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Aktuelles

Artikel und Meldungen im Überblick

"Zwischen Tradition und Zukunft in Thüringen"

Das Projekt Landengel stellt sich vor

Christopher Kaufmann , Stiftung Landleben
23.09.2018

„In un­serer heutigen Zeit wird es im­mer schwieriger, auf dem Land glück­lich, zu­frie­den und nicht al­lein, alt zu wer­den. Denn die Aus­wir­kung­en ei­nes umfassenden demografischen Wandels wer­den hier im ländlichen Raum mit besonderer Dy­na­mik wirk­sam. Dies stellt ein zunehmendes Problem in un­seren Dörfern dar. Gerade un­ser ländlicher Raum kann im­mer weniger auf Hilfe von au­ßen hoffen. Es braucht des­halb ein regionaltypisches Pro­fil, das Herausarbeiten von besonderen Stär­ken und ein gutes Zu­sam­men­spiel der örtlichen Akteure. Das Mot­to muss sein, ei­ne Ko­o­pe­ra­ti­on als Gegenstrategie zur globalen Kon­zen­tra­ti­on zu schaffen.“  

 

 

 

Fehlende Per­spek­ti­ven für Bedürftige und Ältere

Bereits jetzt se­hen sich viele ältere Menschen in ländlichen Regionen in Thü­rin­gen mit der Fra­ge konfrontiert: „Wer kümmert sich um mich, wenn ich es selbst nicht mehr kann?“. Für die jüngere Ge­ne­ra­ti­on, so scheint es, gibt es we­nig An­reiz, lang­fris­tig auf dem Dorf zu le­ben. Es zieht sie in Städte, wo es mehr Arbeitsplätze gibt und sie vermutlich auf ei­nen höheren Verdienst hoffen. Damit verbunden ist ein weiteres Problem: Die mitt­le­re Ge­ne­ra­ti­on muss mehr Verpflichtungen über­neh­men, das heißt, dass sie in ihrer „Sandwich-Position“ ei­ne Mehrfachbelastung aus Berufstätigkeit, Fa­mi­lienaufgaben und Pflegetätigkeit ko­or­di­nie­ren muss. Persönliche Wünsche und Ziele tre­ten da­bei in den Hintergrund. Das kann auf Dau­er zur physischen und psychischen Be­las­tung der Fa­mi­lie und vor allem von pflegenden An­ge­hö­ri­gen füh­ren. Somit ist oft die einzige Lö­sung, dass ältere Menschen ihr gewohntes Um­feld verlassen und in ein Pfle­ge­heim ein­zie­hen müs­sen.

Eine gemeinsame Vision

Die Stif­tung „Land­le­ben“ verfolgt mit dem Pro­jekt „Landengel“ ein ambitioniertes Ziel: den Menschen in der Re­gi­on Seltenrain im Unstrut-Hainich-Kreis in Thü­rin­gen soll ein besserer Zu­gang zu ei­ner ört­lich integrierten Gesundheitsversorgung einräumt wer­den. Grundlegend wer­den mit dem Vorhaben al­le Bür­ge­rin­nen und Bür­ger der Re­gi­on angesprochen. Insbesondere möchte „Landengel“ aber Menschen mit ei­ner chronischen Er­kran­kung und vereinsamten oder iso­liert lebenden älteren Menschen ei­ne Per­spek­ti­ve bie­ten, in dem sie wie­der stärker am Alltagsleben teil­neh­men und frü­her auf Veränderungen ihres Gesundheitszustandes re­a­gie­ren kön­nen. Zudem möchte man der sogenannten „mittleren Ge­ne­ra­ti­on“, die zwi­schen Be­rufs­le­ben und der Pfle­ge ei­nes An­ge­hö­ri­gen steht, ei­ne Ansprechperson sein und Hilfestellungen bie­ten.

Auf­bau ei­ner regionalen Wertschöpfungskette

„Nur in einem ganzheitlichen Kon­zept kann die Be­treu­ung durch Ärztinnen und Ärzte, Pflegekräfte und an­de­re Dienstleistende auf den Be­trof­fe­nen so abgestimmt wer­den, dass die besten Ergebnisse bei optimalem Ressourceneinsatz erzielt wer­den kön­nen.“            

Das Pro­jekt setzt auf multiprofessionelle Zu­sam­men­ar­beit so­wie auf die Bündelung sozialer und ökonomischer Res­sour­cen in der Re­gi­on. Vor Ort wer­den medizinische, therapeutische und pflegerische Leis­tung­en vernetzt und niedrigschwellig zu­gäng­lich gemacht. 17 Unternehmen sind be­reits in ei­ner Ko­o­pe­ra­ti­on zusammengewachsen. Darun­ter be­fin­den bei­spiels­wei­se ein Gesundheitszentrum, ei­ne Psy­cho­lo­gin, ei­ne Podologin, ei­ne Zahnarzt- und Hebammenpraxis, die Landfactur und ei­ne Agrargenossenschaft als Lebensmittelproduzenten, der THEPRA Landesverband für Jugendhilfe und So­zi­al­ar­beit, als Mit­glied im Paritätischen Wohlfahrtsverband und ein Haar- und Kosmetikstudio. Ebenso konnten wichtige strategische Part­ne­rin­nen und Part­ner, wie zum Bei­spiel der Landrat des Unstrut-Hainich Kreises, die Kassenärztliche Vereinigung Thü­rin­gen, so­wie die Thü­rin­ger Aufbaubank gewonnen wer­den.


