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Aktiv für Gesundheit und Chancengleichheit

Erfahrungen mit den digitalen Gesundheitsangeboten für arbeitslose Menschen während der Corona-Pandemie

Alina Büyükdag , Team Gesundheit, Gesellschaft für Gesundheitsmanagement mbH
31.10.2022

Arbeitslosigkeit und Gesundheit in Deutschland

Zahlreiche Studien bestätigten, dass arbeitslose Menschen oftmals physisch, psychisch und sozial schlechter gestellt sind als Erwerbstätige [1, 2, 3]. Bei arbeitslosen Menschen zeigen sich beispielweise häufig ein weniger guter oder gar schlechter Gesundheitszustand und damit verbundene gesundheitliche Einschränkungen [4]. Diese Erkenntnisse weisen auf einen deutlichen Präventionsbedarf hin [5]. In den letzten zwei Jahren bestimmte die Corona-pandemie das gesamte Leben und damit auch die Situation auf dem Arbeitsmarkt und von arbeitslosen Menschen.

Das Modellprojekt „Verzahnung von Arbeits- und Gesundheitsförderung in der kommunalen Lebenswelt“ hat zum Ziel, die gesundheitliche Lage von arbeitslosen Menschen zu verbessern – auch während der Pandemie. In einem vorangegangenen Artikel wurde die Vorgehensweise im Modellprojekt zur Verzahnung von Arbeits- und Gesundheitsförderung in NRW während der Pandemie vorgestellt (u. a. die Entstehung der digitalen Plattform portALO und die Etablierung verschiedener digitaler Angebote) [6] und sehr ausführlich auf Grundlagen des Handlungsfeldes eingegangen (Zusammenhänge von Arbeitslosigkeit und Gesundheit, gesundheitliche Lage von arbeitslosen Menschen). Zudem wurden erste Einblicke in deren Situation während der Pandemie gegeben. 

Anknüpfend an diesen Artikel, werden nun Ergebnisse aus mehreren online-Befragungen des Geschäftsbereichs Arbeitsmarktintegrative Gesundheitsförderung der Team Gesundheit GmbH, zu den durchgeführten digitalen Gesundheitsangeboten zusammengefasst und reflektiert. Im Folgenden werden die Ergebnisse von zwei Befragungen darlegen, wie die Erfahrungen und Wünsche von Arbeitslosen während der Corona-Pandemie mit digitalen Angeboten aussehen. Ergebnisse einer dritten Befragung lassen einen Vergleich zur Situation von vor der Corona-Pandemie zu.

Online-Befragungen zu den digitalen Angeboten

In einer Online-Befragung vom 12.02.2021 bis 20.01.2022 zu den angebotenen Live-Workshops auf portALO wurden arbeitslose Menschen befragt. Die befragten Personen hatten innerhalb der Live-Workshops Zugang zu einem Umfrage-Link und wurden gebeten, diesen anzuklicken und den Fragebogen auszufüllen. Insgesamt wurden 59 Feedbackbögen vollständig ausgefüllt. 40 Frauen und 19 Männer haben teilgenommen, davon waren 37 Single, 2 alleinerziehend, 10 in einer Partnerschaft und 9 in einer Partnerschaft mit Kindern. Von den 59 teilnehmenden Personen haben 44 bereits an mehreren Angeboten teilgenommen und 14 nur an einem Workshop.

Die Befragungsergebnisse zeigen deutlich, dass die Teilnehmenden insgesamt zufrieden mit der Art und Weise der digitalen Angebote sind (Tabelle 1).

 

Die meisten Befragten haben Gefallen an den Online-Angeboten und kommen mit der Technik gut zurecht. Die passende Tageszeit für die Angebote sehen die meisten im Vormittagsbereich (48 Personen). Die Ergebnisse zur präferierten Tageszeit kann eine kleine Online-Abstimmung vom 13.10.2021 bis zum 02.03.2022 innerhalb der Live-Workshops bestätigen. Die meisten Befragten dieser Befragung gaben an, dass Sie am liebsten dienstags und donnerstags einen Live-Workshop besuchen und ihnen am besten der Vormittagsbereich von 10 bis 11 Uhr passt. Darüber hinaus interessieren sich die Befragten während der Corona-Pandemie am stärksten für den Themenschwerpunkt psychische Gesundheit. Weiterhin zeigen sie ebenfalls Interessen für die Bereiche Ernährung, Bewegung und Entspannung. Am wenigsten interessieren sich die Befragten für den Bereich Sucht und Stressmanagement.

