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Aktiv für Gesundheit und Chancengleichheit

Initiativen für pflegende Angehörige mit dem Berliner Gesundheitspreis 2010 ausgezeichnet

Das Good Practice-Projekt "allfabeta" erhält den ersten Preis

  • Iris Grimm , Zentrum für Prävention und Gesundheitsförderung (ZPG) im Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL)
  • Marco Ziesemer , bis Frühjahr 2013: Gesundheit Berlin-Brandenburg
  • Iris Grimm , bis Ende 2012: Landeszentrale für Gesundheit in Bayern e.V.
24.05.2011

Mit dem Berliner Gesundheitspreis 2010, der unter dem Motto „Auch Helfer brauchen Hilfe“ stand, soll der Blick der Öffentlichkeit auf die Leistung pflegender Angehöriger gelenkt werden. Bis zum 31. Mai 2010 konnten Bewerbungen eingereicht werden, die eine gesundheitliche Entlastung für diese Personengruppe bieten und ihr helfen, am sozialen Leben teilzuhaben sowie Pflege und Beruf besser vereinbaren zu können.

Um die Auszeichnung bewarben sich bundesweit insgesamt 81 Projekte. Dazu gehörten z.B. ambulante und stationäre Pflegeeinrichtungen, ehrenamtlich tätige Gruppen und Initiativen, kommunale, freigemeinnützige und kirchliche Einrichtungen, Hausarztzentrierte Versorgungsmodelle oder Medizinische Versorgungszentren. Darüber hinaus haben sich auch Krankenhäuser, Reha-Einrichtungen, Selbsthilfeorganisationen sowie wissenschaftliche Einrichtungen und Institute oder Wohnformen der Nachbarschaftshilfe um den Preis beworben. Eine Jury, bestehend aus elf Mitgliedern der Bereiche Politik, Wissenschaft und Praxis, wählten die Preisträger aus. Der Berliner Gesundheitspreis ist mit 50.000 Euro dotiert.

Am 14. Februar 2011 erfolgte in Anwesenheit des Bundesgesundheitsministers Dr. Philipp Rösler und rund 300 Gäste im Atrium des AOK-Bundesverbandes in Berlin die Preisverleihung.

Neben der Berliner Organisation „Pflege in Not“ erhielt das bereits im Jahr 2010 vom Kooperationsverbund „Gesundheitsförderung bei sozial Benachteiligten“ als „Good Practice“ ausgezeichnete Münchener Kontaktnetzwerk „allfabeta“ den ersten Platz. Die Bürgerinitiative Stendal wurde auf den zweiten Platz gewählt.

Das Projekt „allfabeta“, das unter dem Dach des Trägervereins siaf e.V. 2007 seine Arbeit aufnahm, erhielt den ersten Preis für den Einsatz für Frauen, die Kinder mit einer Behinderung oder chronischen Krankheit alleine erziehen, betreuen und begleiten. Es zielt darauf ab, die Isolation der Frauen aufzubrechen, sie in ihrer Lebenssituation zu stärken und das Wohlbefinden der Familien nachhaltig zu fördern. In seiner Laudatio betonte Josef Hecken, Staatssekretär im Bundesfamilienministerium: „Angehörige und Kinder alleine pflegen zu müssen, kann jeden von uns schnell an seine Grenzen bringen. Deshalb brauchen wir Initiativen wie ‚allfabeta’ zur Unterstützung derjenigen, die diese Verantwortung schultern."

Der „Berliner Gesundheitspreis“ ist eine Initiative des AOK-Bundesverbandes, der AOK Nordost und der Ärztekammer Berlin. Mit dem 1995 ins Leben gerufenen Wettbewerb fördern die Initiatoren innovative und nachahmenswerte Projekte aus dem Gesundheitswesen. Der Preis wurde in diesem Jahr zum achten Mal vergeben.

Weitere Informationen zu den Preisträgern des Berliner Gesundheitspreises 2010 und Videos der Laudationen für die Gewinner finden Sie hier.