Mit dem Bau ei­nes soge­nannten Landambulatoriums entsteht in Kirchheilingen ein Ort, wo ganzheitliche Gesundheitsversorgung aus ei­ner Hand mit den regionalen Dienstleistern generiert wer­den wird. Dort sollen die Physiotherapie, die Podologie, die Hausärztin, der Mund-Kiefer-Gesichtschirurg, die Hebamme und der Dorfkümmerer zen­tral un­ter ei­nem Dach zu fin­den sein.  Die IBA Thü­rin­gen konnte als Part­ner für die­ses Vorhaben gewonnen wer­den und un­terstützt bei der Pla­nung und Konzipierung des Landambulatoriums. Der Bau ist für 2020 geplant.  

In ei­nem wei­teren Schritt soll es mög­lich sein, die Si­tu­a­ti­on der Be­trof­fe­nen vor Ort bes­ser einzuschätzen. Wie wohnt die jeweilige Person? Wodurch ist ih­re familiäre Struk­tur gekennzeichnet? Welche Un­ter­stüt­zung erhält sie zur­zeit? Wo kann von au­ßen un­terstützt wer­den, da­mit die Person nicht die Häuslichkeit verlassen muss? Um diese Fra­gen be­ant­wor­ten zu kön­nen, wer­den in den klei­neren Orten "Gesundheitskioske" eingerichtet. Dort nimmt sich ein soge­nannter „Dorfkümmerer“ - ein Sozialmanager -den Bedürfnissen älterer Be­woh­ne­rin­nen und Be­woh­ner an. Er bietet Sprechstunden an und kann da­bei auf ein Netz­werk aus sozialen Diensten im Gesundheits- und Pflegebereich zu­rück­grei­fen. Bei­spielsweise bereitet er einmal wö­chent­lich ei­ne Sprechstunde ge­mein­sam mit dem Bürgerservice des Landratsamtes vor. Die Gesundheitskioske sind un­ge­fähr 60 qm große Neubauten, die mit ei­nem Beratungszimmer, Bü­ro, WC, Kaffeezeile ausgestattet sind. Diese sind gut er­reich­bar, barrierefrei und zen­tral im Orts­kern in­te­griert. So kann die In­fra­struk­tur in Kirchheilingen und in den klei­nen Ge­mein­den er­hal­ten, verbes­sert und ausgebaut wer­den.

Zukünftig sollen Allgemeinmedizinerinnen und -mediziner im Landambulatorium durch den Ein­satz ei­ner examinierten Pflegefachkraft mit Telemedizinarbeitsplatz die entlastet und un­terstützt wer­den. Die ausgebildete Pflegefachkraft, die vor Ort „Ge­mein­de­schwes­ter“ ge­nannt wird, besucht Pa­ti­en­tin­nen und Patienten re­gel­mä­ßig und kann so ih­ren Ge­sund­heits­zu­stand be­o­bach­ten. Bei ei­ner Verschlechterung des Ge­sund­heits­zu­standes kann wäh­rend ei­nes Besuches die Ärz­tin über die Telemedizinschnittstelle da­zu geschaltet wer­den und so­mit schneller entgegenwirken. Planmäßig soll der be­reits umgesetzte kostenlose Fahrservice für Arzttermine, Friseurbesuche oder organisierte Einkaufsfahrten, um Fahrten zu Facharztsprechstunden erwei­tert wer­den. So kann der Trans­port bes­ser auf die Bedarfe der älteren Menschen vor Ort abgestimmten wer­den.

Wünschenswert wä­re es, künftig noch mehr regionale und überregionale Ak­teu­rin­nen und Akteure für das Pro­jekt „Landengel“ ge­win­nen zu kön­nen. So wä­re es denk­bar, wei­tere Haus- und Facharztpraxen in den Verbund einzubauen so­wie ei­nen fes­ten Pflegedienst und ein Kli­ni­kum in die Or­ga­ni­sa­ti­on aufzunehmen. So ließe sich die ambulante und stationäre Versorgung der älter wer­denden Menschen in den Dörfern noch wei­ter ab­si­chern.

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  • 06.05.2026 - 01.10.2026

    Hannover sowie online

    Wohin des Weges? Kommunale Prävention und Gesundheitsförderung strategisch gestalten

    Schulungsreihe zum Einstieg in integrierte kommunale Strategien

    Um kommunale Prävention und Gesundheitsförderung optimal zu planen und zu steuern, braucht es einen Überblick über Bedarfe und Bedürfnisse der Bevölkerung. Die Ermittlung eines Status Quo und die Einnahme verschiedener Perspektiven – wie zum Beispiel die der Dialoggruppe selbst (Kinder, Alleinerziehende, Senior*innen etc.) – ermöglichen erst eine nachhaltige Struktur- und Angebotsentwicklung.

