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29.07.2019

Orte der Begegnung in Ländlichen Räumen - die Satellitenveranstaltung 2019

Karoline Zahn, Gesundheit Berlin-Brandenburg e.V.

Schlagwörter: Kommunen, Ländlicher Raum, Satellitenveranstaltung

Orte der Begegnung, auch außerhalb der Kneipe

Ge­sund­heits­för­de­rung beginnt, dies be­reits vorweggenommen, bei der Be­geg­nung. Dass da­mit aber nicht die Knei­pe ne­ben­an ge­meint ist, betonte Jörg Freese vom Deut­schen Landkreistag, der Ge­sund­heit Berlin-Brandenburg bei der Aus­rich­tung des Satelliten auch 2019 wie­der gewinnbringend unterstützte, mit einem Au­gen­zwin­kern in der Eröffnung.

Neben fest institutionalisierten Begegnungsorten wie Kindergärten, Jugendeinrichtungen und Schulen steht vor al­lem die Un­ter­stüt­zung und der Aus­bau von öffentlichen und auch informellen Plätzen wie Mehrgenerationenhäusern, Skateranlagen oder auch das Dorffest im Fo­kus. Geht es beim The­ma Begegnungsort doch weniger um die Fra­ge des Wo‘s, als vielmehr um die Be­deu­tung, die diese vielgestaltigen Orte ein­neh­men kön­nen.

Welche konkreten Potentiale diese Orte für Ge­sund­heit und sozialen Zu­sam­men­halt in der Pra­xis bie­ten, wel­che Mit­tel, An­stren­gung­en und Stolperstei­ne bei der Ent­wick­lung oder Auf­recht­er­hal­tung die­ser Begegnungsorte maß­geb­lich sind und nicht zu­letzt, wie diese sich in ei­ne nachhaltige kommunale Gesamtstrategie in­te­grie­ren las­sen, zeigten al­le Be­tei­lig­ten in diesem Jahr einmal mehr. Denn - und das muss nicht erst die Er­fah­rung leh­ren: Ohne „ge­mein­sam“ blei­ben auch diese Orte ein­sam.

„Es muss ein politischer Wille da sein und es muss bei den Menschen angekommen sein. Auch in dem Sinne, dass Gesundheitsförderung nicht nur Bewegung, Ernährung, Entspannung bedeutet, sondern auch das darüber hinaus. Einen Ort haben, wo man sich begegnet - in Gemeinschaft ist.“
- eine Teilnehmerin der Satellitentagung 2019

Eine ausführliche Dokumentation der Satellitentagung 2019 finden Sie hier!


Gemeindebahnhof Erlau - wo die Macht der Bilder Wirkung zeigte     

Vor den Herausforderungen räumlicher Di­stanz, neuen Lebensmodellen und Strukturveränderungen stand auch die Ge­mein­de Erlau in Mittelsachsen. Aus der Not des stil­len Verfalls ei­nes Bahnhofs in Kom­bi­na­ti­on mit dem Drang nach gemeinwohlstiftendem En­ga­ge­ment wurde hier im wahrsten Sinne des Wortes ei­ne Tu­gend gemacht.

Ur­sprung hatte al­les in der Entwurfsstudie bzw. dem Plan­spiel von Architekturstudierenden der TU-Dresden. Gesehen, wie es aus­se­hen könnte, und die Erlauer Bür­ge­rin­nen und Bür­ger waren nicht mehr zu brem­sen: Nach der Er­ar­bei­tung ei­ner Projektskizze un­ter fachlicher Be­glei­tung fiel 2014 der Be­schluss zur Sa­nie­rung zum „Generationenbahnhof“. Mit der Grün­dung des Vereins „Generationenbahnhof Erlau e.V.“ konnten die Bedarfe der Bür­ge­rin­nen und Bür­ger di­rekt mit einbezogen wer­den - Er­geb­nis: ein belebtes, saniertes Mehrgenerationenhaus mit pflegerischen, medizinischen so­wie öffentlichen Bür­gerbereichen. Denn, so bestätigt es auch Jana Ahnert, die das Pro­jekt im Forum 4 auf der Satellitentagung 2019 präsentierte, gelte auch hier das gleiche: „Zuhören, was die Leute in­te­res­siert, und nicht ein­fach Ideen über­stül­pen“.

