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12.07.2010

Arbeitslosigkeit und suizidale Gefährdung - Zusammenhänge und Schlussfolgerungen für Prävention und Intervention

Stefan Bräunling, MPH, Gesundheit Berlin-Brandenburg

Schlagwörter: Prävention, psychische Gesundheit

Der Artikel „Arbeitslosigkeit und suizidale Gefährdung“, erschienen im aktuellen Schwerpunktheft Suizidprävention der „Prävention - Zeitschrift für Gesundheitsförderung“ (02/2010), beinhaltet neben dem aktuellen Forschungsstand - der Arbeitslosigkeit als Risikofaktor für Suizidgefährdung bestätigt - Erklärungen über den Zusammenhang von Arbeitslosigkeit und Suizidalität. Arbeitslosigkeit kann die Entstehung von Suizidalität initiieren oder aber psychische Problematiken verstärken und beschleunigen. Zudem ziehen Suizidversuche häufig Arbeitslosigkeit nach sich.
Die Autoren Benedikt Rogge und Prof. Dr. Thomas Kieselbach von der Universität Bremen kommen zu folgenden Überlegungen: Neben der gesellschaftlichen Perspektive von Intervention und Prävention sollten Maßnahmen vor allem individuell zugeschnitten sein. Für eine erfolgreiche Reintegration ins Berufsleben müssen Maßnahmen im Sinne eines „sozialen Geleitschutzes“ geschaffen werden, sich am Einzelfall orientieren und zentral auf Empowerment-Prozesse abzielen. Hierfür gilt es insbesondere, die eigenen Sinneszuschreibungen der Betroffenen zu beachten.
Auch die gesellschaftliche Ablehnung und Stigmatisierung von Arbeitslosen hängt eng mit der psychischen Gesundheit und dem Suizidrisiko zusammen. Dies sollte als ein weiterer Ansatzpunkt bei der Maßnahmenplanung einbezogen werden.

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