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Angebotsdarstellung

Good Practice

Veröffentlichung: 2005

Adebar - Beratung und Begleitung für Familien

Kurzbeschreibung mit Zielen und Maßnahmen

Kinder aus sozial benachteiligten Familien weisen mehr gesundheitliche Belastungen auf als andere; dazu gehören beispielsweise Defizite im Bereich der Wahrnehmung, der Motorik, der Sprachentwicklung, der Zahngesundheit und des Ernährungsverhaltens. Mangelnde Inanspruchnahme von Präventionsangeboten und fehlende Bewältigungsressourcen der Eltern wirken sich negativ auf die Entwicklung der Kinder aus. Möglichst früher Kontakt mit den (werdenden) Eltern erhöht die Gesundheitschancen von sozial benachteiligten Kindern und ihren Familien.
Das Familienprojekt ADEBAR wendet sich an (werdende) Familien mit Kindern im Alter von bis zu zehn Jahren, die in den sozial benachteiligten Stadtteilen St. Pauli-Süd und Altona-Altstadt in Hamburg leben. Es bietet den Familien niedrigschwellige Unterstützung durch Angebote der familiären Krisenhilfe, des Familiencafés, der Hebammenhilfe und der Stadtteilentwicklung an. Die Angebote des Projekts setzen an den Lebenswelten der Betroffenen an mit dem Ziel, die Familien in das bestehende Hilfesystem zu integrieren und ihnen, wenn nötig, individuelle Unterstützung zu geben. Förderung, Aktivierung und Befähigung der Familien spielen dabei ebenso eine Rolle wie die Veränderung der Strukturen des Stadtteils und der Aufbau von interdisziplinären Kooperationsbeziehungen. Durch den sehr niedrigschwelligen Zugang und die aktive Einbeziehung von Eltern und Kindern kann eine Stärkung der gesundheitsförderlichen Handlungsfähigkeit erwartet werden.


Kontakt

Frau Mirjam Hartmann
Große Bergstraße 177
22767 Hamburg (Hamburg)

Telefon: 040- 318 128 28

E-Mail: Mirjam.Hartmann@ADEBAR-HamburgAltona.de

Website: http://www.ADEBAR-HamburgAltona.de


Projektträger

GWA St.Pauli-Süd e.V. / Kölibri
Hamburger Hochstr.2
20359 Hamburg


Hintergrund
St. Pauli Süd und Altona-Altstadt sind zwei der 24 Hamburger Stadtteile, die im letzten Gesundheitsbericht (Stadtdiagnose 2, April 2001) als Stadtteile mit schlechter sozialer Lage identifiziert wurden. Anhand der Gesundheitsdaten wird deutlich, dass Kinder aus sozial benachteiligten Stadtteilen in ihrer gesundheitlichen Entwicklung wesentlich höheren Risiken ausgesetzt sind als Kinder aus reicheren Stadtgebieten. Dazu gehören zum Beispiel ungünstige Entwicklungsbedingungen beim Start ins Leben, Rauchen der Mutter während der Schwangerschaft, Ernährungsmangel oder mangelnde Inanspruchnahme der Vorsorgeuntersuchungen. Von der Zahngesundheit über Unfälle bis hin zum Übergewicht bestimmen die Einkommensverhältnisse der Eltern die Erkrankungs- bzw. Unfallwahrscheinlichkeit mehr als alle anderen Faktoren.

St. Pauli Süd ist einer der einkommensschwächsten Stadtteile Hamburgs: Das durchschnittliche steuerpflichtige Einkommen ist sehr niedrig. Der Anteil der Arbeitslosen beträgt 10,1 %. Der Anteil der Sozialhilfeempfängerinnen und -empfänger lag 2003 bei 11,4 %. Der Anteil von Migrantinnen und Migranten betrug 2003 31,2 %; 54,1 % der Schülerinnen und Schüler haben keinen deutschen Pass. Viele Familien in St. Pauli Süd leben von Transferleistungen. Ein Beispiel zur Verdeutlichung: In der örtlichen Ganztagsschule bekamen im Schuljahr 2004/2005 mehr als 80 % der Kinder einen Zuschuss zum Essensgeld. Dieser wird gezahlt bei Bezug von ALG II oder vergleichbar niedrigem Einkommen.