Mehr über das Good Practice-Projekt „allfabeta“ erfahren Sie unter:
www.gesundheitliche-chancengleichheit.de/good-practice/allfabeta

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  • 18.03.2026

    online

    Difu-Dialog

    Kommunale Hitzevorsorge – Strategien, Partner, Praxisbeispiele

    Mit fortschreitendem Klimawandel steigen auch die gesundheitlichen Risiken von Hitzewellen in Deutschland. Besonders gefährdet sind vulnerable Gruppen wie ältere Menschen, chronisch Kranke und sozial Benachteiligte. Hitzevorsorge und Hitzeschutz beschäftigen viele Kommunen, denn städtische Hitzeinseln verschärfen die Belastung. Maßnahmen auf individueller, kommunaler und gesamtgesellschaftlicher Ebene sind zwingend notwendig, um Städte langfristig lebenswert zu erhalten. Doch wo stehen die Kommunen in Deutschland bei diesem Thema und wie können sie sich auf Hitzewellen vorbereiten? Welche Akteur:innen sind bei der Umsetzung von Maßnahmen wichtige Partner:innen? Und welche guten Beispiele und Learnings gibt es aus Deutschland und Europa?

    Weitere Informationen und den Link zur Anmeldung finden Sie hier.

    Kategorie: Veranstaltung
    Veranstalter: Deutsches Institut für Urbanistik
  • Hannover

    40 Jahre Ottawa-Charta: Wie steht es um Gesundheitsförderung in Stadt und Land?

    Bundessymposium des Gesunden Städte-Netzwerkes

    Vier Jahrzehnte Ottawa-Charta: Ein Anlass zum Feiern und Weiterdenken. Beim Bundessymposium 2026 greifen wir die Leitprinzipien der Charta auf und fragen, was sie heute für Kommunen, zivilgesellschaftliche Initiativen und Akteur*innen im Bereich Public Health bedeuten. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Gesundheitsförderung in Stadt und Land zukunftsfähig gestaltet werden kann, unter Berücksichtigung unterschiedlicher Lebenswelten, sozialer Lagen und kommunaler Strukturen.

    Das Bundessymposium richtet sich an alle Mitgliedskommunen des Gesunden Städte-Netzwerkes und an Interessierte, ob Verwaltung, Politik, Zivilgesellschaft oder Praxisakteur*innen. Ziel ist es, die interkommunale Vernetzung und die Weiterentwicklung gesundheitsfördernder Strukturen vor Ort zu stärken.

    Das Bundessymposium schließt sich an die Mitgliedsversammlung des Gesunden Städte-Netzwerkes an, die einen Tag zuvor beginnt und sich an die Mitgliedskommunen richtet. Weitere Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie hier.

    Kategorie: Symposium
    Veranstalter: Gesunde Städte-Netzwerk
  • 20.04.2026 - 23.04.2026

    Wuppertal

    75. Wissenschaftlicher Kongress – Der Öffentliche Gesundheitsdienst

    ÖGD – Keiner wie wir!

    Unter dem Motto „ÖGD – Keiner wie wir!“ werden wir wieder vielfältige und interessante Themen aus Praxis und Wissenschaft gemeinsam diskutieren. 2026 wird uns unter anderem das Thema „Pakt für den ÖGD“ beschäftigen. Gleichermaßen wollen und müssen wir die Gelegenheit nutzen, uns mit den Lehren aus der Pandemie sowie der damit verbundenen Weiterentwicklung und zukünftigen Aufgabenwahrnehmung des ÖGD auseinanderzusetzen. Hierzu ist eine ganze Reihe von Themen in der Planung, an der das wissenschaftliche Programm-Komitee unter Leitung der Deutschen Gesellschaft für Öffentliches Gesundheitswesen e.V. (DGÖG) bereits mit Hochdruck zusammen mit den Fachausschüssen und Arbeitsgruppen, dem ausrichtenden Bundesland NRW sowie unserem Kooperationspartner, der Gesellschaft für Hygiene, Umweltmedizin und Präventivmedizin e.V. (GHUP), arbeitet. Der wissenschaftliche Kongressbeirat des BVÖGD hat dazu viele Themenvorschläge unterbreitet.

    Weitere Informationen finden Sie auf der Website des Kongresses.

    Kategorie: Kongress
    Veranstalter: Bundesverband der Ärztinnen und Ärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes e.V.

… weitere Termine

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