Webanalyse / Datenerfassung

Wir möchten diese Website fortlaufend verbessern. Dazu wird um Ihre Einwilligung in die statistische Erfassung von Nutzungsinformationen gebeten. Die Einwilligung kann jederzeit widerrufen werden.

Welcher Dienst wird eingesetzt?

Matomo

Zu welchem Zweck wird der Dienst eingesetzt?

Erfassung von Kennzahlen zur Webanalyse, um das Angebot zu verbessern.

Welche Daten werden erfasst?

  • IP-Adresse (wird umgehend anonymisiert)

  • Gerätetyp, Gerätemarke, Gerätemodell

  • Betriebssystem-Version

  • Browser/Browser-Engines und Browser-Plugins

  • aufgerufene URLs

  • die Website, von der auf die aufgerufene Seite gelangt wurde (Referrer-Site)

  • Verweildauer

  • heruntergeladene PDFs

  • eingegebene Suchbegriffe.

Die IP-Adresse wird nicht vollständig gespeichert, die letzten beiden Oktette werden zum frühestmöglichen Zeitpunkt weggelassen/verfremdet (Beispiel: 181.153.xxx.xxx).

Es werden keine Cookies auf dem Endgerät gespeichert. Wird eine Einwilligung für die Datenerfassung nicht erteilt, erfolgt ein Opt-Out-Cookie auf dem Endgerät, welcher dafür sorgt, dass keine Daten erfasst werden.

Wie lange werden die Daten gespeichert?

Die anonymisierte IP-Adresse wird für 90 Tage gespeichert und danach gelöscht.

Auf welcher Rechtsgrundlage werden die Daten erfasst?

Die Rechtsgrundlage für die Erfassung der Daten ist die Einwilligung der Nutzenden nach Art. 6 Abs. 1 lit. a der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO). Die Einwilligung kann auf der Datenschutzseite jederzeit widerrufen werden. Die Rechtmäßigkeit der bis zum Widerruf erfolgten Datenverarbeitung bleibt davon unberührt.

Wo werden die Daten verarbeitet?

Matomo wird lokal auf den Servern des technischen Dienstleisters in Deutschland betrieben (Auftragsverarbeiter).

Weitere Informationen:

Weitere Informationen zur Verarbeitung personenbezogener Daten finden sich in den Datenschutzhinweisen.

Aktiv für Gesundheit und Chancengleichheit

Soziale Unterschiede bei Körperkomposition, Bewegungsverhalten und motorischem Entwicklungsstand

Studie im Rahmen der Schuleingangsuntersuchung

23.01.2013

Das Vorschulalter nimmt aus entwicklungs- und lerntheoretischer Hinsicht ei­ne exaltierte Stel­lung in­ner­halb der kindlichen Bi­o­gra­phie ein, die durch die Transition zwi­schen Kin­der­gar­ten und Schul­sys­tem ei­ne bedeutende Zäsur und zu­sätz­liche lebensweltliche Kom­ple­xi­tät erfährt. Der Zeit­punkt für diesen Über­gang orientiert sich da­bei grund­sätz­lich an der kalendarischen Al­ters­gren­ze des sechsten Le­bens­jah­res, die endgültige Ein­schät­zung der Schulfähigkeit und da­mit verbundener Kompetenzen wird je­doch mit­tels Schuleingangsuntersuchungen durch die kommunalen Gesundheitsämter fest­gesetzt.

Innerhalb die­ser ju­ris­tisch obligatorischen Untersuchungen, die be­dingt durch die föderale Struk­tur des Bildungssystems von Bun­des­land zu Bun­des­land dif­fe­rie­ren, wer­den ne­ben der Do­ku­men­ta­ti­on der Teil­ha­be an verpflichtenden Präventionsmaßnahmen und der Er­fas­sung körperlich-medizinischer Mess­grö­ßen elementare Prognosevariablen ei­nes potentiell erfolgreichen Schulbesuchs erfasst. Neben Auf­ga­ben zur Be­ur­tei­lung des emotionalen, so­zia­len und kognitiven Ent­wick­lungsstandes wer­den da­bei auch Tests zur alltagsbezogenen Ko­or­di­na­ti­on, Fein- und Graphomotorik eingesetzt. Berücksichtigt man in diesem Zu­sam­men­hang zu­sätz­lich die positive Kor­re­la­ti­on von bewegungsbezogen-sportlicher Ak­ti­vi­tät und motorischer Leis­tungs­fä­hig­keit im Kindesalter, so erscheint sportwissenschaftlich bzw. me­di­zi­nisch begründet ei­ne Fokussierung des Bewegungsverhaltens und der motorischen Ent­wick­lung er­stre­bens­wert:

