Webanalyse / Datenerfassung

Wir möchten diese Website fortlaufend verbessern. Dazu wird um Ihre Einwilligung in die statistische Erfassung von Nutzungsinformationen gebeten. Die Einwilligung kann jederzeit widerrufen werden.

Welcher Dienst wird eingesetzt?

Matomo

Zu welchem Zweck wird der Dienst eingesetzt?

Erfassung von Kennzahlen zur Webanalyse, um das Angebot zu verbessern.

Welche Daten werden erfasst?

  • IP-Adresse (wird umgehend anonymisiert)

  • Gerätetyp, Gerätemarke, Gerätemodell

  • Betriebssystem-Version

  • Browser/Browser-Engines und Browser-Plugins

  • aufgerufene URLs

  • die Website, von der auf die aufgerufene Seite gelangt wurde (Referrer-Site)

  • Verweildauer

  • heruntergeladene PDFs

  • eingegebene Suchbegriffe.

Die IP-Adresse wird nicht vollständig gespeichert, die letzten beiden Oktette werden zum frühestmöglichen Zeitpunkt weggelassen/verfremdet (Beispiel: 181.153.xxx.xxx).

Es werden keine Cookies auf dem Endgerät gespeichert. Wird eine Einwilligung für die Datenerfassung nicht erteilt, erfolgt ein Opt-Out-Cookie auf dem Endgerät, welcher dafür sorgt, dass keine Daten erfasst werden.

Wie lange werden die Daten gespeichert?

Die anonymisierte IP-Adresse wird für 90 Tage gespeichert und danach gelöscht.

Auf welcher Rechtsgrundlage werden die Daten erfasst?

Die Rechtsgrundlage für die Erfassung der Daten ist die Einwilligung der Nutzenden nach Art. 6 Abs. 1 lit. a der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO). Die Einwilligung kann auf der Datenschutzseite jederzeit widerrufen werden. Die Rechtmäßigkeit der bis zum Widerruf erfolgten Datenverarbeitung bleibt davon unberührt.

Wo werden die Daten verarbeitet?

Matomo wird lokal auf den Servern des technischen Dienstleisters in Deutschland betrieben (Auftragsverarbeiter).

Weitere Informationen:

Weitere Informationen zur Verarbeitung personenbezogener Daten finden sich in den Datenschutzhinweisen.

Aktiv für Gesundheit und Chancengleichheit

Aktuelles

Artikel und Meldungen im Überblick

Suchtrisiken und schulische Suchtprävention - Soziale Ungleichheit und Konsum von psychoaktiven Substanzen und Glücksspielen bei Kindern und Jugendlichen

Dieter Henkel , Institut für Suchtforschung der Fachhochschule Frankfurt am Main
04.08.2013

Der kürz­lich erschienene Ar­ti­kel "Soziale Un­gleich­heit und Kon­sum von psychoaktiven Substanzen und Glücksspielen bei Kin­dern und Ju­gend­li­chen: Stand der so­zi­alepidemiologischen For­schung in Deutsch­land und präventive Schluss­fol­ge­rung­en" führt den aktuellen Stand zum Suchtmittelkonsum un­ter Be­rück­sich­ti­gung von Indikatoren so­zi­aler Un­gleich­heit auf. Er wurde im Sam­mel­band "Ge­sund­heits­för­de­rung im Setting Schule" (Hrsg.: Marchwacka, 2013) veröffentlicht, welcher sich dem The­ma Ge­sund­heits­för­de­rung als Be­stand­teil der In­sti­tu­ti­on Schule widmet.

Die Welt­ge­sund­heits­or­ga­ni­sa­ti­on (2009) geht da­von aus, dass in hoch entwickelten Ländern Ta­bak und Al­ko­hol zu den wichtigsten vermeidbaren Risikofaktoren für Krank­heit und frühzeitige Sterb­lich­keit ge­hö­ren. Um die Suchtgefahren und die da­mit verbundenen negativen Fol­gen zu verringern, ist Suchtprävention not­wen­dig. Für ei­ne bedarfsgerechte Aus­rich­tung der Prä­ven­ti­on ist da­her die Fra­ge von zentraler Be­deu­tung, wie der problematische Ge­brauch von psychoaktiven Substanzen und Glücksspielen so­zi­alstrukturell verteilt ist und ob bestimmte so­zi­ale Grup­pen von Kin­dern und Ju­gend­li­chen mehr als an­de­re präventive Un­ter­stüt­zung benötigen.

