Gesundheitsförderung im Stadtteil
Das sozial benachteiligte Stadtquartier als Setting der Gesundheitsförderung
Der Setting-Ansatz der Weltgesundheitsorganisation (WHO) soll die strukturellen Voraussetzungen für ein nachhaltig gesundes Leben schaffen. In dieser Kernstrategie bilden Räume und Beziehungen des Alltagslebens den zentralen Ansatzpunkt, um Lebenswelten gesundheitsgerecht zu gestalten.
Das Quartier, der Stadtteil oder die Wohnumgebung bilden ein Setting in der Gesundheitsförderung, weil es die Menschen in ihrem unmittelbaren Lebensraum erreicht und die alltäglichen Lebensweisen der Bewohner berücksichtigt. Die Interaktion zwischen der physischen und sozialen Umwelt und den Dienstleistungsangeboten schafft ein Lebensumfeld, das die gesundheitliche Infrastruktur prägt und enorme Potenziale zur Unterstützung der Gesundheit der Menschen in sich birgt.
Ziele des Setting-Ansatzes Stadtteil
Die Gesundheitsförderung im Quartier verfolgt die komplexen Ziele, die Lebensbedingungen der Bewohner zu verbessern, soziale Netzwerke zu stärken, Akteure zu vernetzen und auch die Raumplanung und Stadtentwicklung im Sinne der Schaffung eines gesundheitsfördernden Lebensumfeldes zu beeinflussen.
Vorteile des Setting-Ansatzes Stadtteil
Koordinierende Funktion |
Das Setting Stadtteil unterstützt und steuert Teilsettings wie Kita oder Schule mit. |
Kumulative Funktion |
Das Setting Stadtteil bündelt Aktivitäten der Teilsettings, beispielsweise bei der Definition gemeinsamer Bedarfe und der Mittelakquise. |
Komplementäre Funktion |
Das Setting Stadtteil spricht Zielgruppen an, die sich über andere Settings wie Kita oder Schule nicht erreichen lassen. |
Eine Ausrichtung politischer Verantwortlichkeiten auf die Gesundheitsförderung und die Verminderung sozialer Ungleichheit verleihen dem Stadtteil-Setting auch eine politische Komponente.



