Webanalyse / Datenerfassung

Wir möchten diese Website fortlaufend verbessern. Dazu wird um Ihre Einwilligung in die statistische Erfassung von Nutzungsinformationen gebeten. Die Einwilligung kann jederzeit widerrufen werden.

Welcher Dienst wird eingesetzt?

Matomo

Zu welchem Zweck wird der Dienst eingesetzt?

Erfassung von Kennzahlen zur Webanalyse, um das Angebot zu verbessern.

Welche Daten werden erfasst?

  • IP-Adresse (wird umgehend anonymisiert)

  • Gerätetyp, Gerätemarke, Gerätemodell

  • Betriebssystem-Version

  • Browser/Browser-Engines und Browser-Plugins

  • aufgerufene URLs

  • die Website, von der auf die aufgerufene Seite gelangt wurde (Referrer-Site)

  • Verweildauer

  • heruntergeladene PDFs

  • eingegebene Suchbegriffe.

Die IP-Adresse wird nicht vollständig gespeichert, die letzten beiden Oktette werden zum frühestmöglichen Zeitpunkt weggelassen/verfremdet (Beispiel: 181.153.xxx.xxx).

Es werden keine Cookies auf dem Endgerät gespeichert. Wird eine Einwilligung für die Datenerfassung nicht erteilt, erfolgt ein Opt-Out-Cookie auf dem Endgerät, welcher dafür sorgt, dass keine Daten erfasst werden.

Wie lange werden die Daten gespeichert?

Die anonymisierte IP-Adresse wird für 90 Tage gespeichert und danach gelöscht.

Auf welcher Rechtsgrundlage werden die Daten erfasst?

Die Rechtsgrundlage für die Erfassung der Daten ist die Einwilligung der Nutzenden nach Art. 6 Abs. 1 lit. a der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO). Die Einwilligung kann auf der Datenschutzseite jederzeit widerrufen werden. Die Rechtmäßigkeit der bis zum Widerruf erfolgten Datenverarbeitung bleibt davon unberührt.

Wo werden die Daten verarbeitet?

Matomo wird lokal auf den Servern des technischen Dienstleisters in Deutschland betrieben (Auftragsverarbeiter).

Weitere Informationen:

Weitere Informationen zur Verarbeitung personenbezogener Daten finden sich in den Datenschutzhinweisen.

Aktiv für Gesundheit und Chancengleichheit

Aktuelles

Artikel und Meldungen im Überblick

STREETWORK+: Ein Gesundheitsprogramm für junge obdachlose Menschen

  • Claudia Lange , Off Road Kids Jugendhilfe gGmbH
  • Miriam Lossau , BAHN-BKK
22.09.2019

In Deutsch­land le­ben aktuellen Studiendaten des Deut­schen Jugendinstitutes zu­fol­ge et­wa 37.000 junge Menschen un­ter 27 Jahren oh­ne fes­ten Wohn­sitz. Gründe für den Weg in die Wohnungs- oder Ob­dach­lo­sig­keit sind häufig problembehaftete Le­bens­la­gen in­ner­halb der Herkunftsfamilien, wie körperliche oder sexuelle Gewalterfahrungen, emotionale Vernachlässigung, psychische oder Suchtmittelerkrankungen, aber auch die Be­en­di­gung der Jugendhilfe mit Ein­tritt in die Volljährigkeit.

Obdachlosigkeit: Gesundheitsrisiken und medizinische Regelversorgung

Der Le­bens­raum „Stra­ße“ birgt viele Gesundheitsrisiken. Langanhaltende Mangelernährung, prekäre hygienische Verhältnisse oder häufiger Suchtmittelabusus füh­ren zu einem erhöhten Infektionsrisiko für Atemwegs-, Magen-Darm-, Zahn- und Hauterkrankungen - oft­mals mit chronischem Verlauf. Viele der jun­gen Menschen wei­sen auch psychische Stö­rung­en oder Suchterkrankungen auf. Der Miss­brauch von legalen und illegalen Suchtmitteln dient häufig als Selbstmedikation ge­gen Traumatisierungen. Darüber hinaus haben Stra­ßenjugendliche ein hohes Ri­si­ko, sich mit sexuell übertragbaren Er­kran­kung­en wie HIV, HPV oder Hepatitis zu in­fi­zie­ren, bei­spiels­wei­se durch ungeschützten Sexualkontakt und/oder Pro­sti­tu­ti­on. Insbesondere junge, wohnungslose Frauen lau­fen Ge­fahr, Opfer von sexueller Aus­beu­tung zu wer­den. Für sie erhöht sich auf­grund mangelnder Verhütungsmöglichkeiten und/oder -kompetenzen die Wahr­schein­lich­keit, un­ge­wollt schwan­ger zu wer­den.

