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Aktiv für Gesundheit und Chancengleichheit

MIT-DENKEN Demenzfreundliche Region Hildesheim

Ein Experteninterview mit den Initiatoren des Projektes.

21.10.2015

Es ist kein Geheimnis, dass der demografische Wandel unsere Gesellschaft grundlegend verändert. Eine der großen Herausforderungen ist die steigende Zahl der an Demenz erkrankten Menschen. 80 Prozent der Betroffenen werden zu Hause von ihren Angehörigen betreut und gepflegt. Bis 2030 wird sich der Anteil der Demenzerkrankten im Landkreis Hildesheim voraussichtlich um 40 Prozent erhöhen. Dabei ist Demenz immer noch ein Tabuthema. Betroffene und Angehörige geraten so oft in Isolation und Einsamkeit.

Wie kann sich die Region Hildesheim in Zukunft wirksam für das Thema Demenz stark machen und nachhaltige Impulse setzen? Indem sich unterschiedliche Akteure des sozialen Gemeinwesens in einem regionalen Kooperationsnetzwerk zusammenschließen und institutionsübergreifend mit Unterstützung von Spenden und Fördergeldern Demenzprojekte umsetzen. So geschehen im Landkreis Hildesheim.

Maria Nicolai sprach hierzu mit Helga Kassebom und Manuel Stender.

1. Wie kam es zur Idee „MIT-DENKEN Demenzfreundliche Region Hildesheim“ und welches Ziel verfolgen Sie mit Ihrer Initiative?

Bereits seit 2006 beschäftigte sich ein „Regionaler Arbeitskreis Demenz“ mit dem Thema und organisierte Informationsveranstaltungen und Vorträge. Auf Initiative der Alzheimer Gesellschaft Hildesheim e. V., Stadt und Landkreis Hildesheim, der Volkshochschule Hildesheim und der Hochschule für Angewandte Wissenschaft und Kunst (HAWK) wurde 2012 das Netzwerk „MIT-DENKEN Demenzfreundliche Region Hildesheim“ gebildet mit dem Ziel, die Lebenssituation von Menschen mit Demenz und ihren Angehörigen in der Region Hildesheim nachhaltig zu verbessern. Im Einzelnen sollen Hemmschwellen und Berührungsängste abgebaut, die Teilhabe und Lebensqualität der Betroffenen und Angehörigen gestärkt, Schulungs- und Fortbildungsangebote geschaffen, der Dialog mit allen Vertreterinnen und Vertretern der Gesellschaft gefördert, das bürgerschaftliche Engagement stärker einbezogen und die Transparenz durch gezielte Öffentlichkeitsarbeit verbessert werden.
Erfreulicherweise wurden zwei Teilprojekte der Initiative mit jeweils 10.000 € aus dem Bundesprogramm „Lokale Allianzen für Menschen mit Demenz“ gefördert.
Aktuelle Schwerpunkte sind berufsspezifische Schu­lung­en für Betriebe und Organisationen (z. B. Banken, Po­li­zei, Feu­er­wehr, Ein­zel­han­del) so­wie das Pro­jekt „Menschen mit De­menz im Krankenhaus“. So neh­men al­le sechs Krankenhäuser in der Re­gi­on Hildesheim an einem gemeinsamen Er­fah­rungs­aus­tausch teil, mit dem Ziel, die Krankenhausversorgung für Menschen mit De­menz zu verbessern. Ein ers­ter Er­folg ist die Aus­bil­dung von De­menzbeauftragten in den Krankenhäusern.

2. Ihr Pro­jekt wird mit Hilfe un­terschiedlicher Kooperationspartner umgesetzt und fördert un­ter anderem den Auf­bau regionaler Netzwerke. Welche Ak­teu­rin­nen und Akteure sind an dem Pro­zess beteiligt und wo se­hen Sie Potentiale und Herausforderungen in der Zu­sam­men­ar­beit?

Neben den be­reits genannten Institutionen gibt es mitt­ler­wei­le 25 Netzwerkpartner, die auf der Homepage www.demenzregion-hildesheim.de aufgeführt sind. Beispielhaft sind Wohlfahrtsverbände und soziale Institutionen, Bildungsträger oder Krankenhäuser vertreten.
Wichtige Potentiale sind die Bündelung der vielschichtigen Kompetenzen und An­ge­bo­te der Netz­werkpartner so­wie ei­ne vertrauensvolle Zu­sam­men­ar­beit für ein gemeinsames Ziel.
Herausforderungen sind ei­ne kontinuierliche Zu­sam­men­ar­beit bei teil­wei­se knappen zeitlichen Res­sour­cen der Netz­werkpartner, der Ab­bau von Konkurrenzdenken so­wie die Steu­e­rung und Fi­nan­zie­rung geplanter Projekte.

