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Angebotsdarstellung

Good Practice

Veröffentlichung: 2007

Gesundheitsfördernde Schule als Ganztagsangebot

Kurzbeschreibung mit Zielen und Maßnahmen

Das Handlungsforschungsprojekt „Gesundheitsfördernde Schule als Ganztagsangebot“ hat zum Ziel, die gesundheitlichen und psychosozialen Belastungen an Schulen (hier die Körnerplatzschule in Döbeln, Mittelschule) zu senken, sodass für alle beteiligten Gruppen (Lehrerinnen und Lehrer, Eltern, Schülerinnen und Schüler sowie nicht unterrichtendes Personal) ein gesundheitsförderliches Zusammenarbeiten möglich wird. Dabei sollen gesundheitliche und psychosoziale Belastungen reduziert, vorhandene Ressourcen weiterentwickelt und die Lernfreude und Lernleistung gesteigert werden. Als grundlegende Handlungskonzepte werden die Konzepte „Gesundheitsfördernde Schule“ und Ganztagsschule, Kooperationsformen von Schule und Jugendhilfe (Schulsozialpädagogik) und freizeitpädagogische Arbeitsgemeinschaften (additives Modell) angesehen.

Hauptansatzpunkt ist die Schule als gesunde, lernende Organisation. Hierzu dient der Aufbau und die Wirkungsweise einer paritätisch besetzten Steuerungsgruppe. Das Projekt beschreitet Wege, die einem gesunden Schulklima dienen und zum Wohlbefinden des gesamten Schulpersonals beitragen sollen. Das Projekt startete im September 2004 mit einer vorläufigen Laufzeit von drei Jahren.

Der Projektträger ist der SOPRO e.V. (Soziale Projekte in Sachsen Rosswein). Begleitet und evaluiert wird das Projekt von der Hochschule Mittweida (FH), Fachbereich Soziale Arbeit. Kooperationspartner sind das Sächsische Staatsministerium für Kultus, das Landratsamt Döbeln und die Techniker Krankenkasse. Der Projektträger verfolgt den Settingansatz. Sozial benachteiligte Schülerinnen und Schüler machen einen wesentlichen Anteil der Schülerschaft der Körnerplatzschule Döbeln aus und werden entsprechend im Rahmen des Projektvorgehens erreicht.

Das Projekt wurde nach dem Ende der Förderung im Juli 2007 in eine Schulstation als Regeleinrichtung überführt.


Kontakt

Herr Günter Zurhorst
Döbelner Str. 58
04741 Rosswein (Sachsen)

Telefon: 034322 / 48671

E-Mail: zurhorst@htwm.de


Projektträger

Hochschule Mittweida, Fakultät Soziale Arbeit
Bahnhofstr. 15
09648 Mittweida


Hintergrund
Problem- und Konfliktsituationen bei Schülerinnen und Schülern, Eltern und Lehrkräften – besonders auch im Zusammenwirken dieser Zielgruppen – waren in den vergangenen Jahren in mehreren Schulen kennzeichnend, auch im Landkreis Döbeln. Hauptansatzpunkt für das Projekt ist die Schule als gesunde, lernende Organisation.

Ziel von Sopro e.V. – Soziale Projekte in den neuen Bundesländern ist die Entwicklung der soziokulturellen Infrastruktur im mittelsächsischen Raum – und dazu zählt die Stadt Döbeln mit ca. 21 000 Einwohnern – voranzutreiben und die Förderung von Selbsthilfe und sozialem Engagement anzustreben. Das Projekt zielt mit seinen Maßnahmen auf sozial Benachteiligte, insbesondere Schülerinnen und Schüler.