Grundsätzlich steht wohnungs- oder obdachlosen Menschen der Zu­gang zu Regelversorgungsstrukturen des Gesundheitssystems of­fen. Er­fah­rung­en zei­gen je­doch, dass ein erheblicher Teil das medizinische Versorgungsangebot nur un­zu­rei­chend in An­spruch nimmt. Dies betrifft auch diejenigen Personen, die über einen Krankenversicherungsschutz verfügen. Die Gründe hierfür sind vielfältig: Angst vor Arztbesuchen ge­ne­rell so­wie Angst vor schmerzhaften Be­hand­lung­en und Stig­ma­ti­sie­rung, aber auch Un­wis­sen­heit in Be­zug auf das Leistungsspektrum so­wie die Kostenübernahmemöglichkeiten des Gesundheitssystems oder die Priorisierung anderer Bedürfnisse, wie z.B. die Si­cher­stel­lung ei­nes Schlafplatzes. In An­be­tracht des­sen stellt sich die Fra­ge, wie Straßenjugendliche in die­ser prekären Lebenssituation in ihren gesundheitsrelevanten Entscheidungsprozessen unterstützt und motiviert wer­den kön­nen.

STREETWORK+: Gesundheitsberatung für junge obdachlose Menschen

Eine Stu­die der Uni­ver­si­tät Bie­le­feld zur Gesundheitskompetenz in der bundesdeutschen Be­völ­ke­rung zeigt, dass bei jun­gen Menschen zwi­schen 15 und 29 Jahren enorme Wissensdefizite in Be­zug auf Körperwissen und Gesundheits- so­wie Präventionsthemen be­ste­hen, ins­be­son­de­re bei Personen mit eher niedrigem Sozialstatus und Bildungsniveau. Das Gesundheitsförderungs- und Präventionsprogramm „STREETWORK+“ zielt da­rauf ab, die Gesundheitskompetenzen von jun­gen obdachlosen Menschen zu stär­ken so­wie die erwähnten Gesundheitsrisiken (und deren Fol­gen) zu min­dern. Ein stabiler Ge­sund­heits­zu­stand erhöht die Erarbeitungschancen einer tragfähigen Lebens- bzw. Zu­kunfts­per­spek­ti­ve und bildet so­mit einen elementaren Grund­pfei­ler der alltäglichen Straßensozialarbeit der Off Road Kids Stif­tung. Das Pro­jekt verfolgt einen multimodalen An­satz: Kern­stück ist die Aus­bil­dung der Straßensozialarbeitenden zu „Gesundheitslotsinnen und Gesundheitslotsen“. Mithilfe von qua­li­ta­tiv hochwertigen Fort­bil­dung­en zu ausgewählten medizinischen Schwer­punkt­the­men soll das sozialarbeiterische Handlungs- und Beratungsspektrum um präventionsorientierte Aufklärungsarbeit erweitert wer­den.

Im Mittelpunkt stehen vier Themenkomplexe:

  • Sexualität und Schwangerschaft
  • Infektionsschutz inklusive Impfungen
  • psychische Gesundheit
  • Sucht

Die niedrigschwellige, aufsuchende Beratung im Rahmen der Straßensozialarbeit soll die Zielgruppe hinsichtlich milieuspezifischer Gesundheitsrisiken aufklären und sensibilisieren. Die jungen Menschen sollen dazu befähigt werden, das Thema Gesundheit in ihren Lebensalltag einzubetten und den Risiken eigenverantwortlich und kompetent mit entsprechenden Präventionsstrategien zu begegnen, etwa durch die konsequente Benutzung von Kondomen oder Hygieneartikeln.
In der diskreten Einzelfallarbeit werden die persönlichen Ressourcen jedes jungen Menschen berücksichtigt und auf eine größtmögliche Partizipation geachtet. Die Beratungssystematik wird der individuellen Bedürfnislage angepasst und beruht auf der freiwilligen Annahme der Angebote durch die Zielgruppe.
Die Gesundheitslotsinnen und Gesundheitslotsen motivieren die Klientinnen und Klienten für die Inanspruchnahme von medizinischen Versorgungsstrukturen, begleiten sie - sofern erforderlich und gewünscht - zu ambulanten, stationären oder auch mobilen medizinischen Versorgungsangeboten und unterstützen sie in Gesprächen mit Ärzten und Ärztinnen. Zudem werden Informationsmaterialien in leicht verständlicher Sprache, etwa von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, sowie Präventionsartikel wie Kondome, Verbandsmaterial, Desinfektionsmittel oder Zahnpflegesets an die Zielgruppe ausgeteilt.
Auf diese Weise fördert STREETWORK + das Erlernen eines selbstverantwortlichen Gesundheitsverhaltens als Grundvoraussetzung für eine stabile Lebensführung.

