als Trainer und Trainerin mit entsprechender Grundqualifikation ist der Kurs einfach bei der Krankenkasse anzumelden. Alle notwendigen Unterlagen sind bereits bei der zentralen Prüfstelle hinterlegt.
  • AktivA ist ein modular aufgebautes Programm. In der Praxis lässt es sich flexibel mit vertiefenden Inhalten aus den Bereichen Bewegung, Ernährung oder Entspannung erweitern.
  • Als Gruppentraining bietet AktivA einen angemessenen Rahmen, die erlernten Inhalte z.B. zu Kommunikation und sozialen Kompetenzen bereits während des Trainings umzusetzen.

Logo der Bundeszentrale für gesundheitlicheAufklärung
Logo der Arbeitsgemeinschaft für Gesundheitsförderung, Gesundheit Berlin-Brandenburg e.V.

Kontakt AktivA

M. Sc. Psychologin Greta von Elsner

Kontakt per Email

WissensImpuls
Reisewitzer Str. 80
01159 Dresden

Telefon: 0351/ 274991-21
Fax: 0351/ 274991-90

Praxisdatenbank

Informationen zu AktivA finden Sie auch im entsprechenden Eintrag in der Praxisdatenbank.

Weitere Informationen...

Homepage (Link)
AktivA-Flyer (PDF)
Veröffentlichungen (Link)
Film (3 Min.) zum Programm (Link)

AktivA Infomappe

Hier können Sie die Info­mappe bezüglich der AktivA-Multipli­ka­to­ren­aus­bildung als PDF-Dokument herunterladen.

Ansprechpartner

Stefan Bräunling, Ihren Ansprechpartner zum Thema Gesundheitsförderung bei Arbeitslosen, erreichen Sie hier.

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Der Kooperationsverbund wurde 2003 auf Initiative der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) gegründet
und wird maßgeblich durch die BZgA getragen. Ihm gehören aktuell 74 Partnerorganisationen an.
BZgA / Maarweg 149-161 / 50825 Köln-Ehrenfeld / Tel +49 221 8992-0 / Fax +49 221 8992-300
Die BZgA ist eine Fachbehörde im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Gesundheit.