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23.03.2010

Broschüre über Gute Beispiele für sozial-integrative Projekte: Modellvorhaben der Sozialen Stadt

Stefan Bräunling, MPH, Gesundheit Berlin-Brandenburg

Schlagwörter: Migration, Soziale Stadt

Seit 2006 bietet das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) die Möglichkeit an, innerhalb des Programms Soziale Stadt auch Projekte und Maßnahmen im nicht-baulichen, sozial-integrativen Bereich zu fördern. Dieser Ansatz findet in der Praxis starke Resonanz. Mittlerweile werden fast 600 Modellvorhaben in mehr als 300 Programmgebieten gefördert. Die inhaltlichen Schwerpunkte liegen vor allem in den Bereichen Integration von Zuwanderinnen und Zuwanderern, Gesundheit, Beteiligung, Schule und Bildung, nachbarschaftliches Zusammenleben und andere soziale Aktivitäten.

Vor dem Hintergrund der Vielfalt der Modellvorhaben wurde die Bundestransferstelle Soziale Stadt beim Deutschen Institut für Urbanistik (Difu) vom BMVBS beauftragt, „gute Beispiele“ für Modellvorhaben zu identifizieren und näher zu untersuchen. Die Ergebnisse der Analyse werden in der neu erschienenen Broschüre vorgestellt.

„Gute Praxis“ wurde dabei nicht im Sinne eines Rankings verstanden. Vielmehr ging es darum, gelungene Modellvorhaben in den unterschiedlichen thematischen Bereichen exemplarisch und damit stellvertretend für viele andere vorzustellen. Ziel ist es, bewährte Lösungsansätze nachvollziehbar zu illustrieren und sowohl zum „Nachahmen“ als auch zur Entwicklung eigener Ideen anzuregen.

Die Broschüre kann kostenlos über folgenden Kontakt bezogen werden: Email: sozialestadt@difu.de, Telefax: 030 / 39001-269, hier können Sie die Broschüre als PDF-Datei herunter laden.

Eines der in der Broschüre vorgestellten Projekte ist Kleemobil - Aufsuchende Sozialarbeit / Familienhebammen in Stralsund-Grünhufe. Auch der Kooperationsverbund "Gesundheitsförderung bei sozial Benachteiligten“ hat dieses Projekt als Good Practice-Projekt identifiziert.

Das Projekt "Kleemobil" stellt Familien in schwierigen Lebenslagen bereits während der Schwangerschaft bis zu einem Jahr nach der Geburt des Kindes ein fachlich geeignetes Unterstützungsangebot bereit. Im Fokus stehen dabei die vielen neuen Probleme und Ängste, die in der Situation einer Schwangerschaft und Geburt eines Kindes in belasteten Familien häufig auftreten. Die Entwicklung und das Wohlbefinden des Neugeborenen sind dabei entscheidend. Untersuchungen im gesundheitlichen, sozialen und psychischen Bereich werden in Absprache mit den Familienmitgliedern durchgeführt und dienen der Diagnostik von Bedarfsfeldern bei Eltern und Kindern.

Weitere vom Kooperationsverbund "Gesundheitsförderung bei sozial Benachteiligten“ als Good Practice identifizierte Projekte zum Thema Elternschaft und Säuglingsgesundheit finden Sie hier und in der Praxisdatenbank auf dieser Seite.

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