STREETWORK+ läuft derzeit an den Standorten Berlin, Hamburg, Köln, Dortmund und Frankfurt am Main. Seit Projektbeginn im Jahr 2017 wurden über 10.000 Beratungsgespräche mit mehr als 3.000 Klientinnen und Klienten geführt. Das Projekt wird von der BAHN-BKK auf Basis des Präventionsgesetzes jährlich gefördert.

Quellen

  • Deutsches Jugendinstitut (2017). Straßenjugendliche in Deutsch­land - ei­ne Er­he­bung zum Aus­maß des Phänomens. Endbericht - zentrale Ergebnisse der 2. Projektphase. Online verfügbar. Zu­griff am 30.07.2019.
  • Flick U., Röhnsch G. (2008). „Ziemlich oft frag’ ich mich dann, wie’s ist, wenn man mal so rich­tig ge­sund ist.“ - Gesundheitsvorstellungen obdachloser Jugendlicher. In: Hackauf H., Jungbauer-Gans M. (eds) Gesundheitsprävention bei Kin­dern und Ju­gend­li­chen. VS Verlag für So­zi­al­wis­sen­schaf­ten.
  • Flick, U. & Röhnsch, G. (2009). Jugendobdachlosigkeit. Straßenleben von Ju­gend­li­chen und jun­gen Er­wach­se­nen in Deutsch­land. Sozial Extra, 33 (5-6): 49-52.
  • Huber, Mi­cha­e­la  (2013). Trau­ma und Sucht. Von der Selbstmedikation zur Heilung: 5-6. Online verfügbar. Zu­griff am 13.08.2019.
  • Kaduszkiewicz, H.; Bochon, B.; van den Bussche, H.; Hansmann-Wiest, J. & van der Leeden, C. (2017). Medizinische Versorgung von wohnungslosen Menschen. Dtsch Arztebl Int 2017; 114(40): 673-9.
  • Off Road Kids Stif­tung (2017). STREETWORK+ Gesundheitsprogramm für Straßenkinder und junge Ob­dach­lo­se. Online verfügbar. Zu­griff am 30.07.2019.
  • Schaeffer, D., Vogt, D., Berens, E.-M.& Hurrelmann, K. (2016). Gesundheitskompetenz der Be­völ­ke­rung in Deutsch­land. Ergebnisbericht. Uni­ver­si­tät Bie­le­feld.
  • Vorstand der Ar­beits­ge­mein­schaft für Kinder- und Jugendhilfe e.V. - AGJ (2014). Jun­ge Volljährige nach der stationären Hilfe zur Er­zie­hung. Leaving Care als ei­ne dringende fach- und sozialpolitische Herausforderung in Deutsch­land. Diskussionspapier der Ar­beits­ge­mein­schaft für Kinder- und Jugendhilfe e.V. - AGJ
Zurück zur Übersicht

Leitfaden zur Erstellung von Artikeln

Reichen Sie gern Ihren Artikel zur soziallagenbezogenen Gesundheitsförderung bei der Geschäftsstelle des Kooperationsverbundes ein! Für die Erstellung eines Artikels finden Sie hier einen Leitfaden mit unseren formalen und inhaltlichen Anforderungen.

  • 06.05.2026 - 01.10.2026

    Hannover sowie online

    Wohin des Weges? Kommunale Prävention und Gesundheitsförderung strategisch gestalten

    Schulungsreihe zum Einstieg in integrierte kommunale Strategien

    Um kommunale Prävention und Gesundheitsförderung optimal zu planen und zu steuern, braucht es einen Überblick über Bedarfe und Bedürfnisse der Bevölkerung. Die Ermittlung eines Status Quo und die Einnahme verschiedener Perspektiven – wie zum Beispiel die der Dialoggruppe selbst (Kinder, Alleinerziehende, Senior*innen etc.) – ermöglichen erst eine nachhaltige Struktur- und Angebotsentwicklung.

