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Aktuelles

Artikel und Meldungen im Überblick

Psychosoziale Folgen von Arbeitslosigkeit bei jungen Geflüchteten

Reinhold Gravelmann , AFET-Bundesverband für Erziehungshilfe e.V.
14.07.2019

In Deutsch­land brummt die Kon­junk­tur und es herrscht Fachkräftemangel in sehr vielen Berufssparten. Und den­noch befasst sich die­ser Ar­ti­kel mit den psychosozialen Fol­gen von Ar­beits­lo­sig­keit? Ja - denn die Not­wen­dig­keit besteht wei­ter­hin. Et­li­che Menschen, u.a. (junge) Flüchtlinge, werden auch in Zeiten der Hochkonjunktur nicht in den Ar­beits­markt in­te­griert. Es mangelt an einer Aus­ei­nan­der­set­zung mit den psychosozialen Fol­gen, die ge­ra­de bei jun­gen Menschen in Er­schei­nung tre­ten kön­nen, wenn „Ar­beit, die Mut­ter des Lebens“ (slowakisches Sprichwort) fehlt.

"Der ärmste Mensch ist der, der keine Aufgabe mehr hat."

© Albert Schweitzer (*1965), deutsch-französischer Arzt, Theologe, Musiker und Kulturphilosoph, Friedensnobelpreis 1952

Den beruflichen Wünschen steht bei vielen jun­gen Flüchtlingen ei­ne Wirk­lich­keit ge­gen­über, die diese Träume zer­plat­zen lässt. Die beruflichen Integrationsprozesse der jun­gen Flüchtlinge glei­chen eher ei­nem „Lang­stre­cken­lauf“, so Bundesarbeitsministerin Nahles, als ei­nem Sprint. Mindestens fünf Jahre sind ein realistischer Zeit­raum, bis die berufliche Ausbildungsphase ab­ge­schlos­sen ist. Eine Arbeitsstelle als ungelernte Kraft zu fin­den, ist trotz verbesserter rechtlicher sowie wirtschaftlicher Rahmenbedingungen eben­falls nicht leicht. Zumeist handelt es sich dann um unsichere und schlecht bezahlte Arbeitsstellen1, sehr häufig in Zeitarbeitsunternehmen2.

"Jede Situation ist zu ertragen, auf die wir handelnd reagieren können."

©Johann Mutius ( *1631), deutscher reformierter Pfarrer und lippischer Generalsuperintendent

Jun­ge Flüchtlinge sind gefordert viel Neues zu ler­nen und sie müs­sen war­ten3. War­ten auf das Asylverfahren, war­ten im Ausländeramt, war­ten auf den Aufenthaltstitel, war­ten auf die Sprachkurse, war­ten auf Wohn­raum, war­ten auf ih­re Familienangehörigen, unter Umständen war­ten auf Abschiebung, war­ten... War­ten zer­mürbt. Je weniger handlungskompetent ein Mensch sich er­lebt, desto grö­ßer ist die Ge­fahr der Re­si­gna­ti­on. Bei jun­gen geflüchteten Menschen ist das Ge­fühl von Ori­en­tie­rungs­lo­sig­keit und Handlungsohnmacht in einer für sie frem­den Welt verstärkt ge­ge­ben. Die Zeit des Nichts-tun, des oft Nichts-tun-Könnens ist ge­ra­de für junge Menschen hoch pro­ble­ma­tisch für die Persönlichkeitsentwicklung.

"Die Menschenwürde wird nicht durch Arbeit begründet, aber durch die Arbeitslosigkeit beschädigt."

