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Aktiv für Gesundheit und Chancengleichheit

Aktuelles

Artikel und Meldungen im Überblick

Rückblick auf den Workshop „Armutssensibilität in der Gesundheitsversorgung“

Clara Lehmann , Gesundheit Berlin-Brandenburg
10.12.2025

Landesprogramm Integrierte Gesundheitszentren - Rückblick auf den Workshop „Armutssensibilität in der Gesundheitsversorgung“

Der zweite Fachworkshop im Rahmen des Berliner Landesprogramms Integrierte Gesundheitszentren fand am 20.11.2025 statt. Der Workshop zum Thema Armutssensibilität wurde von Claire Horst vom Projekt MitWirkung – Perspektiven für Familien gehalten. Unterstützt wurde sie dabei durch die Koordinierungsstelle Gesundheitliche Chancengleichheit Berlin. Gemeinsam führten sie durch den Workshop. Die Teilnehmenden kamen aus den integrierten Gesundheitszentren und den entsprechenden Bezirksämtern (Organisationseinheit Qualitätsentwicklung, Planung und Koordination).

Zu Beginn wurden Daten zur Armut von Kindern und Jugendlichen vorgestellt. In Berlin sind 23,3 % der Kinder armutsgefährdet[1]. Das ist fast jedes vierte Kind. Es wurde deutlich gemacht, dass Armut weit mehr bedeutet als Einkommensarmut. Im Sinne des Lebenslagen-Ansatzes umfasst Armut das Risiko von Unterversorgung in verschiedenen Bereichen von materiellen Ressourcen über Bildung und Gesundheit bis hin zu sozialen Ressourcen und Netzwerken. Die gesundheitlichen Folgen können gravierend sein: Kinder in Armutslagen erleben Ausgrenzung, haben einen schlechteren Zugang zur Gesundheitsversorgung und ein erhöhtes Risiko für psychische Erkrankungen[2]. Zudem ist Armut ein Risikofaktur für eine verkürzte Lebenserwartung. Da die integrierten Gesundheitszentren auch weitere Altersgruppen erreichen, wurde im Verlauf des Workshops ein Transfer auf andere von Armut betroffene Zielgruppen vorgenommen.

Der Workshop orientierte sich an den drei Ebenen armutssensiblen Handelns Wissen, Haltung, Handeln. Er verband theoretische Impulse mit praktischen Arbeitseinheiten zur Übertragung auf das eigene Arbeitsfeld. 

Im Mittelpunkt stand dabei nicht nur die individuelle Ebene, etwa die Reflexion der eigenen Haltung im Kontakt mit armutsbetroffenen Menschen, sondern auch die organisationale und strukturelle Perspektive. Zentral dabei waren die Fragen „Wie können wir uns als Organisation so entwickeln und aufstellen, dass wir armutssensibel arbeiten? Was bieten wir an, was fehlt? Wie sprechen wir an, wen sprechen wir an? Welche Sprache nutzen wir? Wie beteiligend arbeiten wir? Welche Barrieren gibt es und wie gehen wir mit ihnen um?​“

Der Workshop bot einen vertrauensvollen Austausch und wertvolle Impulse. Er zeigte zugleich, wie viel in den vier Berliner integrierten Gesundheitszentren bereits passiert und wo weitere gemeinsame Schritte möglich sind, um gesundheitliche Chancengerechtigkeit für Menschen in Armutslagen in Berlin zu stärken.

 


[1] Bertelsmann-Stiftung (2023): Factsheet Kinder- und Jugendarmut in Deutschland Factsheet Kinder- und Jugendarmut in Deutschland unter Nutzung von Daten der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder

[2] ISS: Langzeitstudie zur Lebenssituation und Lebenslage von (armen) Kindern 
Langzeitstudie zur Lebenssituation und Lebenslage (armer) Kinder: Institut für Sozialarbeit und Sozialpädagogik e.V.

Bertelsmann-Stiftung (2023): Factsheet Kinder- und Jugendarmut in Deutschland Factsheet Kinder- und Jugendarmut in Deutschland unter Nutzung von Daten der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder

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Leitfaden zur Erstellung von Artikeln

Reichen Sie gern Ihren Artikel zur soziallagenbezogenen Gesundheitsförderung bei der Geschäftsstelle des Kooperationsverbundes ein! Für die Erstellung eines Artikels finden Sie hier einen Leitfaden mit unseren formalen und inhaltlichen Anforderungen.

  • 20.04.2026 - 23.04.2026

    Wuppertal

    75. Wissenschaftlicher Kongress – Der Öffentliche Gesundheitsdienst

    ÖGD – Keiner wie wir!