    Die Schulungsreihe „Wohin des Weges? Kommunale Prävention und Gesundheitsförderung strategisch gestalten“ soll zur eigenständigen Umsetzung von Kontextcheck und zur Vorbereitung integrierter Strategien auf kommunaler Ebene befähigen. Hierfür wird praktisches und methodisches Wissen vermittelt, um die Bedarfs- und Bedürfnisanalyse im Rahmen des Prozesskreislaufes umzusetzen und daraus Empfehlungen abzuleiten. Diskutiert werden unter anderem: Die Analyse von Statistiken, Angebotsstrukturen und Netzwerken sowie Beteiligungsformate für Dialoggruppen und Public Health-Ethik als Mittel zur Formulierung gut begründeter Handlungsempfehlungen. Gute kommunale Beispiele und fachliche Kompetenz ausgewiesener Expert*innen sowie aus der LVG & AFS Nds. HB. e.V. zeigen, wie dies gelingen kann.

    Teilnehmen können alle in Deutschland tätigen kommunalen Fachkräfte, die im Bereich der Gesundheitsförderung oder in angrenzenden Handlungsfeldern agieren. Es sind keine Vorkenntnisse zu Kontextcheck notwendig. Weitere Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie hier.

    Kategorie: Fortbildungsreihe
    Veranstalter: Landesvereinigung für Gesundheit und Akademie für Sozialmedizin Niedersachsen Bremen e. V.
  • Berlin

    Resilienz im Ernährungssystem stärken – Ernährungsgerechtigkeit sicherstellen

    FIAN Politische Tagung

    Steigende Lebensmittelpreise, wirtschaftliche Probleme für die Landwirtschaft und ökologische Krisen. Das Ernährungssystem in Deutschland, und damit die Menschen, die hierzulande hinter der Produktion und der Verarbeitung von Nahrung stehen, sowie die Verbraucher*innen, sehen sich großen Herausforderungen gegenüber. Gleichzeitig ist das Potenzial zur Schaffung eines Ernährungssystems groß, das sowohl der Landwirtschaft verlässliche Rahmenbedingungen bietet, als auch Zugang zu guten Lebensmitteln für alle garantiert. Um dies zu gewährleisten, müssen wir diejenigen an der Ausgestaltung beteiligen, die am stärksten von der Agrar- und Ernährungspolitik betroffen sind: Bäuer*innen und Armutsbetroffene. Drei Tage vor dem deutschen Ernährungstag wollen wir mit dieser Veranstaltung diesen beiden Gruppen den Raum geben, um sich miteinander auszutauschen und gemeinsam ins Gespräch mit Politiker*innen zu kommen.

    Die Teilnahme ist kostenlos.
    Wir möchten Menschen mit Armutserfahrung die Teilnahme an und die Mitgestaltung dieser Veranstaltung ermöglichen. Benötigte Reisekosten können in einem begrenzten Umfang übernommen werden.
    Wenn Sie Fragen dazu haben, senden Sie bitte eine E-Mail an: beteiligung@diakonie.de

    Weitere Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie hier.

     

    Kategorie: Tagung
    Veranstalter: FIAN Deutschland
  • Berlin

    "Resilient in der Krise - Wege zu einem gerechten Gesundheitssystem in Notlagen"

    Gesundheitsforum der Berliner Landesgesundheitskonferenz

    Stromausfall, Hitzewellen Starkregen – Berlin kennt Krisen und ihre Auswirkungen auf die Gesundheit der Berliner*innen. Und dennoch ist das Gesundheitssystem nicht ausreichend gut auf Notlagen vorbereitet. Gerade wenn es darum geht besonders schutzbedürftige Bevölkerungsgruppen zu unterstützen.

    Was muss auf politischer, institutioneller und individueller Ebene passieren, damit Menschen Krisen besser bewältigen können? Welche Rolle spielt dabei die Gesundheitskompetenz der Berliner*innen und der Institutionen im Gesundheitssystem? Und wie können kommunale Netzwerke, lokale Bündnisse und soziale Infrastruktur so aufgestellt werden, dass sie im Krisenfall schnell, koordiniert und passgenau Unterstützung bereitstellen?

    Zur Anmeldung geht es hier.

    Kategorie: Fachforum
    Veranstalter: Fachstelle für Prävention und Gesundheitskonferenz

… weitere Termine

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Informationen über aktuelle Ent­wick­lung­en in der so­zi­al­la­gen­be­zoge­nen Ge­sund­heits­för­de­rung, neue An­ge­bo­te "Guter Pra­xis" so­wie über Ver­an­stal­tung­en, Wett­be­wer­be und Li­te­ra­tur zu diesem The­ma. Ent­wick­lung­en im Ko­o­pe­ra­ti­ons­ver­bund und Neu­ig­keit­en auf der Internetplattform wer­den eben­falls vorgestellt.

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