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Aktuelles

Artikel und Meldungen im Überblick

Umwelt- und Gesundheitsaspekte im Programm Soziale Stadt

Ein Plädoyer für eine stärkere Integration

  • Sabine Baumgart , Technische Universität Dortmund, Fakultät Raumplanung, Fachgebiet Stadt- und Regionalplanung
  • Heike Köckler , Hochschule für Gesundheit Bochum
  • Christa Böhme , bis Mitte 2025: Difu - Deutsches Institut für Urbanistik
12.08.2014

Für das Städtebauförderungsprogramm „Stadtteile mit besonderem Entwicklungsbedarf - Soziale Stadt“ (kurz: Soziale Stadt) ist nach empfindlichen Kürzungen der finanziellen Mit­tel in der letzten Le­gis­la­tur­pe­ri­o­de im Jahr 2014 ei­ne Auf­sto­ckung der Bundesmittel von jähr­lich 40 Millionen Eu­ro auf 150 Millionen Eu­ro vorgesehen. Diese finanzielle Auf­wer­tung des Programms sollte nach Auf­fas­sung des Arbeitskreises „Pla­nung für gesundheitsfördernde Stadtregionen" der Aka­de­mie für Raum­for­schung und Landesplanung (ARL) mit ei­ner inhaltlichen Wei­ter­ent­wick­lung des Programms durch ei­ne konsequente In­te­gra­ti­on von solchen Gesundheitsaspekten ein­her­ge­hen, die durch das Wohnumfeld be­stimmt und da­her in den Gesundheitswissenschaften als verhältnisbedingt bezeichnet wer­den. Zu den verhältnisbedingten Gesundheitsaspekten ge­hö­ren ins­be­son­de­re Um­weltfaktoren. Diese relevanten Themenfelder kön­nen auf Bun­des­ebe­ne durch den neuen Ressortzuschnitt des Bundesministeriums für Um­welt, Na­tur­schutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) in­te­griert bearbeitet wer­den.

Dieses Po­si­ti­ons­pa­pier (Download als PDF-Datei, 580kB) beschreibt zum einen das Er­for­der­nis einer solchen integrierten Herangehensweise und leitet hieraus folgende The­sen und Emp­feh­lung­en an Akteure der Bereiche Soziale Stadt, Stadt­pla­nung/-entwicklung, Um­welt und Ge­sund­heit auf Bundes-, Landes- und kommunaler Ebe­ne ab:

Übergreifende The­sen und Empfehlungen

  • Schnittstellen zwi­schen dem Pro­gramm Soziale Stadt und dem Leit­bild Umweltgerechtigkeit iden­ti­fi­zie­ren und nutzen
  • Das Pro­gramm Soziale Stadt mit dem Themenfeld Klimaschutz und Klimaanpassung verschränken
  • Ressortübergreifende Ko­o­pe­ra­ti­on aus­bau­en

The­sen und Emp­feh­lung­en an Bund und Länder

  • Gesundheit und Um­welt in den Programmgrundlagen der Sozialen Stadt verankern
  • Gesundheits- und umweltbezogene Partnerprogramme zur Sozialen Stadt auflegen
  • Eine Platt­form für (inter-)kommunalen Er­fah­rungs­aus­tausch zur In­te­gra­ti­on von Um­welt- und Gesundheitsaspekten in die Programmumsetzung sei­tens der Länder einrichten

The­sen und Emp­feh­lung­en an Kommunen

  • Ge­sund­heits- und Um­weltämter in die Organisationsstruktur zur Ab­gren­zung der Fördergebiete und zur Um­set­zung des Programms einbeziehen
  • Indikatoren zu Um­welt und Ge­sund­heit bei der Ab­gren­zung von Gebieten der Sozialen Stadt so­wie der Ein­rich­tung ei­nes Monitoringsystems Soziale Stadtentwicklung berücksichtigen
  • Um­welt- und gesundheitsbezogene Fachplanungen in integrierte städtebauliche Entwicklungskonzepte einbeziehen
  • Um­welt- und Ge­sund­heitsämter stärker sozialraumorientiert bzw. gebietsbezogen auf­stel­len