Eine weitere Umfrage erfolgte vor der Corona-Pandemie, von September 2018 bis Februar 2019, mittels einer Postkartenverteilung, die über die Jobcenter an die Arbeitslosen als Zielgruppe verteilt wurden. Die Zielpersonen konnten durch das Scannen des QR-Codes auf der Postkarte an der Befragung teilnehmen. In dieser Umfrage gaben die Teilnehmenden (n=138) vermehrt an, Interesse an den Gesundheitsthemen Sport/Bewegung/Fitness, gesunde Ernährung und Fitness zu haben. Stressbewältigung befand sich eher im unteren Bereich, wie auch bei der Umfrage während der Corona-Pandemie zeigte. Die Seelische Gesundheit stand als interessierendes Gesundheitsthema vor der Pandemie an fünfter Stelle. Während der Corona-Pandemie verzeichnet das Themenfeld psychische Gesundheit jedoch sehr großes Interesse der Teilnehmenden.

Diskussion der Ergebnisse und Schlussfolgerungen

Die Ergebnisse der Online-Befragung zu den Live-Workshops auf portALO zeigen insgesamt ein Gefallen an und eine Zufriedenheit mit den Online-Angeboten. Mit der Technik sind die meisten gut zurechtgekommen. Die Tage, an denen die Live-Module zum größten Teil bereits stattfanden, wurden als beliebte Tages- und Uhrzeiten ausgewählt. Jedoch ist zu überlegen, inwieweit hier eine Verzerrung der Antworten bestehen könnte. Die befragten Personen nahmen direkt nach den Online-Angeboten an der Befragung teil. Das bedeutet, dass sich diese ohnehin bereits mit der Technik auskennen und die Tages- und Uhrzeit bevorzugen, an denen sie gerade teilnehmen. An dieser Stelle wäre es vermutlich sinnvoller Personen zu befragen, die nicht bereits an den Online-Angeboten teilnehmen. Außerdem kann in Betracht gezogen werden Personen zu befragen, die an Angeboten vor Ort teilnehmen. So könnten Personen erreicht werden, die (eventuell) noch nicht auf portALO registriert sind, und es könnten die Gründe dafür herausgefunden werden. Diesbezüglich haben wir den Eindruck, dass wir im Vergleich zu Präsenzangeboten andere arbeitslose Menschen erreichen. Außerdem erreichen wir mit den digitalen Angeboten vermehrt Frauen.

Ausblick

Die Ergebnisse der Befragungen identifizieren zielgruppenspezifischen digitalen Gestaltungsbedarf. Hier können wir ansetzen, um zukünftig möglichst noch effizientere Online-Angebote umzusetzen und die Zielgruppe bestmöglich anzusprechen und zu erreichen. Insgesamt lässt sich hieraus ein möglicher Bedarf nach qualitativ höherwertigen, neueren Inhalten und zielgruppenspezifischeren Themen ableiten. Ein besonderes Interesse besteht nach Umsetzungen im Bereich der psychischen Gesundheit. Darüber hinaus sollten zukünftig Angebote im Vormittagsbereich stattfinden und die Tage Dienstag, Mittwoch und Donnerstag bevorzugt werden. Insgesamt sind die digitalen Erfahrungen unsererseits positiv zu bewerten, eine Zufriedenheit der Teilnehmenden war deutlich zu erkennen.

 

Literaturverzeichnis

[1]     Grobe, T & Schwartz, F. W. (2003). Gesundheitsberichterstattung des Bundes. Arbeitslosigkeit und Gesundheit. Bundesgesundheitsblatt Heft 13. Berlin: Robert Koch-Institut (Hrsg.).

[2]     Kroll, L. E., & Lampert, T. (2012). Arbeitslosigkeit, prekäre Beschäftigung und Gesundheit. GBE kompakt 3(1). Berlin: Robert Koch-Institut (Hrsg.). Online verfügbar unter www.rki.de/DE/Content/Gesundheitsmonitoring/Gesundheitsberichterstattung/GBEDownloadsK/2012_1_Arbeitslosigkeit_Gesundheit.pdf (04.03.2022).

[3]     Kroll, L. E., Müters, S. & Lampert, T. (2016). Arbeitslosigkeit und ihre Auswirkungen auf die Gesundheit. Ein Überblick zum Forschungsstand und zu aktuellen Daten der Studien GEDA 2010 und GEDA 2012. Bundesgesundheitsblatt, 59, S. 228-237. DOI 10.1007/s00103-015-2282-7.

