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Aktiv für Gesundheit und Chancengleichheit

Vielfältige Auswirkungen von Armut zum Thema machen

15.03.2007

Mit der diesjährigen Fastenaktion „7 Wochen leben mit Hartz IV“ will die Diakonie auf die Lage von betroffenen Arbeitslosen aufmerksam machen. Noch bis zum 7. April sind alle Interessierten eingeladen, am eigenen Leib zu erfahren, was es bedeutet, zum Beispiel als Alleinstehende/r mit 345 Euro für den Lebensunterhalt auszukommen.

Die Kampagne ist angelehnt an die alljährliche Fastenaktion „7 Wochen ohne“ der evangelischen Kirchen. Sie bietet die Möglichkeit, das persönliche Konsumverhalten zu überdenken und kritisch zu hinterfragen, eigene Erfahrungen mit Armut, Verzicht, Benachteiligung und Ausgrenzung zu machen, so die Diakonie. Neben Unterlagen und Fragebögen für die Teilnehmenden, die der Aufzeichnung der täglichen Ausgaben und der späteren Auswertung dienen, bieten die Diakonischen Werke auch regelmäßige Veranstaltungen zur Information und zum Austausch an, um eine Begleitung während der sieben Wochen sicher zu stellen.

In ihrem gemeinsamen Wort „Für eine Zukunft in Solidarität und Gerechtigkeit“ haben die beiden großen christlichen Kirchen in Deutschland festgestellt: „Armut hat viele Gesichter und viele Ursachen. Sie ist mehr als nur Einkommensarmut. Häufig kommen bei bedürftigen Menschen mehrere Belastungen zusammen, wie etwa geringes Einkommen, ungesicherte und zudem schlechte Wohnverhältnisse, hohe Verschuldung, chronische Erkrankungen, psychische Probleme, langandauernde Arbeitslosigkeit, soziale Ausgrenzung und unzureichende Hilfen.“

Für die Veranstalter geht es bei der Aktion darum, einen Einblick in diese Lebensbedingungen zu ermöglichen, um so für mehr Verständnis zu werben: sensibel zu werden, Erfahrungen zu sammeln, sich auszuprobieren, Vorurteile durch eigene Erfahrungen abzubauen, solidarisch zu leben und zu handeln, mitreden zu können und dadurch einen Beitrag zu mehr sozialer Gerechtigkeit zu leisten. Klar ist, dass die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sich für einen begrenzten Zeitraum auf eine Reise in eine mehr oder weniger unbekannte Lebenssituation begeben, wobei aber auch das Umfeld in die Aktion einbezogen ist: Bekannte, Verwandte, Kollegen, Freunde usw.

Kritik an der Aktion kommt vor allem von Betroffenen. Sie fühlten sich zum Teil mit ihrer Situation nicht ernst genommen.

Mehr Informationen zu der Aktion, Hintergrundinformationen und eine tägliche Wegbegleitung findet sich unter: http://www.leben-mit-hartz-iv.de/start.htm

Zum Text „Für eine Zukunft in Solidarität und Gerechtigkeit“: http://www.ekd.de/EKD-Texte/44676.html

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  • 18.03.2026

    online

    Difu-Dialog

    Kommunale Hitzevorsorge – Strategien, Partner, Praxisbeispiele

    Mit fortschreitendem Klimawandel steigen auch die gesundheitlichen Risiken von Hitzewellen in Deutschland. Besonders gefährdet sind vulnerable Gruppen wie ältere Menschen, chronisch Kranke und sozial Benachteiligte. Hitzevorsorge und Hitzeschutz beschäftigen viele Kommunen, denn städtische Hitzeinseln verschärfen die Belastung. Maßnahmen auf individueller, kommunaler und gesamtgesellschaftlicher Ebene sind zwingend notwendig, um Städte langfristig lebenswert zu erhalten. Doch wo stehen die Kommunen in Deutschland bei diesem Thema und wie können sie sich auf Hitzewellen vorbereiten? Welche Akteur:innen sind bei der Umsetzung von Maßnahmen wichtige Partner:innen? Und welche guten Beispiele und Learnings gibt es aus Deutschland und Europa?

    Weitere Informationen und den Link zur Anmeldung finden Sie hier.

