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Aktiv für Gesundheit und Chancengleichheit

Aktuelles

Artikel und Meldungen im Überblick

Wie kann Gesundheitsberichterstattung in der Kommune gelingen?

Fortbildung für Mitarbeiter des Öffentlichen Gesundheitsdienstes in Thüringen am 04.02.2013

Uta Maercker , Landesvereinigung für Gesundheitsförderung Thüringen AGETHUR
13.02.2013

Im Rahmen des im Jahr 2007 ins Leben gerufenen Thü­rin­ger Gesundheitszieleprozess wer­den im Ziel­be­reich „Ent­wick­lung bedarfsgerechter und qualitätsgesicherter An­ge­bo­te und Struk­tu­ren der Ge­sund­heits­för­de­rung“ über die erarbeiteten Ziele und Stra­te­gien Rah­men­be­din­gung­en entwickelt, die ei­ne Ver­an­kerung von Ge­sund­heits­för­de­rung auf kommunaler Ebe­ne un­ter­stüt­zen sollen. Schwer­punk­te sind hierbei u.a. die Eta­blie­rung ei­nes integrierten Berichtssystems auf kommunaler Ebe­ne und die För­de­rung kommunaler Vernetzungsprozesse.

Um gesundheitsfördernde Handlungsstrategien auf kommunaler Ebe­ne ent­wi­ckeln zu kön­nen, sollten zu­nächst differenzierte Problem- und Bedarfslagen be­stimmt wer­den. Die da­für erforderlichen Da­ten kann die Ge­sund­heitsberichterstattung lie­fern. Eine in­te­grier­te Sichtweise geht vom Kon­zept der De­ter­mi­nan­ten für Ge­sund­heit aus, bindet die Informationen aus anderen Handlungs- und Politikfeldern sys­te­ma­tisch in die Be­richt­er­stat­tung ein und bietet zahlreiche Anknüpfungspunkte für die Ent­wick­lung po­li­ti­scher Hand­lungs­kon­zep­te. Mit der Öff­nung der Ge­sund­heitsberichterstattung hin zu einer In­te­grier­ten Ge­sund­heits­be­richt­er­stat­tung soll die Praxisrelevanz von Be­richt­er­stat­tung durch die Zu­sam­men­füh­rung von Informationen aus unterschiedlichen Fachbereichen einer Kom­mu­ne und da­mit verbunden durch die Per­spek­ti­ve auf Verursachungszusammenhänge gestärkt wer­den. Pla­nungs­pro­zes­se in den Kom­mu­nen kön­nen be­darfs­ge­recht und zielgruppenspezifisch er­fol­gen.  

Ziel der Ver­an­stal­tung war es, Mit­ar­bei­ter des Öffentlichen Gesundheitsdienstes aus Thü­rin­gen für o.g. Zusammenhänge zu sen­si­bi­li­sie­ren. Die Ver­an­stal­tung fand im Rahmen der Um­set­zung des Part­ner­pro­zes­ses „Gesund Aufwachsen für al­le!“ statt und legte in diesem Kon­text ne­ben grundlegenden As­pek­ten der Gesundheitsberichterstattung auch einen Schwer­punkt auf Auf­be­rei­tung und Nut­zung der vor­lie­gen­den Da­ten zur Kinder- und Jugendgesundheit für Planungs- und Steuerungsprozesse auf kom­mu­na­ler Ebe­ne zur Verbesserung der Lebenssituation von Kin­dern und Ju­gend­li­chen.

Folgende Inhalte wurden im Rahmen der Fort­bil­dung, die von Frau Dr. Starke von der Aka­de­mie für öffentliches Ge­sund­heits­we­sen in Düs­sel­dorf geleitet wurde, bearbeitet:

  • Epi­de­mi­o­lo­gie und Gesundheitsberichterstattung
  • Schnittstellen zu anderen Gebieten (So­zi­o­lo­gie, Bil­dung, Politik, Um­welt)
  • Gesundheitsberichterstattung Bund/Länder/Kom­mu­nen (Rah­men­be­din­gung­en, Gesetze, Indikatoren, Datenquellen, Datenhalter)
  • Kriterien für einen Gesundheitsbericht

Die Teil­neh­mer aus unterschiedlichen Bereichen des Öffentlichen Gesundheitsdienstes diskutierten, wie ei­ne Gesundheitsberichterstattung nach fachlichen Maßstäben mit den knappen Res­sour­cen im Öffentlichen Gesundheitsdienst zu re­a­li­sie­ren ist. Um die Be­richt­er­stat­tung als Planungsgrundlage verankern zu kön­nen, wurde die Kom­mu­ni­ka­ti­on der Inhalte an die politischen Entscheider auf kom­mu­na­ler Ebe­ne als sehr wich­tig an­ge­se­hen. Gleichzeitig stellt diese Not­wen­dig­keit ei­ne große He­raus­for­de­rung dar, da Spra­che, In­ten­ti­on und Aus­ge­stal­tung der Berichte auf ei­nen Nen­ner gebracht wer­den müs­sen.