Der Projektträger, die Hochschule Mittweida, Fachbereich Soziale Arbeit (SOPRO e.V.) ist Mitglied der Regionalen Arbeitsgemeinschaft für Gesundheitsförderung (RAG) des Landkreises Döbeln, Initiator sowie Lenker und Leiter des Projekts. Die Konzeption – eine Idee des Projektträgers – wurde in einer der zurückliegenden Arbeitsberatungen der RAG allen Mitgliedern vorgestellt; die Zielsetzung, die Vorgehensweise und der Projektort (die Mittelschule Körnerplatzschule Döbeln) wurden als positiv bewertet.
Vorgehen
Die zentrale schulsozialpädagogische Innovation ist der Aufbau einer Schulstation für niedrigschwellige Hilfen bei Problem- und Konfliktsituationen für Schülerinnen und Schüler, Eltern und Lehrkräfte. Die Schulstation ist mit zwei sozialpädagogischen Fachkräften besetzt und während der gesamten Schulzeit geöffnet. Hier erfolgt während der laufenden Unterrichtszeit Soforthilfe und Beratung. Die Einrichtung der Schulstation ist eine der wichtigsten Neuerungen im Schulalltag. Das Konzept umfasst drei wesentliche Säulen: Gesundheitsförderung, Jugendhilfe und freizeitpädagogische Angebote. Durch Kombination dieser drei Bereiche soll es gelingen, Prozesse in Gang zu setzen, die es ermöglichen, nicht nur bessere Leistungen zu erbringen, sondern auch Integration und Teilhabe für alle Beteiligten zu erreichen. Ausgehend von den bestehenden Problemen existieren folgende Schwerpunktsetzungen:
- Entspannung und Erholung durch Spielangebote,
- Abbau von Leistungs- und Prüfungsangst,
- Hilfen bei Lernstörungen,
- Hilfen bei akuten Krankheiten,
- sofortige Hilfe bei Problemen und Konflikten (mit Eltern, Mitschülerinnen und Mitschülern sowie Lehrkräften),
- Befähigung zur (Wieder-)Teilnahme am Unterricht,
- Förderung der Teamfähigkeit,
- Förderung von Selbstständigkeit und Eigeninitiative.

Dafür ist einerseits eine Zusammenarbeit des Kollegiums mit der Schulstation (zum Beispiel Kooperation mit Schulleitung und Beratungslehrerinnen und -lehrern, Teilnahme an Angeboten, Gesprächen) notwendig sowie andererseits zwischen den Eltern und der Schulstation (zum Beispiel Organisation bzw. Teilnahme an Elternabenden, Wahrnehmung von Beratungsangeboten, Akzeptanz von Hilfen).

Das Projekt hat zum Ziel, gesundheitliche und psychosoziale Belastungen zu reduzieren, vorhandene Ressourcen weiterzuentwickeln und die Lernfreude und Lernleistung zu steigern. Als grundlegende Handlungskonzepte gelten dabei das Konzept „Gesundheitsfördernde Schule“, das Konzept „Ganztagsschule“, Kooperationsformen von Schule und Jugendhilfe sowie freizeitpädagogische Arbeitsgemeinschaften. Grundlage für die Erreichung der oben dargestellten Ziele ist u. a. der Aufbau einer paritätisch besetzten Steuerungsgruppe.
Good Practice in
Settingansatz

Das Projekt ist auf das Setting Schule ausgerichtet. Zielgruppe sind sowohl Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte wie auch Eltern. Es wurde u. a. eine Schulstation – eine Einrichtung in der Schule selbst, in der sozialpädagogische Arbeit als Teilbereich der Lebenswelt Schule geleistet wird – eingerichtet. Schülerinnen und Schüler erhalten hier ein sozialpädagogisch orientiertes Hilfe- und Förderangebot als begleitende und unterstützende Maßnahme. Ziel dieser Maßnahmen sind einerseits die Förderung schulischer Leistungen sowie andererseits die Unterstützung sozialer Kompetenzen.

Der Aspekt der Prävention spielt dabei eine besondere Rolle. Je früher familiäre, soziale und schulische Defizite erkannt werden, umso leichter können geeignete Hilfen greifen. Dieses Verständnis von Schule als Ort des Gemeinwesens mit interner und externer Öffnung ist hier Grundlage einer modernen Jugend- und Schulsozialarbeit.