  • Ent­wick­lungspsychologische Re­le­vanz: Be­we­gung und da­mit verbunden ein bestimmtes mo­to­ri­sches Kom­pe­tenz­ni­veau ist das kindliche Primärpotential zur aktiven Er­schlie­ßung der per­so­na­len und materialen Um­welt.
  • Lerntheoretische Re­le­vanz: Be­we­gungsverhalten und -fähigkeiten haben einen positiven Ein­fluss auf die Fä­hig­keit zu ler­nen. Physiologische und neuronale Verstärkungen durch Be­we­gung sind da­bei für die kognitive und sprachliche Ent­wick­lung be­legt. Minderentwickelte mo­to­ri­sche Kom­pe­ten­zen und psychomotorische Auf­fäl­lig­keit­en kön­nen das soziale Wohl­be­fin­den ei­nes Kindes ne­ga­tiv be­ein­flus­sen und die Lern- und Leis­tungs­fä­hig­keit be­ein­träch­ti­gen.
  • Gesundheitspräventive Re­le­vanz: Be­we­gungsmangel und motorische Defizite im Kindesalter sind Risikofaktoren bzw. Prädiktoren für Mor­bi­di­tät im Jugend- und Erwachsenenalter. In besonderem Maße zeigt sich dies durch Über­ge­wicht und Adipositas, Überbelastungen des Halte- und Stütz­ap­pa­ra­tes und Er­kran­kung­en des Herz-Kreislaufsystems.

Konträr zur dargelegten Be­deut­sam­keit ist je­doch be­kannt, dass sich die Kinder be­reits im Vor­schul­al­ter be­züg­lich des Ak­ti­vi­tätsverhaltens und der mo­torischen Leis­tung sehr stark voneinander un­ter­schei­den. Zusätzlich wei­sen seit ei­ni­gen Jahren so­wohl die Da­ten vielfältiger Einschulungsuntersuchungen des Öffentlichen Gesundheitsdienstes als auch der sportwissenschaftlichen Em­pi­rie verstärkt auf mo­torische Entwicklungsverzögerungen und ge­sund­heit­liche Stö­rung­en in vorschulischen Altersstufen hin. Diese do­ku­men­tie­ren für die kinder- und jugendbezogene Da­tenlage ab dem Schulalter deutliche Kor­re­lationen zu sozioökonomisch-kulturellen Einflussvariablen und be­wegungsbezogen-sportlicher Ak­ti­vi­tät, fin­den je­doch für die vorschulische Ziel­grup­pe der Stu­die nur ge­ring untersuchte Ent­spre­chung.

In Verknüpfung der essentiellen Re­le­vanz für die Gesamtentwicklung einer mög­lichst erfolgreichen Par­ti­zi­pa­ti­on in­ner­halb des Schulsystems und der altersbezogen geringen Datenlage sollte des­halb in einer groß angelegten Querschnittstudie evaluiert wer­den, in­wie­fern unterschiedliche soziale Faktoren das Be­wegungsverhalten und die Mo­to­rik von Kin­dern im späten Vorschulalter be­ein­flus­sen.

Zusammenhang zwischen den sozioökonomischen und kulturellen Differenzen und der körperlichen Entwicklung

Sozioökonomische und kulturelle Differenzen als Ursachengeflecht für unterschiedliche Ent­wick­lungs­verl­äu­fe von körperlicher Ent­wick­lung, Bewegungsverhalten und Motorikniveau sind für das schulische Kinder- und Jugendalter um­fas­send em­pi­risch be­legt und ma­ni­fes­tie­ren sich für die vorschulische Ziel­grup­pe der vorgestellten Stu­die in wei­ten Teilen.

Dieser Text steht vor den Links.

