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Aktuelles

Artikel und Meldungen im Überblick

Wie stellen sich sozial benachteiligte Kinder ein gutes Leben vor?

24.03.2009

Eine am Montag veröffentlichte Studie zeigt die Perspektive von armen Kindern auf ihr eigenes Leben und was sie sich unter einem guten Leben vorstellen. Demnach wünschen sich die befragten Kinder vor allem, „von ihren Eltern geliebt zu werden“, „genug zu essen bekommen“, „gute Freunde und Freundinnen haben“ und „immer jemanden zu haben, der sich um sie kümmert“. Erschreckend ist, dass fast elf Prozent glauben, ihr „Leben wird nicht richtig schön“. Für die Studie unter Leitung der Erziehungswissenschaftlerinnen Sabine Andresen und Susann Fegter von der Universität Bielefeld wurden rund 200 sozial benachteiligte Berliner Kinder im Alter von sechs bis 13 Jahren befragt. Die Studie ist nicht repräsentativ.

Um zu erfahren, was sich die Kinder unter einem „guten Leben für alle Kinder“ vorstellen, wurde die von der Philosophin Martha Nussbaum konzipierte „Liste des guten Lebens“, die die Voraussetzungen für ein gutes Erwachsenenleben festhält, in eine für Kinder verständliche Sprache übertragen.

Nach den für sie „wichtigsten Dingen“ befragt, nennen die meisten Kinder nicht die Playstation oder das Handy, sondern mit knapp 18 Prozent zuerst Personen wie Familienangehörige und Freunde. Das bedeutet jedoch nicht, dass materielle Dinge entbehrlich sind. „Kinder wünschen sich für alle Altersgenossen gute Beziehungen, die Versorgung von Grundbedürfnissen, aber sie verlangen auch ein Recht auf Schulbildung, Gewaltfreiheit, Freizeit und medizinische Versorgung“, kommentiert Studienleiterin Sabine Andresen die Befragungsergebnisse.

Alarmierend sei, so Andresen, dass immerhin fast elf Prozent der Kinder bereits im Alter von sechs bis 13 Jahren glauben, ihr „Leben wird nicht richtig schön“. Allerdings zeigt die Studie auch, dass die meisten Kinder trotz schwieriger Lebensbedingungen noch großes Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten haben: 89,2 Prozent glauben, ihr „Leben wird richtig schön“, 85,1 Prozent denken, dass sie „viele Dinge gut können“ und 70,8 Prozent sind überzeugt, dass sie auch „Probleme lösen können“. Diese Angaben zur Selbstwirksamkeit sprechen für das Potential, das Kinder mitbringen. „Damit die vorhandenen Fähigkeiten jedoch nicht verloren gehen, ist auch außerschulische Förderung, so genannte nicht-formale Bildung, unentbehrlich“, betont Andresen.

Auftraggeber und Finanzier der Studie ist Bepanthen bzw. Bayer Health Care. Nach Angaben des Unternehmens wird die vollständige Studie im Sommer erscheinen und auf der Seite www.fuer-eine-heilere-welt.de zum Download bereit gestellt werden.

Wie sozial benachteiligte Kinder, Jugendliche und ihre Familien konkret unterstützt werden können, zeigen zahlreiche Projekte in der Praxisdatenbank. So zum Beispiel:

Kinderhaus Malstatt (Saarbrücken)

Gesund groß werden (Berlin)

Fit und stark fürs Leben (Magdeburg)

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  • 06.11.2026

    Online via Webex

    Wie alt fühlst Du dich? Und welchen Einfluss hat das auf Deine Gesundheit?

    Die Forschung zeigt: Altersbilder begleiten uns ein Leben lang. Sie entstehen früh, beeinflussen unser Verhalten und prägen sogar, wie wir selbst älter werden. Doch wie können wir negative Altersstereotype überwinden und zu einem differenzierteren Blick auf das Alter gelangen?

