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Aktuelles

Artikel und Meldungen im Überblick

Leitfaden Prävention berücksichtigt klimawandelbedingte Herausforderungen

Volker Wanek , ehem. GKV-Spitzenverband
03.02.2023

Der GKV-Spitzenverband hat den Leitfaden Prävention unter Einbeziehung unabhängigen Sachverstandes weiterentwickelt. Er greift darin den Grundgedanken des One-Health- bzw. Planetary-Health Ansatzes auf: „Wegen der Abhängigkeit der menschlichen Gesundheit von den lebensfördernden Ökosystemen sollen Gesundheitsförderungs- und Präventionsleistungen der GKV möglichst so ausgerichtet werden, dass sie mittelbar dem Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen zugutekommen.“ (Präambel S. 9). In der Neufassung werden insbesondere die durch den Klimawandel auf die Tagesordnung gesetzten Erfordernisse in der Gesundheitsförderung und Prävention aufgegriffen und die diesbezüglichen Handlungsmöglichkeiten der Krankenkassen zielgerichtet erweitert.

  •  Bei den Kriterien für Leistungen zur individuellen verhaltensbezogenen Prävention (insbesondere Kap. 5.4.1 auf S. 69f. und 5.4.2 auf S. 79f.) wird auf die positiven Gesundheits- und Umwelt- bzw. Klimaeffekte gesunder Ernährung und körperlicher Aktivität eingegangen („Co-Benefits“).
  •  Anregungen für eine Mitwirkung von Krankenkassen an der zugleich gesundheitsförderlichen und klimafreundlichen Ausrichtung der Gemeinschaftsverpflegung und Mobilität wurden bei der betrieblichen und lebensweltbezogenen Gesundheitsförderung und Prävention aufgenommen (Kapitel 4.6 zu Kita ab S. 48, 4.7 zu Schule ab S. 51 und Kapitel 6.7.2 ab S. 132 zu BGF).
  •  Ergänzt wurde ein Kapitel zur Prävention klimawandelbedingter Gesundheitsrisiken in Kommunen (Kapitel 4.5.4 S.46-48). Krankenkassen erhalten damit erweiterte Handlungsmöglichkeiten zur Unterstützung insbesondere der kommunal Verantwortlichen zu gesundheitlich relevanten Aspekten des Klimaschutzes und der Klimaanpassung zum Beispiel durch Information der Bürgerinnen und Bürger sowie Fortbildung von Fachkräften zum Hitzeschutz.

Mit der Neufassung des Leitfadens Prävention möchte die GKV im Rahmen ihrer auf die Stärkung gesundheitlicher Chancengleichheit gerichteten Gesundheitsförderung und Prävention zugleich zu größerer ökologischer Nachhaltigkeit beitragen.

 

Wenige Tage zuvor, am 14. Dezember des vergangenen Jahres, haben die Spitzenorganisationen der Heil- und Pflegeberufe, der Krankenhausträger, der Kommunen, der gesetzlichen und privaten Krankenversicherung und die Gesundheitsministerkonferenz unter dem Dach des Bundesministeriums für Gesundheit den „Klimapakt Gesundheit“ geschlossen. Darin verpflichten sie sich gemeinsam für Klimaanpassung und Klimaschutz in ihren Verantwortungsbereichen einzutreten, um „Gesundheitsgefahren durch den Klimawandel vorzubeugen“ (BMG_Gemeinsame_Erklärung_Klimapakt_Gesundheit_barrierefrei (gkv-spitzenverband.de)). Gleichzeitig erkennen die Vereinbarungspartner darin an, dass diese Aufgabe „weit über das Gesundheitswesen einschließlich der Finanzverantwortung hinausgeht und weiterer Anstrengungen in anderen Politikfeldern bedarf.“ Spezifisch auf die Erfordernisse in Gesundheitsförderung und Prävention ausgerichtet ist das Positionspapier der Nationalen Präventionskonferenz (NPK) vom November 2022, in welchem die Aufgaben aller verantwortlichen Akteure in Bezug auf die klimawandelbedingten Gesundheitsgefahren systematisch beschrieben werden: NPK-Klimapapier (npk-info.de).

 

 

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  • 06.11.2026

    Online via Webex

    Wie alt fühlst Du dich? Und welchen Einfluss hat das auf Deine Gesundheit?

    Die Forschung zeigt: Altersbilder begleiten uns ein Leben lang. Sie entstehen früh, beeinflussen unser Verhalten und prägen sogar, wie wir selbst älter werden. Doch wie können wir negative Altersstereotype überwinden und zu einem differenzierteren Blick auf das Alter gelangen?

