Wir setzen auf dieser Website Cookies ein. Diese dienen dazu, Ihnen Servicefunktionen anbieten zu können sowie zu Statistik- und Analysezwecken (Web-Tracking). Weitere Informationen dazu und die Widerspruchsmöglichkeit zum Web-Tracking finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Servicenavigation

Sprung zur Hauptnavigation

Hauptnavigation

Sprung zum Seiteninhalt

  1. Über den Verbund
    1. Hintergründe, Daten & Materialien
    2. Struktur des Verbundes
    3. Geschäftsstelle
    4. Dokumentationen von Veranstaltungen
  2. Wir in den Ländern
    1. Baden-Württem­berg
    2. Bayern
    3. Berlin
    4. Branden­burg
    5. Bremen
    6. Hamburg
    7. Hessen
    8. Mecklen­burg-Vor­pom­mern
    9. Nieder­sachsen
    10. Nord­rhein-West­falen
    11. Rhein­land-Pfalz
    12. Saar­land
    13. Sachsen
    14. Sachsen-Anhalt
    15. Schleswig-Holstein
    16. Thü­ringen
  3. Praxisdatenbank
    1. Über die Praxisdatenbank
    2. Recher­che
    3. Mein Angebot
    4. Häufige Fragen
    5. Neueste Angebote
  4. Qualitätsentwicklung
    1. Good Practice
    2. Qualität im Setting
  5. Partnerprozess
    1. Ziel: Integrierte kommunale Strategien
    2. Hintergrund
    3. Das Vorhaben
    4. Mitmachen
    5. inforo - das Portal für Fachkräfte
    6. Materialien
    7. AUF DEN PUNKT.
  6. Materialien
    1. Publikationen des Kooperationsverbundes
    2. Themenblätter
    3. Externe Publikationen
    4. Präventionsgesetz
  7. Aktuelles
    1. Beiträge
    2. Termine
    3. Wettbewerbe
    4. News­letter

Seiteninhalt

Sprung zur Fusszeile

26.05.2016

Bewegt und mobil älter werden: Beiträge und Ergebnisse des Bundeswettbewerbs "Gesund älter werden in der Kommune - bewegt und mobil"

Christa Böhme, Difu - Deutsches Institut für Urbanistik
Dr. Bettina Reimann, Difu - Deutsches Institut für Urbanistik

Schlagwörter: Dokumentation, Wettbewerb, Ältere

© BZgA, Fotograf: David Ausserhofer

 

Er­folgreicher Wett­be­werb durchgeführt

Auf In­iti­a­ti­ve der Bun­des­zen­tra­le für ge­sund­heit­liche Auf­klä­rung (BZgA) wurde im Pro­gramm „Älter wer­den in Ba­lan­ce“ mit Un­ter­stüt­zung des Verbandes der Pri­va­ten Kran­ken­ver­si­che­rung e.V. 2015/2016 erst­ma­lig ein Wett­be­werb „Gesund älter wer­den in der Kom­mu­ne“ durchgeführt - mit dem zentralen Ziel, kommunale Stra­te­gien der Ge­sund­heits­för­de­rung und Prä­ven­ti­on für ältere Menschen stärker als bislang in die Öf­fent­lich­keit zu rü­cken und zu wür­di­gen. Betreut wurde der Wett­be­werb vom Deut­schen In­sti­tut für Ur­ba­nis­tik. Die Wett­be­werbsergebnisse be­le­gen den großen Er­folg die­ser In­iti­a­ti­ve und ma­chen an­schau­lich deut­lich, dass mit der Aus­rich­tung auf Bewegungs- und Mobilitätsförderung bei älteren Menschen ein The­ma ge­wählt wurde, des­sen Aus­ge­stal­tung maß­geb­lich und auf vielfältige Wei­se durch Kom­mu­nen beeinflusst wird.