Betrachtet man die Verteilung auf BMI-Gruppen, so fällt auf, dass mit 82% der An­teil an nor­mal­ge­wich­ti­gen Kin­dern im Vergleich zur re­gi­o­nalen Datenlage der Stadt Augs­burg er­freu­li­cher­wei­se re­la­tiv hoch ist. In Ge­gen­über­stel­lung mit den Ergebnissen einer Prävalenzanalyse im Rahmen der Schul­ein­gangs­un­ter­su­chung des Jahres 2006 ist der An­teil an übergewichtigen Kin­dern um 4,1% gesunken und das Aus­maß an unter- und übergewichtigen Kin­dern mit je­weils 9% ak­tu­ell so­gar un­ter­halb der allgemeinen empirischen Norm angesiedelt. Dies zeigt, dass re­gi­o­nal intendierte bzw. initiierte Maß­nah­men (Ge­sund­heits­amt Augs­burg: Ent­wick­lung und Im­ple­men­tie­rung ei­nes kommunalen Präventionskonzeptes) positive Ergebnisse er­zie­len kön­nen. Aus gesellschafts- und gesundheitspolitischer Sicht gilt es, ne­ben den akuten körperlichen, psychischen und psychosozialen Negativwirkungen wäh­rend der juvenilen Ent­wick­lungsphasen, auch die zeit­lich andauernde Prävalenz von Über­ge­wicht und Adipositas bis in das Erwachsenenalter und die da­mit verbundenen Folgemorbiditäten zu be­rück­sich­ti­gen. Der Zu­sam­men­hang zwi­schen überhöhtem BMI, inaktivem Bewegungsverhalten (geringe Bewegungszeit im Freien, erhöhter Medienkonsum) bzw. verminderter motorischer Leis­tungs­fä­hig­keit ist für die Al­ters­grup­pe be­kannt und manifestiert sich auch in der vorliegenden Stu­die.

Öffentlichkeitsarbeit




Zudem sollte hierbei berücksichtigt wer­den, dass al­le motorischen Testaufgaben sehr wohl durch Über­ge­wicht ne­ga­tiv beeinflusst waren, wel­ches wie­de­rum bei Kin­dern aus bildungsfernen und nicht aus­schließ­lich deutschsprachigen El­tern­häusern überzufällig häufig auftrat. Deshalb sollte Be­we­gungs­er­zieh­ung als Grund­la­ge ei­ner vorschulischen ganzheitlich-präventiven Er­zie­hung in der In­sti­tu­ti­on Kin­der­gar­ten, zu der al­le diese Kinder Zu­gang haben, genutzt wer­den. Während beim Fahr­rad­fah­ren nur wenigen Kin­dern mit gemischtem Sprachhintergrund bzw. aus bildungsfernem Mi­li­eu diese Form der aktiven Er­kun­dung und Wahr­neh­mung der näheren Um­ge­bung im Vorschulalter noch versagt war, konnte nur knapp ein Viertel der Kinder mit nicht aus­schließ­lich deutscher Fa­mi­liensprache be­reits vor der Ein­schu­lung schwim­men. Dies be­dingt sich je­doch wie dargelegt nicht durch ei­nen geringeren motorischen Entwicklungsstand, son­dern mög­li­cher­wei­se durch den kul­tu­rell unterschiedlichen Stel­len­wert die­ser Kom­pe­tenz. Ähnlich spezifizierte sich die Verteilung auch in Fa­mi­lien mit geringem So­zial­status, so dass an­ge­nom­men wer­den muss, dass auch finanzielle Aspekte die Teil­nah­me an Schwimm­kursen be­ein­flus­sen. Sieht man zu­sätz­lich die Ab­hän­gig­keit der Schwimmfähigkeit von der elterlichen Schul­bil­dung und berücksichtigt in diesem Zu­sam­men­hang, dass ak­tu­ell nur et­wa zwei Drittel der Kinder und Ju­gend­li­chen die lebensnotwendige Kom­pe­tenz der Schwimmfähigkeit be­herr­schen, so könnte ei­ne In­te­gra­ti­on des Schwimmunterrichts in die vorschulische Bil­dung angedacht wer­den. Auf al­le Fälle sollte die Schließung öffentlicher Bäder und teil­wei­se einhergehend die Re­du­zie­rung des schulischen Schwimmunterrichts kri­tisch überdacht wer­den.

Zurück zur Übersicht
  • 13.04.2026 - 14.04.2026

    Hannover

    Künstliche Intelligenz in der Prävention

    31. Deutsche Präventionstag

    Der 31. Deutsche Präventionstag lädt dazu ein, das Thema „Künstliche Intelligenz in der Prävention“ umfassend und zukunftsorientiert zu beleuchten. Im Fokus stehen dabei zentrale Fragen:

    • Welche Herausforderungen bringt KI im Kontext von Kriminalität und Sicherheit, aber auch im gesamtgesellschaftlichen Miteinander mit sich?
    • Welche tiefgreifenden Veränderungen gehen mit ihrem Einsatz einher – und wer ist davon in welcher Weise betroffen?

    Gleichzeitig richtet sich der Blick nach vorn:

    • Wie lässt sich KI gezielt und verantwortungsvoll für die Präventionsarbeit nutzen?

    Dabei geht es nicht nur um technologische Potenziale, sondern auch um die ethische und praktische Frage, wie ein bewusster, reflektierter Umgang mit KI in der Prävention gelingen kann.

    Weitere Informationen sowie die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie hier.