    Darüber sprechen wir beim nächsten LGK-Talk „Alt sind immer die anderen?! – Wie Altersbilder unsere Gesundheit beeinflussen und wie wir unsere Vorstellungen vom Alter(n) verändern können“ mit Dr.in Antje Rauers (Friedrich-Schiller-Universität Jena), PD Dr. David Weiss (Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg) und Dr.in Aline Schönenberg (Universitätsklinikum Jena). Freuen Sie sich auf spannende Erkenntnisse, neue Denkanstöße und einen frischen Blick auf das Älterwerden!

    Mehr Informationen sowie die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie hier. Eine Anmeldung ist bis zum 30 Oktober 2026 möglich.

    Kategorie: Gesprächsrunde
    Veranstalter: LGK Thüringen
  • Hannover

    Gemeinsam Wege aus der Gewalt

    Wenn Konflikte bei Kindern und Jugendlichen kippen

    Kinder und Jugendliche haben ein Recht darauf, gewaltfrei aufzuwachsen. Doch das Thema Gewalt bei Kindern und Jugendlichen nimmt medial immer mehr Raum ein – sei es durch aktuelle Zahlen der Kriminalstatistik oder durch Vorfälle in der Schule. Auch in Kitas werden mehr Gewaltvorfälle gemeldet. Die Formen von Gewalt sind dabei vielfältig – körperlich, psychisch und auch digital. Die Fachtagung „Gemeinsam Wege aus der Gewalt – Wenn Konflikte bei Kindern und Jugendlichen kippen“ am 12. November 2026 in Hannover geht den Ursachen der zunehmenden Gewaltentwicklung auf den Grund und nimmt dabei die komplexen Ursachen, wie psychische Belastungssituationen, sozioökonomische Herausforderungen und eigene Gewalterfahrungen, in den Blick. Was kann bereits in der Frühförderung in den Kitas angebahnt werden? Wie kann Schule mit diesen Herausforderungen umgehen? Welche langfristigen Auswirkungen haben Gewalterfahrungen auf die psychische Gesundheit? Und welche Ansätze gibt es, um digitaler Gewalt resilient zu begegnen? Die Veranstaltung findet in der Ärztekammer Niedersachsen statt.

    Weitere Informationen sowie die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie hier.

    Kategorie: Veranstaltung
    Veranstalter: Landesvereinigung für Gesundheit und Akademie für Sozialmedizin Niedersachsen Bremen e. V.
  • Berlin

    Voneinander lernen - Bedarfsgerechte Hilfen für psychisch erkrankte Menschen in der Wohnungsnotfallhilfe

    Der Zugang zu passgenauer Unterstützung ist dadurch ausgerechnet für jene erschwert, die besonders auf niedrigschwellige, vernetzte und kontinuierliche Angebote angewiesen sind. Auf unserer Fachtagung möchten wir folgende Themen gemeinsam mit Ihnen aufgreifen:

    • Ethische Fragestellungen im Umgang mit psychisch erkrankten wohnungslosen Menschen,
    • Zusammenarbeit und Schnittstellen zwischen verschiedenen Hilfesystemen,
    • Gute Praxisbeispiele niedrigschwelliger, aufsuchender und einrichtungsintegrierter sowie zielgruppenspezifischer Angebote,
    • Die Perspektive von Erfahrungsexpert*innen,
    • Weichenstellungen für die zukünftige psychosoziale Versorgung von wohnungslosen Menschen mit psychischen Störungen.

    Sie erwarten Vorträge, Arbeitsgruppen mit Praxisbeispielen sowie Gespräche mit Expert*innen aus Medizin, Sozialer Arbeit und Selbstvertretung. Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme und darauf, gemeinsam Wege zu einer besser vernetzten psychiatrischen Versorgung wohnungsloser Menschen zu finden.

    Weitere Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie hier.

    Veranstalter: BAG Wohnungslosenhilfe e. V.

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Informationen über aktuelle Ent­wick­lung­en in der so­zi­al­la­gen­be­zoge­nen Ge­sund­heits­för­de­rung, neue An­ge­bo­te "Guter Pra­xis" so­wie über Ver­an­stal­tung­en, Wett­be­wer­be und Li­te­ra­tur zu diesem The­ma. Ent­wick­lung­en im Ko­o­pe­ra­ti­ons­ver­bund und Neu­ig­keit­en auf der Internetplattform wer­den eben­falls vorgestellt.

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