    Darüber sprechen wir beim nächsten LGK-Talk „Alt sind immer die anderen?! – Wie Altersbilder unsere Gesundheit beeinflussen und wie wir unsere Vorstellungen vom Alter(n) verändern können“ mit Dr.in Antje Rauers (Friedrich-Schiller-Universität Jena), PD Dr. David Weiss (Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg) und Dr.in Aline Schönenberg (Universitätsklinikum Jena). Freuen Sie sich auf spannende Erkenntnisse, neue Denkanstöße und einen frischen Blick auf das Älterwerden!

    Mehr Informationen sowie die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie hier. Eine Anmeldung ist bis zum 30 Oktober 2026 möglich.

    Kategorie: Gesprächsrunde
    Veranstalter: LGK Thüringen
  • Hannover

    Gemeinsam Wege aus der Gewalt

    Wenn Konflikte bei Kindern und Jugendlichen kippen

    Kinder und Jugendliche haben ein Recht darauf, gewaltfrei aufzuwachsen. Doch das Thema Gewalt bei Kindern und Jugendlichen nimmt medial immer mehr Raum ein – sei es durch aktuelle Zahlen der Kriminalstatistik oder durch Vorfälle in der Schule. Auch in Kitas werden mehr Gewaltvorfälle gemeldet. Die Formen von Gewalt sind dabei vielfältig – körperlich, psychisch und auch digital. Die Fachtagung „Gemeinsam Wege aus der Gewalt – Wenn Konflikte bei Kindern und Jugendlichen kippen“ am 12. November 2026 in Hannover geht den Ursachen der zunehmenden Gewaltentwicklung auf den Grund und nimmt dabei die komplexen Ursachen, wie psychische Belastungssituationen, sozioökonomische Herausforderungen und eigene Gewalterfahrungen, in den Blick. Was kann bereits in der Frühförderung in den Kitas angebahnt werden? Wie kann Schule mit diesen Herausforderungen umgehen? Welche langfristigen Auswirkungen haben Gewalterfahrungen auf die psychische Gesundheit? Und welche Ansätze gibt es, um digitaler Gewalt resilient zu begegnen? Die Veranstaltung findet in der Ärztekammer Niedersachsen statt.

    Weitere Informationen sowie die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie hier.

    Kategorie: Veranstaltung
    Veranstalter: Landesvereinigung für Gesundheit und Akademie für Sozialmedizin Niedersachsen Bremen e. V.
  • Berlin

    Voneinander lernen - Bedarfsgerechte Hilfen für psychisch erkrankte Menschen in der Wohnungsnotfallhilfe

    Der Zugang zu passgenauer Unterstützung ist dadurch ausgerechnet für jene erschwert, die besonders auf niedrigschwellige, vernetzte und kontinuierliche Angebote angewiesen sind. Auf unserer Fachtagung möchten wir folgende Themen gemeinsam mit Ihnen aufgreifen:

    • Ethische Fragestellungen im Umgang mit psychisch erkrankten wohnungslosen Menschen,
    • Zusammenarbeit und Schnittstellen zwischen verschiedenen Hilfesystemen,
    • Gute Praxisbeispiele niedrigschwelliger, aufsuchender und einrichtungsintegrierter sowie zielgruppenspezifischer Angebote,
    • Die Perspektive von Erfahrungsexpert*innen,
    • Weichenstellungen für die zukünftige psychosoziale Versorgung von wohnungslosen Menschen mit psychischen Störungen.

    Sie erwarten Vorträge, Arbeitsgruppen mit Praxisbeispielen sowie Gespräche mit Expert*innen aus Medizin, Sozialer Arbeit und Selbstvertretung. Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme und darauf, gemeinsam Wege zu einer besser vernetzten psychiatrischen Versorgung wohnungsloser Menschen zu finden.

    Weitere Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie hier.

    Veranstalter: BAG Wohnungslosenhilfe e. V.

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Informationen über aktuelle Ent­wick­lung­en in der so­zi­al­la­gen­be­zoge­nen Ge­sund­heits­för­de­rung, neue An­ge­bo­te "Guter Pra­xis" so­wie über Ver­an­stal­tung­en, Wett­be­wer­be und Li­te­ra­tur zu diesem The­ma. Ent­wick­lung­en im Ko­o­pe­ra­ti­ons­ver­bund und Neu­ig­keit­en auf der Internetplattform wer­den eben­falls vorgestellt.

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