In erster Linie finden Schülerinnen und Schüler ein offenes Ohr für Probleme und Hilfestellungen zur Überwindung von persönlichen Schwierigkeiten sowie Rückzugsmöglichkeiten in Stresssituationen. Es erfolgt Beratung, Unterstützung und Entwicklung im Rahmen individueller Förderprogramme. Im Mittelpunkt steht die zielgerichtete Unterstützung der Kinder nach dem Unterricht oder die Begleitung während des Unterrichts mit unterschiedlichen Hilfsangeboten wie beispielsweise Hilfen und Unterstützung beim Lernen, Beratung bei individuellen Problemen in Elternhaus und Schule, Orientierungshilfen in der Berufsfindung bzw. Bewerbungs- und Vermittlungshilfen.

Die Schulstation offeriert allen wesentlichen am System Schule beteiligten Zielgruppen ihre Hilfe: den Schülerinnen und Schülern, den Lehrkräften und Eltern. Den Lehrerinnen und Lehrern bietet die Schulstation nach Bedarf und Absprache die Möglichkeit der Entlastung bei Konflikten, konkrete Einzelfallhilfe für Schülerinnen und Schüler in einem zeitlich begrenzten Rahmen, projektorientierte Zusammenarbeit mit einzelnen Klassen zu sozialpädagogischen Themen wie zum Beispiel Sozialtraining oder Umgang mit Stress oder auch Unterstützung in der Elternarbeit.

Für die Eltern bietet die Schulstation die Möglichkeiten der Unterstützung bei sozialen Problemen der Kinder, Beratung bei Lernschwierigkeiten des Kindes, Weitervermittlung und Informationen über Angebote sozialer Einrichtungen und Freizeitangebote, Teilnahme und Vermittlung bei schwierigen Eltern-Lehrer-Gesprächen, Hilfe beim Ausfüllen von Formularen, Hilfe und Beratung bei Erziehungsfragen sowie Schlichtung bei Problemen mit Mitschülerinnen und Mitschülern oder Lehrkräften.

Im Mittelpunkt der ebenfalls angebotenen Einzelförderung steht die zielgerichtete Unterstützung der Kinder nach dem Unterricht oder auch die Begleitung während des Unterrichts. In Kooperation mit den Lehrkräften will die Schulstation ein ergänzendes Angebot zum Unterricht sein und zur erfolgreichen Integration beitragen.

In regelmäßigen Treffen und durch Schulungen werden Schülerinnen und Schüler als Streitschlichter für das Lösen von Konflikten ausgebildet. Anhand von Übungen und Rollenspielen werden sie trainiert, Streit unter den Schülerinnen und Schülern zu erkennen, gezielt einzugreifen und zu schlichten.

Qualitätsmanagement

Das Projekt wird aus Mitteln des Sächsischen Staatsministeriums für Kultus, des Landratsamtes Döbeln und der Techniker Krankenkasse gefördert. Der Einsatz einer Steuerungsgruppe, in die alle Entscheidungsträger integriert sind, sowie die ständige Präsenz von ausgebildeten Ansprechpartnern und -partnerinnen in der Schulstation garantieren in allen Arbeitsgebieten (Gesundheitsförderung, Jugendhilfe, freizeitpädagogische Bildungsangebote) die Überprüfung und Einhaltung der Qualitätskriterien durch festgelegte Parameter. Insbesondere gehören dazu:
- Ausstattung der Schule,
- Arbeitsbedingungen,
- Außenkontakte/Kooperation,
- Organisations- und Kommunikationsstruktur,
- Schulklima, Partizipation,
- Führung und Leitung, Zufriedenheit,
- Öffentlichkeit,
- Ziele der Schule.

