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Aktiv für Gesundheit und Chancengleichheit

Der Armuts- und Klimakrise in Bremen gemeinsam begegnen

6. Bremer Armutskonferenz

  • Nicole Tempel , Landesvereinigung für Gesundheit und Akademie für Sozialmedizin Niedersachsen Bremen e.V.
  • Dirk Gansefort , Landesvereinigung für Gesundheit und Akademie für Sozialmedizin Niedersachsen Bremen e.V.
20.11.2025

Am 3. März 2025 fand im Bremer Tabakquartier die 6. Bremer Armutskonferenz unter dem Titel „Der Armuts- und Klimakrise in Bremen gemeinsam begegnen“ statt. Rund 300 Teilnehmende aus Politik, Verwaltung, Wissenschaft, Sozialverbänden, Initiativen sowie von Armut Betroffene diskutierten, wie soziale Ungleichheit und Klimafolgen in Bremen wirksam gemeinsam adressiert werden können. Die Veranstaltung wurde vom Initiativkreis der Bremer Armutskonferenz organisiert, an dem sich verschiedene Bremer Akteur*innen beteiligen und der je nach Thema um entsprechende Fachexpertise erweitert wird. Die Koordinierungsstelle Gesundheitliche Chancengleichheit Bremen an der LVG & AFS Nds HB e. V. übernimmt gemeinsam mit dem Paritätischen Wohlfahrtsverband Bremen die Sprecher*innenfunktion im Initiativkreis der Bremer Armutskonferenz.

Bereits in den einleitenden Vorträgen wurde deutlich, dass die Klimakrise die Lebenslage vieler einkommensschwacher Menschen in Bremen verschärft. Besonders in dicht bebauten Quartieren mit hohem Versiegelungsgrad, wenig Grünflächen und schlechter Gebäudedämmung steigt die Belastung: Im Sommer kommt es zu gesundheitsgefährdender Hitze, während im Winter hohe Heizkosten für schlecht isolierte Wohnungen zu einer zusätzlichen finanziellen Bürde werden. Steigende Energiepreise, zunehmende Extremwetterereignisse und mangelnde Anpassung der Infrastruktur treffen vor allem diejenigen, die am stärksten von Armut betroffen sind, obwohl sie zugleich am geringsten zur Erderwärmung beitragen.

Themenforen – Lösungsansätze für sozial gerechte Lösungsansätze

In sechs thematischen Foren erarbeiteten die Teilnehmenden Lösungsansätze für die Bereiche Wohnen, Stadt- und Quartiersentwicklung, Mobilität, Energie- und Wärmewende, Ernährung sowie die sozial gerechte Umsetzung des 1,5-Grad-Ziels. 

Beim Thema Wohnen wurde betont, wie wichtig bezahlbarer, gut gedämmter Wohnraum ist, der sowohl Energie spart als auch vor Hitze schützt. Die Stadt- und Quartiersentwicklung müsse stärker auf Umweltgerechtigkeit achten, indem öffentliche Räume begrünt, Schattenplätze geschaffen und Flächen entsiegelt werden. Auch der Ausbau eines bezahlbaren, barrierefreien Nahverkehrs sowie sichere Radwege wurde als wesentlicher Beitrag zu sozialer und ökologischer Mobilität hervorgehoben.

Im Forum zur Energie- und Wärmewende ging es darum, die Umstellung auf erneuerbare Energien sozialverträglich zu gestalten. Programme wie Gebäudesanierungen oder CO₂-Bepreisung sollten so ausgelegt werden, dass sie Menschen mit geringem Einkommen nicht benachteiligen, sondern unterstützen. Bei der Ernährung stand die Frage im Mittelpunkt, wie eine gesunde und nachhaltige Versorgung auch für Menschen mit wenig Geld erreichbar wird – etwa durch Frischeküchen in Schulen und Kitas, lokale Versorgungsinitiativen oder die Förderung regionaler Produkte. Schließlich wurde im Forum zur sozial gerechten Umsetzung des 1,5-Grad-Ziels gefordert, dass Klimabewegungen und Umweltverbände soziale Fragen stärker in ihre Strategien integrieren, damit Menschen mit knappen Ressourcen nicht ausgeschlossen werden.

Forderungspapier: Sozialcheck, Strukturwandel & Monitoring

Zentrales Ergebnis der Konferenz war das verabschiedete Forderungspapier, das im Anschluss der Veranstaltung gemeinsam mit der Umweltsenatorin diskutiert wurde. Es enthält mehrere Kernempfehlungen. Erstens soll ein Sozialcheck für alle Klimaschutzmaßnahmen eingeführt werden, um sicherzustellen, dass Menschen mit geringen Einkommen von Programmen profitieren und nicht zusätzlich belastet werden. Zweitens müsse der Schwerpunkt stärker auf strukturelle Veränderungen gelegt werden: Statt allein auf individuelles Verhalten (etwa beim Energiesparen oder bei der Ernährung) zu setzen, sollten Rahmenbedingungen geschaffen werden, die klimafreundliches Leben für alle ermöglichen. Drittens wurde ein verbessertes Monitoring angeregt, das kleinräumig soziale, gesundheitliche und umweltbezogene Daten zusammenführt, um besonders verletzliche Gruppen frühzeitig zu erkennen.

