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Aktiv für Gesundheit und Chancengleichheit

Situation von Wohnungslosen hat sich kaum verbessert

13.11.2008

Die aktuelle Statistik der Bundesarbeitsgemeinschaft (BAG) Wohnungslosenhilfe e.V. zeigt, dass sich die Situation von Wohnungslosen nicht wesentlich verbessert hat. Zwar ist die Zahl der Wohnungslosen in Deutschland von 2005 auf 2006 um 2,7 Prozent gesunken und lag 2006 bei 254.000. Doch die Zahl wohnungsloser Menschen, die allein stehend leben, ist erstmals seit Jahren wieder um 2,3 Prozent auf 132.000 gestiegen (2006).

Nach der Statistik der BAG Wohnungslosenhilfe leben von den 254.000 Wohnungslosen rund 24 Prozent in Mehrpersonenhaushalten (Paare und Familien), 76 Prozent sind allein stehend. Etwa 18.000 Menschen leben ohne jede Unterkunft auf der Straße (2005: ca. 19.000). Der Frauenanteil unter den Wohnungslosen liegt bei 25 Prozent, die Zahl der Kinder und Jugendlichen bei 11 Prozent.

Wohnungslose leiden häufig an Suchterkrankungen ebenso wie an psychischen und somatischen Krankheiten. Die durchschnittliche Lebenserwartung von Wohnungslosen liegt bei 46 Jahren.

Nach Angaben der BAG Wohnungslosenhilfe hat sich der Gesundheitszustand Wohnungsloser seit Einführung des Gesundheitsmodernisierungsgesetzes (GMG) im Jahr 2004 stark verschlechtert. Verantwortlich dafür seien zahlreiche Regelungen des GMG: So müssten auch Wohnungslose Praxisgebühren und Zuzahlungen auf Heil- und Hilfsmittel zahlen, auch für sie entfallen die Zuschüsse zu Brillen, zahnmedizinische Behandlungen seien für Wohnungslose unbezahlbar.

Um der Ausgrenzung Wohnungsloser aus der medizinischen Versorgung entgegenzuwirken, fordert die BAG Wohnungslosenhilfe die Wiedereinführung der Befreiung von Zuzahlungen und Praxisgebühren für Bezieher und Bezieherinnen von SGB II- und XII-Leistungen. Zudem fordert die BAG  für Wohnungslose ein niedrigschwelliges medizinisches Versorgungsangebot vor Ort.

Eine wichtige Institution der Berliner Wohnungslosenhilfe feiert dieser Tage ihr 20-jähriges Bestehen: der Arbeitskreis Wohnungsnot Berlin. Zu dem Arbeitskreis gehören 70 Einrichtungen der Wohnungslosenhilfe. Ort der Jubiläumsveranstaltung am 14. November 2008 unter der Schirmherrschaft von Sozialsenatorin Heide Knake-Werner ist die Kulturbrauerei in Berlin. In der Hauptstadt leben rund 10 000 Menschen ohne Wohnung.

Projekte und Initiativen, die sich an Wohnungslose richten, finden sich auch in der Praxisdatenbank auf www.gesundheitliche-chancengleichheit.de.

Beispiele guter Praxis der Gesundheitsförderung bei sozial Benachteiligten sind:

Kontaktladen Mecki (Hannover), Diakonisches Werk e.V.
Gesundheit jetzt - in sozialen Brennpunkten!  (Mainz), Armut Gesundheit e.V.

Der Regionale Knoten Hamburg hat gemeinsam mit einer Vielzahl an Partnern eine Broschüre erstellt: "Hamburger Geschichten. Über die Schwierigkeiten wohnungsloser Menschen, medizinische Angebote in Anspruch zu nehmen", die kostenlos zur Verfügung steht (PDF 900 KB)

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  • 18.03.2026

    online

    Difu-Dialog

    Kommunale Hitzevorsorge – Strategien, Partner, Praxisbeispiele

    Mit fortschreitendem Klimawandel steigen auch die gesundheitlichen Risiken von Hitzewellen in Deutschland. Besonders gefährdet sind vulnerable Gruppen wie ältere Menschen, chronisch Kranke und sozial Benachteiligte. Hitzevorsorge und Hitzeschutz beschäftigen viele Kommunen, denn städtische Hitzeinseln verschärfen die Belastung. Maßnahmen auf individueller, kommunaler und gesamtgesellschaftlicher Ebene sind zwingend notwendig, um Städte langfristig lebenswert zu erhalten. Doch wo stehen die Kommunen in Deutschland bei diesem Thema und wie können sie sich auf Hitzewellen vorbereiten? Welche Akteur:innen sind bei der Umsetzung von Maßnahmen wichtige Partner:innen? Und welche guten Beispiele und Learnings gibt es aus Deutschland und Europa?

