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12.07.2011

Fachaustausch zu sozialer Integration erwerbsloser Frauen

2. Fachgespräch "Gesundheitliche Situation arbeitsloser Frauen in Berlin"

Pia Block, Gesundheit Berlin-Brandenburg
Stefan Bräunling, Gesundheit Berlin-Brandenburg

Schlagwörter: Fachtagung, Veranstaltungsbericht

Im November 2010 kamen auf Initiative des Feministischen FrauenGesundheitszentrums (FFGZ) und des Regionalen Knotens Berlin erstmalig Berliner Akteure im Handlungsfeld „Gesundheitsförderung bei arbeitslosen Frauen“ zusammen. Ein weiteres Fachgespräch folgte nun am 10. Juni 2011 beim Beschäftigungs- und Qualifizierungsträger Goldnetz e.V. Neben dem kontinuierlichen Austausch der etwa 30 Teilnehmerinnen aus Trägern, Jobcentern und Bezirksämtern standen bei diesem Treffen die Förderung sozialer Integration arbeitsloser Frauen und die zielgerichtete Verknüpfung von Angeboten thematisch im Mittelpunkt.

Den Einstieg der Veranstaltungen machten zwei Projektleiterinnen von Goldnetz e.V. mit der Vorstellung der Projekte „abba - Aktivierung, Begleitung, Beschäftigung Alleinerziehender“ und „MiA - Mütter in Arbeit“ (siehe Aufklapptext). Im Rahmen der spezifischen Angebote konnte Goldnetz e.V. von langjährigen Erfahrungen bei der Integration, Stabilisierung und Aktivierung von arbeitslosen Frauen berichten.

Frau Prof. Dr. Mohr von der Universität Leipzig reflektierte in ihrem Vortrag die Beiträge unter Rückgriff auf diverse Studien. Grundsätzlich betrifft das Wechselwirken von Arbeitslosigkeit und Krankheit Frauen wie Männer gleichermaßen. So belegen zahlreiche Studien, dass Arbeitslosigkeit im hohen Maße zu psychischen Erkrankungen führt. Jedoch gibt es Besonderheiten der Situation arbeitsloser Frauen: So befinden sich diese beispielsweise häufiger in Behandlung aufgrund von psychischen Schwierigkeiten als arbeitslose Männer.
Beim genaueren Vergleich von arbeitslosen Frauen und Männern kommt es zu widersprüchlichen Ergebnissen: Beispielsweise ist das Selbstwertgefühl arbeitsloser Männer bei schlechter finanzieller Lage gering. Dagegen ist bei arbeitslosen Frauen, die viele soziale Rollen ausüben, ein vergleichsweise hohes Selbstwertgefühl nachzuweisen. Ein häufig genanntes Erklärungsmodell hierfür findet sich in der „Haupternährer-Rolle“ des Mannes im Kontrast zur „Alternativ-Rolle“ der Frau, auch wenn dies vielfach eine Illusion ist, die nicht mehr den gesellschaftlichen Tatsachen entspricht.

Einen weiteren Schwerpunkt des Vortrags von Prof. Dr. Mohr bildete die soziale Integration von Arbeitslosen, wie sie auch in den vorgestellten Projekten angestrebt wird. Frau Mohr hält fest, dass bei gesundheitlichen Einschränkungen häufig keine Vermittlung stattfinden kann. An oberster Stelle sollten in Angeboten Gesundheit und Stabilisierung der Betroffenen und nicht die Vermittlung auf den Arbeitsmarkt stehen. Diese Erfahrungen teilten die Teilnehmerinnen des Fachgesprächs: Viele Betroffene in den Maßnahmen haben noch nie oder schon sehr lange nicht mehr am Erwerbsleben teilgenommen, sind stark von Ausgrenzung (und Selbstausgrenzung), vielerlei weiteren sozialen Hemmnissen und - auch bei einer guten Grundausbildung - von Bildungsverlust betroffen.

Soziale Integration kann über den Kontakt zu anderen Arbeitslosen und gemeinsame positive Erfahrungen gefördert werden. Weiterhin bietet die Arbeit mit spezifischen Zielgruppen - wie beispielsweise arbeitslose alleinerziehende Mütter - eine gute Grundlage für soziale Integration, da gemeinsame Interessen eher vorhanden sind. Ein Problem stellt allerdings der Zugang zu denjenigen arbeitslosen Frauen dar, die sonst nicht erreicht werden. Nicht wenige Frauen werden vom Jobcenter nicht erfasst und bekommen keine Maßnahmen und Programme angeboten.

Abschließend erläutert die Leipziger Professorin das Herstellen sozialer Bindungen anhand des „Drei-Phasen-Modells“, welches das Abholen der Betroffenen, sodann das Mitmachen und schlussendlich das Selbstkommen beinhaltet. Dabei gelten Wirkprinzipien, die aus vielen psychologischen und sozialen Interventionen bekannt sind: Partizipation, Verstärkung, Gebrauchtwerden und Anerkennung.

Der Fachaustausch wird fortgesetzt, bei der nächsten Zusammenkunft voraussichtlich mit einer ausführlichen Vorstellung spezieller Unterstützungsmöglichkeiten für Frauen von Seiten der Jobcenter und Bezirksämter.

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