© Ernst Reinhardt (*1932), Dr. phil., Schweizer Publizist und Aphoristiker

Der 15. Kinder- und Jugendbericht benennt Selbstpositionierung, die Verselbständigung und die Qualifizierung als die drei zentralen Entwicklungsaufgaben des Jugendalters. Die Selbstpositionierung beschreibt den Pro­zess vom Finden einer Ba­lan­ce zwi­schen subjektiver Frei­heit und sozialer Zu­ge­hö­rig­keit zu Grup­pen und/oder der Ge­sell­schaft. Mit Verselbständigung ist ge­meint, dass es dem jun­gen Menschen gelingt, so­zi­o­kul­tu­rell, öko­no­misch und po­li­tisch Verantwortung zu über­neh­men. Diese Auf­ga­be steht in enger Verbindung zur Qualifizierung. Es wird vom Ju­gend­li­chen erwartet, dass er allgemeinbildende, soziale und berufliche Handlungskompetenzen erwirbt4. Diese Entwicklungs­aufgaben stel­len sich für junge Geflüchtete als besondere Herausforderungen dar.

Je bes­ser die Be­wäl­ti­gung der Entwicklungsaufgaben dem geflüchteten Ju­gend­li­chen gelingt, um­so zufriedenstel­lender und positiver die gemachten Er­fah­rung­en in der deutschen Ge­sell­schaft sind, um­so erfolgreicher und selbstwirksamer wird er/sie sich er­le­ben. Je pro­ble­ma­tischer die Pro­zesse verlaufen, desto höher ist die Wahr­schein­lich­keit misslingender Individuation, Enkulturation und In­te­gra­ti­on. Gerade Zeiten unfreiwilliger Ar­beits­lo­sig­keit sind für viele Menschen, ins­be­son­de­re in der Pha­se des Erwachsenenwerdens, hoch pro­ble­ma­tisch und wir­ken sich negativ auf die Persönlichkeitsentwicklung aus, et­wa in Be­zug auf den Ge­sund­heits­zu­stand. Ar­beit hingegen kann (ge­ra­de auch bei traumatisierten) jun­gen Flüchtlingen eine positive Wir­kung ent­fal­ten.

"Mit das schwerste Los ist arbeitslos."

© Erwin Koch (*1932), deutscher Aphoristiker

Menschen oh­ne Ar­beit sind von sozialer und gesellschaftlicher Teil­ha­be weit­ge­hend aus­ge­schlos­sen. Sie sind ab­hän­gig von den geringen finanziellen Leis­tung­en nach dem Asylbewerberleistungsgesetz oder dem SGB II und le­ben am Ran­de des Existenzminimums. Für viele junge unbegleitete wie begleitete Flüchtlinge ist (oder wird!) Ar­beits­lo­sig­keit so­mit zu einer prägenden negativen Er­fah­rung in ihrer So­zi­a­li­sa­ti­on. Sie kumuliert mit den zu­vor (oft) problematischen Er­fah­rung­en in den Herkunftsländern, der Flucht und der spezifischen Le­bens­la­ge als Flüchtling in Deutsch­land. Vorhandene Potentiale, Kompetenzen und Fä­hig­keit­en kön­nen nicht zur Gel­tung kom­men.

"Arbeitslosigkeit ist ein Quell der Krankheit."

