Demenzbotschafter/innen
Kurzbeschreibung mit Zielen und Maßnahmen
Die Demenzbotschafter/innen sind freiwillig engagierte Personen, die als Angehörige eigene Erfahrungen im Umgang mit einem an Demenz erkrankten Menschen gemacht haben. Ihnen ist die Situation, in der sich Ratsuchende befinden, vertraut.
Aus diesem Grund bieten sie einen telefonischen Austausch mit Menschen an, die über ihre Fragen und Erfahrungen im Zusammenhang mit der Erkrankung ihres Angehörigen sprechen möchten. Ins Leben gerufen wurde die Initiative durch das Frankfurter Bürgerinstitut. Die Demenzbotschafter/innen beraten in ?ihrem? jeweiligen Stadtteil und können darum dezidiert lokal wichtige Hinweise geben.
Die Demenzbotschafter/innen wissen, wie schwer gerade die Anfangszeit einer Demenzkrankheit sein kann, kennen die vielen Fragen und die Rat- und Hilflosigkeit, die dann aufkommen. Sie wissen genau, wie überfordert die Angehörigen sein können, wenn sich der vertraute Mensch stark zu verändern beginnt, seine Orientierung verliert und Kinder, Enkelkinder oder Ehegatten nicht mehr erkannt werden.
Für all diese Probleme haben die Demenzbotschafter/innen stets ein offenes Ohr. Sie möchten alle Menschen, die mit Demenzerkrankten in Kontakt sind, ansprechen und ermuntern, jederzeit anzurufen ? nicht nur in scheinbar ausweglosen Situationen. Die Demenzbotschafter nehmen sich Zeit, hören zu und geben ihre eigenen Erfahrungen weiter. Bei Bedarf verweisen sie auf professionelle Ansprechpartner zu Beratung, Diagnostik und Betreuung. Und sie informieren über Literatur, Filme und Musik, die sich mit dem Thema Demenz auseinandersetzen.
Bei den Einsätzen des HILDA-Mobils in verschiedenen Stadtteilen Frankfurts bieten die ehrenamtlichen Demenzbotschafter/innen Beratung an.
Im Jahr 2014 erhielten die Demenzbotschafter/innen die "Landesauszeichnung Soziales Bürgerengagement" des Landes Hessen.