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Aktiv für Gesundheit und Chancengleichheit

Vorstellung des Kompetenznetzes Einsamkeit

31.08.2022

Was ist das Kompetenznetz Einsamkeit und welche Ziele hat es?

Das Kompetenznetz Einsamkeit (KNE) setzt sich mit den Ursachen und Folgen von Einsamkeit auseinander und fördert die Erarbeitung und den Austausch über mögliche Präventions- und Interventionsmaßnahmen in Deutschland.

Dazu verbindet das KNE Forschung, Netzwerkarbeit und Wissenstransfer.

 

Was ist Einsamkeit?

Einsamkeit beschreibt „eine wahrgenommene Diskrepanz zwischen gewünschten und tatsächlichen sozialen Beziehungen" (Peplau/Perlman 1982 zit. nach Luhmann 2019:4).

Einsamkeit ist ein subjektives Gefühl, d.h. wer sich einsam fühlt, ist auch einsam. Dabei ist unerheblich, ob sich die Diskrepanz zwischen tatsächlichen und gewünschten sozialen Beziehungen auf die Anzahl oder die Qualität der sozialen Kontakte bezieht. Umfragen aus den Jahren 2013 und 2017 legen nahe, dass ungefähr jede zehnte in Deutschland lebende Person sich oft oder sehr oft einsam fühlt.

Dabei können Menschen von der Jugend bis ins hohe Alter von Einsamkeit betroffen sein. Studien zeigen, dass sich diese Problematik, auch in den jungen Altersgruppen, durch die Corona-Pandemie verstärkt hat.

Problematisch wird Einsamkeit, wenn das Gefühl der Einsamkeit chronisch wird und mit einem dauerhaften Leidensdruck einhergeht.

Unabhängig davon, welche Ursache Einsamkeit im individuellen Fall hat: Chronische Einsamkeit senkt die Lebensqualität und wirkt sich negativ sowohl auf den Körper als auch auf das Denken, Verhalten und Erleben eines Menschen aus. Damit ist sie ein wichtiges Aufgabenfeld für die einzelne Person, aber auch für Politik und Gesellschaft.

Welche Aufgabe hat das KNE-Netzwerk?

Das Netzwerk setzt sich im KNE in unterschiedlichen fluiden Arbeitsformaten zielgruppenorientiert zusammen. Dazu zählen Veranstaltungen im Kontext der partizipativen Forschung, Expert*innengespräche, sowie wissenschaftliche Fachgespräche und Konferenzen. Ziel dieses Vernetzens ist es, die Strategien und Maßnahmen gegen Einsamkeit durch bestehendes Wissen und Erfahrungen weiterzuentwickeln. Zudem möchten wir die interessierte (Fach-) Öffentlichkeit informieren und vernetzen sowie die öffentliche Sensibilisierung zum Thema stärken.

Im Rahmen der Netzwerkarbeit sollen die unterschiedlichen Akteur*innen, die im zivilgesellschaftlichen Raum, in Wissenschaft und Politik, in der Vorbeugung sowie Bekämpfung von Einsamkeit aktiv sind, zusammengebracht werden.

 

Welche Ziele hat die Praxisforschung des KNE – Projektes?

Zur Vorbereitung der qualitativen und quantitativen Forschung sowie zu unterschiedlichen Auswirkungen und Aspekten von Einsamkeit, wurden unterschiedliche Expertisen durch Wissenschaftler*innen erstellt, die Sie auf unserer Website unter dem Reiter „Publikationen“ abrufen können. Seit dem Sommer 2022 widmet sich das KNE im Rahmen der eigenen Praxisforschung der Identifizierung und Untersuchung von förderlichen und hinderlichen Faktoren in der aktiven Vorbeugung und Bekämpfung von Einsamkeit. Dazu werden zum einen bestehende Maßnahmen und Initiativen in der Prävention von und Intervention bei Einsamkeit systematisiert. Sollten Sie Teil eines Projektes sein, das aktiv gegen Einsamkeit ist, können Sie Ihre Arbeit in unsere Systematisierung einpflegen. Darüber hinaus werden aktuell Praktiker*innen und Betroffene von Einsamkeit im Rahmen von qualitativen Interviews befragt. Langfristig arbeitet das KNE zusätzlich an der Etablierung eines themenbezogenen Monitorings („Einsamkeitsbarometer“), um die Verbreitung von Einsamkeit in der Gesellschaft darzustellen und kritisch zu begleiten.

