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Termin

Online- Symposium "COVID-19 als <Brennglas>: Was wir aus der Krise zum Thema Altern und Digitalisierung lernen können"

Veranstalter: Fachausschuss „Alter und Technik“ der Deutschen Gesellschaft für Gerontologie und Geriatrie (DGGG)

Kategorie: Symposium

Schlagwörter:Digitale Medien, Ältere, Corona

Nicht erst in Zeiten von COVID-19 ist ein kompetenter Um­gang mit digitaler Tech­nik zur Schlüsselkompetenz avanciert, der die Chan­cen auf Selbst­stän­dig­keit, Le­bens­qua­li­tät und gesellschaftliche Teil­ha­be prägt. Und schon lange ist be­kannt, dass ältere Menschen über we­niger Res­sour­cen verfügen, die Potenziale digitaler Tech­nik für sich zu nut­zen. In der gegenwärtigen Kri­se zeigte sich aber be­son­ders deut­lich, welch wesentliche Rol­le Me­di­en- und Tech­nikkompetenz schon jetzt in unserem All­tag spielt. Und es ist abzusehen, dass sie auch und ins­be­son­de­re für ältere Menschen im­mer unentbehrlicher sein wird, um alltägliche Herausforderungen zu meis­tern und soziale Bedürfnisse zu be­frie­di­gen. Derzeit kann wie un­ter ei­nem Brenn­glas studiert wer­den, wel­che Aus­wir­kung­en feh­lende digitale Kompetenzen und Res­sour­cen für das soziale Miteinander, den Er­halt von Le­bens­qua­li­tät und der Un­ter­stüt­zung älterer Menschen haben, wenn Kon­takt­sper­ren direkte Be­geg­nung­en und Aus­tausch verhindern. Dies gilt für die ambulante Versorgung und Pfle­ge eben­so wie für den institutionellen Be­reich.

Einerseits gibt es ein breites Spek­trum an An­ge­bo­ten für ältere Menschen zum Erler­nen digitaler Kompetenzen. Andererseits gibt es bislang kaum wissenschaftliche Evidenz zu den Potenzialen die­ser An­ge­bo­te in der COVID-19 Kri­se für alte Menschen. Zum Bei­spiel fehlt es an Da­ten, um grundlegende Qualitätsstandards für fachliche und didaktische Konzeptionen in ei­ner herausfordernden La­ge wie sie COVID-19 mit sich bringt, for­mu­lie­ren zu kön­nen. Es ist völlig un­klar, wie verschiedene Un­ter­stüt­zungsformate on- und off­line sinn­voll mit­ei­nan­der verknüpft wer­den kön­nen. Diese Fra­gen stel­len sich vor allem auch in Be­zug auf die strukturellen Be­din­gung­en und Mög­lich­keit­en zur Nut­zung digitaler Tech­no­lo­gien in der stationären Langzeitpflege in verschärfter Form. In diesen Hotspots des Pandemiegeschehens haben wir ei­ne höchst vulnerable Grup­pe, die aber mög­li­cher­wei­se be­son­ders von intelligenten Informations- und Kommunikationsmedien profitieren könnte. Aber es feh­len bislang dort vor allem die technische Aus­stat­tung (In­ter­net und Geräte) so­wie geeignete Un­ter­stüt­zungsstrukturen für we­nig technikaffine, pflegebedürftige Menschen. Und ins­ge­samt haben wir da­zu bislang ein­fach noch zu we­nig gesicherte Da­ten und Erkenntnisse. Das gilt auch für digitale Tech­no­lo­gien zur Un­ter­stüt­zung pflegender Angehöriger, auch im Be­reich Distance Care, der an Be­deu­tung kon­ti­nu­ier­lich zunimmt.

Der Fachausschuss „Al­ter und Tech­nik“ der DGGG will vor diesem Hintergrund un­ter der Schirm­herr­schaft des Präsidiums der DGGG mit diesem Online- Sym­po­si­um ei­nen Bei­trag da­zu leis­ten, diese Aus­gangs­la­ge in zweierlei Wei­se zu verbessern. Einmal soll die For­schung, die es in Deutsch­land bislang zur The­ma­tik gibt, zusammengetragen und diskutiert wer­den. Zum anderen soll der Dis­kurs mit wichtigen Akteuren aus un­terschiedlichen Feldern wie Kran­ken­kas­sen, Heimträgern, Pfle­geverbänden, Gesundheits- und So­zi­al­po­li­tik weitergeführt wer­den.  

Mögliche Themen da­bei sind:

  • Digitale Tech­no­lo­gien zur Si­che­rung sozialer Teil­ha­be und Par­ti­zi­pa­ti­on im Al­ter - nicht nur im Kon­text von Covid-19
  • Chan­cen und Barrieren im Kon­text der Digitalisierung in der stationären Langzeitpflege - Was ler­nen wir aus der Corona-Pandemie?
  • Die Rol­le von digitalen Me­di­en und Platt­formen für sozialraumorientierte Versorgungs- und Pfle­gesettings
  • Digitale Tech­no­lo­gien zur Un­ter­stüt­zung pflegender Angehöriger
  • Distance Care und Digitalisierung
  • För­de­rung von Tech­nik- und Me­di­enkompetenz älterer Menschen
  • Un­ter­stüt­zung und För­de­rung der Nut­zung digitaler Tech­niken durch neue Formen der All­tagsbegleitung pflegebedürftiger alter Menschen

Natürlich wird ein solches For­mat nur be­grenzt ein Fo­rum für die Prä­sen­ta­ti­on von aktuellen For­schungsbefunden an­bie­ten kön­nen. Deshalb sollen im ersten Teil der Ver­an­stal­tung an­hand ei­nes Review-Verfahrens die der­zeit vielversprechendsten und informativsten Stu­di­en und Ana­ly­sen aus Deutsch­land, et­wa 5-6 Papiere zur The­ma­tik COVID-19, alte Menschen und Tech­no­lo­gie/Digitalisierung, zusammengeführt wer­den. Dazu kön­nen aussagekräftige Abstracst von 200 Worten oh­ne weitere Struk­tu­rie­rung samt Autoreninformation, Affiliationen, Adressinformation und E-mail-Adresse per Mail eingereicht wer­den.  

Einreichungsende ist der 05.10.2020.  

Nicht zur aktiven Prä­sen­ta­ti­on zugelassene Abstracts wer­den auf ei­ner auch nach dem Sym­po­si­um zur Verfügung stehenden Platt­form veröffentlicht wer­den, so dass bei In­te­res­se auch da­zu ein weiterer Aus­tausch mög­lich sein wird.  

Im zweiten Teil der Ver­an­stal­tung soll ausgehend von den präsentierten Stu­di­en und Ana­ly­sen ein intensiver Aus­tausch mit Praxisakteuren geführt wer­den, der vor allem da­rauf abzielt, die bisherigen Hindernisse ei­ner Um­set­zung der Digitalisierungsstrategie bei un­terschiedlichen Grup­pen von alten Menschen herauszuarbeiten. Dazu wer­den wir ge­zielt Personen ein­la­den.  

Schließlich pla­nen der FA und die DGGG ganz be­wusst auch ei­nen Bei­trag zum re­zent erschienenen Al­tersbericht „Ältere Menschen und Digitalisierung“ für das Sym­po­si­um.

Veranstaltungsinformationen

Termin:10. November 2020

Ort: digital

Teilnahmegebühr: kostenfrei

Flyer

Anmeldung: Kontakt per Mail mit Vor- und Zuname, Affiliation, Adresse und Mail

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