    Kategorie: Veranstaltung
    Veranstalter: Deutsches Institut für Urbanistik
  • Hannover

    40 Jahre Ottawa-Charta: Wie steht es um Gesundheitsförderung in Stadt und Land?

    Bundessymposium des Gesunden Städte-Netzwerkes

    Vier Jahrzehnte Ottawa-Charta: Ein Anlass zum Feiern und Weiterdenken. Beim Bundessymposium 2026 greifen wir die Leitprinzipien der Charta auf und fragen, was sie heute für Kommunen, zivilgesellschaftliche Initiativen und Akteur*innen im Bereich Public Health bedeuten. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Gesundheitsförderung in Stadt und Land zukunftsfähig gestaltet werden kann, unter Berücksichtigung unterschiedlicher Lebenswelten, sozialer Lagen und kommunaler Strukturen.

    Das Bundessymposium richtet sich an alle Mitgliedskommunen des Gesunden Städte-Netzwerkes und an Interessierte, ob Verwaltung, Politik, Zivilgesellschaft oder Praxisakteur*innen. Ziel ist es, die interkommunale Vernetzung und die Weiterentwicklung gesundheitsfördernder Strukturen vor Ort zu stärken.

    Das Bundessymposium schließt sich an die Mitgliedsversammlung des Gesunden Städte-Netzwerkes an, die einen Tag zuvor beginnt und sich an die Mitgliedskommunen richtet. Weitere Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie hier.

    Kategorie: Symposium
    Veranstalter: Gesunde Städte-Netzwerk
  • 20.04.2026 - 23.04.2026

    Wuppertal

    75. Wissenschaftlicher Kongress – Der Öffentliche Gesundheitsdienst

    ÖGD – Keiner wie wir!

    Unter dem Motto „ÖGD – Keiner wie wir!“ werden wir wieder vielfältige und interessante Themen aus Praxis und Wissenschaft gemeinsam diskutieren. 2026 wird uns unter anderem das Thema „Pakt für den ÖGD“ beschäftigen. Gleichermaßen wollen und müssen wir die Gelegenheit nutzen, uns mit den Lehren aus der Pandemie sowie der damit verbundenen Weiterentwicklung und zukünftigen Aufgabenwahrnehmung des ÖGD auseinanderzusetzen. Hierzu ist eine ganze Reihe von Themen in der Planung, an der das wissenschaftliche Programm-Komitee unter Leitung der Deutschen Gesellschaft für Öffentliches Gesundheitswesen e.V. (DGÖG) bereits mit Hochdruck zusammen mit den Fachausschüssen und Arbeitsgruppen, dem ausrichtenden Bundesland NRW sowie unserem Kooperationspartner, der Gesellschaft für Hygiene, Umweltmedizin und Präventivmedizin e.V. (GHUP), arbeitet. Der wissenschaftliche Kongressbeirat des BVÖGD hat dazu viele Themenvorschläge unterbreitet.

    Weitere Informationen finden Sie auf der Website des Kongresses.

    Kategorie: Kongress
    Veranstalter: Bundesverband der Ärztinnen und Ärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes e.V.

… weitere Termine

Leitfaden zur Erstellung von Artikeln

Reichen Sie gern Ihren Artikel zur soziallagenbezogenen Gesundheitsförderung bei der Geschäftsstelle des Kooperationsverbundes ein! Für die Erstellung eines Artikels finden Sie hier einen Leitfaden mit unseren formalen und inhaltlichen Anforderungen.  

Ansprechpersonen

Die Geschäftsstelle des Kooperationsverbundes Gesundheitliche Chancengleichheit erreichen Sie jederzeit hier.

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Informationen über aktuelle Ent­wick­lung­en in der so­zi­al­la­gen­be­zoge­nen Ge­sund­heits­för­de­rung, neue An­ge­bo­te "Guter Pra­xis" so­wie über Ver­an­stal­tung­en, Wett­be­wer­be und Li­te­ra­tur zu diesem The­ma. Ent­wick­lung­en im Ko­o­pe­ra­ti­ons­ver­bund und Neu­ig­keit­en auf der Internetplattform wer­den eben­falls vorgestellt.

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