 

Wie werden die Erkenntnisse aus der Arbeit des KNE der Öffentlichkeit zugänglich gemacht?

Ziel der Transfersäule ist die Verbreitung der Erkenntnisse und Ergebnisse aus der Arbeit des Netzwerkes sowie der Forschung des KNE. Dazu sind unterschiedliche Publikationen wie Theorie-Praxis-Leitfäden, Policy Papers, Expertisen sowie Berichte zur Praxisforschung vorgesehen. Als zentrale Plattform dient die Website des Kompetenznetzes, die mit unterschiedlichen Informationen wie Hilfen für Betroffene, Publikationen und Veranstaltungshinweisen fortwährend ausgestaltet wird.

Welche Veranstaltungsformate bietet das KNE?

Am 14. Juni 2022 veranstaltete das Kompetenznetz Einsamkeit in Kooperation mit dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend die Konferenz mit dem Titel „Gemeinsam aus der Einsamkeit“ in Berlin. An der Konferenz nahmen rund 200 Interessierte teil. Dazu zählten vor allem Fachkräfte der Sozialen Arbeit, Engagierte, Politiker*innen, Forschende sowie Vertreter*innen aus Wohlfahrtsverbänden und anderen Projekten sowie Organisationen. Bundesfamilienministerin Lisa Paus gab in ihrem Grußwort zur Konferenz die Erarbeitung einer Strategie gegen Einsamkeit bekannt. Die Strategie des BMFSFJ soll in einem breiten Beteiligungsprozess entstehen und gemeinsam mit dem Kompetenznetz Einsamkeit (KNE) bis zum Ende der laufenden Legislaturperiode umgesetzt werden.

Darüber hinaus veranstaltet das KNE über das Jahr hinweg die Diskussionsreihe „KNE Salon“. Im Rahmen dieses Formates werden Referent*innen eingeladen, die in unterschiedlichen gesellschaftlichen Bereichen zum Thema Einsamkeit arbeiten. Die ersten zwei Folgen „Einsamkeit – Bedeutung und Aktualität eines Gefühls“ und „Engagement und Soziale Arbeit im Kontext von Einsamkeit“ fanden bereits statt und sind auf YouTube verfügbar.

  • Der nächste KNE-Salon findet am 22. September 2022 in Frankfurt am Main zum Thema „Digitale Teilhabe im Alter“ statt.

Weiterführende Links

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  • 13.04.2026 - 14.04.2026

    Hannover

    Künstliche Intelligenz in der Prävention

    31. Deutsche Präventionstag

    Der 31. Deutsche Präventionstag lädt dazu ein, das Thema „Künstliche Intelligenz in der Prävention“ umfassend und zukunftsorientiert zu beleuchten. Im Fokus stehen dabei zentrale Fragen:

    • Welche Herausforderungen bringt KI im Kontext von Kriminalität und Sicherheit, aber auch im gesamtgesellschaftlichen Miteinander mit sich?
    • Welche tiefgreifenden Veränderungen gehen mit ihrem Einsatz einher – und wer ist davon in welcher Weise betroffen?

    Gleichzeitig richtet sich der Blick nach vorn:

    • Wie lässt sich KI gezielt und verantwortungsvoll für die Präventionsarbeit nutzen?

    Dabei geht es nicht nur um technologische Potenziale, sondern auch um die ethische und praktische Frage, wie ein bewusster, reflektierter Umgang mit KI in der Prävention gelingen kann.

    Weitere Informationen sowie die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie hier.

    Kategorie: Kongress
  • 14.04.2026

    digital via Zoom

    ‚Health in All Policies in der Kommune erfolgreich anstoßen‘

    Ein offenes Online-Treffen des Nachwuchsnetzwerks Öffentliche Gesundheit

    Anknüpfend an die Satellitenveranstaltung zum Kongress Armut und Gesundheit ‚Das Ganze ist mehr! Zusammenarbeit in der Kommune‘ möchten wir gemeinsam der Frage nachgehen, wie ressortübergreifende Zusammenarbeit für verhältnisorientierte Gesundheitsförderung und Prävention auf kommunaler Ebene angestoßen werden kann – auch aus (Nachwuchs-)Positionen ohne formale Entscheidungsbefugnis.

