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04.03.2010

Europäisches Jahr gegen Armut und soziale Ausgrenzung - 40 Projekte werden gefördert

Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) hat 40 Projekte ausgewählt, die im Rahmen des Europäischen Jahres gegen Armut und Soziale Ausgrenzung (EJ 2010) in diesem Jahr über Mittel der EU-Kommission und des Bundes gefördert werden. Das BMAS ist in Deutschland mit der Durchführung des EJ 2010 beauftragt (siehe dazu Aktuelle Meldungen vom 08. Januar 2010 und vom 14. August 2009).

842 Projektanträge waren im Herbst 2009 beim BMAS aus allen Bundesländern und von verschiedenen Trägern wie Wohlfahrtsverbänden, Kirchen und Stiftungen eingegangen. Das Spektrum von Ansätzen und Zielgruppen war bereit und reichte von Alleinerziehenden, Langzeitarbeitslosen bis zu Menschen mit Migrationshintergrund.

Unter den ausgewählten Projekten befinden sich auch solche mit einem gesundheitsförderlichen Bezug, etwa „Auf die ersten Jahre kommt es an“, dessen Träger der  Heilbronner Verein „Haus der Familie“ ist. Ziel ist es, ein Angebot zur frühen Prävention für benachteiligte Familien mit Kindern im ersten Lebensjahr aufzubauen und strukturell zu verankern. Erreicht werden sollen vor allem Mütter mit Migrationshintergrund, aber auch Alleinerziehende, sozial benachteiligte und sehr junge Mütter. Das Projekt besteht aus einem zielgruppenorientierten Kursangebot mit wöchentlichen Treffen zu je zwei Unterrichtseinheiten, gestaffelt nach den Altersstufen der Kinder im ersten Lebensjahr. Das Angebot wird ergänzt durch die Einrichtung eines Treffpunktes mit Angeboten wie gemeinsames Kochen und Essen und weiterführende Familienberatung.

„Wege zur Teilhabe“ ist ebenfalls eines der ausgewählten Projekte mit einem direkten Bezug zum Thema Gesundheit. Träger ist der Caritasverband für die Region Rhein-Hunsrück-Nahe. Bei diesem Projekt kooperiert der Verband mit der örtlichen Tafel. Dabei werden vor der Essensausgabe für die Betroffenen offene Sprechstunden abgehalten. Zugleich werden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Tafel geschult, damit sie bei wirtschaftlichen, gesundheitlichen oder sozialen Fragen und bei Zugängen zum Hilfesystem besser unterstützen können.

Weitere Informationen über die Projekte finden Sie hier.

Auch die Praxisdatenbank auf dieser Homepage enthält zahlreiche Projekte, die sich mit Gesundheitsförderung von und für sozial Benachteiligte befassen. Hier finden Sie etwa eine Liste von Projekten zum Thema Kindergesundheit im Stadtteil. In der Datenbank können Sie gezielt Projektbeispiele etwa für verschiedene Zielgruppen in Kombination mit Handlungsfeldern abfragen.

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Der Kooperationsverbund wurde 2003 auf Initiative der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) gegründet
und wird maßgeblich durch die BZgA getragen. Ihm gehören aktuell 55 Partnerorganisationen an.
BZgA / Ostmerheimer Str. 220 / 51109 Köln / Tel +49 221 8992-0 / Fax +49 221 8992-300
Die BZgA ist eine Fachbehörde im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Gesundheit.