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Aktiv für Gesundheit und Chancengleichheit

Bericht über die gesundheitliche Lage der Berliner Bevölkerung und das Gesundheitswesen 2006/2007 vorgestellt

17.01.2008

Enger Zusammenhang zwischen gesundheitlicher und sozialer Lage deutlich

Die Gesundheit der Bevölkerung in Berlin habe sich in vielen Bereichen verbessert, wie Gesundheitssenatorin Katrin Lompscher anlässlich der Vorstellung des Basisberichtes der Gesundheitsberichterstattung 2006/2007 mitteilt: So sei zum Beispiel die durchschnittliche Lebenserwartung weiter gestiegen. Berlinerinnen werden im Durchschnitt 82,0 Jahre alt, Berliner 76,7 Jahre. Das sei im Vergleich zu den neunziger Jahren bei Frauen ein Anstieg um rund drei und bei Männern um vier Jahre, wie Lompscher berichtete. In den Zahlen zeige sich jedoch auch, dass zwischen Lebenserwartung sowie gesundheitlicher und sozialer Lage ein enger Zusammenhang besteht. Dies werde deutlich in der Spannweite von 2,8 Jahren bei Frauen und 4,1 Jahren bei Männern zwischen den besser und schlechter gestellten Bezirken, so die Senatorin.

Die Untersuchung der Gesundheitsdaten der Berliner Bevölkerung legt beim aktuellen Bericht einen besonderen Schwerpunkt auf die soziale und gesundheitliche Lage von Migrant/innen. Wird nach Staatsangehörigkeit unterschieden, stellen Ausländerinnen und Ausländer in Berlin einen Anteil von 14 Prozent. Deutschen mit Migrationshintergrund (Aussiedler und Aussiedlerinnen, Eingebürgerte sowie in Deutschland Geborene, bei denen mindestens ein Elternteil unter die ersten drei Kategorien fällt) haben nochmals einen Anteil an der Bevölkerung von zehn Prozent. So hat insgesamt rund ein Viertel der Berliner Bevölkerung laut Bericht einen Migrationshintergrund.

Die Studie zeigt einen Unterschied zwischen Migrant/innen und der deutschstämmigen Bevölkerung sowohl hinsichtlich der sozialen Lage, wie auch hinsichtlich gesundheitlicher Indikatoren. So ist laut Bericht die Arbeitslosenquote von Ausländer/innen im Juni 2007 mit 37,4 Prozent im Vergleich zur Arbeitslosenquote der gesamten Berliner Bevölkerung von 18 Prozent sehr hoch und auch das Armutsrisiko liege bei den Migrant/innen meist über dem der deutschen Bevölkerung. Migration könne laut Bericht zudem einen erheblichen Einfluss auf Erkrankungsrisiken haben und durch sprachliche Barrieren den optimalen Zugang zur Gesundheitsversorgung verhindern.

Insgesamt zeigt der Bericht die Unterschiedlichkeit der sozialen Lebensbedingungen in ihrer Wirkung auf die Gesundheit. Zum Beispiel steht die Säuglingssterblichkeit in engem Zusammenhang mit der sozialen Lage. In den letzten Jahren hatten Säuglinge aus Bezirken mit negativen Sozialindizes durchweg höhere Sterberaten als Säuglinge aus Bezirken mit einer vergleichsweise guten Sozialstruktur, bei Ausländern liegt die Säuglingssterblichkeit sogar dreimal so hoch wie bei Deutschen. Ebenfalls in engem Zusammenhang zur Sozialstruktur steht auch das Tuberkuloserisiko. Hier haben Personen aus sozial benachteiligten Bezirken ein drei- bis viermal so hohes Infektionsrisiko wie Einwohner von Bezirken mit besserer sozialer Lage. Weiterhin haben laut Bericht Ausländer/innen gegenüber deutschen Männern und Frauen nach wie vor ein höheres Frühberentungsrisiko. Das höchste Risiko haben dabei Migrantinnen. Der häufigste Grund liegt bei ihnen vor allem in psychischen Erkrankungen wie Depressionen.

Beim Gesundheitsverhalten, das in ausgewählten Aspekten ebenfalls im Gesundheits- und Sozialbericht untersucht wird, verweisen die Autor/innen auf eine derzeit nicht zufrieden stellende Datenlage. Dennoch zeigt sich auch in diesem Bereich, dass Kinder nicht deutscher Herkunft im Vergleich zu Kindern deutscher Herkunft doppelt so häufig zum Beispiel von Übergewicht und Adipositas betroffen sind und zudem ein höheres Kariesrisiko aufweisen.

Der Bericht gibt neben der Analyse der sozialen und gesundheitlichen Daten auch einen Überblick über das Versorgungssystem in Berlin. Dieser benennt unter anderem Maßnahmen, die Migrant/innen den Zugang zur Gesundheitsversorgung erleichtern sollen. Als wichtiges Instrument der Sprach- und Kulturmittlung im Gesundheitswesen gehört dazu zum Beispiel der Gemeindedolmetschdienst, welcher von Gesundheit Berlin, der Landesarbeitsgemeinschaft für Gesundheitsförderung in Berlin koordiniert wird.