Auffallend ist, dass viele Frauen in St. Pauli sehr jung ihr erstes Kind bekommen. Der Anteil von Kindern, die in Ein-Eltern-Familien aufwachsen, liegt bei 36,9 %. Ein Großteil der Familien ist also bei der Bewältigung ihres Alltags starken Belastungen ausgesetzt. Im Bereich der Wohnraumversorgung lässt sich ein Prozess der Mieterhöhung und Verdrängung beobachten; familiengerechter Wohnraum wird knapp. Wirtschaftlich besser gestellte Familien verlassen oft vor der Einschulung ihrer Kinder den Stadtteil.

St. Pauli Süd zählt zu den am dichtesten bewohnten Stadtteilen Hamburgs (Einwohnerdichte pro Hektar in 2002: 223, der Hamburger Durchschnitt liegt bei 27). Es besteht ein Mangel an Grün- und öffentlichen Freiflächen; spezifisch für den Stadtteil sind auch die Auswirkungen ansässiger Vergnügungsbetriebe und Großevents, die jährlich 25 bis 30 Millionen Menschen anziehen.

Das Familienprojekt ADEBAR in St. Pauli Süd ist aus dem ehemaligen Schnittstellenprojekt zur Förderung der Kinder- und Jugendhilfe im Stadtteil nach zweijähriger Modellprojektphase entstanden. 2004 wurde die Finanzierung durch Gelder aus der Rahmenzuweisung für die Weiterentwicklung der Jugendhilfe bzw. für sozialräumliche Angebotsentwicklung vom Bezirk Altona übernommen. Die Zielgruppe von ADEBAR sind Schwangere und Familien mit Kindern im Alter von bis zu zehn Jahren.

Projektpartner sind die Gemeinwesenarbeit St. Pauli Süd, das Kinderhaus am Pinnasberg, der Kreisel e.V., das Nachbarschaftsheim St. Pauli sowie der Allgemeine Soziale Dienst (ASD) Altona und der ASD St. Pauli. Es gibt vier Arbeitsbereiche mit jeweils einer Teilzeitstelle und zusätzlichen Honorarkräften. ADEBAR hat den Auftrag, eine integrative, flexible, sozialraumorientierte Angebotsstruktur zur Förderung der Erziehung in der Familie und der Gesundheitsförderung zu etablieren. Mithilfe unterschiedlicher Angebote sollen Familien in ihrem Alltag unterstützt, ihre Erziehungskompetenz gestärkt und Selbsthilfepotenziale aktiviert werden.
Vorgehen
Das Familienprojekt ADEBAR ist ein sozialraumorientiertes Projekt der Gesundheitsförderung und der Sozialarbeit mit dem Ziel, die soziale und gesundheitliche Situation der (werdenden) Familien aus St. Pauli Süd und Altona-Altstadt zu verbessern und deren Kompetenzen zu stärken. Im Projekt sind vier Arbeitsbereiche integriert: Stadtteilentwicklung, Familienhebammenangebot, Familiencafé und Familiäre flexible Krisenhilfe.

1. Stadtteilentwicklung: Im Stadtteil werden Bedarfe nach Unterstützungsangeboten ermittelt und aktuelle Themen aufgegriffen wie zum Beispiel „Kinderbetreuung ohne Kita“, „Betreuter Spielplatz“ oder Schulprojekte zu „Familiengeschichten, Eltern-Liebe-Zukunft“. ADEBAR arbeitet in verschiedenen Arbeitskreisen und Gremien auf Stadtteil- und Bezirksebene mit und trägt zur Vernetzung der sozialen Einrichtungen bei. Grundlagen des Arbeitsbereiches Stadtteilentwicklung sind die Arbeitsprinzipien der Gemeinwesenarbeit. „Aktivierende Befragungen“ oder „Planning for real“ sind Methoden, die in diesem Bereich angewendet werden, um Bedarfe und Ressourcen der Anwohnerschaft zu ermitteln und sie in den Planungs- und Umsetzungsprozess zu integrieren.