    Kategorie: Kongress
  • 14.04.2026

    digital via Zoom

    ‚Health in All Policies in der Kommune erfolgreich anstoßen‘

    Ein offenes Online-Treffen des Nachwuchsnetzwerks Öffentliche Gesundheit

    Anknüpfend an die Satellitenveranstaltung zum Kongress Armut und Gesundheit ‚Das Ganze ist mehr! Zusammenarbeit in der Kommune‘ möchten wir gemeinsam der Frage nachgehen, wie ressortübergreifende Zusammenarbeit für verhältnisorientierte Gesundheitsförderung und Prävention auf kommunaler Ebene angestoßen werden kann – auch aus (Nachwuchs-)Positionen ohne formale Entscheidungsbefugnis.

    Wir freuen uns, dass wir als Referentin für den ersten Teil der Veranstaltung Zsuzsanna Majzik gewinnen konnten. Als Sozialmanagerin und Public Health Expertin leitet sie das Sachgebiet Sonder- und Strategische Themen am Gesundheitsreferat München. Sie wird Einblicke in den Entstehungsprozess der kürzlich überarbeiteten ressortübergreifenden Fachleitlinie Gesundheit der Landeshauptstadt München geben und aus ihrer langjährigen Erfahrung als Prozessbegleiterin in Kommunen berichten.

    In der zweiten Hälfte steht der Austausch unter den Teilnehmenden im Mittelpunkt: Welche Erfahrungen gibt es beim Anstoß von Health in All Policies auf kommunaler Ebene? Welche Gelingensfaktoren und Hürden spielen eine Rolle?

    Eingeladen sind alle, die sich dem Nachwuchs zugehörig fühlen (ganz unabhängig vom Alter) oder mit dem Nachwuchs in Austausch treten und Erfahrungen teilen möchten.

    Zoom-Meeting Zugangsdaten:
    Zeit: 14. Apr. 2026 06:00 PM Amsterdam, Berlin, Rom, Stockholm, Wien
    Meeting-ID: 628 0257 0413
    Kenncode: 374575
    Beitreten – So geht's

    Kategorie: Veranstaltung
    Veranstalter: Nachwuchsnetzwerk Öffentliche Gesundheit (NÖG)
  • digital

    1. Bayerischer Kongress Prävention und Gesundheitsförderung

    Fokus: Gesundheitskommunikation und Gesundheitskompetenz

    Mit jährlich wechselnden Akzenten wird der neue Bayerische Kongress Prävention und Gesundheitsförderung die Ziele des Masterplans Prävention in den Blick nehmen. Der Fokus der ersten hybriden Veranstaltung am 15. April 2026 liegt auf Gesundheitskommunikation und Gesundheitskompetenz – zwei Themen, die für Präventionserfolge unverzichtbar sind. 

    Neben spannenden Vorträgen werden der Austausch und die Vernetzung der bayerischen Akteur*innen im Bereich Prävention und Gesundheitsförderung in den Fokus gerückt. Nationale und internationale Expert*innen setzen neue Impulse und vertiefen das praktische Wissen in Workshops, Austauschformate schaffen Raum für fachlichen Dialog. Der Schwerpunkt des Auftakts für die neue Kongressreihe zu Gesundheitsförderung und Prävention in Bayern liegt auf "Gesundheitskommunikation und Gesundheitskompetenz".

    Die Veranstaltung vor Ort ist bereits ausgebucht. Nutzen Sie die Möglichkeit online dabei zu sein. Anmeldungen für die Online-Teilnahme sind bis zum 9. April 2026 möglich. Weitere Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie hier.

    Veranstalter: Bayerisches Zentrum für Prävention und Gesundheitsförderung

… weitere Termine

Leitfaden zur Erstellung von Artikeln

Reichen Sie gern Ihren Artikel zur soziallagenbezogenen Gesundheitsförderung bei der Geschäftsstelle des Kooperationsverbundes ein! Für die Erstellung eines Artikels finden Sie hier einen Leitfaden mit unseren formalen und inhaltlichen Anforderungen.  

Ansprechpersonen

Die Geschäftsstelle des Kooperationsverbundes Gesundheitliche Chancengleichheit erreichen Sie jederzeit hier.

Mit unserem News­letter immer aktuell informiert

Informationen über aktuelle Ent­wick­lung­en in der so­zi­al­la­gen­be­zoge­nen Ge­sund­heits­för­de­rung, neue An­ge­bo­te "Guter Pra­xis" so­wie über Ver­an­stal­tung­en, Wett­be­wer­be und Li­te­ra­tur zu diesem The­ma. Ent­wick­lung­en im Ko­o­pe­ra­ti­ons­ver­bund und Neu­ig­keit­en auf der Internetplattform wer­den eben­falls vorgestellt.

nach oben