Darüber hinaus forderten die Teilnehmenden zielgruppenspezifische Ansätze, die die besonderen Bedürfnisse von Kindern, Jugendlichen, älteren Menschen, Menschen mit Behinderungen und Wohnungslosen berücksichtigen. Schließlich müsse Klimapolitik ressortübergreifend verstanden werden: Neben Umwelt- und Energiepolitik sollten auch die Bereiche Soziales, Bildung, Gesundheit, Verkehr, Bau und Wirtschaft aktiv eingebunden werden, um Synergien zu schaffen und widersprüchliche Maßnahmen zu vermeiden.

Gemeinsame Verantwortung für eine klimagerechte Stadt

Die 6. Bremer Armutskonferenz hat eindrücklich gezeigt, dass soziale Gerechtigkeit und Klimaschutz untrennbar miteinander verbunden sind. Klimapolitische Strategien, die die Perspektive benachteiligter Bevölkerungsgruppen konsequent einbeziehen, sind Voraussetzung für eine nachhaltige Transformation. Es gibt in Bremen bereits gute Ansätze, doch sie müssen ausgebaut, finanziell gesichert und systematisch umgesetzt werden. Nur durch eine gemeinsame Anstrengung aller gesellschaftlichen Akteur*innen kann es gelingen, Armut zu bekämpfen und gleichzeitig eine klimagerechte Zukunft für alle Menschen in der Stadt zu gestalten.


 

 

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  • online

    "Kommunale Bewegungsförderung kooperativ umsetzen"

    Town Hall für Gesundheitsämter

    Die Förderung von Bewegung sowie eines aktiven Lebensstils tagen nachweislich zur Stärkung der Gesundheit und zur Prävention von Krankheiten bei. Leider erfüllt ein großer Teil der Bevölkerung – egal ob jung oder alt - die „Nationalen Empfehlungen für Bewegung und Bewegungsförderung“ nicht. Die jeweiligen kommunalen Verhältnisse, Angebote und Strukturen beeinflussen das Bewegungsverhalten der dort lebenden Menschen. Beispiele dafür sind gut ausgebaute Geh- und Radwege, die fußläufige Erreichbarkeit von Geschäften für den täglichen Bedarf oder das Vorhandensein wohnortnaher Sport- und Bewegungsangebote sowie Park- und Spielflächen. Daher gibt es Ansätze zur lebensweltbezogenen Bewegungsförderung, die darauf abzielen, die Umgebung bewegungsfreundlich zu gestalten und so das Aktivsein im Alltag einfach und selbstverständlich zu machen.

    In dieser Town Hall werden neben Daten und Materialien, der Impulsgeber Bewegungsförderung – ein digitales Planungstool zur Entwicklung einer bewegungsfreundlichen Kommune – sowie ein Erfahrungsbericht von dessen Einsatz in der Praxis vorgestellt.

    Kategorie: Veranstaltung
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  • 18.03.2026

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    Difu-Dialog

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    Mit fortschreitendem Klimawandel steigen auch die gesundheitlichen Risiken von Hitzewellen in Deutschland. Besonders gefährdet sind vulnerable Gruppen wie ältere Menschen, chronisch Kranke und sozial Benachteiligte. Hitzevorsorge und Hitzeschutz beschäftigen viele Kommunen, denn städtische Hitzeinseln verschärfen die Belastung. Maßnahmen auf individueller, kommunaler und gesamtgesellschaftlicher Ebene sind zwingend notwendig, um Städte langfristig lebenswert zu erhalten. Doch wo stehen die Kommunen in Deutschland bei diesem Thema und wie können sie sich auf Hitzewellen vorbereiten? Welche Akteur:innen sind bei der Umsetzung von Maßnahmen wichtige Partner:innen? Und welche guten Beispiele und Learnings gibt es aus Deutschland und Europa?

    Weitere Informationen und den Link zur Anmeldung finden Sie hier.

    Kategorie: Veranstaltung
    Veranstalter: Deutsches Institut für Urbanistik
  • Hannover

    40 Jahre Ottawa-Charta: Wie steht es um Gesundheitsförderung in Stadt und Land?

    Bundessymposium des Gesunden Städte-Netzwerkes

    Vier Jahrzehnte Ottawa-Charta: Ein Anlass zum Feiern und Weiterdenken. Beim Bundessymposium 2026 greifen wir die Leitprinzipien der Charta auf und fragen, was sie heute für Kommunen, zivilgesellschaftliche Initiativen und Akteur*innen im Bereich Public Health bedeuten. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Gesundheitsförderung in Stadt und Land zukunftsfähig gestaltet werden kann, unter Berücksichtigung unterschiedlicher Lebenswelten, sozialer Lagen und kommunaler Strukturen.

    Das Bundessymposium richtet sich an alle Mitgliedskommunen des Gesunden Städte-Netzwerkes und an Interessierte, ob Verwaltung, Politik, Zivilgesellschaft oder Praxisakteur*innen. Ziel ist es, die interkommunale Vernetzung und die Weiterentwicklung gesundheitsfördernder Strukturen vor Ort zu stärken.

    Das Bundessymposium schließt sich an die Mitgliedsversammlung des Gesunden Städte-Netzwerkes an, die einen Tag zuvor beginnt und sich an die Mitgliedskommunen richtet. Weitere Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie hier.

    Kategorie: Symposium
    Veranstalter: Gesunde Städte-Netzwerk

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