„Wir meinen immer, wir als Profis wissen, was die Leute wollen. Das stimmt aber oft nicht. Wir müssen wirklich die Menschen fragen, sie direkt beteiligen und sie müssen ihre Bedarfe nennen, nicht umgedreht - so funktioniert das nicht.“
- eine Teilnehmerin der Satellitentagung 2019

Von Dorfmoderatoren und guten Prozessen, denen die Mittel fehlen

Ge­mein­schaft stiftende und gesundheitsförderliche Projekte in Kom­mu­nen zu eta­blie­ren und zu för­dern, bedarf ei­ner guten Ko­or­di­na­ti­on. Um diese nach­hal­tig zu stüt­zen, kann z. B. ei­ne Dorfmoderatorin oder ein Dorfmoderator zum Ein­satz kom­men.
An der Hochschule Neu­bran­den­burg gibt es da­für ei­nen eigenen Ausbildungszweig. „Leuten von au­ßen“ fehlt oft der Blick von in­nen - und ge­nau da­rauf zielt die Fort­bil­dung ab: Aus den eigenen Rei­hen heraus nicht nur Bedarfe zu er­ken­nen, son­dern auch zu steu­ern. Ilo­na Pisek, Dorfmoderatorin aus Wesenberg, machte in ihrem Bei­trag jenen Weg zur Dorfmoderation deut­lich und abstrahierte da­bei ein weiteres Problem, mit dem Projekte im ländlichen Raum zu kämp­fen haben - Geld: „Ich könnte jetzt als Dorfmoderation star­ten, aber wo kriege ich die Mit­tel her?“. Ihre Idee, ei­nen Fahr­dienst für Mobilitätshilfe zu eta­blie­ren, droht letzt­lich an den finanziellen Mit­teln zu schei­tern, trotz Träger und immenser Bedarfe durch fehlende ländliche Mobilität und ei­ne man­gel­haft ausgebaute In­fra­struk­tur.

Nicht nur der Fall der Dorfmoderatorin aus Wesenberg machte auf der Satellitentagung deut­lich, dass oft ge­nau dort Geld fehle, wo es drin­gend hingehöre und das da­mit nicht im­mer die fehlenden Mit­tel an sich das Problem darstellten, son­dern der Auf­wand, an diese heranzukommen. Die Vielzahl an nutzbaren Fördermitteltöpfen wurde in der Abschlussdiskussion nochmal deut­lich. Dass es oft an entsprechenden personellen Res­sour­cen in den Kom­mu­nen fehle, wurde diesbezüglich einmal mehr herausgestellt. „Es bedarf ei­gent­lich einer Re­form des Zuwendungsrechts“ - resümierte Dr. Serge Embacher vom Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement in diesem Zusammenhang (Abschluss).

Mit dem von Ullrich Böttinger vorgestellten Präventionsnetzwerk im Ortenaukreis (Forum 1) zeigte sich ne­ben der Diskussionen um fehlende oder schwer erreichbare Mit­tel aber auch ein gutes Bei­spiel, wie mit­hil­fe von Fördermitteln aus dem Präventionsgesetz das eigene En­ga­ge­ment auf sichere Beine gestellt wer­den konnte.

Abschluss

Leuchtturmprojekte, Problemlagen und wichtige Eindrücke der Satellitentagung Land in Sicht II. sind hier nur angeschnitten - die Dokumentation gibt einen spezifischen Ein­blick, der Be­such der Ver­an­stal­tung selbst hingegen bietet das größ­te Potential:  

„Der Austausch, über den eigenen Tellerrand hinaus. Man muss nichts neu erfinden, oft wurde es woanders schon durchgespielt - da helfen solche Begegnungen sehr und können wertvolle Impulse liefern.“
- eine Teilnehmerin der Satellitentagung

Auch hier ist es die Be­geg­nung, die im Vordergrund steht, um von gewinnbringenden Netzwerken, beispielhaftem Aus­tausch und neuen Bekanntschaften profitieren zu kön­nen.  

„Konkrete Themen, wie z.B. über „Dorfkümmerer“, interessieren mich sehr. Und Leute auch hier zu treffen, zu netzwerken - das bringt immer viel.“
- eine Teilnehmerin der Satellitentagung 2019

Somit gelang es der Satellitentagung auch 2019, der Vielfalt ländlicher Räume und deren Ak­teu­rin­nen und Akteuren der Ge­sund­heits­för­de­rung ei­ne Büh­ne zu ge­ben, um deut­lich zu ma­chen, wel­che Potentiale diese Orte für Ge­sund­heit und sozialen Zu­sam­men­halt bie­ten. Und was bleibt hängen?

Das fragte sich auch Christoph Gilles von der Koordinationsstelle Kinderarmut im LVR-Landesjugendamt Rhein­land und kam in sei­nem Abschlussbeitrag zu dem Schluss: Hängen bleibt das, „wo Emotionalität und Fachlichkeit zu­sam­men­kom­men!“
Ein schönes Fa­zit, denn ge­nau das war es, was ei­nem an diesem Tag spür­bar begegnete.

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