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26.01.2012

Welche Effekte zu welchen Kosten?

For­schungs­pro­jekt "Kosten und Effekte von Maß­nah­men zur Verringerung der gesundheitlichen Un­gleich­heit - das Bei­spiel För­de­rung des Bewegungsverhaltens bei Kin­dern und Ju­gend­li­chen

Dr. Andreas Mielck, MPH, Helmholtz Zentrum München
Katharina Korber, Helmholtz Zentrum München
Lena Kückels, bis Mitte 2017: Gesundheit Berlin-Brandenburg

Schlagwörter: Forschung, Interview

Aschebahn

© flucas / fotolia.com

Ist Prä­ven­ti­on wirk­sam? Und in welchem Verhältnis ste­hen die aufgewendeten Kosten zum Ef­fekt der Maß­nah­men? Diese Fra­gen stel­len sich glei­cher­ma­ßen Geld­ge­ber und Prak­ti­ker/in­nen. Für viele Prä­ven­ti­ons- und Ge­sund­heits­för­de­rungsmaßnahmen sind Wirksamkeits-Nachweise dokumentiert. Doch bei den Kosten schaut es an­ders aus. Um herauszufinden, ob die finanziellen und personellen Res­sour­cen noch effektiver eingesetzt wer­den kön­nen, ist ei­ne Kosten-Ef­fektivitäts-Analyse er­for­der­lich. Aus rein wirtschaftlicher Sicht betrachtet sollte der Er­trag ei­ner In­ves­ti­ti­on grö­ßer sein als die Kosten. Aber ist die­ser An­satz so ein­fach in den Be­reich der Ge­sund­heits­för­de­rung zu über­tra­gen? Oder spie­len dort auch ganz an­de­re Aspekte ei­ne Rol­le?

Das von der Bun­des­zen­tra­le für ge­sund­heit­liche Auf­klä­rung (BZgA) geförderte For­schungs­pro­jekt „Kosten und Ef­fekte von Maß­nah­men zur Verringerung der ge­sund­heit­lichen Un­gleich­heit - das Bei­spiel För­de­rung des Bewegungsverhaltens bei Kin­dern und Ju­gend­li­chen“ beschäftigt sich mit die­ser Fra­ge­stel­lung. Es startete im März 2011 und hat ei­ne Lauf­zeit von 24 Monaten. Das Pro­jekt wird von Dr. An­dre­as Mielck und Ka­tha­ri­na Kor­ber am In­sti­tut für Gesundheitsökonomie und Ma­nage­ment im Gesund­heits­wesen, Helmholtz Zen­trum in Mün­chen durchgeführt.

Bewegungsförderung im Kindes- und Jugendalter

Aktuelle Stu­di­en zei­gen, dass Be­we­gungsmangel im Kindes- und Jugendalter in den letzten Jahren zugenommen hat. Dies ist vor allem bei Kin­dern und Ju­gend­li­chen zu be­o­bach­ten, die auf­grund des so­zi­alen Umfelds be­son­ders stark belastet sind. Wenig Be­we­gung im Kindes- und Jugendalter ist ein Ri­si­ko­fak­tor für verschiedene Er­kran­kung­en. Ausreichende Be­we­gung im Kindes- und Jugendalter da­ge­gen stärkt die physische, psychische und so­zi­ale Ge­sund­heit. Insbesondere Kinder und Ju­gend­li­che in schwieriger so­zi­aler La­ge kön­nen durch An­ge­bo­te zur För­de­rung von körperlichen Aktivitäten profitieren.

In den letzten Jahren wurden in Deutsch­land vermehrt Präventionsprogramme durchgeführt, die Be­we­gungsförderung im Kindes- und Jugendalter zum Ziel hatten. Die Fra­ge, wel­che Effekte mit einer derartigen Maß­nah­me erreicht wer­den konnten, und wel­che Kosten da­mit verbunden waren, lässt sich bis­her je­doch kaum be­ant­wor­ten. Für die Pla­nung weiterer Maß­nah­men sind diese Informationen aber sehr wich­tig. Da die verfügbaren Mit­tel zur Be­we­gungsförderung bei so­zi­al be­nach­tei­lig­ten Kin­dern be­grenzt sind, sollten vor allem die be­son­ders effektiven Maß­nah­men ausgewählt wer­den.

Erhebung von Effekten und Kosten

eine Gruppe von Kindern, die mit den Köpfen zusammen auf der Wiese im Kreis liegen und nach oben schauen

© aramanda / fotolia.com

Warum gibt es zwar Informationen über Effekte, je­doch kaum über die da­mit verbundenen  Kosten? Ein Grund ist, dass es vielen Anbietern im Rahmen ihrer meist sehr knappen finanziellen Budgets und zeitlichen Res­sour­cen kaum mög­lich ist, Effekte und Kosten de­tail­liert zu er­he­ben. Ein anderer Grund ist, dass wir bis­her sehr we­nig da­rü­ber wis­sen, wie die Kosten-Effektivität die­ser Maß­nah­men über­haupt ge­mes­sen wer­den kann.

Der erste Schritt des Forschungsprojektes war ei­ne ausführliche Literaturrecherche nach Fachbeiträgen, die sich mit diesem The­ma befassen. Die Su­che in verschiedenen wis­senschaftlichen Datenbanken und in anderen Quellen hat vor allem gezeigt:
Zur Fra­ge, wie kosteneffektiv die Maß­nah­men zur Bewegungsförderung bei Kin­dern und Ju­gend­li­chen sind, las­sen sich nur sehr we­nige empirische Stu­di­en fin­den.
Aus Deutsch­land liegt zu diesem The­ma bis­her kei­ne empirische Stu­die vor.
Von den vorhandenen Stu­di­en bezieht sich kei­ne di­rekt auf die Grup­pe der so­zi­al Be­nach­tei­lig­ten.
In den Stu­di­en wer­den sehr unterschiedliche Me­tho­den zur Er­fas­sung der Kosten und Effekte verwendet.

