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Aktiv für Gesundheit und Chancengleichheit

Aktuelles

Artikel und Meldungen im Überblick

Einsatz für mehr gesundheitliche Chancengleichheit

Stefan Pospiech , Gesundheit Berlin-Brandenburg e.V.
21.03.2013

Heinz Hilgers und Eva Göttlein wer­den mit dem Ca­ro­la Gold-Preis aus­ge­zeich­net

Erstmals wurde in diesem Jahr der Ca­ro­la Gold-Preis für ge­sund­heit­liche Chan­cen­gleich­heit und die Qualitätsentwicklung in der kommunalen Ge­sund­heits­för­de­rung verliehen. Den Rahmen hierfür bot die Abendveranstaltung des 18. Kon­gress Ar­mut und Ge­sund­heit. Die Laudatoren, Dr. Frank Lehmann und Prof. Dr. Rolf Rosenbrock, überreichten die Aus­zeich­nung­en, die von der Künst­le­rin Cor­ne­lia Streetz speziell für diesen An­lass entworfen und umgesetzt wurden. Der künst­le­risch gestaltete Preis bedient sich der Sym­bo­lik des Baumes der Rei­sen­den. Ihre Assoziationen beschreibt die Künst­le­rin wie folgt:

Gedanken zu Carola Gold...

Wie...
der Baum des Reisenden,
die einzelnen Stiele sind wie Löffel,
im Herzen vereinen sie sich.
Es sind Ruder, die nach Westen und
Osten schauen und sich in ihrer Breite
dem Norden und Süden zeigen.
Die Ruder fordern auf, im gleichen Boot
zu sitzen, die Stiele flechten sich ein.
Ein Richtungsgeber, ein Zeiger für die
Himmelsrichtungen, eine Hilfe für
Verirrte...
Das Regenwasser wird aufgefangen,
man verdurstet nicht an „Bord“ und
auch nicht als Vorübergehender.
Und das große Blattwerk gibt dem Haus
ein Dach, das schützt.
Eigentlich ist er kein Baum und keine
Palme, hat eine Heimat mit festen
Wurzeln und bietet allen Fremden
Schutz und Wasser, er streckt seine
Arme aus.
Der Wind spielt mit den großen Blättern
und zerzaust ihre Fasern zu „Locken“...

Cornelia Streetz

Der Ca­ro­la Gold-Preis wurde ge­mein­sam vom Vorstand von Ge­sund­heit Berlin-Brandenburg und dem Steuerungskreis des Ko­o­pe­ra­ti­ons­ver­bun­des „Ge­sund­heit­liche Chan­cen­gleich­heit“ ins Leben gerufen. Benannt ist er nach der langjährigen Ge­schäfts­füh­re­rin von Ge­sund­heit Berlin-Brandenburg und Lei­te­rin der Ge­schäfts­stel­le des Ko­o­pe­ra­ti­ons­ver­bun­des „Ge­sund­heit­liche Chan­cen­gleich­heit“. Ca­ro­la Gold hat ent­schei­dend da­zu beigetragen, das The­ma der gesundheitlichen Chancenungleichheit ins öffentliche Be­wusst­sein zu rü­cken. Sie setzte unzählige Impulse zur Verbesserung der gesundheitlichen und sozialen La­ge ins­be­son­de­re bei Kin­dern und Ju­gend­li­chen. Der kommunale Partnerprozess „Gesund auf­wach­sen für al­le!“ geht maß­geb­lich auf ih­re Ideen und ih­re In­iti­a­ti­ve zu­rück. Aus den ins­ge­samt 34 No­mi­nie­rung­en wurden Heinz Hilgers und Eva Göttlein als Preis­trä­ger ausgewählt, deren En­ga­ge­ment bei der Be­kämp­fung gesundheitlicher Chancenungleichheit herausragend ist.

Eva Göttlein - En­ga­ge­ment in Fürth und Nürn­berg

Eva Göttlein ist Lei­te­rin der Fürther Projektagentur Göttlein, die eng mit den Kom­mu­nen Fürth und Nürn­berg zusammenarbeitet. Diese koordiniert die Um­set­zung von (Mikro-)Projekten in Stadtteilen des so­zi­alen Brennpunkts: Obst für die große Pau­se, Kinderkochkurse im Mütterzentrum, Schwimmkurse für Hortkinder etc. Was im Rahmen der Projekte umgesetzt wird, be­stimmt die Ziel­grup­pe selbst. Dieses Vorgehen stärkt nicht nur die so­zi­ale Ge­mein­schaft, es trägt auch zum gesundheitlichen Wohl­be­fin­den der Be­woh­ner/in­nen bei. Im Rahmen der vom Deut­schen In­sti­tut für Ur­ba­nis­tik durchgeführten Stu­die  "Mehr als ge­wohnt - Stadtteile ma­chen sich stark für Ge­sund­heits­för­de­rung" wurden u.a. im Programmgebiet Soziale Stadt Fürth In­nen­stadt Ansätze der Primärprävention bei Kin­dern und Ju­gend­li­chen v.a. in so­zi­al be­nach­tei­lig­ten Stadtteilen analysiert. Die da­raus gewonnenen Erkenntnisse leis­ten einen wesentlichen Bei­trag zur Qualitätsentwicklung in der Ge­sund­heits­för­de­rung.