2. Familienhebammenangebot: Die Familienhebammen betreuen Frauen und Familien in St. Pauli Süd und Altona-Altstadt während der Schwangerschaft und im ersten Lebensjahr des Kindes. Zum Angebotsspektrum zählen Beratung und Unterstützung während der Schwangerschaft, Geburtsvorbereitung, Hausbesuche, Rückbildungsgymnastik, Babymassage, Stillberatung, Beratung bei Schreikindern, Früherkennung von Entwicklungsverzögerungen und eine Gesprächsgruppe für Frauen nach der Geburt. Die Kursangebote richten sich an alle Familien im Stadtteil, die Hausbesuche nur an Frauen/Familien in besonders belasteten Lebenslagen. Dazu gehören sehr junge bzw. minderjährige Mütter, Familien mit Suchtproblemen, Familien mit großen finanziellen oder sozialen Schwierigkeiten, Familien, denen das Sorgerecht für ein voriges Kind entzogen wurde, und Schwangere bzw. Mütter, die psychisch belastet oder psychisch erkrankt sind. Die Familienhebammen arbeiten eng mit den Sozialpädagoginnen und -pädagogen bei ADEBAR zusammen und sind mit anderen Einrichtungen des Stadtteils vernetzt.

3. Familiencafé: Das ADEBAR Familiencafé ist eine niedrigschwellige Einrichtung, die sich an Schwangere sowie Väter und Mütter mit Kindern im Stadtteil wendet. Nachbarschaftlicher Kontakt wird gefördert, die Beratung durch sozialpädagogische Fachkräfte kann bei Bedarf in Anspruch genommen werden. Es gibt eine Vielzahl von unterschiedlichen Angeboten wie zum Beispiel Krabbelgruppen, Singen und Bewegen, Babymassage oder Alleinerziehendentreff. Ziel ist es, die Alltagsbewältigungs- und Erziehungskompetenz zu stärken und die Familien aus der Isolation zu locken, wobei der Fokus auf den Ressourcen der Eltern liegt. ADEBAR versteht sich als Multiplikator und Vermittler im Stadtteil. Das Café bietet die Möglichkeit der niedrigschwelligen Kontaktaufnahme zur Familienhebamme und zur sozialpädagogischen Beratung. Auch das Familiencafé arbeitet integrativ, das heißt es wendet sich an alle, die im Stadtteil wohnen, was nicht zuletzt mit dem Ziel verbunden ist, der Viertelflucht von sozial stärkeren Familien entgegenzuwirken.

4. Familiäre flexible Krisenhilfe: Die Familiäre flexible Krisenhilfe unterstützt Schwangere sowie Mütter und Väter mit Kindern im Alter von bis zu zehn Jahren, die sich in akuten Krisensituationen befinden, und bietet ihnen eine zeitnahe, flexible und bedarfsgerechte Unterstützung an. Ziel ist die Vermeidung von Eskalation und Verfestigung von Schwierigkeiten. Auch in diesem Arbeitsfeld von ADEBAR steht die „Hilfe zur Selbsthilfe“, das Orientieren an den Ressourcen der Hilfesuchenden, im Mittelpunkt.
Good Practice in
Niedrigschwellige Arbeitsweise