Aktuell haben sich in Thü­rin­gen ei­ni­ge (wenige) Kom­mu­nen auf den Weg gemacht, Ge­sund­heits­be­richt­er­stat­tung mit dem Fo­kus auf planungsrelevante Inhalte und den Blick in Rich­tung (Integrierte)Ge­sund­heits­be­richt­er­stat­tung zu eta­blie­ren. Deutlich wurde, dass über den Thü­rin­ger Gesundheitszieleprozess dem The­ma per­spek­ti­visch mehr Ge­wicht ge­ge­ben wer­den muss so­wohl in der Zu­sam­men­ar­beit mit den Fachressorts als auch den politischen Entscheidern. Die beteiligten Gesundheitsämter brachten Unterstützungsbedarf bei der Eta­blie­rung der Gesundheitsberichterstattung aber auch den Wunsch, sich zu dem The­ma auszutauschen und eigene Berichte im kollegialen Aus­tausch zu re­flek­tie­ren und wei­ter­zu­ent­wickeln, zum Aus­druck.

Deutlich wurde im Rahmen der Ver­an­stal­tung aber auch, dass erst ei­ne so­li­de Ge­sund­heits­be­richt­er­stat­tung den Grund­stein legt um dann im innerkommunalen Aus­tausch mit den anderen Ressorts Integrierte Berichte ent­wi­ckeln zu kön­nen. Die Ar­beit im Partnerprozess soll in Thü­rin­gen auch da­für genutzt wer­den, Kom­mu­nen hierfür die notwendige Un­ter­stüt­zung und Be­glei­tung zu ge­ben.

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  • 06.05.2026 - 01.10.2026

    Hannover sowie online

    Wohin des Weges? Kommunale Prävention und Gesundheitsförderung strategisch gestalten

    Schulungsreihe zum Einstieg in integrierte kommunale Strategien

    Um kommunale Prävention und Gesundheitsförderung optimal zu planen und zu steuern, braucht es einen Überblick über Bedarfe und Bedürfnisse der Bevölkerung. Die Ermittlung eines Status Quo und die Einnahme verschiedener Perspektiven – wie zum Beispiel die der Dialoggruppe selbst (Kinder, Alleinerziehende, Senior*innen etc.) – ermöglichen erst eine nachhaltige Struktur- und Angebotsentwicklung.

    Die Schulungsreihe „Wohin des Weges? Kommunale Prävention und Gesundheitsförderung strategisch gestalten“ soll zur eigenständigen Umsetzung von Kontextcheck und zur Vorbereitung integrierter Strategien auf kommunaler Ebene befähigen. Hierfür wird praktisches und methodisches Wissen vermittelt, um die Bedarfs- und Bedürfnisanalyse im Rahmen des Prozesskreislaufes umzusetzen und daraus Empfehlungen abzuleiten. Diskutiert werden unter anderem: Die Analyse von Statistiken, Angebotsstrukturen und Netzwerken sowie Beteiligungsformate für Dialoggruppen und Public Health-Ethik als Mittel zur Formulierung gut begründeter Handlungsempfehlungen. Gute kommunale Beispiele und fachliche Kompetenz ausgewiesener Expert*innen sowie aus der LVG & AFS Nds. HB. e.V. zeigen, wie dies gelingen kann.

    Teilnehmen können alle in Deutschland tätigen kommunalen Fachkräfte, die im Bereich der Gesundheitsförderung oder in angrenzenden Handlungsfeldern agieren. Es sind keine Vorkenntnisse zu Kontextcheck notwendig. Weitere Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie hier.

    Kategorie: Fortbildungsreihe
    Veranstalter: Landesvereinigung für Gesundheit und Akademie für Sozialmedizin Niedersachsen Bremen e. V.
  • 03.06.2026

    Online

    Gesunde Menschen. Gesunder Planet. Gemeinsam für Klima, Gesundheit & Gerechtigkeit.

    Klima-Aktions-Monat 2026: Gesund bleiben in einer sich wandelnden Welt

    Erfahren Sie, wie das Konzept der planetaren Gesundheit Orientierung für Aktivitäten in Gesundheitsförderung und Prävention bieten kann. Johanna Weis (KLUG) stellt das neue Stufenmodell zur Integration von planetarer Gesundheit in Aktivitäten der Gesundheitsförderung und Prävention vor – von der ersten Sensibilisierung bis zur strategischen Verankerung.

    Tjorven Reisner von Villekula e.V. zeigt am Projekt „Strebergarten“, wie Kinder im Garten praktisch erleben, wo ihr Essen herkommt, wie Naturkreisläufe funktionieren und warum gesunde Ernährung, Klimaschutz und Selbstwirksamkeit zusammengehören.

    Weitere Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie hier.

    Kategorie: Veranstaltung
    Veranstalter: LVGFSH
  • 05.06.2026

    Berlin

    „Einsamkeitsbarometer 2026“ zur Einsamkeitsbelastung bei Menschen mit Behinderungen

    Zur Veröffentlichung des Einsamkeitsbarometer 2026 lädt das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) gemeinsam mit dem Kompetenznetz Einsamkeit (KNE) zu einem Fachgespräch „Einsamkeit bei Menschen mit Behinderungen“ ein. Das Fachgespräch wird am 05. Juni von 10:00 bis 11:30 Uhr in Berlin stattfinden. Ein Livestream ist geplant. Weitere Informationen zum Programm folgen – eine Anmeldung ist hier möglich.

    Kategorie: Veranstaltung
    Veranstalter: Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend

… weitere Termine

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Informationen über aktuelle Ent­wick­lung­en in der so­zi­al­la­gen­be­zoge­nen Ge­sund­heits­för­de­rung, neue An­ge­bo­te "Guter Pra­xis" so­wie über Ver­an­stal­tung­en, Wett­be­wer­be und Li­te­ra­tur zu diesem The­ma. Ent­wick­lung­en im Ko­o­pe­ra­ti­ons­ver­bund und Neu­ig­keit­en auf der Internetplattform wer­den eben­falls vorgestellt.

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