Brei­te Beteiligung aus den Kom­mu­nen

© BZgA


Zunächst ist hervorzuheben, dass der Wett­be­werb auf ei­ne breite Beteiligung gestoßen ist. Insgesamt wurden 94 Beiträge eingereicht. Mitgemacht haben Städte, Ge­mein­den und Landkreise aus dem gesamten Bun­des­ge­biet. Nach Kommunetypen differenziert (vgl. Ab­bil­dung 1) zeigt sich, dass die kreisangehörigen Kom­mu­nen, die mehr als die Hälfte al­ler Be­wer­bung­en stel­len, die stärkste Teilnehmergruppe sind. Die kreisfreien Städte um­fas­sen rund ein Drittel der Beiträge, die Landkreise stellen - vergleichsweise ge­ring - 15 Pro­zent der Beiträge.
Besonders er­freu­lich ist, dass al­le Bundesländer mit Beiträgen vertreten sind. Zwar ist der An­teil der teilnehmenden östlichen Länder ins­ge­samt niedriger aus­ge­prägt so­wie der An­teil der Kom­mu­nen aus Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg vergleichsweise hoch. Werden diese Teilnahmequoten aber in Re­la­ti­on zum jeweiligen Bevölkerungsanteil die­ser Länder an der Gesamtbevölkerung Deutschlands ge­setzt, las­sen sich die Ergebnisse bes­ser ein­ord­nen - die Bundesländer sind dem­nach weit­ge­hend ent­spre­chend ihrem Bevölkerungsanteil vertreten.

Hohe Qualität - starke Bedarfsorientierung

Jenseits der Zahlen ist das qua­li­ta­tiv hohe Ni­veau der Beiträge zu wür­di­gen. Die Beiträge il­lus­trie­ren, dass die Bewegungs- und Mobilitätsförderung älterer Menschen bedarfsorientiert ausgerichtet ist. In der Re­gel fu­ßen die Maß­nah­men auf einer sorgfältigen Un­ter­su­chung der Aus­gangs­la­ge, wo­bei sie ins­be­son­de­re in den großen Städten auf einer umfassenden, meist durch quantitative Da­ten gestützten Bedarfsanalyse ba­sie­ren. Die da­rauf aufbauende konzeptionelle Ar­beit ist al­ler­dings vielerorts noch aus­bau­fä­hig, ins­be­son­de­re was die Ein­bet­tung in gesamtstädtische oder landkreisweite Konzepte betrifft. Dass gleich­wohl Wert auf Qualitätsentwicklung und -sicherung gelegt wird, zei­gen die vielfältigen und in einer großen Zahl der Teilnehmerkommunen durchgeführten Aktivitäten und Maß­nah­men zur Be­glei­tung und Eva­lu­a­ti­on. Das Spek­trum reicht hier von Feedback- und Reflexionsrunden zwi­schen den beteiligten Akteuren bis hin zu stadtweiten Da­tenerhebungen und einem regelmäßigen Monitoring.

Zielgruppenausrichtung und Arten der Bewegungs- und Mobilitätsförderung

Hinsichtlich der Ziel­grup­pen las­sen die Wettbewerbsbeiträge ei­ne Fokussierung auf die Grup­pe der über 65-Jährigen bis 80-Jährigen er­ken­nen; die Grup­pen der „jun­gen Al­ten“ und der „Hochbetagten“ sind eben­falls re­le­vant, aber dem­ge­gen­über et­was nach­ge­ord­net. Zudem rich­ten sich viele Beiträge an aktive und mobilitätsstarke, aber auch an ge­sund­heit­lich bzw. mobilitätseingeschränkte ältere Menschen. Deutlich weniger Maß­nah­men wer­den für pflegebedürftige ältere Menschen durchgeführt. Gleichwohl gibt es ein breites Spek­trum an Aktivitäten so­wie herausragende Projekte, die sich auf Demenzkranke fo­kus­sie­ren. Zusätzlich enthält mehr als die Hälfte der Beiträge Maß­nah­men für Multiplikatoren so­wie - dem­ge­gen­über et­was nach­ge­ord­net - für Pflegende und An­ge­hö­ri­ge. Viele der Beiträge rich­ten sich in­halt­lich auf Bewegungsförderung, häufig auf Bewegungsparcours und Stadtteilspaziergänge, Sport- und Bewegungsgruppen so­wie auf Maß­nah­men zur Sturzprävention. Hervorzuheben ist auch hier wie­der die Vielzahl der Bewegungsangebote für Hochbetagte und Demenzkranke. Demgegenüber sind Beiträge zur Mobilitätsförderung - bei­spiels­wei­se Mobilitätsdienste oder ein verbessertes An­ge­bot des Öffentlichen Personennahverkehrs - in der Min­der­heit.

