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Aktuelles

Artikel und Meldungen im Überblick

Start der Bremer Projekte zu stadtteilbezogenen Unterstützungsangeboten im Rahmen der Covid19-Pandemie

  • Nicole Tempel , Landesvereinigung für Gesundheit und Akademie für Sozialmedizin Niedersachsen Bremen e.V.
  • Dirk Gansefort , Landesvereinigung für Gesundheit und Akademie für Sozialmedizin Niedersachsen Bremen e.V.
  • Iris Lettau , Landesvereinigung für Gesundheit und Akademie für Sozialmedizin Niedersachsen e. V.
08.03.2021

Seit der zweiten Corona-Infektionswelle zeigt sich ein un­gleich verteiltes Infektionsgeschehen in den Bre­mer Stadtteilen. Insbesondere in be­nach­tei­lig­ten Quartieren lie­gen die Fallzahlen deut­lich über dem Bremischen Durch­schnitt. Als mögliche Ursachen hierfür gel­ten soziale Faktoren, wie bei­spiels­wei­se beengter Wohn­raum und prekäre Beschäftigungsverhältnisse, wel­che die Einhaltung von Abstands- und Hygieneregelungen er­schwe­ren. Zusätzlich be­ein­flus­sen sprachliche Barrieren und der Bildungsstand die individuellen Mög­lich­keit­en, relevante Ge­sund­heitsinformationen zu fin­den, zu verstehen, zu be­ur­tei­len und letzt­lich anzuwenden. Auch aus ei­ni­gen Stadtteilen wird zurückgemeldet, dass fundierte Informationen zu den Corona-Maßnahmen für Menschen in be­nach­tei­lig­ten Le­bens­la­gen bislang nur schwer zu­gäng­lich sind.

Um diese Lü­cke zu schlie­ßen und die un­gleiche Verteilung des Infektionsgeschehens in Bre­men zu ad­res­sie­ren, hat der Bre­mer Se­nat kurz­fris­tig mit der Be­wil­li­gung stadtteilbezogener Unterstützungsangebote reagiert. Die An­ge­bo­te sind in zwei Projekte un­tergliedert, die eng mit­ei­nan­der vernetzt sind. Dabei handelt es sich um ein Informations- und Qualifizierungsangebot für Akteur*innen in betroffenen Stadtteilen (IQ-Covid) und um die In­stal­la­ti­on von Ge­sund­heitsfachkräften in be­nach­tei­lig­ten Quartieren. Gemeinsames Ziel der Projekte ist es, Bevölkerungsgruppen, die bis­her nicht oder nur un­zu­rei­chend erreicht wurden, mit passgenauen Informationen zum Coronavirus un­ter Be­rück­sich­ti­gung von Bre­mer Spezifika zu versorgen. Beide Projekte wer­den von der Landesvereinigung für Ge­sund­heit und Aka­de­mie für Sozialmedizin Nie­der­sach­sen e. V. (LVG & AFS) koordiniert.

Die ersten acht von ins­ge­samt elf Ge­sund­heitsfachkräften haben am 1. März 2021 ih­re Ar­beit aufgenommen. Drei weitere star­ten am 1. Ap­ril 2021. Zu Beginn gibt es ei­ne Basisqualifizierung zu Inhalten wie Grund­la­gen der Prä­ven­ti­on und Ge­sund­heits­för­de­rung, soziale Un­gleich­heit und Ge­sund­heit, Basiswissen zu Corona, zielgruppenspezifische Ar­beit, Netzwerkarbeit und ei­ne Einführung in den Kommunikationsbaukasten, der im Rahmen des Projektteils IQ-Covid entwickelt wird.

Die Ge­sund­heitsfachkräfte wer­den in Ein­rich­tung­en di­rekt in den Quartieren angesiedelt, wo sie eng mit Akteur*innen so­wie Schlüsselpersonen vor Ort zu­sam­men­ar­bei­ten. Zu den Auf­ga­ben der Ge­sund­heitsfachkräfte gehört es, Bewohner*innen über die Ge­fah­ren des Corona-Virus aufzuklären, über die ak­tu­ell gel­tenden Hygiene- und Infektionsschutzmaßnahmen so­wie über die Impfstrategie zu in­for­mie­ren - in un­terschiedlichen Spra­chen. Als Informationskanäle sollen un­ter anderem schriftliche Materialien wie Pos­ter und Post­kar­ten, (digitale) Informationsveranstaltungen und Soziale Me­di­en wie YouTube und WhatsApp die­nen. Langfristig sollen mit den Ge­sund­heitsfachkräften nachhaltige Strukturen zur Stär­kung der Ge­sund­heitskompetenz in Bre­mer Quartieren aufgebaut und etabliert wer­den, um die gesundheitlichen Aus­wir­kung­en der Pan­de­mie so­wie dem dazugehörigen Lockdown abzumildern, aber auch, um das The­ma Ge­sund­heit ins­ge­samt zu stär­ken.