    Unter dem Motto „ÖGD – Keiner wie wir!“ werden wir wieder vielfältige und interessante Themen aus Praxis und Wissenschaft gemeinsam diskutieren. 2026 wird uns unter anderem das Thema „Pakt für den ÖGD“ beschäftigen. Gleichermaßen wollen und müssen wir die Gelegenheit nutzen, uns mit den Lehren aus der Pandemie sowie der damit verbundenen Weiterentwicklung und zukünftigen Aufgabenwahrnehmung des ÖGD auseinanderzusetzen. Hierzu ist eine ganze Reihe von Themen in der Planung, an der das wissenschaftliche Programm-Komitee unter Leitung der Deutschen Gesellschaft für Öffentliches Gesundheitswesen e.V. (DGÖG) bereits mit Hochdruck zusammen mit den Fachausschüssen und Arbeitsgruppen, dem ausrichtenden Bundesland NRW sowie unserem Kooperationspartner, der Gesellschaft für Hygiene, Umweltmedizin und Präventivmedizin e.V. (GHUP), arbeitet. Der wissenschaftliche Kongressbeirat des BVÖGD hat dazu viele Themenvorschläge unterbreitet.

    Weitere Informationen finden Sie auf der Website des Kongresses.

    Kategorie: Kongress
    Veranstalter: Bundesverband der Ärztinnen und Ärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes e.V.
  • 23.04.2026

    online via Zoom

    Gesundheitsförderung in der Kaffeepause

    Digitaler Kurzaustausch: "Die Ottawa-Charta verstehen – Leitideen für die Gesundheitsförderung"

    Die Koordinierungsstelle Gesundheitliche Chancengleichheit (KGC) Hessen lädt interessierte kommunale Fachakteur*innen zu einem digitalen Kurzaustausch via Zoom ein. Unter dem Motto „Gesundheitsförderung in der Kaffeepause“ erhalten Sie neue Impulse für Ihre Arbeit in der kommunalen Gesundheitsförderung und haben die Möglichkeit, sich zu vernetzen sowie eigene Erfahrungen einzubringen.

    Die Veranstaltung dauert 90 Minuten. Sie beginnt mit einem themenbezogenen Impulsvortrag zu den Grundlagen der Ottawa-Charta und ihrer Bedeutung für die kommunale Gesundheitsförderung. Referent ist Dr. Frank Lehmann (Berliner Institut für Gesundheits- und Sozialwissenschaften). Im Anschluss sind die Teilnehmenden eingeladen, ihre Praxiserfahrungen einzubringen. Diese werden im Kontext der Handlungsfelder und Strategien der Ottawa-Charta diskutiert. Im Mittelpunkt steht die gemeinsame Reflexion, welche Impulse und Wege notwendig sind, um Gesundheitsförderung vor Ort unter den aktuellen Bedingungen nachhaltig und ressortübergreifend zu verankern.

    Weitere Informationen finden Sie hier.

    Kategorie: Veranstaltung
    Veranstalter: KGC Hessen
  • 06.05.2026 - 01.10.2026

    Hannover sowie online

    Wohin des Weges? Kommunale Prävention und Gesundheitsförderung strategisch gestalten

    Schulungsreihe zum Einstieg in integrierte kommunale Strategien

    Um kommunale Prävention und Gesundheitsförderung optimal zu planen und zu steuern, braucht es einen Überblick über Bedarfe und Bedürfnisse der Bevölkerung. Die Ermittlung eines Status Quo und die Einnahme verschiedener Perspektiven – wie zum Beispiel die der Dialoggruppe selbst (Kinder, Alleinerziehende, Senior*innen etc.) – ermöglichen erst eine nachhaltige Struktur- und Angebotsentwicklung.

    Die Schulungsreihe „Wohin des Weges? Kommunale Prävention und Gesundheitsförderung strategisch gestalten“ soll zur eigenständigen Umsetzung von Kontextcheck und zur Vorbereitung integrierter Strategien auf kommunaler Ebene befähigen. Hierfür wird praktisches und methodisches Wissen vermittelt, um die Bedarfs- und Bedürfnisanalyse im Rahmen des Prozesskreislaufes umzusetzen und daraus Empfehlungen abzuleiten. Diskutiert werden unter anderem: Die Analyse von Statistiken, Angebotsstrukturen und Netzwerken sowie Beteiligungsformate für Dialoggruppen und Public Health-Ethik als Mittel zur Formulierung gut begründeter Handlungsempfehlungen. Gute kommunale Beispiele und fachliche Kompetenz ausgewiesener Expert*innen sowie aus der LVG & AFS Nds. HB. e.V. zeigen, wie dies gelingen kann.

    Teilnehmen können alle in Deutschland tätigen kommunalen Fachkräfte, die im Bereich der Gesundheitsförderung oder in angrenzenden Handlungsfeldern agieren. Es sind keine Vorkenntnisse zu Kontextcheck notwendig. Weitere Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie hier.

    Kategorie: Fortbildungsreihe
    Veranstalter: Landesvereinigung für Gesundheit und Akademie für Sozialmedizin Niedersachsen Bremen e. V.

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Informationen über aktuelle Ent­wick­lung­en in der so­zi­al­la­gen­be­zoge­nen Ge­sund­heits­för­de­rung, neue An­ge­bo­te "Guter Pra­xis" so­wie über Ver­an­stal­tung­en, Wett­be­wer­be und Li­te­ra­tur zu diesem The­ma. Ent­wick­lung­en im Ko­o­pe­ra­ti­ons­ver­bund und Neu­ig­keit­en auf der Internetplattform wer­den eben­falls vorgestellt.

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