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Aktiv für Gesundheit und Chancengleichheit

Weil Du arm bist, musst Du früher sterben

Positionspapier der Nationalen Armutskonferenz zu Armut und Gesundheit

Barbara Eschen , Diakonie Berlin-Brandenburg
23.07.2017

„Weil du arm bist, musst du frü­her ster­ben“ - so lautet der Ti­tel ei­nes Filmes von Paul May aus dem Jahr 1956. Als Nationale Ar­mutskonferenz sa­gen wir: Das gilt auch heute noch und das ist ein Skan­dal. Ar­mut macht krank. Trotzdem kommt das The­ma in öffentlichen De­bat­ten nicht vor. Gerade jetzt vor der Bun­des­tags­wahl möchten wir auf diesen unsäglichen Zu­sam­men­hang auf­merk­sam ma­chen. Mit un­se­rem Po­si­ti­ons­pa­pier rich­ten wir uns an Entscheiderinnen und Entscheider in der Politik und da­rü­ber hinaus. Ar­mut bedeutet mehr als den Verzicht auf Konsumgüter. Ar­mut bedeutet physisches und psychisches Leid, höhere Erkrankungsraten und ei­ne si­gni­fi­kant geringere Le­bens­er­war­tung. Aus­ga­ben für ih­re Ge­sund­heit stel­len Menschen mit geringem Einkommen vor unüberwindbare Finanzierungsprobleme.

Arm zu sein bedeutet ei­ne große psychoso­zi­ale Be­las­tung. In un­se­rer leistungsbezogenen Ge­sell­schaft wird der Wert ei­nes Menschen oft über die Arbeitsstelle und das Einkommen definiert. Vor diesem Hintergrund wer­den von Ar­mut bedrohte und betroffene Menschen häufig als Leistungsverweigerer stigmatisiert. Bei den betroffenen Menschen führt das oft zu ei­nem sinkenden Selbst­wert­ge­fühl, das zu Krankheitsbildern wie Depressionen und Angststörungen füh­ren kann. Zudem ist die Selbst­mord­ra­te un­ter so­zi­al Be­nach­tei­lig­ten deut­lich erhöht. Auch die Sterberate ist bei armen Menschen deut­lich höher. Nach Stu­di­en des Ro­bert Koch Instituts ster­ben arme Männer in Deutsch­land im Durch­schnitt elf Jahre frü­her als ih­re nicht armen Geschlechtsgenossen. Ar­me Frauen ster­ben durch­schnitt­lich acht Jahre frü­her als nicht arme Frauen. Bei wohnungslosen und obdachlosen Menschen ist die Si­tu­a­ti­on noch dramatischer.  

Dieser Zu­stand widerspricht dem An­spruch auf Ge­währ­leis­tung ei­nes menschenwürdigen Existenzminimums, der in mehreren Urteilen (2010, 2014) vom Bundesverfassungsgerichts be­tont wurde und auch Ge­gen­stand internationaler menschenrechtlicher Vereinbarungen wie dem UN-Sozialpakt und der Sozialcharta des Europarats ist. Darum fordert die Nationale Ar­mutskonferenz die po­li­tisch Verantwortlichen in Deutsch­land zum Handeln auf, um die ge­sund­heit­liche Versorgung für al­le in Deutsch­land Lebenden un­ab­hän­gig von Einkommen und so­zi­alem Sta­tus zu gewährleisten!

Als Nationale Ar­mutskonferenz haben wir in diesem Po­si­ti­ons­pa­pier un­se­re For­de­rung­en dargelegt. Ge­sund­heit ist ein Men­schen­recht. Ge­sund­heit und Ge­ne­sung dür­fen nicht an dem finanziellen Mitteln Einzelner schei­tern. Aus diesem Grund muss es für einkommensarme Menschen ei­ne vollständige Kostenbefreiung bei der Ge­sund­heitsversorgung ge­ben.

Die Forderungen des Positionspapiers stießen auf ein großes Medienecho, zum Beispiel auf
Zeit online, in der Frankfurter Rundschau und der taz.  

Pressekontakt: Le­na Högemann, 030 820 97 110, Hoegemann.L@dwbo.de

Weitere Informationen

Die Nationale Armutskonferenz ist Mitglied des Kooperationsverbundes Gesundheitliche Chancengleichheit

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  • 20.04.2026 - 23.04.2026

    Wuppertal

    75. Wissenschaftlicher Kongress – Der Öffentliche Gesundheitsdienst

    ÖGD – Keiner wie wir!

