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Soziale Lage in Niedersachsen

Die Handlungsorientierte Sozialberichterstattung Nie­der­sach­sen (HSBN) stellt den Ak­teu­rin­nen und Akteure der Ar­mutsbekämpfung in Land, Kom­mu­nen und Verbänden das für ih­re Ar­beit erforderliche empirische Material handlungsorientiert zur Verfügung. Die HSBN ist ei­ne Be­richt­er­stat­tung über gesellschaftliche Strukturen, Wandlungsprozesse und Ar­mut.

Die folgenden Schlüsselzahlen ent­hal­ten die wichtigsten Ergebnisse der Be­richt­er­stat­tung auf Ba­sis des Berichtes aus 2019 (Grund­la­ge des vorliegenden Berichts sind die bis Mit­te 2018 verfügbaren Da­ten, in der Re­gel aus den Jahren 2016 oder 2017).

© Koordinierungsstelle Gesundheitliche Chancengleichheit Niedersachsen

Armutsgefährdungsquote 2017 leicht auf 15,8 % gesunken - Verbesserung auch bei Aus­län­de­rin­nen und Ausländern - An­stieg bei Einpersonenhaushalten

In Nie­der­sach­sen waren im Jahr 2017 rund 1,2 Millionen Menschen von relativer Einkommensarmut be­trof­fen. Die Armutsgefährdungsquote lag wie im Bundesdurchschnitt bei 15,8 % und fiel da­mit leicht un­ter das Ni­veau des bisherigen Höchststandes im Vorjahr. Mittel- und län­ger­fris­tig ist je­doch das Armutsrisiko gestiegen, trotz im­mer neuer Rekordstände bei der Erwerbstätigkeit. Dies hat un­ter anderem auch da­mit zu tun, dass es zwi­schen Menschen mit und oh­ne Zuwanderungsgeschichte und zwi­schen Deut­schen und Ausländer*innen wei­ter­hin ein großes „Armutsgefälle“ gibt. Die Armutsgefährdungsquote der Menschen oh­ne deutsche Staats­an­ge­hö­rig­keit war 2017 mit 41,0 % im­mer noch mehr als drei­mal so hoch wie die der Deut­schen mit 13,3 %. Immerhin verringerte sich 2017 auch die Quo­te un­ter Ersteren erst­mals seit vier Jahren wie­der. Besonders auf­fäl­lig ist zu­dem die negative Ent­wick­lung bei den Ein­per­so­nen­haus­halten, die 2017 die höchste Armutsgefährdungs-quote seit Beginn der Be­richt­er­stat­tung (2005) aufwiesen. Dies ist um­so alarmierender vor dem Hintergrund, dass auch die Gesamtzahl der Ein­per­so­nen­haus­halte im­mer mehr zunimmt. Mehr als ein Drittel (35,5 %) aller armutsgefährdeten Menschen in Nie­der­sach­sen lebte 2017 in einem Ein­per­so­nen­haus­halt.

Mindestsicherungsleistungen 2017 er­neut zurückgegangen - aber mehr Menschen auf Grundsicherung im Al­ter und bei Er­werbs­min­de­rung an­ge­wie­sen

En­de 2017 erhielten in Nie­der­sach­sen fast 747 000 Menschen Mindestsicherungsleistungen. Damit waren rund 2,8 % weniger auf existenzsichernde finanzielle Hilfen des Staates an­ge­wie­sen als ein Jahr zu­vor. Die Mindestsicherungsquote, die den An­teil der Leistungsbeziehenden an der Gesamtbevölkerung wiedergibt, sank um 0,3 Prozentpunkte auf 9,4 %. Einen Zu­wachs gab es vor allem bei den Beziehenden von Grundsicherung im Al­ter und bei Er­werbs­min­de­rung auf 110 996 Personen (+3,0 %). Der kurzzeitige Rück­gang im Vorjahr bildete aus die­ser Sicht ei­ne Aus­nah­me ei­nes kontinuierlichen Anstiegs. Die Quo­te der Beziehenden von Grundsicherung im Al­ter bezogen auf die Be­völ­ke­rung, die die Regelaltersgrenze erreicht hat (rund 53 000 Beziehende), lag 2017 da­mit bei 3,2 %. Ihre An­zahl nahm in den vergangenen 10 Jahren um mehr als ein Drittel auf rund 53 000 zu.  

Niedersachsens Be­völ­ke­rung wächst langsamer als in den Vorjahren - wie­der weniger Kinder pro Frau

Niedersachsens Be­völ­ke­rung wuchs 2017 das sechs­te Mal in Fol­ge und nähert sich der 8-Millionenmarke. Der Zu­wachs ge­gen­über dem Vorjahr fiel mit 0,2 % je­doch geringer aus als noch in den Vorjahren. In den oh­ne­hin schon am dünnsten besiedelten Landkreisen waren die Be­völ­ke­rungsgewinne je­doch niedriger und re­gi­o­nal auch Rückgänge zu verzeichnen. Ursächlich für das Wachsen der niedersächsischen Zahl der Einwohnerinnen und Einwohner waren die Wanderungsgewinne mit dem Aus­land. Bei den Geburtenzahlen gab es nach zu­letzt mehrjährigem An­stieg einen erheblichen Rück­gang um rund 3 %. Dies war nicht nur demografischen Ef­fek­ten geschuldet, denn die Zahl der Geburten pro Frau im gebärfähigen Al­ter ging eben­falls wie­der leicht zu­rück auf 1,6 Kinder.