    Wir freuen uns, dass wir als Referentin für den ersten Teil der Veranstaltung Zsuzsanna Majzik gewinnen konnten. Als Sozialmanagerin und Public Health Expertin leitet sie das Sachgebiet Sonder- und Strategische Themen am Gesundheitsreferat München. Sie wird Einblicke in den Entstehungsprozess der kürzlich überarbeiteten ressortübergreifenden Fachleitlinie Gesundheit der Landeshauptstadt München geben und aus ihrer langjährigen Erfahrung als Prozessbegleiterin in Kommunen berichten.

    In der zweiten Hälfte steht der Austausch unter den Teilnehmenden im Mittelpunkt: Welche Erfahrungen gibt es beim Anstoß von Health in All Policies auf kommunaler Ebene? Welche Gelingensfaktoren und Hürden spielen eine Rolle?

    Eingeladen sind alle, die sich dem Nachwuchs zugehörig fühlen (ganz unabhängig vom Alter) oder mit dem Nachwuchs in Austausch treten und Erfahrungen teilen möchten.

    Zoom-Meeting Zugangsdaten:
    Zeit: 14. Apr. 2026 06:00 PM Amsterdam, Berlin, Rom, Stockholm, Wien
    Meeting-ID: 628 0257 0413
    Kenncode: 374575
    Beitreten – So geht's

    Kategorie: Veranstaltung
    Veranstalter: Nachwuchsnetzwerk Öffentliche Gesundheit (NÖG)
  • digital

    1. Bayerischer Kongress Prävention und Gesundheitsförderung

    Fokus: Gesundheitskommunikation und Gesundheitskompetenz

    Mit jährlich wechselnden Akzenten wird der neue Bayerische Kongress Prävention und Gesundheitsförderung die Ziele des Masterplans Prävention in den Blick nehmen. Der Fokus der ersten hybriden Veranstaltung am 15. April 2026 liegt auf Gesundheitskommunikation und Gesundheitskompetenz – zwei Themen, die für Präventionserfolge unverzichtbar sind. 

    Neben spannenden Vorträgen werden der Austausch und die Vernetzung der bayerischen Akteur*innen im Bereich Prävention und Gesundheitsförderung in den Fokus gerückt. Nationale und internationale Expert*innen setzen neue Impulse und vertiefen das praktische Wissen in Workshops, Austauschformate schaffen Raum für fachlichen Dialog. Der Schwerpunkt des Auftakts für die neue Kongressreihe zu Gesundheitsförderung und Prävention in Bayern liegt auf "Gesundheitskommunikation und Gesundheitskompetenz".

    Die Veranstaltung vor Ort ist bereits ausgebucht. Nutzen Sie die Möglichkeit online dabei zu sein. Anmeldungen für die Online-Teilnahme sind bis zum 9. April 2026 möglich. Weitere Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie hier.

    Veranstalter: Bayerisches Zentrum für Prävention und Gesundheitsförderung

… weitere Termine

Leitfaden zur Erstellung von Artikeln

Reichen Sie gern Ihren Artikel zur soziallagenbezogenen Gesundheitsförderung bei der Geschäftsstelle des Kooperationsverbundes ein! Für die Erstellung eines Artikels finden Sie hier einen Leitfaden mit unseren formalen und inhaltlichen Anforderungen.  

Ansprechpersonen

Die Geschäftsstelle des Kooperationsverbundes Gesundheitliche Chancengleichheit erreichen Sie jederzeit hier.

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Informationen über aktuelle Ent­wick­lung­en in der so­zi­al­la­gen­be­zoge­nen Ge­sund­heits­för­de­rung, neue An­ge­bo­te "Guter Pra­xis" so­wie über Ver­an­stal­tung­en, Wett­be­wer­be und Li­te­ra­tur zu diesem The­ma. Ent­wick­lung­en im Ko­o­pe­ra­ti­ons­ver­bund und Neu­ig­keit­en auf der Internetplattform wer­den eben­falls vorgestellt.

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