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23.05.2012

Gesund älter werden

Siebtes nationales Gesundheitsziel

Nicola Quade, gesundheitsziele.de
Rudolf Herweck, Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen (BAGSO) e.V.

Schlagwörter: Demenz, Kommentar, Pflege, Prävention, psychische Gesundheit, Setting, Teilhabe, Ältere

Die  demographische Ent­wick­lung wird einen relativen und absoluten An­stieg der Zahl älterer Menschen mit sich brin­gen. Dieser An­stieg hat auch Aus­wir­kung­en auf das Krankheitsgeschehen in der Be­völ­ke­rung. Nicht nur die Häufigkeit, son­dern auch das Spek­trum der Krank­heit­en wird sich verändern. Denn mit zu­neh­mendem Al­ter, be­son­ders deut­lich im höheren und höchsten Al­ter, steigt die Wahr­schein­lich­keit krank zu wer­den. Dabei wer­den ins­be­son­de­re chronische Er­kran­kung­en und Multimorbidität zu­neh­men. Hier gilt es mit abgestimmten Stra­te­gien und Maß­nah­men in allen gesundheitsrelevanten Hand­lungs­feldern von Prä­ven­ti­on und Ge­sund­heits­för­de­rung bis hin zur medizinischen, psychosozialen und pflegerischen Versorgung ge­mein­sam zu handeln.

Als Re­ak­ti­on auf die zu erwartende Ent­wick­lung und in der Wahr­neh­mung realistischer Al­tersbilder in allen Handlungsbereichen wurde jüngst das neue nationale Gesundheitsziel „Gesund älter wer­den“ des Ko­o­pe­ra­ti­ons­ver­bun­des gesundheitsziele.de veröffentlicht.

Dem Verbund ist es ge­lun­gen - un­ter Ko­or­di­na­ti­on der Ge­schäfts­stel­le, die bei der Ge­sell­schaft für Ver­sicherungswissenschaft und -gestaltung e.V. (GVG) angesiedelt ist - al­le wichtigen Akteure des deu­tschen Gesundheitswesens zusammenzubringen und im Kon­sens nationale Gesundheitsziele zu ent­wi­ckeln und umzusetzen. In den in­ter­dis­zi­pli­när besetzten Arbeitsgruppen wurden seit 2000 und un­ter dem Dach von gesundheitsziele.de folgende Gesundheitsziele be­schlos­sen:

  • Diabetes mellitus Typ 2: Erkrankungsrisiko senken, Erkrankte früh erkennen und behandeln
  • Brustkrebs: Mortalität vermindern, Lebensqualität erhöhen
  • Tabakkonsum reduzieren
  • Gesund aufwachsen: Lebenskompetenz, Bewegung, Ernährung
  • Gesundheitliche Kompetenz erhöhen, Patient(inn)ensouveränität stärken
  • Depressive Erkrankungen: verhindern, früh erkennen, nachhaltig behandeln
  • Gesund älter werden (neu)

Das neue Gesundheitsziel greift, wie die anderen bereits etablierten nationalen Gesundheitsziele, ver­schie­de­ne Programme, Strategien und gesetzliche Rahmenbedingungen auf. „Gesund älter werden“ legt den Fokus auf das Alter als eigenen Lebensabschnitt. Die Gesundheit älterer Menschen lässt sich auf vielfältige Weise positiv beeinflussen. Dabei sollte nicht nur der Kuration Bedeutung geschenkt wer­den, sondern vor allem der Gesundheitsförderung und Prävention in Bezug auf gesundheitliche Res­sour­cen, Bildung, Wohnung sowie den Zugang zur gesundheitlichen Versorgung.

Ausgehend von den For­de­rung­en des Sachverständigenrates zur Be­gut­ach­tung der Ent­wick­lung im Ge­sund­heits­we­sen wurden drei Handlungsfelder (I. Ge­sund­heits­för­de­rung und Prä­ven­ti­on: Au­to­no­mie er­hal­ten, II. Medizinische, psychosoziale und pflegerische Ver­sorgung, III. Besondere Herausforderungen) bearbeitet, de­nen ins­ge­samt 13 Ziele zugeordnet wer­den. Dazu ge­hö­ren ei­ne ge­stär­kte gesell­schaft­liche Teil­ha­be, Mobilität und gesellschaftliche Teil­ha­be. Weiterhin das patientenorientierte Ar­beiten in Ge­sund­heitsberufen und die Zu­sam­men­ar­beit mit An­ge­hö­ri­gen. Zu den besonderen Herausforderungen zäh­len die psychische Ge­sund­heit, Demenz­er­kran­kungen, Multimorbidität und auch die Stär­kung der Le­bens­qua­li­tät und Teil­ha­be von älteren Menschen mit Be­hin­de­rung­en. Die setting­orien­tierte Her­an­gehens­weise er­mög­licht ins­ge­samt, dass Akteure und Umsetzer in­ner­halb und au­ßer­halb des Ge­sund­heits­we­sens ih­re Kräfte bün­deln und so­mit die Wir­kung ih­rer Maß­nah­men stär­ken kön­nen.

Zu jedem Ziel wer­den Maß­nah­men vorgeschlagen, die ge­eig­net sind zur Zielerreichung beizutragen. Als Maß­nah­men, die zeit­nah umgesetzt wer­den sollten (sog.  „Startermaßnahmen“)  wer­den ge­nannt: Der Start ei­ner Kam­pa­gne zur Vermittlung realistischer Altersbilder, die Ent­wick­lung ei­nes kommunalen Modells zur bewegungsförderlichen Ge­stal­tung des öffentlichen Raums, Wohnraumanpassungen, Aus­bau von wohnortnahen Strukturen, Auf­klä­rung über Krankheitsbilder und Arzneimittelwirkungen, die Er­hö­hung der Lesefreundlichkeit von Hinweisen im Öffentlichen Raum, die För­de­rung der Mundgesundheit bei älteren Menschen oder die An­er­ken­nung der Ar­beit von An­ge­hö­ri­gen.


Das Gesundheitsziel wurde seit 2009 im Ko­o­pe­ra­ti­ons­ver­bund gesundheitsziele.de von ei­ner inter­dis­zip­li­nären Arbeitsgruppe (AG Vorsitz Rudolf Herweck, BAGSO) von mehr als 30 Vertreterinnen und Ver­tre­tern aus Bund, Ländern, Selbst­ver­wal­tung, Zivilgesellschaft und Wis­sen­schaft erarbeitet. Die Arbeits­grup­pe wird über die Ent­wick­lung des Ziels hinaus auch die Um­set­zung der Maß­nah­men be­glei­ten. Dazu ist es not­wen­dig, dass al­le Akteure in ihrer jeweiligen Verantwortung Impulse für ei­ne wir­kungs­vol­le Um­set­zung ge­ben. In der Arbeitsgruppe wer­den künftig die Be­stands­auf­nah­me zur Um­set­zung, der gemeinsame Er­fah­rungs­aus­tausch und die Not­wen­dig­keit umsetzungsbe­glei­tender Hilfsmittel im Mit­tel­punkt ste­hen.

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