Webanalyse / Datenerfassung

Wir möchten diese Website fortlaufend verbessern. Dazu wird um Ihre Einwilligung in die statistische Erfassung von Nutzungsinformationen gebeten. Die Einwilligung kann jederzeit widerrufen werden.

Welcher Dienst wird eingesetzt?

Matomo

Zu welchem Zweck wird der Dienst eingesetzt?

Erfassung von Kennzahlen zur Webanalyse, um das Angebot zu verbessern.

Welche Daten werden erfasst?

  • IP-Adresse (wird umgehend anonymisiert)

  • Gerätetyp, Gerätemarke, Gerätemodell

  • Betriebssystem-Version

  • Browser/Browser-Engines und Browser-Plugins

  • aufgerufene URLs

  • die Website, von der auf die aufgerufene Seite gelangt wurde (Referrer-Site)

  • Verweildauer

  • heruntergeladene PDFs

  • eingegebene Suchbegriffe.

Die IP-Adresse wird nicht vollständig gespeichert, die letzten beiden Oktette werden zum frühestmöglichen Zeitpunkt weggelassen/verfremdet (Beispiel: 181.153.xxx.xxx).

Es werden keine Cookies auf dem Endgerät gespeichert. Wird eine Einwilligung für die Datenerfassung nicht erteilt, erfolgt ein Opt-Out-Cookie auf dem Endgerät, welcher dafür sorgt, dass keine Daten erfasst werden.

Wie lange werden die Daten gespeichert?

Die anonymisierte IP-Adresse wird für 90 Tage gespeichert und danach gelöscht.

Auf welcher Rechtsgrundlage werden die Daten erfasst?

Die Rechtsgrundlage für die Erfassung der Daten ist die Einwilligung der Nutzenden nach Art. 6 Abs. 1 lit. a der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO). Die Einwilligung kann auf der Datenschutzseite jederzeit widerrufen werden. Die Rechtmäßigkeit der bis zum Widerruf erfolgten Datenverarbeitung bleibt davon unberührt.

Wo werden die Daten verarbeitet?

Matomo wird lokal auf den Servern des technischen Dienstleisters in Deutschland betrieben (Auftragsverarbeiter).

Weitere Informationen:

Weitere Informationen zur Verarbeitung personenbezogener Daten finden sich in den Datenschutzhinweisen.

Aktiv für Gesundheit und Chancengleichheit

Ein Blick in die Praxis: „Gesund bei Hitze im Quartier“

Lisa Wagner , Regionalverband Saarbrücken Gesundheitsamt
04.10.2023

Das Projekt "Gesund bei Hitze im Quartier" wird im Regionalverband Saarbrücken im Rahmen der Steuerungsgruppe für Aktivitäten zum Thema Klima und Gesundheit seit 2022 umgesetzt. Das Projekt zielt darauf ab, ältere Menschen niedrigschwellig für das Thema Hitzeprävention zu sensibilisieren.  

 

Im Fokus des Projektes steht die gemeinsame Entwicklung und Umsetzung von verhaltens- und verhältnispräventiven Maßnahmen, um den Auswirkungen extremer Hitze entgegenzuwirken. Können Sie uns hierzu konkrete Beispiele nennen, die Sie umsetzen?  

Ja, bisher konnten wir verschiedene Aktionen und Angebote für unsere Zielgruppen durchführen. Wir haben im letzten Jahr mit einer Kampagne zu kostenlosem Trinkwasser und Toilettennutzung begonnen. Dazu wurden Plakate in den teilnehmenden öffentlichen Gebäuden und in den Geschäften von Gewerbetreibenden in den Saarbrücker Stadtteilen sichtbar aufgehangen. Mittlerweile ist u. a. das Gesundheitsamt des Regionalverbandes Saarbrücken auch offizielle ReFill-Station. Das bedeutet, dass jede*r zu den Öffnungszeiten kostenfrei Leitungswasser in ein mitgebrachtes Trinkgefäß abfüllen darf. 
Als weiterer Schritt folgte die Einrichtung eines Hitzetelefons in einem der teilnehmenden Modellstandorte unseres Projektes, welches auch im Sommer 2023 wieder aktiv ist. Des Weiteren waren verschiedene Akteur*innen des Gesundheitsamtes auf diversen Messen, Stadtteilfesten und Aktionstagen mit einem eigenen Stand vor Ort. Dort wurde Trinkwasser, frisches Obst und Informationsmaterial ausgegeben. Wir haben unser sogenanntes Hitzeinfoblatt, auch als Tischaufsteller erhältlich, überarbeitet und können dieses ergänzend nun in leichter Sprache und mehreren Fremdsprachen anbieten. Als teilnehmender "Landkreis" der Schattenspenderkampagne des Umweltbundesamtes hat der Regionalverband Saarbrücken einen eigenen Hitzeknigge erstellt, der ebenfalls u. a. Handlungsempfehlungen zum Hitzeschutz und Ansprechpersonen im Regionalverband Saarbrücken benennt. In einer Vortragsreihe zu "Gesund bleiben bei Hitze" sind unsere Ärzt*innen des Gesundheitsamtes auch selbst vor Ort in den Gemeinweseneinrichtungen und stehen persönlich für Fragen zur Verfügung. Hier erhalten die Teilnehmenden eigens für das Projekt angefertigte Trinkbecher, um die Notwendigkeit von ausreichender Flüssigkeitszufuhr, insbesondere während extremer Hitzewellen, nochmal zu unterstreichen.Gemeinweseneinrichtungen und stehen persönlich für Fragen zur Verfügung. Hier erhalten die Teilnehmenden eigens für das Projekt angefertigte Trinkbecher, um die Notwendigkeit von ausreichender Flüssigkeitszufuhr, insbesondere während extremer Hitzewellen, nochmal zu unterstreichen.  