© Peter E. Schumacher (*2013), Aphorismensammler und Publizist

Zweifelsohne kön­nen permanente Herausforderungen, häufige Überforderungen, Orientierungsprobleme, Ab­leh­nung­en durch Ar­beit­ge­ber oder die einheimische Be­völ­ke­rung zu resignativem Verhalten füh­ren. Das wie­de­rum beeinträchtigt ei­ne aktive Herangehensweise an die Be­wäl­ti­gung von Problemen. Erlebte Macht­lo­sig­keit führt zu ei­ner Misserfolgsorientierung. Wer sich nicht als selbst wirk­sam er­lebt, gerät schnell in den Kreislauf der negativen Selbstbestätigung („Ich bin nichts, ich kann nichts, ich werde nichts“). Gerade Flüchtlinge, die mit großen Hoffnungen nach Deutsch­land gekommen sind, se­hen sich un­ter Erfolgsdruck, zu­mal bei jun­gen Geflüchteten die Er­war­tungs­hal­tung der Fa­mi­lie hinzukommt. Die Frus­tra­ti­on über ei­ne unbefriedigende Le­bens­la­ge kann sich in (auto)aggressiven Verhalten nie­der­schla­gen. Jun­ge Menschen und ins­be­son­de­re junge Männer haben in der Jugendphase oh­ne­hin größere Probleme mit ihren Aggressionen umzugehen, dies kann durch Ar­beits­lo­sig­keit verstärkt wer­den. Es kön­nen ge­nau­so internalisierte Verarbeitungsformen auf­tre­ten, die z.B. bestehende psychische Be­las­tung­en bei Geflüchteten verstärken. Oft kommt es in Zeiten von Ar­beits­lo­sig­keit zu ei­ner Zu­nah­me psychosomatischer Beschwerden, mit de­nen Flüchtlinge oh­ne­hin vielfach zu kämp­fen haben. Längere Zeiten von Ar­beits­lo­sig­keit füh­ren zu­dem zu weiteren erhöhten gesundheitlichen Beeinträchtigungen. Außerdem kann das gesundheitsbezogene Verhalten -welches bei jun­gen Menschen häufig we­nig aus­ge­prägt ist- ne­ga­tiv beeinflusst wer­den. Mit Alkohol, illegalen Drogen oder Zigarettenkonsum wird Lan­ge­wei­le überbrückt, oder der junge Mensch versucht so sei­ne La­ge zu verdrängen und dem All­tag zu ent­flie­hen. Eine weitere Fol­ge von längerer Zeit des Nicht-Beschäftigt-Seins ist der Verlust der Tagestrukturierung, die durch Ar­beit gewährleistet ist. Das Zeit­ge­fühl geht verloren. Bei geflüchteten Menschen kann die viele unfreiwillige freie Zeit negative Gedanken hervorrufen, die um traumatische Ereignisse krei­sen, sich mit dem Verlust der Heimat befassen oder der verloren gegangenen kulturellen Vertrautheit... Dies, verbunden mit der gegenwärtigen Le­bens­la­ge in Deutsch­land, kann Menschen verzweifeln las­sen.
Die aufgeführten negativen Fol­gen von Ar­beits­lo­sig­keit wurden un­ab­hän­gig vom Al­ter, der sozialen Schicht und dem Ge­schlecht festgestellt5-8.

"Arbeit ist das beste Mittel gegen Verzweiflung."

© Sir Arthur Conan Doyle (*1930)

Ar­beits­lo­sig­keit beeinflusst die Per­sön­lich­keit oft mas­siv und verändert die Menschen. Sie kann so­gar zur völligen psychosozialen Zer­mür­bung und Verzweiflung füh­ren. Ar­beit hingegen trägt zur Entwicklung des Selbst­wert­ge­fühls bei. Ein Spruch der hannoverschen Handwerkskammer weist da­rauf hin: Wir sind HandWERker. Man (ins­be­son­de­re Mann!) ist wer, stellt was dar, kann auf sei­ne Leis­tung­en verweisen. Ar­beits­lo­sig­keit hingegen beschädigt das Selbst­wert­ge­fühl. Dies gilt bei geflüchteten jun­gen Männern, bei de­nen oft noch ein stärker verankertes Rollenbewusstsein des verdienenden Mannes vorherrscht, wohl in besonderem Maße. Je ausgeprägter die Ar­beitsorientierung ist, des­to stärker leiden die jun­gen Flüchtlinge un­ter der Ar­beits­lo­sig­keit.
Es ist die Auf­ga­be aller Akteure, gesellschaftliche In­te­gra­ti­on durch berufliche In­te­gra­ti­on zu gewährleisten - im In­te­res­se der betroffenen geflüchteten Menschen und im In­te­res­se der deutschen Ge­sell­schaft. Letztlich kann es als die „gerechtigkeitspolitische Na­gel­pro­be“ an­ge­se­hen wer­den, in­wie­weit Ju­gend­li­chen und jun­gen Er­wach­se­nen in prekären Lebenskonstellationen ei­ne eigene Ju­gend zu­ge­stan­den und in­wie­weit der Auf­bau ei­ner Lebensperspektive er­mög­licht wird4.