Ganztagsbetreuung im Kleinkindalter nähert sich dem westdeutschen Ni­veau - Allgemeines Bildungs- und Qualifikationsniveau wei­ter un­ter dem Bundesniveau

Die Zahl der betreuten Kinder un­ter drei Jahren in ei­ner Kindertageseinrichtung bzw. öf­fent­lich geförderter Tagespflege stieg in Nie­der­sach­sen von 2013 bis 2018 um 47,8 % auf rund 68 000. Die Betreuungsquote war zwar mit 30,9 % wei­ter­hin un­ter dem Bundesdurchschnitt, der Ab­stand zum Bundeswert (33,6 %) verringerte sich je­doch. Dabei fällt auf, dass 2017 nur et­wa jedes siebte Kind mit Zuwanderungsgeschichte in Nie­der­sach­sen ei­ne Tagesbetreuung besuchte, wäh­rend es un­ter de­nen oh­ne Zuwanderungsgeschichte mehr als jedes dritte war. Hier stellt sich die Fra­ge, wie diesem Per­so­nen­kreis die An­ge­bo­te der Kindertagesbetreuung bes­ser nahegebracht wer­den oder wel­che anderen integrationsfördernden Maß­nah­men für diesen Per­so­nen­kreis at­trak­tiv sein könnten (z. B. Mutter-und-Kind-Gruppen). Bei der Ganztagsbetreuung, die Voraussetzung für ei­ne noch bes­sere Vereinbarkeit von Fa­mi­lie und Be­ruf ist, war Nie­der­sach­sen 2017 mit ei­ner Quo­te von 12,2 % noch deut­lich vom Bundesdurchschnitt (18,6 %) ent­fernt. Der Ab­stand zum Durch­schnitts­wert der westdeutschen Länder fiel da­ge­gen weit geringer aus (13,4 %). Gleiches galt hier für die Ganztagsbetreuung der Kindergartenkinder (Nie­der­sach­sen: 30,4 %; Deutsch­land: 45,5 %; West­deutsch­land: 38,6 %).

Rund 4 Millionen Jobs im Lande - über ein Fünftel aty­pisch beschäftigt

Die niedersächsische Wirt­schaft wuchs 2017 ge­mes­sen am BIP um 2,5 % und da­mit so­gar et­was stärker als der Bundesdurchschnitt (2,2 %). Das Wirt­schafts­wachs­tum machte sich auch beim erneuten An­stieg der Zahl der Er­werbs­tä­ti­gen auf rund 4 Mio. und ei­ner Er­werbs­tä­ti­genquote von 74,3 % be­merk­bar. Gegenüber 2012 erhöhte sich die Er­werbs­tä­ti­genzahl um 5,6 % und die der sozialversicherungspflichtigen Be­schäf­tig­ten um fast ein Zehntel (9,9 %) auf rund 3 Mio. Dabei handelte es sich je­doch auch in vielen Fällen um Teilzeitjobs, deren An­teil an allen sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnissen auf 28,5 % wuchs. Außerdem hatten et­wa ei­ne halbe Mil­li­on Er­werbs­tä­ti­ge nur ei­nen Minijob, wenn deren Zahl auch im Vergleich zum Vorjahr aber­mals sank. Einen nebenberuflichen Minijob hatten rund 260 000 Menschen, nicht sel­ten wohl des­halb, weil das Einkommen nicht aus­rei­chend war. Zudem waren im­mer noch mehr als ein Fünftel (778 000) aller Er­werbs­tä­ti­gen 2017 in Niedersachs en aty­pisch beschäftigt, gingen al­so ei­ner Teil­zeit­ar­beit von weniger als 21 Wo­chen­stun­den nach, waren befristet oder nur ge­ring­fü­gig oder als Zeitarbeitnehmerinnen und -nehmer beschäftigt. Bei den beschäftigten Frauen traf dies so­gar auf jede Dritte zu.

