Kooperationsverbund "Gesundheitsförderung bei sozial Benachteiligten"
Wer durch Armut oder andere schwierige Lebensumstände benachteiligt ist, hat in Deutschland ein doppelt so hohes Erkrankungsrisiko und eine um bis zu zehn Jahre geringere Lebenserwartung als Menschen aus besser gestellten Bevölkerungsschichten. Insbesondere sozial benachteiligte Kinder und Jugendliche sind stärkeren gesundheitlichen Belastungen ausgesetzt, wie der Kinder- und Jugendgesundheitssurvey (KiGGS) belegt. Die schichtabhängigen Unterschiede betreffen nachweislich den Gesundheitszustand, das Gesundheitsverhalten und die Inanspruchnahme von Vorsorgeuntersuchungen.
Die gesundheitliche Chancengleichheit in Deutschland generell zu verbessern und die Gesundheit von Menschen in schwierigen sozialen Lebenslagen konkret zu stärken - diesen Leitzielen widmet sich der Kooperationsverbund „Gesundheitsförderung bei sozial Benachteiligten“. Er hat seit 2003 die Internetplattform „Gesundheitsförderung bei sozial Benachteiligten“ entwickelt. Außer einer umfangreichen Praxisdatenbank finden Sie hier themenspezifische Fachinformationen, Termine, Materialien und Forschungsergebnisse rund um die Gesundheitsförderung bei sozial Benachteiligten. Dem Kooperationsverbund, den die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) initiiert hat und maßgeblich trägt, gehören mittlerweile 55 Kooperationspartner an. Denn um die Transparenz im vielschichtigen Handlungsfeld der Gesundheitsförderung für sozial benachteiligte Zielgruppen zu erhöhen, die Qualität der Maßnahmen zu verbessern und die Zusammenarbeit der Akteure zu stärken, sind Austausch und Vernetzung unabdingbar.
"Gesund aufwachsen für alle!" - Fachtagung am 24. Januar 2012 in Augsburg
07.02.2012 – Iris Grimm, Landeszentrale für Gesundheit in Bayern e.V.
In Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsamt der Stadt veranstaltete der Regionale Knoten Bayern am 24. Januar 2012 in der Regierung von Schwaben eine Fachtagung, die ein breites Spektrum von Angeboten vorstellte, um „Gesund aufwachsen für alle“ in der Kommune zu fördern.
Forschungsprojekt "Kosten und Effekte von Maßnahmen zur Verringerung der gesundheitlichen Ungleichheit - das Beispiel Förderung des Bewegungsverhaltens bei Kindern und Jugendlichen
Ist Prävention wirksam? Und in welchem Verhältnis stehen die aufgewendeten Kosten zum Effekt der Maßnahmen? Diese Fragen stellen sich gleichermaßen Geldgeber und Praktiker/innen. Für viele Präventions- und Gesundheitsförderungsmaßnahmen sind Wirksamkeits-Nachweise dokumentiert. Doch bei den Kosten schaut es anders aus.
17.01.2012 – Dr. Joseph Kuhn, Bayerisches Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit
Zum 17. Mal findet der Kongress Armut und Gesundheit statt. Es ist ein Forum, der einen Beitrag dazuleistet, die gesundheitlichen Folgen sozialer Unterschiede immer wieder bewusst zu machen und bewusst zu halten.
Auf dem 9. Jahresstreffen des Kooperationsverbundes am 30. November 2011 in Berlin sprach Prof. Dr. Klaus Hurrelmann über die Notwendigkeit einer kommunalen Zusammenarbeit im Bereich Gesundheitsförderung bei Kindern und Jugendlichen.
Mit dem 9. Jahrestreffen des Kooperationsverbundes startete am 30.11. der kommunale Partnerprozess „Gesund aufwachsen für alle!“. Auf Basis der Handlungsempfehlungen initiierte der Kooperationsverbund einen gemeinsamen Erfahrungsaustauch auf kommunaler Ebene, der als langfristig angelegter Prozess die Gesundheitsförderung bei sozial benachteiligten Kindern und Jugendlichen begleiten und unterstützen wird. Die Dokumentation des Treffens ist nun online!
Bis 5. Februar 2012 können Sie sich für den bundesweit ausgeschriebenen Preis des BKK Bundesverbandes bewerben.
26.12.2011 – Marco Ziesemer, Gesundheit Berlin-Brandenburg
Einrichtungen und Institutionen können sich ab sofort mit ihren Angeboten und Projekten zur Unterstützung pflegender Angehöriger von Demenzkranken für den bundesweit ausgeschrieben Preis „Vorbildliche Praxis 2012“ des BKK Bundesverbandes bewerben. Der Wettbewerb wird im Rahmen des Kooperationsverbundes „Gesundheitsförderung bei sozial Benachteiligten“ durchgeführt. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) begleitet das Auswahlverfahren im Rahmen ihrer Schwerpunktsetzung „Gesund und aktiv älter werden“. Bewerben Sie sich jetzt!
Die Gesundheitsförderung bei Kindern und Jugendlichen und deren Familien ist einer der Schwerpunktthemen im Kooperationsverbund „Gesundheitsförderung bei sozial Benachteiligten“.
Der Partnerprozess „Gesund aufwachsen für alle!“, initiiert durch die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) in Zusammenarbeit mit den kommunalen Spitzenverbänden und dem Gesunde Städte-Netzwerk, ist gestartet! Durch das 9. Kooperationstreffen konnten die gemeinsamen Ziele der Akteure im Partnerprozess herausgestellt werden.
Der bundesweite Kooperationsverbund „Gesundheitsförderung bei sozial Benachteiligten“, der von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) initiiert wurde, hat Handlungsempfehlungen für die Entwicklung gesundheitsförderlicher Strategien in Kommunen veröffentlicht. Die Empfehlungen sind in einer neuen Ausgabe der BZgA-Fachheftreihe „Gesundheitsförderung KONKRET“ erschienen.
In den vergangenen sieben Jahren hat der Kooperationsverbund Kenntnisse und Erfahrungen dazu gesammelt, wie Kinder und Jugendliche in schwieriger sozialer Lage gesünder aufwachsen können. Er hat dieses Handlungswissen ausgewertet und die Umsetzung unterstützt. Diese Erfahrungen haben wir nun gebündelt.
Der Kooperationsverbund wurde 2003 auf Initiative der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) gegründet und wird maßgeblich durch die BZgA getragen. Ihm gehören aktuell 55 Partnerorganisationen an. BZgA / Ostmerheimer Str. 220 / 51109 Köln / Tel +49 221 8992-0 / Fax +49 221 8992-300 Die BZgA ist eine Fachbehörde im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Gesundheit.