Dieser Beitrag ist eine gekürzte Fassung eines Fachartikels im „Dialog Erziehungshilfe“ 1/2019.

Literatur:

1 Brücker, H. et al. (2019): Geflüchtete ma­chen Fortschritte bei Spra­che und Be­schäf­ti­gung. IAB-Kurzbericht 3/2019.

2 Gürtzgen, N. , Kubis A., Rebien M. (2017): Geflüchtete kom­men mehr und mehr am Ar­beitsmarkt an. IAB-Kurzbericht 14/2017. Institut für Ar­beitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) der Bundesagentur für Ar­beit (Hrsg.)

3 Gravelmann, R. (2017): Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge in der Kinder- und Jugendhilfe. Ori­en­tie­rung für die praktische Ar­beit, Ernst-Reinhardt-Verlag München-Basel.

4 Deutscher Bundestag (2017): 15. Kinder- und Jugendbericht. Be­richt über die Lebenssituation junger Menschen und die Leis­tung­en der Kinder- und Jugendhilfe Druck­sa­che 18/11050. Deutscher Bun­des­tag. 18. Wahl­pe­ri­o­de, Ber­lin.

5 Buntenbach, A. (2010): Gesundheitsrisiko Ar­beits­lo­sig­keit - Wis­sens­stand, Pra­xis und An­for­de­rung­en an ei­ne arbeitsmarktintegrative Ge­sund­heits­för­de­rung. Ar­beits­markt ak­tu­ell 09. Au­gust 2010, 1-23.

6 Camara, M. (2014): Die psychosoziale Ge­sund­heit von asylsuchenden und geduldeten Flüchtlingen in Deutsch­land vor dem Hintergrund des eingeschränkten Arbeitsmarktzugangs. Bachelorarbeit. Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg, Ab­ga­be 18.02.2014. In: edoc.sub.uni-hamburg.de/haw/volltexte/2014/2811/, letzter Ab­ruf 2.07.2019.

7 Faust, W. (o. Jahresangabe): Seelisch Kran­ke un­ter uns. In: www.psychosoziale-gesundheit.net/seele/arbeitslosigkeit.html, letzter Ab­ruf 02.07.2019.

8 Oschmiansky, F. (2010): Fol­gen der Ar­beits­lo­sig­keit. In: www.bpb.de/politik/innenpolitik/arbeitsmarktpolitik/54992/folgen-der-Ar­beits­lo­sig­keit?p=all, letzter Ab­ruf 02.07.2019.

Diverse Veröffentlichungen zu oben genannten Themenfeldern: www.referent-gravelmann.de

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  • 06.05.2026 - 01.10.2026

    Hannover sowie online

    Wohin des Weges? Kommunale Prävention und Gesundheitsförderung strategisch gestalten

    Schulungsreihe zum Einstieg in integrierte kommunale Strategien

    Um kommunale Prävention und Gesundheitsförderung optimal zu planen und zu steuern, braucht es einen Überblick über Bedarfe und Bedürfnisse der Bevölkerung. Die Ermittlung eines Status Quo und die Einnahme verschiedener Perspektiven – wie zum Beispiel die der Dialoggruppe selbst (Kinder, Alleinerziehende, Senior*innen etc.) – ermöglichen erst eine nachhaltige Struktur- und Angebotsentwicklung.