Die wissenschaftliche Leitung, Begleitung und Evaluation erfolgt durch die Hochschule Mittweida. Es werden zu festgelegten Zeitpunkten Organisationsdiagnosen der Schule erhoben; außerdem wird die Arbeit der Schulstation, der freizeitpädagogischen AGs und spezieller gesundheitsförderlicher Angebote für die Lehrerschaft einschließlich der Teamentwicklungsprozesse evaluiert. Hinzu kommen spezielle Programme für die Entwicklung der Elternarbeit sowie der Kooperation und Vernetzung mit unterstützenden Einrichtungen außerhalb der Schule.

Nachhaltigkeit

Das Projekt hat für die Region des Landkreises Döbeln einen Modellcharakter, bedingt durch die Einrichtung der Schulstation als eine der wichtigsten Neuerungen im Schulleben und durch das Zusammenwirken von Kooperationspartnern aus Wissenschaft, dem öffentlichen Gesundheitsdienst und Schule in einem relativ kleinen Landkreis.

Die Körnerplatzschule Döbeln ist gleichzeitig auch aktives Mitglied im Netzwerk „Gesundheitsfördernde Schulen“ in Sachsen und praktiziert daher schon länger Gesundheitsförderung in unterschiedlichen Formen (Projekttage, Teilnahme am Nichtraucherwettbewerb „Be Smart – Don’t Start“ u. a.).
Besonders erwähnenswert sind auch die Zusammenarbeit von Lehrerkollegium und Schulstation (Teilnahme an Entspannungs- bzw. Erholungsangeboten, Teilnahme an Gesundheitsaktionen, Hospitation von Sozialpädagoginnen und -pädagogen in Schulklassen) sowie die Zusammenarbeit von Eltern und Schulstation (Wahrnehmung von Beratungsangeboten, Organisation bzw. Teilnahme an Elternabenden oder auch die Akzeptanz von Hilfen).


Laufzeit des Angebotes

Beginn: September 2004

Abschluss: Juli 2007


Welche Personengruppe(n) in schwieriger sozialer Lage wollen Sie mit Ihrem Angebot erreichen?

Menschen in schwieriger sozialer Lage sind ein wichtiger Teil der Zielgruppe, auch wenn sich das Angebot in erster Linie an alle richtet.

  • Personen mit gesundheitsbelastenden und / oder prekären Arbeitsbedingungen

Schwerpunkte des Angebotes
  • Psychische Gesundheit
  • Stärkung der individuellen Bewältigungsressourcen (z.B. Life skills, Resilienz)
  • Betriebliche Gesundheitsförderung
  • Organisationsentwicklung
  • Kommunale Strategie / Netzwerkarbeit

Qualitätsentwicklung

Es ist bereits ein Ergebnisbericht vorhanden.

Titel des Berichts bzw. Kurzbeschreibung: Projekt wird laufend evaluiert und bald veröffentlicht

Quelle der Veröffentlichung/URL: keine Veröffentlichung

Die Qualitätsentwicklung und Ergebnissicherung sind nicht in ein Qualitätsmanagementsystem eingebunden.


Stand

30.03.2015

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Logo der Bundeszentrale für gesundheitlicheAufklärung
Logo der Arbeitsgemeinschaft für Gesundheitsförderung, Gesundheit Berlin-Brandenburg e.V.

Projektträger

Hochschule Mittweida, Fakultät Soziale Arbeit

Projektlaufzeit

Beginn: September 2004

Abschluss: Juli 2007

Kontakt

Herr Günter Zurhorst
Döbelner Str. 58
04741 Rosswein (Sachsen)

E-Mail

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Der Kooperationsverbund wurde 2003 auf Initiative der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) gegründet
und wird maßgeblich durch die BZgA getragen. Ihm gehören aktuell 71 Partnerorganisationen an.
BZgA / Maarweg 149-161 / 50825 Köln-Ehrenfeld / Tel +49 221 8992-0 / Fax +49 221 8992-300
Die BZgA ist eine Fachbehörde im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Gesundheit.