Als Fa­zit der Literaturrecherche lässt sich zie­hen: Auch wenn die Ergebnisse der internationalen Stu­di­en nicht un­mit­tel­bar auf Deutsch­land über­trag­bar sind, kön­nen wir doch me­tho­disch viel von ih­nen ler­nen. Sie zei­gen, wie sich Kosten und Effekte die­ser Maß­nah­men er­fas­sen las­sen und wie Kosten und Effekte zu­ei­nan­der ins Verhältnis ge­setzt wer­den kön­nen. Sie zei­gen je­doch auch, wel­che Probleme da­bei auf­tre­ten kön­nen. Im nächsten Arbeitsschritt des Forschungsprojektes wird es in Zu­sam­men­ar­beit mit Praxisprojekten um die Fra­ge ge­hen, wie die­ses Wissen auf konkrete Maß­nah­men in Deutsch­land über­tra­gen wer­den kann.


Interview zum Forschungsprojekt

In einem In­ter­view haben Dr. An­dre­as Mielck und Ka­tha­ri­na Kor­ber der Ge­schäfts­stel­le des Ko­o­pe­ra­ti­ons­ver­bun­des „Ge­sund­heits­för­de­rung bei so­zi­al Be­nach­tei­lig­ten“ ei­ni­ge Fra­gen zu ihrem Pro­jekt beantwortet.

Auf welches Problem reagiert das Forschungsprojekt?

Mielck/Kor­ber: Die (positiven) Effekte von gesundheitsfördernden Maß­nah­men sind weit­ge­hend be­kannt und anerkannt. Die Kosten und die Kosteneffektivität hingegen wurden bis­her kaum betrachtet. Das Pro­jekt soll an diesem Punkt an­set­zen und auf­zei­gen, mit wel­chem Mitteleinsatz wel­che Effekte erreicht wer­den kön­nen.

Welchen Stellenwert hat das Thema „soziale Benachteiligung“ im Projekt und wie wird es bearbeitet?

Mielck/Kor­ber: Das The­ma ’so­zi­ale Be­nach­tei­li­gung’ steht im Zen­trum des Projektes. Es wird ge­zielt nach Kosten und Ef­fek­ten bei den Projekten ge­sucht, die sich an so­zi­al Be­nach­tei­lig­te rich­ten.

Welche Kooperations- bzw. Praxispartner sind in das Forschungsprojekt einbezogen?

Mielck/Kor­ber: Pla­nung und Durch­füh­rung des Projektes er­fol­gen ge­mein­sam mit Herrn Dr. Frank Lehmann (BZgA, Köln) und mit Ge­sund­heit Berlin-Brandenburg e.V. Die Praxispartner aus einzelnen Projekten wer­den An­fang 2012 ausgewählt und einbezogen.

Welche (vorläufigen) Ergebnisse gibt es zu berichten?

Mielck/Kor­ber: Ein umfangreicher Über­blick über den Stand der Dis­kus­si­on hat gezeigt, dass es viele erfolgreiche Projekte gibt, die gute Effekte er­zie­len, dass genauere Informationen zu Kosten und Kosteneffektivität je­doch noch nicht vorliegen.

Welchen Nutzen wird die Praxis aus den gewonnenen Erkenntnissen und Einsichten ziehen können?

Mielck/Kor­ber: In Zu­sam­men­ar­beit mit Praxispartnern aus einzelnen Projekten soll ein anwendungsfreundliches Mo­dul zur Er­fas­sung der entstehenden Kosten erstellt wer­den. Dieses Mo­dul soll da­zu bei­tra­gen, das folgende Ziel zu er­rei­chen: Für die Fort­set­zung und Aus­deh­nung erfolgreicher Projekte kann bes­ser geworben wer­den, wenn nicht nur die Effekte, son­dern auch die Kosten ge­nannt wer­den kön­nen.   

In welcher Form werden die Forschungsergebnisse präsentiert?

Mielck/Kor­ber: Die ersten Zwischenergebnisse wer­den auf dem Kongress Ar­mut & Gesundheit am 9. und 10. März 2012 in Ber­lin vorgestellt. Außerdem sind ei­ne Dis­kus­si­on der Ergebnisse in ei­nem größeren Kreis von Ex­per­ten/in­nen (z.B. im Beratenden Arbeitskreis des Ko­o­pe­ra­ti­ons­ver­bun­des) so­wie Publikationen in Fachzeitschriften geplant.

Vielen Dank für das Gespräch!


Kontakt:

Andreas Mielck, Dr. phil., MPH
Katharina Korber, Dipl.-Kffr.
Helmholtz Zentrum München,
Institut für Gesundheitsökonomie und Management im Gesundheitswesen
Postfach 1129, 85758 Neuherberg
E-Mail: mielck@helmholtz-muenchen.de
E-Mail: katharina.korber@helmholtz-muenchen.de
www.helmholtz-muenchen.de/igm/

Den Zwischenbericht zu Arbeitsschritt 1: Literatur-Überblick des Projektes „Kosten und Effekte von Maßnahmen zur Verringerung der gesundheitlichen Ungleichheit. Das Beispiel Förderung des Bewegungsverhaltens bei Kindern und Jugendlichen“ finden sie hier (PDF-Datei, 410kB).

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