Die Erreichbarkeit der Zielgruppe spielt im Familienprojekt ADEBAR eine wichtige Rolle. Das Angebot von ADEBAR richtet sich in erster Linie an Schwangere und Familien, unabhängig davon, ob es sich um Ein-Eltern-, Stief-, Patchwork-, Pflege- oder Adoptivfamilien handelt, die in den oben genannten Stadtteilen leben. Die Bedürfnisse von minderjährigen Schwangeren bzw. Müttern finden besondere Berücksichtigung. Um die (werdenden) Familien zu erreichen, ist es wichtig, auf unterschiedlichen Ebenen im Stadtteil präsent zu sein. Dazu zählt das Angebot einer niedrigschwelligen Einrichtung wie das Familiencafé ebenso wie der persönliche Kontakt im Stadtalltag oder die Arbeit in interdisziplinären Netzwerken. Die Erreichbarkeit von sozial benachteiligten Familien wird erhöht durch folgende Standards:
- Die Angebote sind offen und nicht stigmatisierend, sondern integrativ angelegt. Wenig Anmeldeformalitäten (Inanspruchnahme der Beratung ohne lange Wartezeiten, kurzfristige Termine, keine Antragstellung) und die Tatsache, sich nicht zu einer regelmäßigen Teilnahme verpflichten zu müssen, erleichtern den Familien den Zugang zur Beratung sowie die Teilnahme an Gruppenangeboten. ADEBAR organisiert Veranstaltungen mit großer Öffentlichkeit, etwa Flohmärkte mit Kindersachen, die von allen Anwohnerinnen und Anwohnern gern besucht werden, da sie nicht stigmatisieren und an den Bedürfnissen der Menschen ansetzen. Das Mitbringen von Kindern ist immer möglich; die Angebote sind kostenlos oder auf Spendenbasis.
- Erfolgreiche Kooperation mit anderen Stadtteileinrichtungen trägt dazu bei, den Bekanntheitsgrad von ADEBAR zu erhöhen, und ermöglicht die Vermittlung von Familien an/durch andere Einrichtungen des Stadtteils.
- Aufsuchende Arbeit ermöglicht die Kontaktaufnahme zu Familien, die von sich aus den Kontakt nicht aufnehmen.
- Die Variationsbreite von offenem Treffpunkt, Gruppenangeboten und Einzelfallhilfen erleichtert die Kontaktaufnahme. Je nach Problemlage und Interesse können die Bewohnerinnen und Bewohner unterschiedliche Unterstützungsangebote in Anspruch nehmen.
- Ein multidisziplinäres Team aus Sozialpädagogik und Gesundheitsförderung innerhalb eines Projekts ermöglicht die Unterstützung von Familien auf mehreren Ebenen. Gesundheitliche Ungleichheit hängt direkt mit sozialer Benachteiligung zusammen: Unabhängig davon, ob bei der Familie soziale oder gesundheitliche Probleme im Vordergrund stehen, findet sie eine Ansprechperson im Team.

Das Wichtigste für die Erreichbarkeit der Zielgruppe ist, dass die Mitarbeiterinnen den Betroffenen mit einer positiven, respektvollen und integrativen Haltung entgegentreten: Die Projektmitarbeiterinnen sehen sich grundsätzlich zuständig als Ansprechpartnerinnen für Schwangere und Familien mit kleinen Kindern. Niemand wird weggeschickt, jede Anfrage nach Unterstützung wird zumindest in Form einer einmaligen Beratung beantwortet, ggf. mit Überleitung in andere Regelangebote. Eine wertschätzende Haltung gegenüber den Familien ist elementar. Defizite müssen wahrgenommen und ggf. thematisiert werden, Unterstützungsleistungen müssen jedoch an den Ressourcen der Betroffenen ansetzen. Sämtliche Angebote basieren auf Freiwilligkeit in der Teilnahme. Ressourcenorientiertes Arbeiten mit extrem belasteten Familien ist nur zu realisieren, wenn auch die Mitarbeiterinnen mit ihren eigenen Ressourcen bewusst umgehen; bei ADEBAR haben die Mitarbeiterinnen die Möglichkeiten zur Fortbildung und Supervision.

Multiplikatorenkonzept

Die Familienhebammen nehmen am „Runden Tisch Altona – St. Pauli“ teil, an dem sich regelmäßig und erfolgreich Fachkräfte aus Gynäkologie, Geburtshilfe und Kinderheilkunde, aus Krankengymnastik und Ergotherapie sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus Beratungsstellen, sozialen Diensten, Kinderkrankenhaus u. a. zum gemeinsamen Austausch und zu gegenseitiger Fortbildung treffen. Ziel ist, die Versorgung von Frauen rund um die Geburt in den Stadtteilen St. Pauli und Altona zu verbessern und Versorgungslücken zu schließen. Eine weitere Ebene der Multiplikation besteht aus der Mitarbeit im Netzwerk der Hamburger Familienhebammen, das sich auch für die Beratung von neu entstehenden Familienhebammenprojekten einsetzt. Im Bereich Stadtteilentwicklung bietet ADEBAR Qualifizierungsbausteine für Beratung und Selbsthilfe an, zum Beispiel zu Hartz IV. Konzepte wie etwa das Schulprojekt „Familiengeschichten, Eltern-Liebe-Zukunft“ werden anderen Einrichtungen zur Verfügung gestellt.