Das Po­si­ti­ons­pa­pier wurde von Mitgliedern des Arbeitskreises Pla­nung für gesundheitsfördernde Stadtregionen der Aka­de­mie für Raum­for­schung und Landesplanung (ARL) erarbeitet:

  • Prof. Dr.- Ing. Sabine Baumgart, Technische Uni­ver­si­tät Dort­mund, Fa­kul­tät Raum­pla­nung, FG Stadt- und Re­gi­onalplanung
  • Dr. Hans-Bernhard Behrends, Re­gi­on Hannover, Fach­be­reich Ge­sund­heit
  • Dipl.-Ing. Chris­ta Böh­me, Deut­sches In­sti­tut für Ur­ba­nis­tik, Be­reich Stadtentwicklung, Recht und Soziales, Berlin
  • Dr. Tho­mas Claßen, Uni­ver­si­tät Bie­le­feld, Fa­kul­tät für Ge­sund­heitswissenschaften, AG Um­welt und Ge­sund­heit
  • Dipl.-Ing. Ul­rich Dilger, Lan­des­haupt­stadt Stutt­gart, Amt für Stadt­pla­nung und Stadterneuerung, Abt. Stadtentwicklung
  • Prof. Dr. Rai­ner Fehr, Uni­ver­si­tät Bie­le­feld, Fa­kul­tät für Ge­sund­heitswissenschaften, AG Um­welt und Ge­sund­heit
  • Dipl.-Biol. Chris­ti­a­ne Kawe, Stadt Leip­zig, Amt für Um­weltschutz
  • Prof. Dr. Tho­mas Kistemann, Rheinische Friedrich-Wilhelms-Uni­ver­si­tät Bonn, In­sti­tut für Hygiene und Öffentliche Ge­sund­heit, AG Medizinische Ge­o­gra­phie & Public Health
  • Dr. Tho­mas Knetschke, Landratsamt Baut­zen, Ge­sund­heitsamt
  • Dr. Heike Köckler, Technische Uni­ver­si­tät Dort­mund, Fa­kul­tät Raum­pla­nung, FG Stadt- und Re­gi­onalplanung
  • Prof. Dr.-Ing. Wil­fried Kühling, Martin-Luther-Uni­ver­si­tät Halle-Wittenberg, In­sti­tut für Geowissenschaften und Ge­o­gra­phie, FG Raum- und Um­weltplanung, Halle
  • Prof. Dr. Ei­ke Quilling, Deut­sche Sporthochschule Köln, In­sti­tut für Bewegungs- und Neurowissenschaft, Abt. Bewegungserziehung und Interventionsmanagement
  • Horst Rauland, AOK - Allgemeine Orts­kran­ken­kas­se Nie­der­sach­sen, Ge­sund­heitsmanagement Prä­ven­ti­on, Hannover
  • Dipl.-Geogr. An­ne Ritzinger, Aka­de­mie für Raum­for­schung und Landesplanung, Hannover
  • Dr.-Ing. Minh-Chau Tran, Uni­ver­si­tät Duisburg-Es­sen, Fa­kul­tät für Ingenieurwissenschaften, In­sti­tut für Stadt­pla­nung und Städ­te­bau, Es­sen

Das Po­si­ti­ons­pa­pier "Umwelt- und Gesundheitsaspekte im Pro­gramm Soziale Stadt - Ein Plä­do­yer für ei­ne stärkere In­te­gra­ti­on" kön­nen Sie hier als PDF-Datei herunterladen.