Den vollständigen Bericht finden Sie hier.

In der Datenbank Gesundheitsprojekte lassen sich Projekte und Maßnahmen der Gesundheitsförderung bei sozial Benachteiligten recherchieren, welche unter anderem Hilfe für Migrant/innen mit schlechten Deutschkenntnissen anbieten und diese zum Beispiel beim Zugang zum Versorgungssystem unterstützen.

Einige dieser Projekte sind bereits als Good Practice-Projekte identifiziert und können über diesen Link abgerufen werden.

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  • 18.03.2026

    online

    Difu-Dialog

    Kommunale Hitzevorsorge – Strategien, Partner, Praxisbeispiele

    Mit fortschreitendem Klimawandel steigen auch die gesundheitlichen Risiken von Hitzewellen in Deutschland. Besonders gefährdet sind vulnerable Gruppen wie ältere Menschen, chronisch Kranke und sozial Benachteiligte. Hitzevorsorge und Hitzeschutz beschäftigen viele Kommunen, denn städtische Hitzeinseln verschärfen die Belastung. Maßnahmen auf individueller, kommunaler und gesamtgesellschaftlicher Ebene sind zwingend notwendig, um Städte langfristig lebenswert zu erhalten. Doch wo stehen die Kommunen in Deutschland bei diesem Thema und wie können sie sich auf Hitzewellen vorbereiten? Welche Akteur:innen sind bei der Umsetzung von Maßnahmen wichtige Partner:innen? Und welche guten Beispiele und Learnings gibt es aus Deutschland und Europa?

    Weitere Informationen und den Link zur Anmeldung finden Sie hier.

    Kategorie: Veranstaltung
    Veranstalter: Deutsches Institut für Urbanistik
  • Hannover

    40 Jahre Ottawa-Charta: Wie steht es um Gesundheitsförderung in Stadt und Land?

    Bundessymposium des Gesunden Städte-Netzwerkes

    Vier Jahrzehnte Ottawa-Charta: Ein Anlass zum Feiern und Weiterdenken. Beim Bundessymposium 2026 greifen wir die Leitprinzipien der Charta auf und fragen, was sie heute für Kommunen, zivilgesellschaftliche Initiativen und Akteur*innen im Bereich Public Health bedeuten. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Gesundheitsförderung in Stadt und Land zukunftsfähig gestaltet werden kann, unter Berücksichtigung unterschiedlicher Lebenswelten, sozialer Lagen und kommunaler Strukturen.

    Das Bundessymposium richtet sich an alle Mitgliedskommunen des Gesunden Städte-Netzwerkes und an Interessierte, ob Verwaltung, Politik, Zivilgesellschaft oder Praxisakteur*innen. Ziel ist es, die interkommunale Vernetzung und die Weiterentwicklung gesundheitsfördernder Strukturen vor Ort zu stärken.

    Das Bundessymposium schließt sich an die Mitgliedsversammlung des Gesunden Städte-Netzwerkes an, die einen Tag zuvor beginnt und sich an die Mitgliedskommunen richtet. Weitere Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie hier.

    Kategorie: Symposium
    Veranstalter: Gesunde Städte-Netzwerk
  • 20.04.2026 - 23.04.2026

    Wuppertal

    75. Wissenschaftlicher Kongress – Der Öffentliche Gesundheitsdienst

    ÖGD – Keiner wie wir!

    Unter dem Motto „ÖGD – Keiner wie wir!“ werden wir wieder vielfältige und interessante Themen aus Praxis und Wissenschaft gemeinsam diskutieren. 2026 wird uns unter anderem das Thema „Pakt für den ÖGD“ beschäftigen. Gleichermaßen wollen und müssen wir die Gelegenheit nutzen, uns mit den Lehren aus der Pandemie sowie der damit verbundenen Weiterentwicklung und zukünftigen Aufgabenwahrnehmung des ÖGD auseinanderzusetzen. Hierzu ist eine ganze Reihe von Themen in der Planung, an der das wissenschaftliche Programm-Komitee unter Leitung der Deutschen Gesellschaft für Öffentliches Gesundheitswesen e.V. (DGÖG) bereits mit Hochdruck zusammen mit den Fachausschüssen und Arbeitsgruppen, dem ausrichtenden Bundesland NRW sowie unserem Kooperationspartner, der Gesellschaft für Hygiene, Umweltmedizin und Präventivmedizin e.V. (GHUP), arbeitet. Der wissenschaftliche Kongressbeirat des BVÖGD hat dazu viele Themenvorschläge unterbreitet.

    Weitere Informationen finden Sie auf der Website des Kongresses.

    Kategorie: Kongress
    Veranstalter: Bundesverband der Ärztinnen und Ärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes e.V.

… weitere Termine

Leitfaden zur Erstellung von Artikeln

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Die Geschäftsstelle des Kooperationsverbundes Gesundheitliche Chancengleichheit erreichen Sie jederzeit hier.

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