Ar­beits­lo­sen­quo­te erreicht erneuten Tiefst­stand - rund 89 000 Lang­zeit­ar­beits­lo­se

In Nie­der­sach­sen fiel durch die an­hal­tend gute Kon­junk­tur die Zahl der Ar­beits­lo­sen von Ju­ni 2012 bis Ju­ni 2017 um 5,1 % auf 240 198. Der Rück­gang fiel da­mit stärker aus als im Durch­schnitt der westdeutschen Länder (-4,6 %). Die Ar­beits­lo­sen­quo­te lag im Ju­ni 2017 mit 5,6 % nur knapp über dem Bundesdurchschnitt (5,5 %; West­deutsch­land: 5,1 %). Allerdings waren rund 89 000 bzw. 37,2 % der Ar­beits­lo­sen be­reits mehr als ein Jahr ar­beits­los und da­mit langzeitar­beits­los. Rund ein Viertel da­von waren 55 Jahre und älter, was die In­te­gra­ti­on in den Ar­beits­markt noch schwieriger macht. Mehr als zwei Jahre ar­beits­los waren et­wa sechs von zehn Lang­zeit­ar­beits­lo­sen. Bezüglich der Staats­an­ge­hö­rig­keit zeigte sich zu­letzt ei­ne entgegengesetzte Ent­wick­lung der Ar­beits­lo­senzahlen bei Deut­schen und Ausländerinnen und Ausländern, die sich 2017 je­doch nicht wei­ter fortsetzte. Trotzdem war die Quo­te der Nichtdeutschen mit 17,7 % im­mer noch fast viermal so hoch wie die der Deut­schen mit 4,6 %.Der An­teil der jun­gen Ar­beits­lo­sen un­ter 25 Jahren an allen Ar­beits­lo­sen betrug in Nie­der­sach­sen im Ju­ni 2017 wie ein Jahr zu­vor 10,5 %. Dabei sank die An­zahl auf 25 124 Personen, und die Ar­beits­lo­sen­quo­te fiel mit 5,3 % geringer aus als die Ar­beits­lo­sen­quo­te ins­ge­samt.

88 000 Kinder in Fa­mi­lien mit weniger als 1 300 Eu­ro Net­to­ein­kom­men - An­teil der Einkommensreichen bei 2,7 %

Trotz steigender Löhne verfügten die Menschen 2016 in Nie­der­sach­sen mit 21 045 Eu­ro wei­ter­hin über ein niedrigeres Pro-Kopf-Einkommen als im Bundesdurchschnitt (rund 900 Eu­ro Un­ter­schied). Zudem stieg es im Vergleich zum Vorjahr mit 2,6 Pro­zent auch weniger stark an (Deutsch­land +2,9 %). Mit Blick auf die Einkommenssituation in den Fa­mi­lien zeigte sich, dass rund 88 000 der ins­ge­samt 1,86 Mio. ledigen Kinder in Fa­mi­lien lebten, die mit weniger als 1 300 Eu­ro net­to im Monat aus­kom­men mussten. Unter den „klassischen“ vierköpfigen Fa­mi­lien verfügte et­wa ein Drittel über ein monatliches Einkommen von 4 500 Eu­ro und mehr. Dagegen mussten 27 000 Fa­mi­lien, al­so 7,7 % mit einem Einkommen von un­ter 2 000 Eu­ro net­to im Monat aus­kom­men. Der An­teil der Einkommensreichen an allen Steuerpflichtigen stieg kon­ti­nu­ier­lich an und betrug 2014 in Nie­der­sach­sen 2,7 %. Diese Grup­pe der Steuerpflichtigen vereinigte zu­sam­men 18,5 % aller Einkünfte auf sich.

Massiver An­stieg der Zahl der Pflegebedürftigen - Zahl der Menschen mit Schwerbehinderung gestiegen

Die Le­bens­er­war­tung nimmt kon­ti­nu­ier­lich zu, und es gibt im­mer mehr Menschen im hohen Al­ter. Gleichzeitig bedeutet dies aber auch ei­nen An­stieg der Menschen, die auf Pfle­ge an­ge­wie­sen sind, ins­be­son­de­re mehr Demenzkranke. Im Jahr 2017 ist im Vergleich zum Jahr 2015 (zweijährliche Sta­tis­tik) die Zahl der Pfle­gebedürftigen im Zuge der Einführung des neuen Pfle­gebedürftigkeitsbegriffs bun­des­weit deut­lich um et­was weniger als ein Fünftel gestiegen. In Nie­der­sach­sen waren 387 293 Menschen pfle­ge­be­dürf­tig, 22,0 % mehr als noch 2015. Der An­teil an der Gesamtbevölkerung wuchs von 4,0 % auf 4,9 % (bun­des­weit: von 3,5 % auf 4,1 %). Aufgrund der demografischen Ent­wick­lung wer­den An­zahl und An­teil auch lang­fris­tig wei­ter zu­neh­men. Im Jahr 2017 hatten in Nie­der­sach­sen ins­ge­samt 752 251 Menschen und da­mit 9,4 % der Be­völ­ke­rung ei­ne Schwerbehinderung. Die Zahl stieg ge­gen­über 2015 (zweijährliche Sta­tis­tik) um 3,9 % und die Quo­te um 0,2 Prozentpunkte. Dabei ist dies auch der demografischen Ent­wick­lung geschuldet, je älter, des­to höher ist der An­teil der Menschen mit Schwerbehinderung.


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