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Aktiv für Gesundheit und Chancengleichheit

Urteil: Kindergeld darf auf Hartz IV-Bezüge angerechnet werden

22.04.2010

Nach einer jüngst veröffentlichten Entscheidung des Bundesverfassungsgerichtes ist die Anrechnung des Kindergeldes auf die Hartz-IV-Bezüge von Kindern und Jugendlichen verfassungsgemäß. Dem Beschluss nach sicherten die Hartz-IV-Leistungen das Existenzminimum der Kinder. Das Grundrecht auf ein menschenwürdiges Existenzminimum sei bei der vollständigen Verrechnung des Kindergelds nicht verletzt.

Anfang Februar hatte das Verfassungsgericht bereits ein Urteil über die Leistungssätze nach Hartz-IV gefällt. Dabei hatte es die ungenaue Berechnung, nicht aber die Höhe des Sozialgeldes gerügt und betont, die Leistungsberechnung besonders bei Kindern müsse sich stärker an der Realität orientieren. Das Gericht warnte vor einem Ausschluss hilfebedürftiger Kinder von „Lebenschancen“.

Die Ansichten über den finanziellen Bedarf, der für ein gesundes Aufwachsen von Kindern und Jugendlichen nötig ist, gehen derzeit weit auseinander. U.a. über das Thema einer ausreichenden Existenzsicherung von Kindern und Jugendlichen als eine der Voraussetzungen für ein gesundes Aufwachsen, diskutierten auch die Expertinnen und Experten, die am 18. Februar 2010 an dem Workshop „Sichere Übergänge, gesund aufwachsen“ vom Kooperationsverbund „Gesundheitsförderung bei sozial Benachteiligten“ teilnahmen.

Kinder- und Jugendgesundheit ist eines der zentralen Themen des Kooperationsverbundes. 2010 wird der Verbund die in den letzten Jahren gesammelten Erfahrungen in der soziallagenbezogenen Gesundheitsförderung bei Kindern und Jugendlichen in den Handlungsempfehlungen „Sichere Übergänge, gesundes Aufwachsen“ zusammenstellen. Ein erster Schritt dazu war der Expertenworkshop im Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB).

Weitere Informationen über den Workshop und Kinder- und Jugendgesundheit finden Sie auf der neu eingerichteten Seite zum Thema auf dieser Homepage.

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  • 26.02.2026 - 27.02.2026

    Berlin

    Public Health in Krisen und Katastrophen

    Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Public Health e.V.

    Krisen und Katastrophen nehmen immer mehr Einfluss auf unseren Alltag, egal ob Pandemien, Hitzewellen, Überschwemmungen, geopolitische Konflikte oder Angriffe auf kritische Infrastrukturen. Diese und vergleichbare Ereignisse stellen eine Bedrohung für das Leben und die Gesundheit breiter Bevölkerungsgruppen dar. Angesichts dessen steht Public Health - als Wissenschaft und Praxis - vor der gewaltigen Aufgabe, unsere gemeinsame Lebensgrundlage und die Gesundheit der Bevölkerung auch unter zunehmend unsicheren Bedingungen zu schützen und zu erhalten. Gemeinsam wollen wir überlegen, welche Strukturen, Strategien und Kompetenzen erforderlich sind, um aktuellen und zukünftigen Krisenlagen im Gesundheitswesen qualifiziert begegnen zu können. 

    Das ausführliche Programm und Informationen zur Anmeldung finden Sie hier.

    Kategorie: Jahrestagung
    Veranstalter: Deutsche Gesellschaft für Public Health e.V.
  • Online

    Möglichkeiten gesundheitsfördernder Stadtentwicklung: Allianzen für die Stadt der Zukunft

    Hitzeinseln, Luftverschmutzung, Lärm – unsere Städte sind oft alles andere als gesund. Doch wie können wir sie so planen, dass sie das Wohlbefinden und die gerechte Beteiligung aller fördern? Gemeinsam mit Prof.in Heike Köckler (Hochschule Bochum) – Expertin für Stadtplanung und Gesundheit – diskutieren wir Fragen rund um sozial gerecht und gesundheitsförderlich gestaltete urbane Räume.

    Weitere Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie hier.

    Kategorie: Fachtagung
    Veranstalter: Landesvereinigung für Gesundheit und Akademie für Sozialmedizin Niedersachsen Bremen e. V.
  • 05.03.2026

    Berlin

    1. Deutscher Präventionsgipfel

    Welche Einsparpotentiale wir liegen lassen und was wir von unseren europäischen Nachbar*innen lernen können

    Sozialversicherungsbeiträge auf Rekordniveau, Volkserkrankungen auf dem Vormarsch, Babyboomer vor dem Renteneintritt und Deutschland Schlusslicht im Public Health Index. Vor diesem Hintergrund schaut der AOK-Bundesverband auf ungenutzte Präventionspotenziale und veranstaltet den 1. Deutschen Präventionsgipfel am 5. März 2026. 

    Die Veranstaltung soll aufzeigen, wie eine gesündere Gesellschaft zur Stabilisierung der Solidarsysteme beitragen kann und welche Strategien vielversprechend sind. Renommierte Präventionsforscher*innen und Gesundheitsökonom*innen präsentieren evidenzbasierte Maßnahmen in den Handlungsfeldern Ernährung, Alkohol- und Tabakkonsum sowie Bewegung.  

    Rund 150 Vertreter*innen aus Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Verbänden werden zu dem Gipfel erwartet. Bundesgesundheitsministerin Nina Warken wird den 1. Deutschen Präventionsgipfel mit einem Grußwort eröffnen.

    Mehr Informationen zur Veranstaltung sowie zur Anmeldung finden Sie hier.

    Kategorie: Gesundheitsgipfel
    Veranstalter: AOK-Bundesverband

… weitere Termine

Leitfaden zur Erstellung von Artikeln

Reichen Sie gern Ihren Artikel zur soziallagenbezogenen Gesundheitsförderung bei der Geschäftsstelle des Kooperationsverbundes ein! Für die Erstellung eines Artikels finden Sie hier einen Leitfaden mit unseren formalen und inhaltlichen Anforderungen.  

Ansprechpersonen

Die Geschäftsstelle des Kooperationsverbundes Gesundheitliche Chancengleichheit erreichen Sie jederzeit hier.

Mit unserem News­letter immer aktuell informiert

Informationen über aktuelle Ent­wick­lung­en in der so­zi­al­la­gen­be­zoge­nen Ge­sund­heits­för­de­rung, neue An­ge­bo­te "Guter Pra­xis" so­wie über Ver­an­stal­tung­en, Wett­be­wer­be und Li­te­ra­tur zu diesem The­ma. Ent­wick­lung­en im Ko­o­pe­ra­ti­ons­ver­bund und Neu­ig­keit­en auf der Internetplattform wer­den eben­falls vorgestellt.

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