3. Be­trof­fe­nen Menschen mit De­menz und ih­re An­ge­hö­ri­gen fällt es oft­mals schwer, vorhandene An­ge­bo­te in An­spruch zu neh­men. Grund ist hier z. B. häufig die Intransparenz der Angebotslandschaft. Befinden sich ältere Menschen da­rü­ber hinaus in ei­ner schwierigen sozialen La­ge (be­sit­zen z. B. ei­nen geringen Bildungsabschluss, ein geringes Einkommen), so neh­men die Zugangshürden zu. Welche Wege ge­hen Sie, um diese Ziel­grup­pe zu er­rei­chen?

Zunächst durch ein breites niedrigschwelliges kostenloses Be­ra­tungs- und Unterstützungsangebot der Kooperationspartner, z. B. durch die Alz­hei­mer Ge­sell­schaft Hildesheim e.V., den Senioren- und Pflegestützpunkt Nie­der­sach­sen (SPN) beim Landkreis Hildesheim oder die Kontakt-, Informations- und Be­ra­tungsstelle im Selbsthilfebereich des Paritätischen Hildesheim-Alfeld (KIBIS). Niedrigschwellig bedeutet ei­ne Kom­bi­na­ti­on aus der wohnortnahen Vermittlung einfacher Entlastungshilfen (z. B. Besuche, Be­schäf­ti­gung, Nachbarschaftshilfen) und Ein­be­zie­hung der in Nie­der­sach­sen anerkannten Anbietern von niedrigschwelligen Betreuungsangeboten nach § 45 a - SGB XI (www.niedrigschwellige-betreuungsangebote-nds.de). Der Landkreis Hildesheim leistet zu­dem in ei­nem Modellprojekt („das Machmits-Infomo­bil“) auch aufsuchende Be­ra­tung, in­dem in den 19 Kom­mu­nen des Landkreises wohnortnahe Be­ra­tung­en für Menschen angeboten wer­den, die in­fol­ge ei­ner Er­kran­kung oder al­ters­be­dingt nicht mehr mo­bil sind.

4. Neben der „Ziel­grup­pe“ selbst, al­so Menschen mit De­menz und ih­ren An­ge­hö­ri­gen, la­den Sie auch al­le Ein­woh­nerinnen und Ein­woh­ner Ihrer Re­gi­on ein, Teil Ihres Projektes zu sein. Wie gelingt es Ihnen, die Bür­ge­rin­nen und Bür­ger so­wie ansässige Institutionen für die Ge­stal­tung ei­ner demenzfreundlichen Re­gi­on zu ge­win­nen?

Durch ei­ne aktive Öf­fent­lich­keits­ar­beit in al­len Me­di­en. Neben kulturellen Ver­an­stal­tung­en (z. B. Keller-Kino, Le­sung­en, Vorträge) wer­den re­gel­mä­ßig Informationsveranstaltungen (z. B. Fachtagungen oder Schu­lung­en) angeboten. Beispielsweise wurde der Sportverein Ein­tracht Hildesheim auf un­ser Netz­werk auf­merk­sam und bietet nach Schu­lung der Übungsleiterinnen und Übungsleiter seit ei­nem Jahr ein Sportangebot für Menschen mit De­menz an. Derzeit wird der „Demenz-Wegweiser“ aktualisiert. Für 2016 sind weitere Projekte geplant, z. B. generationsübergreifende Aktivitäten mit Schulen und Ein­rich­tung­en so­wie die starke Ein­bin­dung von Hausärztinnen und Hausärzten.
Es gibt noch viel zu tun. Aber der An­fang ist gemacht und wir sind ge­mein­sam auf ei­nen guten Weg zu ei­ne demenzfreundlichen Re­gi­on Hildesheim.