Eva Göttlein konnte den Preis am Abend der Verleihung in­fol­ge Krank­heit nicht selbst ent­ge­gen­neh­men. Stellvertretend für sie nahmen Dr. Bet­ti­na Reimann vom Deut­schen In­sti­tut für Ur­ba­nis­tik und Mai­ke Schmidt von der Tech­ni­ker Krankenkasse die Eh­rung in Empfang.

Heinz Hilgers - En­ga­ge­ment in Dormagen

Heinz Hilgers, Prä­si­dent des Deut­schen Kin­der­schutzbundes, war langjähriger Bür­ger­meis­ter von Dormagen. In die­ser Funk­ti­on prägte er den Auf­bau ei­ner Präventionskette in Dormagen ent­schei­dend mit. Das als „Dormagener Mo­dell“ bun­des­weit be­kannt gewordene Mo­dell gilt heute als Vorbild für ein gesundes Aufwachsen. Gemeinsam mit vielen engagierten Kol­leg/in­nen konnten in Dormagen Hilfs- und Unterstützungsmaßnahmen für betroffene Kinder und ih­re Eltern kom­mu­nal vernetzt realisiert wer­den. Immer wie­der betonte Heinz Hilgers, dass es da­bei ei­ner wertschätzenden und professionellen Haltung so­wie der Ar­beit mit der ganzen Fa­mi­lie bedarf. Inzwischen wird Kin­der­schutz in Dormagen prä­ven­tiv und nicht mehr re­ak­tiv betrieben. Zugleich wird durch ei­ne frühe und gezielte För­de­rung der Ar­mut bei Kin­dern er­folg­reich entgegengewirkt.

Die Stadt Dormagen ist Partnerkommune im kom­mu­nalen Partnerprozess „Gesund auf­wach­sen für al­le!“ des Ko­o­pe­ra­ti­ons­ver­bun­des „Ge­sund­heit­liche Chan­cen­gleich­heit“. Mit den gesammelten Er­fah­rung­en leistet sie ei­nen ent­schei­denden Bei­trag zur Verbesserung der gesundheitlichen Chan­cen­gleich­heit für Fa­mi­lien, Kinder und Ju­gend­li­che in schwieriger sozialer La­ge und regt da­mit zum Auf­bau von kom­mu­nalen Präventionsketten auch in anderen Kom­mu­nen an.

Heinz Hilgers hob beim Er­halt des Preises hervor, dass sei­ne er­folg­reiche Ar­beit oh­ne die Hilfe zahlreicher Kol­leg/in­nen aus Dormagen un­mög­lich gewesen sei. Stellvertretend dankte er Mar­ti­na Hermann-Biert und Uwe Sandvoss, die eben­falls der Preis­ver­lei­hung beiwohnten.

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Leitfaden zur Erstellung von Artikeln

Reichen Sie gern Ihren Artikel zur soziallagenbezogenen Gesundheitsförderung bei der Geschäftsstelle des Kooperationsverbundes ein! Für die Erstellung eines Artikels finden Sie hier einen Leitfaden mit unseren formalen und inhaltlichen Anforderungen.

  • 20.04.2026 - 23.04.2026

    Wuppertal

    75. Wissenschaftlicher Kongress – Der Öffentliche Gesundheitsdienst

    ÖGD – Keiner wie wir!

    Unter dem Motto „ÖGD – Keiner wie wir!“ werden wir wieder vielfältige und interessante Themen aus Praxis und Wissenschaft gemeinsam diskutieren. 2026 wird uns unter anderem das Thema „Pakt für den ÖGD“ beschäftigen. Gleichermaßen wollen und müssen wir die Gelegenheit nutzen, uns mit den Lehren aus der Pandemie sowie der damit verbundenen Weiterentwicklung und zukünftigen Aufgabenwahrnehmung des ÖGD auseinanderzusetzen. Hierzu ist eine ganze Reihe von Themen in der Planung, an der das wissenschaftliche Programm-Komitee unter Leitung der Deutschen Gesellschaft für Öffentliches Gesundheitswesen e.V. (DGÖG) bereits mit Hochdruck zusammen mit den Fachausschüssen und Arbeitsgruppen, dem ausrichtenden Bundesland NRW sowie unserem Kooperationspartner, der Gesellschaft für Hygiene, Umweltmedizin und Präventivmedizin e.V. (GHUP), arbeitet. Der wissenschaftliche Kongressbeirat des BVÖGD hat dazu viele Themenvorschläge unterbreitet.