 

Sie gehen mit gutem Beispiel voran und arbeiten in dem Projekt kooperativ zusammen. Wer ist wie beteiligt und übernimmt welche Rolle – und vor allem, wie gelingt das Ganze erfolgreich?  

Erste Ideen und Ansätze zum Thema Hitzeprävention sind bereits 2019 in einem Austausch zwischen dem Gesundheitsamt und der Gemeinwesenarbeit entstanden. Konkret in die Umsetzung ging das Projekt jedoch erst 2022, da dies vorher durch die Beschränkungen während der Corona-Pandemie nicht adäquat möglich erschien. Die Steuerungsgruppe "Klima und Gesundheit" entstand auf Initiative des Gesundheitsamtes, welche bis heute die Federführung innehat. Der Teilnehmendenkreis setzt sich aus verschiedenen Akteur*innen des Gesundheitsamtes, dem Klimaschutzmanager*innen, der Sozialplanung und der Pressestelle des Regionalverbandes Saarbrücken zusammen sowie aus Vertreter*innen der Landeshauptstadt Saarbrücken aus dem Amt für Klima- und Umweltschutz sowie dem Amt für Brand- und Bevölkerungsschutz und den fünf Standorten der Gemeinwesenarbeit bzw. der dort angesiedelten Seniorenarbeit.  
Alle Teilnehmenden können Themen und Ideen einbringen. Es findet stets ein Austausch über aktuelle Bedarfe und Entwicklungen statt. Dies funktioniert, trotz verschiedener Professionen und Disziplinen, sehr gut. Thematisch widmete sich die Gruppe zunächst den verschiedenen Aufgaben des Öffentlichen Gesundheitsdienstes und damit auch dem Klima- und Hitzeschutz als Gesundheitsschutz und dem Thema Trinkwasser.  
Aus der Steuerungsgruppe heraus entwickelte sich dann das Modellprojekt "Gesund bei Hitze im Quartier". Die Leitung des Projektes übernehme ich als Koordinatorin für den Aufbau gesundheitsfördernder Strukturen. Das Projekt ist somit ein Leuchtturm meiner Arbeit im Gesundheitsamt. Die anderen Teilnehmenden tragen die Themen und die gemeinsame Arbeit in ihre Fachbereiche und Ressorts mit dem Ziel, dass Gesundheit, Hitzeschutz und Klimaanpassung zukünftig stärker in anderen Bereichen mitgedacht werden. Mit unserem Klimaschutzmanager*innen und unserer Pressestelle habe ich zum Beispiel den Hitzeknigge erarbeitet. Unser Amt für Brand- und Bevölkerungsschutz, welches bei der Landeshauptstadt angesiedelt ist, hat mittlerweile ebenfalls eine eigene Arbeitsgruppe gegründet und widmet sich dem Thema Hitzevorsorge auf Stadtebene. Dies sind nur zwei Beispiele. Langfristig sollen die Erkenntnisse und Erfahrungen des Modellprojektes in einen gemeinsamen Hitzeaktionsplan einfließen. 

 

Als zentrale Akteur*innen vor Ort - wie sind die Gemeinwesenarbeit bzw. Stadtteilarbeit in das Projekt konkret eingebunden? 