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  • Berlin

    Fachtag: Generationengerechtigkeit ausbuchstabiert

    Kinder- und Jugendhilfe und Seniorenorganisationen im Dialog Generationengerechtigkeit

    Generationengerechtigkeit ist in aktuellen politischen Debatten zu einem zentralen Begriff geworden. Häufig wird er jedoch verkürzt verwendet: als moralisches Argument in der Haushalts-, Finanz- oder Rentenpolitik, etwa in Diskussionen über Neuverschuldung oder die Zukunft der sozialen Sicherungssysteme. Dabei gerät schnell aus dem Blick, dass Generationengerechtigkeit weit mehr umfasst als finanzpolitische Abwägungen. Eine solche Engführung kann Generationenkonflikte eher verstärken, statt gemeinsame Interessen sichtbar zu machen und die tatsächlichen Ursachen von Ungerechtigkeit zu benennen.

    In dieser Veranstaltung bieten die Organisationen des Hauses der Jugendarbeit und Jugendhilfe e.V. und die BAGSO – Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen e.V. ein Forum, um gemeinsam mit den Teilnehmenden den Begriff der Generationengerechtigkeit in unterschiedlichen politischen und sozialen Themenfeldern zu vertiefen und das Verbindende zwischen den Generationen herauszuarbeiten.

    Die Anmeldemöglichkeit folgt nach der Sommerpause. Bitte beachten Sie bereits jetzt, dass die Teilnahme kostenpflichtig ist. Der Teilnahmebeitrag beträgt 10,00 Euro pro Person; die Teilnehmendenzahl ist begrenzt. Weitere Informationen finden Sie hier.

    Kategorie: Fachtagung
    Veranstalter: Hauses der Jugendarbeit und Jugendhilfe e.V. und BAGSO
  • 14.10.2026

    Berlin

    Gesundheit x Mobilität – Radverkehr als Investition in unsere Zukunft

    ADFC-Symposium 2026

    Die Veranstaltung bringt Akteur*innen aus Politik, Wissenschaft, Verwaltung, Gesundheitswesen, Stadtentwicklung und Zivilgesellschaft zusammen, die Mobilität gesünder, gerechter und zukunftsfähiger gestalten wollen. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie das Fahrrad noch stärker als Hebel für Gesundheit, Lebensqualität und lebenswerte Städte und Gemeinden genutzt werden kann – auf Grundlage aktueller Erkenntnisse, internationaler Beispiele und konkreter Ansätze für die Praxis.

    Weitere Informationen zur Veranstaltung finden Sie hier. Die Teilnahme ist kostenlos.

    Kategorie: Symposium
    Veranstalter: Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club e. V.
  • Düsseldorf

    Mut zur Haltung: Zukunft schon heute gesund und sozial gestalten

    DVSG-Bundeskongress 2026

    Mit einem selbstbewussten und selbstkritischen Blick wird der DVSG-Bundeskongress 2026 unter dem Motto „Mut zur Haltung: Zukunft schon heute gesund und sozial gestalten“ den Fokus auf zukünftige Herausforderungen richten. Wir wollen soziale Gerechtigkeit, Solidarität und Gesundheit für alle in einer sich rasant wandelnden Welt.

    Beim DVSG-Bundeskongress sollen aktuelle Probleme im Zusammenhang mit der Gesundheitsversorgung diskutiert und mögliche Lösungen vorgestellt werden. Nicht nur der Fachkräftemangel und wachsende Versorgungslücken erfordern visionäre Ansätze. Gleichzeitig müssen die gesellschaftlichen Entwicklungen in den Blick genommen werden: Eine alternde Bevölkerung, zunehmende Multimorbidität, vielfältige Lebensformen, höherer Betreuungsbedarf und Pflegebedürftigkeit verlangen nach angepassten Konzepten und Angeboten. Der Anstieg von Singlehaushalten und gesellschaftliche Entfremdungen, etwa geprägt durch Einsamkeit, Polarisierung und Radikalisierung, verändern die Lebenslagen vieler Menschen. Diese Trends erfordern umfassenden sozialen Zusammenhalt und gesunde Lebenswelten.

    Weitere Informationen sowie die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie hier.

    Kategorie: Kongress
    Veranstalter: DVSG - Deutsche Vereinigung für die gesundheitsbezogene Soziale Arbeit

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