    Die Schulungsreihe „Wohin des Weges? Kommunale Prävention und Gesundheitsförderung strategisch gestalten“ soll zur eigenständigen Umsetzung von Kontextcheck und zur Vorbereitung integrierter Strategien auf kommunaler Ebene befähigen. Hierfür wird praktisches und methodisches Wissen vermittelt, um die Bedarfs- und Bedürfnisanalyse im Rahmen des Prozesskreislaufes umzusetzen und daraus Empfehlungen abzuleiten. Diskutiert werden unter anderem: Die Analyse von Statistiken, Angebotsstrukturen und Netzwerken sowie Beteiligungsformate für Dialoggruppen und Public Health-Ethik als Mittel zur Formulierung gut begründeter Handlungsempfehlungen. Gute kommunale Beispiele und fachliche Kompetenz ausgewiesener Expert*innen sowie aus der LVG & AFS Nds. HB. e.V. zeigen, wie dies gelingen kann.

    Teilnehmen können alle in Deutschland tätigen kommunalen Fachkräfte, die im Bereich der Gesundheitsförderung oder in angrenzenden Handlungsfeldern agieren. Es sind keine Vorkenntnisse zu Kontextcheck notwendig. Weitere Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie hier.

    Kategorie: Fortbildungsreihe
    Veranstalter: Landesvereinigung für Gesundheit und Akademie für Sozialmedizin Niedersachsen Bremen e. V.
  • online

    Fachtag "Die gesunde Kommune von morgen"

    Das gesundheitliche Wohlbefinden der Bevölkerung hängt maßgeblich von den lokalen Bedingungen ab, insbesondere von der gesundheitlichen Infrastruktur. Klimatische Veränderungen und umweltbedingte Risiken in den Ballungsräumen, wie dichter Verkehr und intensive Bebauung, stellen die Kommunen vor besondere Herausforderungen. Gleichzeitig hat sich die Sicherheitslage in den letzten Jahren in Europa grundlegend gewandelt, was ebenfalls neue Aufgaben für die Kommunen mit sich bringt. Auf dem Weg zu einer zukunftsfähigen und gesunden Kommune ist es daher notwendig, neben der Förderung kommunaler Resilienz auch potenzielle Krisen- und Katastrophenszenarien systematisch in die nachhaltige Stadtentwicklung einzubeziehen. Um diese Themen gezielt in den Fokus zu rücken und gemeinsam weiterzuentwickeln, laden wir zu einem Fachtag ein. Auf der Suche nach praxisnahen Antworten werden in Workshops die folgenden Themen vertieft: Kinderfreundliche Stadtentwicklung; Cyberangriffe und Folgen von Blackouts; das Community readiness assessment und die gesunde Gemeinde- und Stadtentwicklung aus der Perspektive des Öffentlichen Gesundheitsdienstes.

    Ausführlichere Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie hier. Eine Anmeldung ist bis zum 30. April 2026 möglich.

    Kategorie: Fachtagung
    Veranstalter: Ev. Hochschule Ludwigsburg
  • Berlin

    4. Bundeskongress „Grün in der Stadt“

    Das Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen (BMWSB) und das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) stellen im Rahmen des 4. Bundeskongresses „Grün in der Stadt“ erstmals die Agenda Stadt grün-blau vor – ein neues, bundesweites Handlungsprogramm zur Stärkung der kommunalen Grün- und Freiraumentwicklung. Im Fokus steht die Frage, wie durchgrünte und wassersensible Städte unter heutigen Rahmenbedingungen wirksam umgesetzt werden können – ressortübergreifend, qualitätsvoll und praxisnah.

    Wir brauchen Stadtgrün und einen bewussten Umgang mit Wasser für eine zukunftsfähige Stadtentwicklung – von Hitzevorsorge über Biodiversität bis hin zur sozialen Identifikation und Teilhabe. Auf dem Kongress werden Inhalte der Agenda vorgestellt, ihre Umsetzung diskutiert und Raum gegeben, mit Akteur*innen aus Verwaltung, Planung, Forschung und Verbänden Lösungen weiterzudenken.

    Weitere Informationen – einschließlich Programm sowie Anmeldemöglichkeiten – unter www.gruen-in-der-stadt.de.

    Kategorie: Kongress
    Veranstalter: Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen (BMWSB) und Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR)

… weitere Termine

Mit unserem News­letter immer aktuell informiert

Informationen über aktuelle Ent­wick­lung­en in der so­zi­al­la­gen­be­zoge­nen Ge­sund­heits­för­de­rung, neue An­ge­bo­te "Guter Pra­xis" so­wie über Ver­an­stal­tung­en, Wett­be­wer­be und Li­te­ra­tur zu diesem The­ma. Ent­wick­lung­en im Ko­o­pe­ra­ti­ons­ver­bund und Neu­ig­keit­en auf der Internetplattform wer­den eben­falls vorgestellt.

nach oben