 

 

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  • Online via Webex

    Town Hall für Gesundheitsämter "Demokratieförderung und resiliente Strukturen im öffentlichen Gesundheitsdienst"

    Die Gesundheitsförderung steht vor der Herausforderung, auch in einem gesellschaftlichen Klima zunehmender Polarisierung, Desinformation, der Leugnung wissenschaftlicher Erkenntnisse und populistischer Tendenzen handlungsfähig zu bleiben. Diese Entwicklungen stellen nicht nur demokratische Institutionen, sondern auch die Praxis der Gesundheitsförderung vor erhebliche Herausforderungen. Zentrale Werte und Prinzipien wie gesellschaftlicher Zusammenhalt und Verständigung, Rechtsstaatlichkeit, Faktenorientierung, Teilhabe, Solidarität und Chancengleichheit, auf denen Gesundheitsförderung beruht, geraten zunehmend unter Druck und werden verstärkt in Frage gestellt. Die Folgen sind vielfältig: Sie reichen von der Instrumentalisierung gesundheitsförderlicher Aktivitäten über die Kürzung oder Streichung von Fördermitteln bis hin zu Anfeindungen gegenüber gesundheitsförderlichen Projekten und Einschüchterungsversuchen gegenüber den dort tätigen Fachkräften. Diesen Herausforderungen wollen wir uns stellen und gemeinsam mögliche Lösungen austauschen und diskutieren.

    Weitere Informationen sowie die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie hier.

    Kategorie: Veranstaltung
    Veranstalter: BIÖG
  • Berlin

    Fachtag: Generationengerechtigkeit ausbuchstabiert

    Kinder- und Jugendhilfe und Seniorenorganisationen im Dialog Generationengerechtigkeit

    Generationengerechtigkeit ist in aktuellen politischen Debatten zu einem zentralen Begriff geworden. Häufig wird er jedoch verkürzt verwendet: als moralisches Argument in der Haushalts-, Finanz- oder Rentenpolitik, etwa in Diskussionen über Neuverschuldung oder die Zukunft der sozialen Sicherungssysteme. Dabei gerät schnell aus dem Blick, dass Generationengerechtigkeit weit mehr umfasst als finanzpolitische Abwägungen. Eine solche Engführung kann Generationenkonflikte eher verstärken, statt gemeinsame Interessen sichtbar zu machen und die tatsächlichen Ursachen von Ungerechtigkeit zu benennen.

    In dieser Veranstaltung bieten die Organisationen des Hauses der Jugendarbeit und Jugendhilfe e.V. und die BAGSO – Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen e.V. ein Forum, um gemeinsam mit den Teilnehmenden den Begriff der Generationengerechtigkeit in unterschiedlichen politischen und sozialen Themenfeldern zu vertiefen und das Verbindende zwischen den Generationen herauszuarbeiten.

    Die Anmeldemöglichkeit folgt nach der Sommerpause. Bitte beachten Sie bereits jetzt, dass die Teilnahme kostenpflichtig ist. Der Teilnahmebeitrag beträgt 10,00 Euro pro Person; die Teilnehmendenzahl ist begrenzt. Weitere Informationen finden Sie hier.

    Kategorie: Fachtagung
    Veranstalter: Hauses der Jugendarbeit und Jugendhilfe e.V. und BAGSO
  • 14.10.2026

    Berlin

    Gesundheit x Mobilität – Radverkehr als Investition in unsere Zukunft

    ADFC-Symposium 2026

    Die Veranstaltung bringt Akteur*innen aus Politik, Wissenschaft, Verwaltung, Gesundheitswesen, Stadtentwicklung und Zivilgesellschaft zusammen, die Mobilität gesünder, gerechter und zukunftsfähiger gestalten wollen. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie das Fahrrad noch stärker als Hebel für Gesundheit, Lebensqualität und lebenswerte Städte und Gemeinden genutzt werden kann – auf Grundlage aktueller Erkenntnisse, internationaler Beispiele und konkreter Ansätze für die Praxis.

    Weitere Informationen zur Veranstaltung finden Sie hier. Die Teilnahme ist kostenlos.

    Kategorie: Symposium
    Veranstalter: Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club e. V.

… weitere Termine

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Informationen über aktuelle Ent­wick­lung­en in der so­zi­al­la­gen­be­zoge­nen Ge­sund­heits­för­de­rung, neue An­ge­bo­te "Guter Pra­xis" so­wie über Ver­an­stal­tung­en, Wett­be­wer­be und Li­te­ra­tur zu diesem The­ma. Ent­wick­lung­en im Ko­o­pe­ra­ti­ons­ver­bund und Neu­ig­keit­en auf der Internetplattform wer­den eben­falls vorgestellt.

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