Nachfolgend wird ein Aus­schnitt des Ar­ti­kels für Sie als Le­se­pro­be zur Verfügung gestellt. In diesem wird aufzeigt, in­wie­weit der Rück­gang der Raucherquoten so­zi­al un­gleich verteilt ist.

3.1.1 Rück­gang der Raucherquoten 2001 - 2011: so­zi­al gleich oder un­gleich?

Nach den Da­ten der BZgA, die den Tabakkonsum der Kinder und Ju­gend­li­chen in Deutsch­land be­reits seit 1979 in repräsentativen Stu­di­en erhebt, hat sich die Raucherquote bei den 12- bis 17-jahrigen Jun­gen und Mäd­chen er­heb­lich reduziert. Der entscheidende Ein­schnitt erfolgte ab 2001. Seit die­ser Zeit sank die Quo­te von je­weils knapp 30 % auf rund 11 % bei den Jun­gen und 12 % bei den Mäd­chen in 2011 (BZgA 2012a). Das sind die mit Ab­stand niedrigsten Werte im gesamten, mehr als drei Jahrzehnte umfassenden Beobachtungszeitraum.
Es ist da­von auszugehen, dass diese Re­duk­ti­on im Wesentlichen auf ein Bün­del von Maß­nah­men zurückgeht, die in Deutsch­land seit 2002 einsetzten. Dazu ge­hö­ren die schrittweisen, aber im End­ef­fekt er­heb­lichen Er­hö­hung­en der Ta­bak­steu­er und in­fol­ge­des­sen auch der Tabakpreise von 2002 - 2005, die Heraufsetzung der Al­ters­gren­ze fur den Kauf und Kon­sum von Tabakprodukten von 16 auf 18 Jahre, die Ein­schrän­kung­en und Verbote der Tabakwerbung so­wie die fast flächendeckenden Rauchverbote in öffentlichen Ge­bäu­den, Verkehrsmitteln, Schulen usw. in­fol­ge der Nichtraucherschutzgesetze seit 2007. Diese Maß­nah­men, die von massenmedialen Auf­klä­rungs­kam­pa­gnen und lokalen verhaltenspräventiven Programmen flankiert waren und sind, haben zu einer brei­ten öffentlichen Problematisierung des Rauchens geführt und auch bei Kin­dern und Ju­gend­li­chen einen deutlichen Einstellungswandel ge­gen­über dem Rauchen bewirkt.
Aber schla­gen sich diese Aktivitäten auch in den so­zi­alepidemiologischen Da­ten nie­der? Für die verschiedenen Schulformen kön­nen die Ent­wick­lung­en ab 2001 für die Se­kun­dar­stu­fe I (BZgA-Da­ten) und ab 2003 fur die 9./10. Klasse (ESPAD-Da­ten; Kraus et al. 2004, 2008, 2012) zurückverfolgt wer­den (Ta­bel­le 3).