Die fünf Modellstandorte sind durch Vertreter*innen in der Steuerungsgruppe repräsentiert. Für uns war von Anfang an wichtig, dass die Maßnahmen zusammen mit Personen geplant und umgesetzt werden, die die Lebenswelt, die Bedarfe und Bedürfnisse der Zielgruppen kennen und einen Zugang zu ihnen haben. Außerdem sollen das Wissen zur Hitzeprävention indem eigenen richtigen Verhalten und den Möglichkeiten im eigenen Quartier nachhaltig verankert werden. Die Gemeinwesenarbeit ist aus unserer Sicht ein wichtiger Kooperationspartner und unterstützt uns dabei, die Maßnahmen und Angebote erfolgreich in den Stadtteilen und Kommunen zu etablieren. Wir haben uns zunächst vor allem auf die Landeshauptstadt Saarbrücken als eine von zehn Kommunen des Regionalverbandes Saarbrücken konzentriert und darunter nochmal fünf Gemeinweseneinrichtungen ausgewählt, die unter anderem aktiv in der Arbeit mit Senior*innen sind. Dabei handelt es sich um das BürgerInnenZentrum Brebach (Diakonie Saar), die Gemeinwesenarbeit Folsterhöhe (Caritasverband für Saarbrücken und Umgebung e. V.), das Stadtteilbüro Alt-Saarbrücken (Paritätische Gesellschaft für Gemeinwesenarbeit gGmbH), sowie das Stadtteilbüro Malstatt (Diakonie Saar) und das ZAM - Zukunftsarbeit Molschd (Paritätische Gesellschaft für Gemeinwesenarbeit gGmbH). Die Zielgruppe der Älteren ist besonders bei extrem hohen Temperaturen gesundheitlich gefährdet. Durch die unterschiedliche Infrastruktur der Stadtteile – von ländlich, über Stadtrand bis sehr urban – können verschiedene Angebote für die Bürger*innen ausgearbeitet und erprobt werden. Natürlich stellen wir die Informationsmaterialien allen Interessierten zur Verfügung und sind bei Fragen Anlaufstelle für den gesamten Regionalverband Saarbrücken. 

 

Ihnen ist es wichtig, dass Informationen zur Hitzeprävention direkt bei den Zielgruppen ankommen. Wie gehen Sie hier vor, um vorhandene Barrieren abzubauen?  

Insbesondere über die Gemeinwesenarbeit. Bei der Ideensammlung und Entwicklung von Maßnahmen konnten wir sogar zwei Zielgruppen (Kinder/Jugendliche und Senior*innen)  durch ein gemeinsames Lehrforschungsprojekt mit der Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes direkt beteiligen. In diesem Rahmen fanden neben Interviews mit den Stadtteilbewohnenden auch Begehungen vor Ort statt. Wir haben also auch hier die Chance genutzt, die Bürger*innen, die regelmäßig die Angebote der Gemeinwesenarbeit nutzen, zu partizipieren und mit ihnen ins Gespräch zu kommen. Darüber hinaus kommen wir durch unsere Seniorenberatung oder den Sozialpsychiatrischen Dienst sowie durch Vorträge und Stadtteilfeste in Kontakt. Diese offene und niedrigschwellige Herangehensweise wurde bereits sehr positiv von den Bürger*innen aufgefasst und zurückgemeldet, was uns natürlich freut. Man könnte von dem Konzept des "Gesundheitsamtes vor Ort" sprechen, welches – meines Erachtens nach– Vertrauen in unsere Angebote und Transparenz schafft. Unser Hitzeinfoblatt, ist ein konkretes Beispiel wie man mittels leichter Sprache und Fremdsprachen möglichst viele Menschen erreichen kann. 

 

Der Handlungsdruck im Themenfeld Hitzeprävention ist hoch und es werden gute Vorgehensweise gesucht. Wird ihr Projekt evaluiert, um Erkenntnisse in andere Regionen übertragbar zu machen? 

Wir hatten bisher lediglich die Möglichkeit, eine wissenschaftliche Begleitung des Modellprojektes durch die Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes zu erhalten. Jedoch ist es uns ein Anliegen, gelingende Maßnahmen auf weitere Stadtteile und Kommunen im Regionalverband Saarbrücken auszuweiten und auf einen Hitzeaktionsplan hinzuarbeiten. Daher ist am Ende dieses Jahres eine Selbstevaluation geplant, um die nächsten konkreten Schritte strategisch und gezielt angehen zu können.  
Zurück zur Übersicht
  • 18.03.2026

    online

    Difu-Dialog

    Kommunale Hitzevorsorge – Strategien, Partner, Praxisbeispiele

    Mit fortschreitendem Klimawandel steigen auch die gesundheitlichen Risiken von Hitzewellen in Deutschland. Besonders gefährdet sind vulnerable Gruppen wie ältere Menschen, chronisch Kranke und sozial Benachteiligte. Hitzevorsorge und Hitzeschutz beschäftigen viele Kommunen, denn städtische Hitzeinseln verschärfen die Belastung. Maßnahmen auf individueller, kommunaler und gesamtgesellschaftlicher Ebene sind zwingend notwendig, um Städte langfristig lebenswert zu erhalten. Doch wo stehen die Kommunen in Deutschland bei diesem Thema und wie können sie sich auf Hitzewellen vorbereiten? Welche Akteur:innen sind bei der Umsetzung von Maßnahmen wichtige Partner:innen? Und welche guten Beispiele und Learnings gibt es aus Deutschland und Europa?