Empowerment

Empowerment, die Befähigung der Familien im Stadtteil, gehört zu den Grundprinzipien der Arbeit von ADEBAR. Die Mitarbeiterinnen von ADEBAR zielen mit einer ressourcenorientierten Arbeitsweise darauf ab, bei den Familien die oft verschütteten individuellen Stärken, Fähigkeiten und Möglichkeiten aufzudecken und zu fördern. Die Vernetzung und Unterstützung von Selbsthilfeaktivitäten oder Selbstorganisation im Stadtteil genießt immer erste Priorität; betreuende und programmorientierte Intervention wird dem nachgestellt. Im Familiencafé wird informiert, qualifiziert und fortgebildet. Dazu zählten im Jahr 2004 Informationsveranstaltungen und Fortbildungseinheiten zum Beispiel zu erster Hilfe am Kind, gesundem Ernährungsverhalten, Schlafverhalten von Kindern oder Hartz IV.

Auch in der Arbeit der Familienhebammen werden die Mütter qualifiziert. Dabei steht die Stärkung der Mutter im selbstständigen Umgang mit ihrem Kind im Vordergrund. Weitere Themen sind: Geburtsvorbereitung, Stillförderung, Prävention des plötzlichen Säuglingstods, Wahrnehmen der Bedürfnisse des Babys, Rauchen in der Schwangerschaft, Inanspruchnahme von Vorsorgeuntersuchungen und Stärken der Mutter-Kind-Bindung. Integratives Arbeiten bedeutet, im Rahmen der Angebote an den Lebenswelten aller Betroffenen anzusetzen. Neben fachlicher Kompetenz bedarf es einer hohen sozialen Sensibilität, um allen Beteiligten gerecht zu werden und in den heterogenen Gruppen niemanden auszugrenzen.

Im Bereich der Stadtteilentwicklung ist die Befähigung der dort Lebenden ein zentraler Schwerpunkt: Dazu zählt der Ansatz, die Veränderungsbedarfe aus Sicht der Bewohnerinnen und Bewohner zu erheben und sie bei der Artikulation ihrer Interessen und in dem praktischen Engagement für ihre Durchsetzung zu unterstützen. Das Selbsthilfepotenzial und die Selbsthilfeorganisation werden gestärkt. ADEBAR setzt Beteiligungsmethoden wie „Planning for Real“ ein und orientiert sich konsequent am vorhandenen Niveau der Problemwahrnehmung und -artikulation der Anwohnerschaft.


Laufzeit des Angebotes

Beginn: Oktober 2001

Abschluss: kein Ende geplant


Welche Personengruppe(n) in schwieriger sozialer Lage wollen Sie mit Ihrem Angebot erreichen?
  • Personen mit sehr niedrigem Einkommen (z.B. Personen im Niedriglohnsektor, Personen mit niedrigen Rentenbezügen)
  • Personen mit niedriger Schulbildung (z.B. Personen ohne qualifizierten Schulabschluss)
  • Personen mit niedrigem beruflichen Status (z.B. ungelernte Arbeiter/-innen)
  • Schwangere in schwieriger sozialer Lage
  • Alleinerziehende in schwieriger sozialer Lage

Schwerpunkte des Angebotes
  • Elternschaft / Schwangerschaft
  • Kommunale Strategie / Netzwerkarbeit

Stand

05.03.2010

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Projektträger

GWA St.Pauli-Süd e.V. / Kölibri

Projektlaufzeit

Beginn: Oktober 2001

Abschluss: kein Ende geplant

Kontakt

Frau Mirjam Hartmann
Große Bergstraße 177
22767 Hamburg (Hamburg)

E-Mail

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Der Kooperationsverbund wurde 2003 auf Initiative der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) gegründet
und wird maßgeblich durch die BZgA getragen. Ihm gehören aktuell 71 Partnerorganisationen an.
BZgA / Maarweg 149-161 / 50825 Köln-Ehrenfeld / Tel +49 221 8992-0 / Fax +49 221 8992-300
Die BZgA ist eine Fachbehörde im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Gesundheit.