Auch hier las­sen sich markante, dem allgemeinen Trend entsprechende Rück­gange er­ken­nen, al­ler­dings mit deutlichen Unterschieden zwi­schen den Schulformen. Nach den BZgA-Da­ten hat sich der Prävalenzabstand zwi­schen den Haupt-/Re­al­schu­len und den Gymnasien beim regelmäßigen Rauchen von 6 Prozentpunkten im Jahr 2001 auf 13 Prozentpunkte in 2011 erhöht und da­mit mehr als verdoppelt. Und die ESPAD-Da­ten zei­gen, dass die Raucherquote in den Gymnasien und den Real- und Ge­samt­schu­len über die gesamte Beobachtungszeit kon­ti­nu­ier­lich zurückging, hingegen in den Hauptschulen ab 2007 wie­der zunahm und im Jahr 2011, so wie in 2001, um fast 20 Prozentpunkte über der Raucherquote der Gymnasien lag (Ta­bel­le 3).
Somit haben die Tabakkontroll- und Präventionsmaßnahmen in den vergangenen zehn Jahren zwar ins­ge­samt zu einer Re­duk­ti­on des Tabakkonsums in allen Schulformen und in beiden untersuchten Al­ters­grup­pen geführt. Doch die so­zi­ale Un­gleich­heit im Tabakkonsum hat sich nicht verringert. Sie hat sich vielmehr seit 2001 zu ungunsten der Hauptschulen kon­ti­nu­ier­lich vergrößert (BZgA-Da­ten) bzw. ab 2007 wie­der vergrößert (ESPAD-Da­ten)*. Daher besteht kein An­lass zu der Hoffnung, dass die so­zi­ale Un­gleich­heit im Rauchverhalten sich im Selbstlauf verringert und verschwindet.

*Auch bei den Er­wach­se­nen ist ein ähnlicher Verlauf festzustellen, wenn man die Ent­wick­lung der Raucherquote von Personen mit niedrigem und hohem sozioökonomischem Sta­tus betrachtet. Ein Vergleich der Da­ten aus den deutschen Suchtsurveys von 1980 bis 2009 zeigt einen be­reits seit 1980 beginnenden und über die gesamte Zeit anhaltenden stärkeren Rück­gang der Raucherquote in der Grup­pe mit hohem Sta­tus. Dadurch hat sich die Dif­fe­renz in den Raucherquoten der beiden sozioökonomischen Grup­pen wäh­rend des gesamten Zeitraums kon­ti­nu­ier­lich vergrößert, be­son­ders seit 2006 (Piontek et al. 2010).

Literatur

Henkel, D. (2013): Soziale Un­gleich­heit und Kon­sum von psychoaktiven Substanzen und Glücksspielen bei Kin­dern und Ju­gend­li­chen: Stand der sozialepidemiologischen For­schung in Deutsch­land und präventive Schluss­fol­ge­rung­en (2013). In:  Marchwacka, M. A. (Hrsg.): Ge­sund­heits­för­de­rung im Setting Schule. Wies­ba­den: Sprin­ger Fachmedien

Zurück zur Übersicht

Leitfaden zur Erstellung von Artikeln

Reichen Sie gern Ihren Artikel zur soziallagenbezogenen Gesundheitsförderung bei der Geschäftsstelle des Kooperationsverbundes ein! Für die Erstellung eines Artikels finden Sie hier einen Leitfaden mit unseren formalen und inhaltlichen Anforderungen.

  • 06.05.2026 - 01.10.2026

    Hannover sowie online

    Wohin des Weges? Kommunale Prävention und Gesundheitsförderung strategisch gestalten

    Schulungsreihe zum Einstieg in integrierte kommunale Strategien

    Um kommunale Prävention und Gesundheitsförderung optimal zu planen und zu steuern, braucht es einen Überblick über Bedarfe und Bedürfnisse der Bevölkerung. Die Ermittlung eines Status Quo und die Einnahme verschiedener Perspektiven – wie zum Beispiel die der Dialoggruppe selbst (Kinder, Alleinerziehende, Senior*innen etc.) – ermöglichen erst eine nachhaltige Struktur- und Angebotsentwicklung.

    Die Schulungsreihe „Wohin des Weges? Kommunale Prävention und Gesundheitsförderung strategisch gestalten“ soll zur eigenständigen Umsetzung von Kontextcheck und zur Vorbereitung integrierter Strategien auf kommunaler Ebene befähigen. Hierfür wird praktisches und methodisches Wissen vermittelt, um die Bedarfs- und Bedürfnisanalyse im Rahmen des Prozesskreislaufes umzusetzen und daraus Empfehlungen abzuleiten. Diskutiert werden unter anderem: Die Analyse von Statistiken, Angebotsstrukturen und Netzwerken sowie Beteiligungsformate für Dialoggruppen und Public Health-Ethik als Mittel zur Formulierung gut begründeter Handlungsempfehlungen. Gute kommunale Beispiele und fachliche Kompetenz ausgewiesener Expert*innen sowie aus der LVG & AFS Nds. HB. e.V. zeigen, wie dies gelingen kann.