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  • 13.04.2026 - 14.04.2026

    Hannover

    Künstliche Intelligenz in der Prävention

    31. Deutsche Präventionstag

    Der 31. Deutsche Präventionstag lädt dazu ein, das Thema „Künstliche Intelligenz in der Prävention“ umfassend und zukunftsorientiert zu beleuchten. Im Fokus stehen dabei zentrale Fragen:

    • Welche Herausforderungen bringt KI im Kontext von Kriminalität und Sicherheit, aber auch im gesamtgesellschaftlichen Miteinander mit sich?
    • Welche tiefgreifenden Veränderungen gehen mit ihrem Einsatz einher – und wer ist davon in welcher Weise betroffen?

    Gleichzeitig richtet sich der Blick nach vorn:

    • Wie lässt sich KI gezielt und verantwortungsvoll für die Präventionsarbeit nutzen?

    Dabei geht es nicht nur um technologische Potenziale, sondern auch um die ethische und praktische Frage, wie ein bewusster, reflektierter Umgang mit KI in der Prävention gelingen kann.

    Weitere Informationen sowie die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie hier.

    Kategorie: Kongress
  • 20.04.2026 - 23.04.2026

    Wuppertal

    75. Wissenschaftlicher Kongress – Der Öffentliche Gesundheitsdienst

    ÖGD – Keiner wie wir!

    Unter dem Motto „ÖGD – Keiner wie wir!“ werden wir wieder vielfältige und interessante Themen aus Praxis und Wissenschaft gemeinsam diskutieren. 2026 wird uns unter anderem das Thema „Pakt für den ÖGD“ beschäftigen. Gleichermaßen wollen und müssen wir die Gelegenheit nutzen, uns mit den Lehren aus der Pandemie sowie der damit verbundenen Weiterentwicklung und zukünftigen Aufgabenwahrnehmung des ÖGD auseinanderzusetzen. Hierzu ist eine ganze Reihe von Themen in der Planung, an der das wissenschaftliche Programm-Komitee unter Leitung der Deutschen Gesellschaft für Öffentliches Gesundheitswesen e.V. (DGÖG) bereits mit Hochdruck zusammen mit den Fachausschüssen und Arbeitsgruppen, dem ausrichtenden Bundesland NRW sowie unserem Kooperationspartner, der Gesellschaft für Hygiene, Umweltmedizin und Präventivmedizin e.V. (GHUP), arbeitet. Der wissenschaftliche Kongressbeirat des BVÖGD hat dazu viele Themenvorschläge unterbreitet.

    Weitere Informationen finden Sie auf der Website des Kongresses.

    Kategorie: Kongress
    Veranstalter: Bundesverband der Ärztinnen und Ärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes e.V.
  • Bundeskonferenz "Gesund und aktiv älter werden" 2026

    Demenzprävention im Dialog – Aufklärung verbessern, Strukturen stärken, Risiken reduzieren

    Wie können wir Demenz wirksam vorbeugen? Welche Ansätze funktionieren wirklich – und wie bringen wir sie in die Praxis? Diese hochaktuellen Fragen stehen im Mittelpunkt der 8. Bundeskonferenz „Gesund und aktiv älter werden“ des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit. Die Konferenz findet am Mittwoch, den 22. April 2026, in Köln statt. Eingeladen sind Multiplikatorinnen und Multiplikatoren sowie Fachkräfte aus Wissenschaft, Praxis und Politik, um gemeinsam die Demenzprävention in Deutschland nachhaltig zu stärken.

    Die Teilnehmenden erwartet aktuelle Erkenntnisse zu demenzpräventiven Lebensstilfaktoren im Kontext anderer nicht-übertragbarer Erkrankungen, nationale und internationale Good-Practice-Beispiele sowie Impulse zu personalisierten und multimodalen Präventionsstrategien. Darüber hinaus werden Maßnahmen der Verhältnisprävention und Möglichkeiten der Früherkennung beleuchtet. Renommierte Expertinnen und Experten geben wissenschaftliche Impulse und praxisnahe Einblicke, darunter Professorin Dr. Daniela Berg, Professor Dr. Frank Jessen und Professor Dr. René Thyrian. Die Veranstaltung bietet Raum für Austausch, Vernetzung und Diskussionen.

    Die Veranstaltung ist kostenfrei. Eine Anmeldung ist notwendig, da die Teilnahmeplätze begrenzt sind. 

    Weitere Informationen und die Anmeldung unter www.gesund-aktiv-aelter-werden.de/fachinformationen/unsere-bundeskonferenzen/aktuelle-bioeg-bundeskonferenz

    Kategorie: Konferenz
    Veranstalter: Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit

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