Erfolgsfaktoren in der Projektumsetzung


Die Ergebnisse des Wettbewerbs il­lus­trie­ren ein­drück­lich, dass vielerorts Maß­nah­men zur Bewegungs- und Mobilitätsförderung älterer Menschen er­folg­reich umgesetzt wer­den. Hierbei wer­den mehr­heit­lich verhältnis- und verhaltensbezogene Präventionsmaßnahmen er­folg­reich mit­ei­nan­der verknüpft. Deutlich wird zu­dem, dass Par­ti­zi­pa­ti­on und ehrenamtliches En­ga­ge­ment für die nachhaltige Wir­kung und den Er­folg der Maß­nah­men un­er­läss­lich sind und be­reits bei Konzepterstellung und Bedarfsplanung zum Ein­satz kom­men sollten. Beteiligung und Eh­ren­amt sind fester Be­stand­teil na­he­zu aller Beiträge; sie sind integrales Ele­ment einer guten Präventionsarbeit. Zudem wird an­schau­lich il­lus­triert, dass Bewegungs- und Mobilitätsförderung bei älteren Menschen mehr als konkrete Maß­nah­men und Projekte er­for­dern. Insbesondere mit Blick auf ih­re Breitenwirkung und Nach­hal­tig­keit sind Arbeits-, Ko­o­pe­ra­ti­ons- und Netzwerkstrukturen aufzubauen, zu pfle­gen und weiterzuentwickeln. Die Beiträge zei­gen zu­dem ein­drück­lich, dass die in den Teilnehmerkommunen vorhandenen Ko­o­pe­ra­ti­onsstrukturen breit angelegt sind und weit über das verwaltungsinterne Akteursspektrum hinausreichen. Die Zu­sam­men­ar­beit zwi­schen Kom­mu­nen und Sportvereinen verläuft hierbei be­son­ders er­folg­reich. Die Ko­o­pe­ra­ti­on mit Kran­ken­kas­sen wird vielerorts praktiziert, gleich­wohl kann dies als ein noch ausbaufähiges Handlungsfeld bezeichnet wer­den. Dass diese Netzwerke in größeren und kleineren Städten so­wie in Landkreisen be­reits seit mehreren Jahren be­ste­hen, ist der vielleicht bes­te Er­folgsbeleg einer guten Präventionsarbeit vor Ort.

Preisträger

Eine Ju­ry aus Wis­sen­schaft und Pra­xis ermittelte aus den Wettbewerbsbeiträgen die neun Preis­trä­ger. Für die prämierten Wettbewerbsbeiträge stellte die BZgA ein Preis­geld in Höhe von ins­ge­samt 60.000 Eu­ro zur Verfügung. Die Preis­ver­lei­hung fand am 25. Ap­ril 2016 in Ber­lin statt. Für die Grup­pe der „Kreisfreien Städte“ wurden die Stadt Köln (Platz 1), die Lan­des­haupt­stadt Stutt­gart (Platz 2) und mit zwei dritten Plätzen die Lan­des­haupt­stadt Dres­den und die Stadt Heidelberg aus­ge­zeich­net. Für die Grup­pe der „Kreisangehörigen Städte und Ge­mein­den“ erlangte die Ge­mein­de Dötlingen den ersten Platz, die Stadt Gladbeck Platz 2 und die Stadt Rödental den dritten Platz. Für die Grup­pe der „Landkreise“ wurden der Landkreis Havelland (Platz 1) und der Kreis Euskirchen (Platz 2) aus­ge­zeich­net.