    Teilnehmen können alle in Deutschland tätigen kommunalen Fachkräfte, die im Bereich der Gesundheitsförderung oder in angrenzenden Handlungsfeldern agieren. Es sind keine Vorkenntnisse zu Kontextcheck notwendig. Weitere Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie hier.

    Kategorie: Fortbildungsreihe
    Veranstalter: Landesvereinigung für Gesundheit und Akademie für Sozialmedizin Niedersachsen Bremen e. V.
  • online

    Fachtag "Die gesunde Kommune von morgen"

    Das gesundheitliche Wohlbefinden der Bevölkerung hängt maßgeblich von den lokalen Bedingungen ab, insbesondere von der gesundheitlichen Infrastruktur. Klimatische Veränderungen und umweltbedingte Risiken in den Ballungsräumen, wie dichter Verkehr und intensive Bebauung, stellen die Kommunen vor besondere Herausforderungen. Gleichzeitig hat sich die Sicherheitslage in den letzten Jahren in Europa grundlegend gewandelt, was ebenfalls neue Aufgaben für die Kommunen mit sich bringt. Auf dem Weg zu einer zukunftsfähigen und gesunden Kommune ist es daher notwendig, neben der Förderung kommunaler Resilienz auch potenzielle Krisen- und Katastrophenszenarien systematisch in die nachhaltige Stadtentwicklung einzubeziehen. Um diese Themen gezielt in den Fokus zu rücken und gemeinsam weiterzuentwickeln, laden wir zu einem Fachtag ein. Auf der Suche nach praxisnahen Antworten werden in Workshops die folgenden Themen vertieft: Kinderfreundliche Stadtentwicklung; Cyberangriffe und Folgen von Blackouts; das Community readiness assessment und die gesunde Gemeinde- und Stadtentwicklung aus der Perspektive des Öffentlichen Gesundheitsdienstes.

    Ausführlichere Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie hier. Eine Anmeldung ist bis zum 30. April 2026 möglich.

    Kategorie: Fachtagung
    Veranstalter: Ev. Hochschule Ludwigsburg
  • Berlin

    4. Bundeskongress „Grün in der Stadt“

    Das Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen (BMWSB) und das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) stellen im Rahmen des 4. Bundeskongresses „Grün in der Stadt“ erstmals die Agenda Stadt grün-blau vor – ein neues, bundesweites Handlungsprogramm zur Stärkung der kommunalen Grün- und Freiraumentwicklung. Im Fokus steht die Frage, wie durchgrünte und wassersensible Städte unter heutigen Rahmenbedingungen wirksam umgesetzt werden können – ressortübergreifend, qualitätsvoll und praxisnah.

    Wir brauchen Stadtgrün und einen bewussten Umgang mit Wasser für eine zukunftsfähige Stadtentwicklung – von Hitzevorsorge über Biodiversität bis hin zur sozialen Identifikation und Teilhabe. Auf dem Kongress werden Inhalte der Agenda vorgestellt, ihre Umsetzung diskutiert und Raum gegeben, mit Akteur*innen aus Verwaltung, Planung, Forschung und Verbänden Lösungen weiterzudenken.

    Weitere Informationen – einschließlich Programm sowie Anmeldemöglichkeiten – unter www.gruen-in-der-stadt.de.

    Kategorie: Kongress
    Veranstalter: Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen (BMWSB) und Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR)

… weitere Termine

Mit unserem News­letter immer aktuell informiert

Informationen über aktuelle Ent­wick­lung­en in der so­zi­al­la­gen­be­zoge­nen Ge­sund­heits­för­de­rung, neue An­ge­bo­te "Guter Pra­xis" so­wie über Ver­an­stal­tung­en, Wett­be­wer­be und Li­te­ra­tur zu diesem The­ma. Ent­wick­lung­en im Ko­o­pe­ra­ti­ons­ver­bund und Neu­ig­keit­en auf der Internetplattform wer­den eben­falls vorgestellt.

nach oben