    Weitere Informationen und den Link zur Anmeldung finden Sie hier.

    Kategorie: Veranstaltung
    Veranstalter: Deutsches Institut für Urbanistik
  • Hannover

    40 Jahre Ottawa-Charta: Wie steht es um Gesundheitsförderung in Stadt und Land?

    Bundessymposium des Gesunden Städte-Netzwerkes

    Vier Jahrzehnte Ottawa-Charta: Ein Anlass zum Feiern und Weiterdenken. Beim Bundessymposium 2026 greifen wir die Leitprinzipien der Charta auf und fragen, was sie heute für Kommunen, zivilgesellschaftliche Initiativen und Akteur*innen im Bereich Public Health bedeuten. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Gesundheitsförderung in Stadt und Land zukunftsfähig gestaltet werden kann, unter Berücksichtigung unterschiedlicher Lebenswelten, sozialer Lagen und kommunaler Strukturen.

    Das Bundessymposium richtet sich an alle Mitgliedskommunen des Gesunden Städte-Netzwerkes und an Interessierte, ob Verwaltung, Politik, Zivilgesellschaft oder Praxisakteur*innen. Ziel ist es, die interkommunale Vernetzung und die Weiterentwicklung gesundheitsfördernder Strukturen vor Ort zu stärken.

    Das Bundessymposium schließt sich an die Mitgliedsversammlung des Gesunden Städte-Netzwerkes an, die einen Tag zuvor beginnt und sich an die Mitgliedskommunen richtet. Weitere Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie hier.

    Kategorie: Symposium
    Veranstalter: Gesunde Städte-Netzwerk
  • 20.04.2026 - 23.04.2026

    Wuppertal

    75. Wissenschaftlicher Kongress – Der Öffentliche Gesundheitsdienst

    ÖGD – Keiner wie wir!

    Unter dem Motto „ÖGD – Keiner wie wir!“ werden wir wieder vielfältige und interessante Themen aus Praxis und Wissenschaft gemeinsam diskutieren. 2026 wird uns unter anderem das Thema „Pakt für den ÖGD“ beschäftigen. Gleichermaßen wollen und müssen wir die Gelegenheit nutzen, uns mit den Lehren aus der Pandemie sowie der damit verbundenen Weiterentwicklung und zukünftigen Aufgabenwahrnehmung des ÖGD auseinanderzusetzen. Hierzu ist eine ganze Reihe von Themen in der Planung, an der das wissenschaftliche Programm-Komitee unter Leitung der Deutschen Gesellschaft für Öffentliches Gesundheitswesen e.V. (DGÖG) bereits mit Hochdruck zusammen mit den Fachausschüssen und Arbeitsgruppen, dem ausrichtenden Bundesland NRW sowie unserem Kooperationspartner, der Gesellschaft für Hygiene, Umweltmedizin und Präventivmedizin e.V. (GHUP), arbeitet. Der wissenschaftliche Kongressbeirat des BVÖGD hat dazu viele Themenvorschläge unterbreitet.

    Weitere Informationen finden Sie auf der Website des Kongresses.

    Kategorie: Kongress
    Veranstalter: Bundesverband der Ärztinnen und Ärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes e.V.

… weitere Termine

Leitfaden zur Erstellung von Artikeln

Reichen Sie gern Ihren Artikel zur soziallagenbezogenen Gesundheitsförderung bei der Geschäftsstelle des Kooperationsverbundes ein! Für die Erstellung eines Artikels finden Sie hier einen Leitfaden mit unseren formalen und inhaltlichen Anforderungen.  

Ansprechpersonen

Die Geschäftsstelle des Kooperationsverbundes Gesundheitliche Chancengleichheit erreichen Sie jederzeit hier.

Mit unserem News­letter immer aktuell informiert

Informationen über aktuelle Ent­wick­lung­en in der so­zi­al­la­gen­be­zoge­nen Ge­sund­heits­för­de­rung, neue An­ge­bo­te "Guter Pra­xis" so­wie über Ver­an­stal­tung­en, Wett­be­wer­be und Li­te­ra­tur zu diesem The­ma. Ent­wick­lung­en im Ko­o­pe­ra­ti­ons­ver­bund und Neu­ig­keit­en auf der Internetplattform wer­den eben­falls vorgestellt.

nach oben