Veröffentlichung der Wettbewerbsergebnisse
Um die Brei­te der eingereichten Wettbewerbsbeiträge und die ins­ge­samt herausragenden Aktivitäten der teilnehmenden Kommunen einer brei­ten Öf­fent­lich­keit zu­gäng­lich zu ma­chen und anderen Kom­mu­nen einen An­reiz zu ge­ben von den Er­fah­rung­en zu ler­nen sind die Wett­be­werbsergebnisse in einer Do­ku­men­ta­ti­on veröffentlicht.

Be­stel­lung der Wettbewerbsdokumentation
Bun­des­zen­tra­le für ge­sund­heit­liche Auf­klä­rung
Maarweg 149-161, 50825 Köln
E-Mail: order@bzga.de,
Fax: +49 221 8992-257
Be­stell­num­mer: 60582381

Außerdem sind al­le Wett­be­werbsbeiträge so­wie die Wett­be­werbsdokumentation hier zu finden:

Zurück zur Übersicht

Logo der Bundeszentrale für gesundheitlicheAufklärung
Logo der Arbeitsgemeinschaft für Gesundheitsförderung, Gesundheit Berlin-Brandenburg e.V.

Difu - Deutsches Institut für Urbanistik

Tel. 030 / 39001-291
Fax 030 / 39001-269
Kontakt per E-Mail

Weitere Beiträge

Umweltgerechtigkeit in der Kommune

Umweltgerechtigkeit ist ein integrativer Handlungsansatz, der al­le Kom­mu­nen betrifft. Was Umweltgerechtigkeit bedeutet und  wie und mit welchen Akteuren diese erreicht wer­den kann in der Online- Toolbox …

Mehr Umweltgerechtigkeit in unseren Städten schaffen

In dem Fachgespräch "Leit­li­nien und Hand­lungs­empfeh­lun­gen für mehr Umweltgerechtigkeit" diskutierten Vertreter von Bund, Ländern und Kom­mu­nen so­wie Verbänden da­rü­ber, wie Umweltgerechtigkeit …

… weitere Beiträge von
Christa Böhme

Difu - Deutsches Institut für Urbanistik

Tel. 030 / 39001-191
Fax 030 / 39001-269
Kontakt per E-Mail

Weitere Beiträge

Interview zum Bundeswettbewerb "Gesund älter werden in der Kommune - bewegt und mobil"

Ge­sund­heits­för­de­rung und Stadtentwicklung bzw. Raum­ge­stal­tung sind eng mit­ei­nan­der verknüpft, des­halb ar­bei­ten das Deut­sche In­sti­tut für Ur­ba­nis­tik und die Bun­des­zen­tra­le für ge­sund­heit­liche …

Vorbildliche Beispiele zur kommunalen Suchtprävention ausgezeichnet

Beim Bundeswettbewerb "Vorbildliche Stra­te­gien zur kommunalen Suchtprävention" wurden am 3. Ju­ni 2013 im Rahmen einer feierlichen Preis­ver­lei­hung in Ber­lin zwölf Städte, Ge­mein­den und Landkreise …

… weitere Beiträge von
Dr. Bettina Reimann

Fusszeile

Sprung zum Seitenbeginn

Der Kooperationsverbund wurde 2003 auf Initiative der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) gegründet
und wird maßgeblich durch die BZgA getragen. Ihm gehören aktuell 74 Partnerorganisationen an.
BZgA / Maarweg 149-161 / 50825 Köln-Ehrenfeld / Tel +49 221 8992-0 / Fax +49 221 8992-300
Die BZgA ist eine Fachbehörde im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Gesundheit.