    Weitere Informationen und den Link zur Anmeldung finden Sie hier.

    Kategorie: Veranstaltung
    Veranstalter: Deutsches Institut für Urbanistik
  • Hannover

    40 Jahre Ottawa-Charta: Wie steht es um Gesundheitsförderung in Stadt und Land?

    Bundessymposium des Gesunden Städte-Netzwerkes

    Vier Jahrzehnte Ottawa-Charta: Ein Anlass zum Feiern und Weiterdenken. Beim Bundessymposium 2026 greifen wir die Leitprinzipien der Charta auf und fragen, was sie heute für Kommunen, zivilgesellschaftliche Initiativen und Akteur*innen im Bereich Public Health bedeuten. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Gesundheitsförderung in Stadt und Land zukunftsfähig gestaltet werden kann, unter Berücksichtigung unterschiedlicher Lebenswelten, sozialer Lagen und kommunaler Strukturen.

    Das Bundessymposium richtet sich an alle Mitgliedskommunen des Gesunden Städte-Netzwerkes und an Interessierte, ob Verwaltung, Politik, Zivilgesellschaft oder Praxisakteur*innen. Ziel ist es, die interkommunale Vernetzung und die Weiterentwicklung gesundheitsfördernder Strukturen vor Ort zu stärken.

    Das Bundessymposium schließt sich an die Mitgliedsversammlung des Gesunden Städte-Netzwerkes an, die einen Tag zuvor beginnt und sich an die Mitgliedskommunen richtet. Weitere Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie hier.

    Kategorie: Symposium
    Veranstalter: Gesunde Städte-Netzwerk
  • 20.04.2026 - 23.04.2026

    Wuppertal

    75. Wissenschaftlicher Kongress – Der Öffentliche Gesundheitsdienst

    ÖGD – Keiner wie wir!

    Unter dem Motto „ÖGD – Keiner wie wir!“ werden wir wieder vielfältige und interessante Themen aus Praxis und Wissenschaft gemeinsam diskutieren. 2026 wird uns unter anderem das Thema „Pakt für den ÖGD“ beschäftigen. Gleichermaßen wollen und müssen wir die Gelegenheit nutzen, uns mit den Lehren aus der Pandemie sowie der damit verbundenen Weiterentwicklung und zukünftigen Aufgabenwahrnehmung des ÖGD auseinanderzusetzen. Hierzu ist eine ganze Reihe von Themen in der Planung, an der das wissenschaftliche Programm-Komitee unter Leitung der Deutschen Gesellschaft für Öffentliches Gesundheitswesen e.V. (DGÖG) bereits mit Hochdruck zusammen mit den Fachausschüssen und Arbeitsgruppen, dem ausrichtenden Bundesland NRW sowie unserem Kooperationspartner, der Gesellschaft für Hygiene, Umweltmedizin und Präventivmedizin e.V. (GHUP), arbeitet. Der wissenschaftliche Kongressbeirat des BVÖGD hat dazu viele Themenvorschläge unterbreitet.

    Weitere Informationen finden Sie auf der Website des Kongresses.

    Kategorie: Kongress
    Veranstalter: Bundesverband der Ärztinnen und Ärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes e.V.

… weitere Termine

Leitfaden zur Erstellung von Artikeln

Reichen Sie gern Ihren Artikel zur soziallagenbezogenen Gesundheitsförderung bei der Geschäftsstelle des Kooperationsverbundes ein! Für die Erstellung eines Artikels finden Sie hier einen Leitfaden mit unseren formalen und inhaltlichen Anforderungen.  

Ansprechpersonen

Die Geschäftsstelle des Kooperationsverbundes Gesundheitliche Chancengleichheit erreichen Sie jederzeit hier.

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Informationen über aktuelle Ent­wick­lung­en in der so­zi­al­la­gen­be­zoge­nen Ge­sund­heits­för­de­rung, neue An­ge­bo­te "Guter Pra­xis" so­wie über Ver­an­stal­tung­en, Wett­be­wer­be und Li­te­ra­tur zu diesem The­ma. Ent­wick­lung­en im Ko­o­pe­ra­ti­ons­ver­bund und Neu­ig­keit­en auf der Internetplattform wer­den eben­falls vorgestellt.

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