[4]     Hollederer, A. & Voigtländer, S. (2016). Die Gesundheit von Arbeitslosen und die Effekte auf die Arbeitsmarktintegration Ergebnisse im Panel Arbeitsmarkt und soziale Sicherung (PASS), Erhebungswellen 3 bis 7 (2008/09–2013). Bundesgesundheitsblatt, 59, S. 652-662. DOI 10.1007/s00103-016-2341-8

[5]     Hollederer, A. (2021). Gesundheitsförderung und Arbeitslosigkeit. Online verfügbar unter https://leitbegriffe.bzga.de/alphabetisches-verzeichnis/gesundheitsfoerderung-und-arbeitslosigkeit/ (27.04.2022).

[6]       Kappe, L. (2021). Arbeitslosigkeit und Gesundheit in der Pandemie. Online verfügbar unter www.gesundheitliche-chancengleichheit.de/service/meldungen/arbeitslosigkeit-und-gesundheit-in-der-pandemie/ (10.08.2022).

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  • 26.02.2026 - 27.02.2026

    Berlin

    Public Health in Krisen und Katastrophen

    Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Public Health e.V.

    Krisen und Katastrophen nehmen immer mehr Einfluss auf unseren Alltag, egal ob Pandemien, Hitzewellen, Überschwemmungen, geopolitische Konflikte oder Angriffe auf kritische Infrastrukturen. Diese und vergleichbare Ereignisse stellen eine Bedrohung für das Leben und die Gesundheit breiter Bevölkerungsgruppen dar. Angesichts dessen steht Public Health - als Wissenschaft und Praxis - vor der gewaltigen Aufgabe, unsere gemeinsame Lebensgrundlage und die Gesundheit der Bevölkerung auch unter zunehmend unsicheren Bedingungen zu schützen und zu erhalten. Gemeinsam wollen wir überlegen, welche Strukturen, Strategien und Kompetenzen erforderlich sind, um aktuellen und zukünftigen Krisenlagen im Gesundheitswesen qualifiziert begegnen zu können. 

    Das ausführliche Programm und Informationen zur Anmeldung finden Sie hier.

    Kategorie: Jahrestagung
    Veranstalter: Deutsche Gesellschaft für Public Health e.V.
  • Online

    Möglichkeiten gesundheitsfördernder Stadtentwicklung: Allianzen für die Stadt der Zukunft

    Hitzeinseln, Luftverschmutzung, Lärm – unsere Städte sind oft alles andere als gesund. Doch wie können wir sie so planen, dass sie das Wohlbefinden und die gerechte Beteiligung aller fördern? Gemeinsam mit Prof.in Heike Köckler (Hochschule Bochum) – Expertin für Stadtplanung und Gesundheit – diskutieren wir Fragen rund um sozial gerecht und gesundheitsförderlich gestaltete urbane Räume.

    Weitere Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie hier.

    Kategorie: Fachtagung
    Veranstalter: Landesvereinigung für Gesundheit und Akademie für Sozialmedizin Niedersachsen Bremen e. V.
  • 05.03.2026

    Berlin

    1. Deutscher Präventionsgipfel

    Welche Einsparpotentiale wir liegen lassen und was wir von unseren europäischen Nachbar*innen lernen können

    Sozialversicherungsbeiträge auf Rekordniveau, Volkserkrankungen auf dem Vormarsch, Babyboomer vor dem Renteneintritt und Deutschland Schlusslicht im Public Health Index. Vor diesem Hintergrund schaut der AOK-Bundesverband auf ungenutzte Präventionspotenziale und veranstaltet den 1. Deutschen Präventionsgipfel am 5. März 2026. 

    Die Veranstaltung soll aufzeigen, wie eine gesündere Gesellschaft zur Stabilisierung der Solidarsysteme beitragen kann und welche Strategien vielversprechend sind. Renommierte Präventionsforscher*innen und Gesundheitsökonom*innen präsentieren evidenzbasierte Maßnahmen in den Handlungsfeldern Ernährung, Alkohol- und Tabakkonsum sowie Bewegung.  

    Rund 150 Vertreter*innen aus Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Verbänden werden zu dem Gipfel erwartet. Bundesgesundheitsministerin Nina Warken wird den 1. Deutschen Präventionsgipfel mit einem Grußwort eröffnen.

    Mehr Informationen zur Veranstaltung sowie zur Anmeldung finden Sie hier.

    Kategorie: Gesundheitsgipfel
    Veranstalter: AOK-Bundesverband

… weitere Termine

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