    Die Schulungsreihe „Wohin des Weges? Kommunale Prävention und Gesundheitsförderung strategisch gestalten“ soll zur eigenständigen Umsetzung von Kontextcheck und zur Vorbereitung integrierter Strategien auf kommunaler Ebene befähigen. Hierfür wird praktisches und methodisches Wissen vermittelt, um die Bedarfs- und Bedürfnisanalyse im Rahmen des Prozesskreislaufes umzusetzen und daraus Empfehlungen abzuleiten. Diskutiert werden unter anderem: Die Analyse von Statistiken, Angebotsstrukturen und Netzwerken sowie Beteiligungsformate für Dialoggruppen und Public Health-Ethik als Mittel zur Formulierung gut begründeter Handlungsempfehlungen. Gute kommunale Beispiele und fachliche Kompetenz ausgewiesener Expert*innen sowie aus der LVG & AFS Nds. HB. e.V. zeigen, wie dies gelingen kann.

    Teilnehmen können alle in Deutschland tätigen kommunalen Fachkräfte, die im Bereich der Gesundheitsförderung oder in angrenzenden Handlungsfeldern agieren. Es sind keine Vorkenntnisse zu Kontextcheck notwendig. Weitere Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie hier.

    Kategorie: Fortbildungsreihe
    Veranstalter: Landesvereinigung für Gesundheit und Akademie für Sozialmedizin Niedersachsen Bremen e. V.
  • 20.05.2026

    Frankfurt am Main

    Die Ottawa-Charta: Kompass für die Zukunft der Gesundheitsförderung?

    Jahresfachtag der KGC Hessen zum 40-jährigen Jubiläum der Ottawa-Charta

    Die Ottawa-Charta zur Gesundheitsförderung feiert in diesem Jahr ihr 40-jähriges Jubiläum. Dies nimmt die Koordinierungsstelle Gesundheitliche Chancengleichheit (KGC) Hessen zum Anlass, die Bedeutung der zentralen Strategien der Charta – Enable, Advocate und Mediate – hinsichtlich heutiger gesellschaftlicher und politischer Rahmenbedingungen kritisch zu reflektieren und Impulse für die Zukunft der soziallagenbezogenen Gesundheitsförderung zu setzen. 

    Im Mittelpunkt steht die Frage, wie die Leitideen der Ottawa-Charta angesichts wachsender sozialer Ungleichheiten, multipler Krisen und komplexer Strukturen wirksam umgesetzt und weiterentwickelt werden können. Dabei wird der Ansatz „Health in and for All Policies“ als handlungsleitendes Prinzip in den Blick genommen; er soll die intersektorale Verankerung von Gesundheit in politischen Entscheidungsprozessen stärken und gesundheitliche Chancengleichheit systematisch fördern. Entlang der Strategien der Ottawa-Charta diskutieren Vertreter*innen aus Wissenschaft, Politik und Praxis verschiedene Fokusthemen und aktuelle Herausforderungen der Gesundheitsförderung.

    Weitere Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie hier.

    Kategorie: Jahrestagung
    Veranstalter: KGC Hessen
  • Online via Webex

    Präventionsketten im Fokus: Einbindung von Bürgermeister*innen und Landrät*innen in Präventionsketten

    Die Veranstaltungsreihe ist eine Initiative der Thüringer Präventionsketten und bringt Landkreise bundesweit miteinander ins Gespräch. Im Mittelpunkt stehen Good-Practice-Beispiele aus der Präventionskettenarbeit sowie der kollegiale Austausch zu spezifischen Herausforderungen in Landkreisen.

    Im Fokus dieses Termins steht die Frage, wie Bürgermeister*innen oder Landrät*innen gut in die Präventionsketten eingebunden werden können. Anhand von Good-Practice-Beispielen aus dem Landkreis Schmalkalden-Meiningen (Thüringen) und aus dem Werra-Meißner-Kreis (Hessen) wird gezeigt, wie politische Spitze in Landkreisen für das Thema der Präventionsketten gewonnen und in die Präventionskettenarbeit eingebunden werden kann. Es wird eingeladen, gemeinsam in den Austausch zu treten und Impulse für die eigene Praxis zu erhalten.

    Weitere Informationen zur Veranstaltung sowie die Möglichkeit zur Anmeldung bis zum 26.05.2026 finden Sie hier.

    Kategorie: Veranstaltung
    Veranstalter: Thüringer Präventionsketten

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