    Weitere Informationen finden Sie auf der Website des Kongresses.

    Kategorie: Kongress
    Veranstalter: Bundesverband der Ärztinnen und Ärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes e.V.
  • Bundeskonferenz "Gesund und aktiv älter werden" 2026

    Demenzprävention im Dialog – Aufklärung verbessern, Strukturen stärken, Risiken reduzieren

    Wie können wir Demenz wirksam vorbeugen? Welche Ansätze funktionieren wirklich – und wie bringen wir sie in die Praxis? Diese hochaktuellen Fragen stehen im Mittelpunkt der 8. Bundeskonferenz „Gesund und aktiv älter werden“ des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit. Die Konferenz findet am Mittwoch, den 22. April 2026, in Köln statt. Eingeladen sind Multiplikatorinnen und Multiplikatoren sowie Fachkräfte aus Wissenschaft, Praxis und Politik, um gemeinsam die Demenzprävention in Deutschland nachhaltig zu stärken.

    Die Teilnehmenden erwartet aktuelle Erkenntnisse zu demenzpräventiven Lebensstilfaktoren im Kontext anderer nicht-übertragbarer Erkrankungen, nationale und internationale Good-Practice-Beispiele sowie Impulse zu personalisierten und multimodalen Präventionsstrategien. Darüber hinaus werden Maßnahmen der Verhältnisprävention und Möglichkeiten der Früherkennung beleuchtet. Renommierte Expertinnen und Experten geben wissenschaftliche Impulse und praxisnahe Einblicke, darunter Professorin Dr. Daniela Berg, Professor Dr. Frank Jessen und Professor Dr. René Thyrian. Die Veranstaltung bietet Raum für Austausch, Vernetzung und Diskussionen.

    Die Veranstaltung ist kostenfrei. Eine Anmeldung ist notwendig, da die Teilnahmeplätze begrenzt sind. 

    Weitere Informationen und die Anmeldung unter www.gesund-aktiv-aelter-werden.de/fachinformationen/unsere-bundeskonferenzen/aktuelle-bioeg-bundeskonferenz

    Kategorie: Konferenz
    Veranstalter: Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit
  • 23.04.2026

    online via Zoom

    Gesundheitsförderung in der Kaffeepause

    Digitaler Kurzaustausch: "Die Ottawa-Charta verstehen – Leitideen für die Gesundheitsförderung"

    Die Koordinierungsstelle Gesundheitliche Chancengleichheit (KGC) Hessen lädt interessierte kommunale Fachakteur*innen zu einem digitalen Kurzaustausch via Zoom ein. Unter dem Motto „Gesundheitsförderung in der Kaffeepause“ erhalten Sie neue Impulse für Ihre Arbeit in der kommunalen Gesundheitsförderung und haben die Möglichkeit, sich zu vernetzen sowie eigene Erfahrungen einzubringen.

    Die Veranstaltung dauert 90 Minuten. Sie beginnt mit einem themenbezogenen Impulsvortrag zu den Grundlagen der Ottawa-Charta und ihrer Bedeutung für die kommunale Gesundheitsförderung. Referent ist Dr. Frank Lehmann (Berliner Institut für Gesundheits- und Sozialwissenschaften). Im Anschluss sind die Teilnehmenden eingeladen, ihre Praxiserfahrungen einzubringen. Diese werden im Kontext der Handlungsfelder und Strategien der Ottawa-Charta diskutiert. Im Mittelpunkt steht die gemeinsame Reflexion, welche Impulse und Wege notwendig sind, um Gesundheitsförderung vor Ort unter den aktuellen Bedingungen nachhaltig und ressortübergreifend zu verankern.

    Weitere Informationen finden Sie hier.

    Kategorie: Veranstaltung
    Veranstalter: KGC Hessen

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Mit unserem News­letter immer aktuell informiert

Informationen über aktuelle Ent­wick­lung­en in der so­zi­al­la­gen­be­zoge­nen Ge­sund­heits­för­de­rung, neue An­ge­bo­te "Guter Pra­xis" so­wie über Ver­an­stal­tung­en, Wett­be­wer­be und Li­te­ra­tur zu diesem The­ma. Ent­wick­lung­en im Ko­o­pe­ra­ti­ons­ver­bund und Neu­ig­keit­en auf der Internetplattform wer­den eben­falls vorgestellt.

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