    Unter dem Motto „ÖGD – Keiner wie wir!“ werden wir wieder vielfältige und interessante Themen aus Praxis und Wissenschaft gemeinsam diskutieren. 2026 wird uns unter anderem das Thema „Pakt für den ÖGD“ beschäftigen. Gleichermaßen wollen und müssen wir die Gelegenheit nutzen, uns mit den Lehren aus der Pandemie sowie der damit verbundenen Weiterentwicklung und zukünftigen Aufgabenwahrnehmung des ÖGD auseinanderzusetzen. Hierzu ist eine ganze Reihe von Themen in der Planung, an der das wissenschaftliche Programm-Komitee unter Leitung der Deutschen Gesellschaft für Öffentliches Gesundheitswesen e.V. (DGÖG) bereits mit Hochdruck zusammen mit den Fachausschüssen und Arbeitsgruppen, dem ausrichtenden Bundesland NRW sowie unserem Kooperationspartner, der Gesellschaft für Hygiene, Umweltmedizin und Präventivmedizin e.V. (GHUP), arbeitet. Der wissenschaftliche Kongressbeirat des BVÖGD hat dazu viele Themenvorschläge unterbreitet.

    Weitere Informationen finden Sie auf der Website des Kongresses.

    Kategorie: Kongress
    Veranstalter: Bundesverband der Ärztinnen und Ärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes e.V.
  • 21.04.2026

    online

    Online-Seminar: Das ABC der Gesundheitsförderung und Prävention

    Die KGC Rheinland-Pfalz bietet aufgrund des großen Interesses der letzten Jahre erneut die Online-Basisschulung „Das ABC der Gesundheitsförderung und Prävention“ an. In dieser Online-Veranstaltung lernen Sie zunächst die zentralen Begrifflichkeiten und Grundlagen der Gesundheitsförderung und Prävention kennen. Was bedeutet Health in All Policies (HiAP), wie kann Gesundheitsförderung soziallagenbezogen umgesetzt werden und wie wird die Zielgruppe optimal erreicht? Dabei legen wir einen Fokus auf kommunale Gesundheitsförderung.

    Bitte beachten Sie, dass dies eine Wiederholung der Veranstaltung vom 14.5.2024 und 2.7.2025 ist. Von einer erneuten Anmeldung bitten wir daher abzusehen, wenn Sie bereits teilgenommen haben.

    Weitere Informationen und den Link zur Anmeldung finden Sie hier.

    Kategorie: Seminar
    Veranstalter: Landeszentrale für Gesundheitsförderung in Rheinland-Pfalz e.V. (LZG)
  • Bundeskonferenz "Gesund und aktiv älter werden" 2026

    Demenzprävention im Dialog – Aufklärung verbessern, Strukturen stärken, Risiken reduzieren

    Wie können wir Demenz wirksam vorbeugen? Welche Ansätze funktionieren wirklich – und wie bringen wir sie in die Praxis? Diese hochaktuellen Fragen stehen im Mittelpunkt der 8. Bundeskonferenz „Gesund und aktiv älter werden“ des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit. Die Konferenz findet am Mittwoch, den 22. April 2026, in Köln statt. Eingeladen sind Multiplikatorinnen und Multiplikatoren sowie Fachkräfte aus Wissenschaft, Praxis und Politik, um gemeinsam die Demenzprävention in Deutschland nachhaltig zu stärken.

    Die Teilnehmenden erwartet aktuelle Erkenntnisse zu demenzpräventiven Lebensstilfaktoren im Kontext anderer nicht-übertragbarer Erkrankungen, nationale und internationale Good-Practice-Beispiele sowie Impulse zu personalisierten und multimodalen Präventionsstrategien. Darüber hinaus werden Maßnahmen der Verhältnisprävention und Möglichkeiten der Früherkennung beleuchtet. Renommierte Expertinnen und Experten geben wissenschaftliche Impulse und praxisnahe Einblicke, darunter Professorin Dr. Daniela Berg, Professor Dr. Frank Jessen und Professor Dr. René Thyrian. Die Veranstaltung bietet Raum für Austausch, Vernetzung und Diskussionen.

    Die Veranstaltung ist kostenfrei. Eine Anmeldung ist notwendig, da die Teilnahmeplätze begrenzt sind. 

    Weitere Informationen und die Anmeldung unter www.gesund-aktiv-aelter-werden.de/fachinformationen/unsere-bundeskonferenzen/aktuelle-bioeg-bundeskonferenz

    Kategorie: Konferenz
    Veranstalter: Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit

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Die Geschäftsstelle des Kooperationsverbundes Gesundheitliche Chancengleichheit erreichen Sie jederzeit hier.

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Informationen über aktuelle Ent­wick­lung­en in der so­zi­al­la­gen­be­zoge­nen Ge­sund­heits­för­de­rung, neue An­ge­bo­te "Guter Pra­xis" so­wie über Ver­an­stal­tung­en, Wett­be­wer­be und Li­te­ra­tur zu diesem The­ma. Ent­wick­lung­en im Ko­o­pe­ra­ti­ons­ver­bund und Neu­ig­keit­en auf der Internetplattform wer­den eben­falls vorgestellt.

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