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Aktiv für Gesundheit und Chancengleichheit

Aktuelles

Artikel und Meldungen im Überblick

Pool guter Praxis für mehr gesundheitliche Chancengleichheit wächst!

Pressemitteilung zum 100sten Good Practice-Projekt erfolgreicher Gesundheitsförderung

Rike Hertwig , Fachstelle für Prävention und Gesundheitsförderung & Geschäftsstelle der Landesgesundheitskonferenz
21.09.2009

PRESSEMITTEILUNG

Berlin. Fast jedes fünfte  Kind in der Bundesrepublik wächst unter schwierigen materiellen und sozialen Bedingungen auf, so der Sachverständigenrat zur Begutachtung der Entwicklung im Gesundheitswesen
(SVR-G) 2009. Und Armut macht krank: soziale Unterschiede bei der Verteilung gesundheitlicher Chancen festigen sich bereits in frühen Lebensphasen und setzen sich bis ins Erwachsenenalter hinein fort. Deshalb liegt hier laut SVR-G eine zentrale Herausforderung der Gesundheitspolitik. Prävention kommt bisher wenig bei sozial benachteiligen Menschen an. Angebote werden eher von den gesundheitsbewussten, gut situierten Menschen wahrgenommen. Damit sozial Benachteiligte nicht auf der Strecke bleiben, muss Gesundheit direkt in ihrem Alltag stattfinden. Dort wo die Menschen spielen, lernen, arbeiten, leben.

Wie geht das? Dies zeigt der stetig wachsende Good Practice-Pool des bundesweiten Kooperationsverbundes „Gesundheitsförderung bei sozial Benachteiligten“. Er präsentiert inzwischen 100 erfolgreiche Good Practice- Projekte für ein breites Spektrum sozial benachteiligter Zielgruppen: von Kindern bis hin zu älteren Menschen sowie in besonderen Lebenslagen wie Alleinerziehende, Arbeitslose, sozial Benachteiligte mit Migrationshintergrund oder Bewohnerinnen und Bewohner von sozialen Brennpunkten.

Als 100stes vorbildliches Projekt wurden die „Gesundheitsteams vor Ort“ im Stadtteil Trier Nord ausgewählt, einem Programmgebiet der Sozialen Stadt.
Die Gesundheitsteams erleichtern sozial benachteiligten Familien, Alleinerziehenden sowie Kindern und Jugendlichen den Zugang zu den Regelangeboten des Gesundheitswesens. Von Vorsorgeuntersuchungen, Impfberatung und psychosexueller Gesundheit bis hin zu Selbstwertförderung und gesunder Bewegung ist alles dabei. Dazu arbeiten Fachkräfte aus dem
Gesundheits- und Sozialwesen, von der Ärztin über die Hebamme bis zum Sozialarbeiter, berufsgruppenübergreifend zusammen.

„Die Good Practice-Projekte zeigen, wie Gesundheitsförderung den Alltag der Menschen verändern kann. Sie sind erfolgreich, weil sie die Menschen vor Ort motivieren und unterstützen, selbst aktiv zu werden und ihren Alltag gesünder zu gestalten. Deshalb empfehlen wir diese Praxis als vorbildlich“, erklärt Prof. Dr. Elisabeth Pott, Direktorin der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA). Ausgewählt werden die „Good Practice“-Angebote anhand von zwölf Kriterien unter Beteiligung von Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Praxis.

Der Kooperationsverbund ist auf Initiative und mit Unterstützung der BZgA entstanden. Er zählt derzeit 53 Partner, darunter Deutscher Städtetag, Krankenkassen, Wohlfahrtsverbände und soziale Organisationen. Ziel ist es, erfolgreiche Beispiele der Gesundheitsförderung bekannt zu machen und den Transfer in andere Kommunen und Regionen zu erleichtern. Mehr Informationen zum Kooperationsverbund finden Sie hier.

Einen Überblick über alle 100 Good Practice-Projekte finden Sie hier.

Direkt zum 100sten Projekt "Gesundheitsteams vor Ort" gelagen Sie hier.

Pressekontakt
Kooperationsverbund "Gesundheitsförderung bei sozial Benachteiligten"
Geschäftsstelle:
Gesundheit Berlin
Öffentlichkeitsarbeit
Rike Hertwig
presse@gesundheitberlin.de
Tel. 030 / 44 31 90-72
Fax 030 / 44 31 90-83

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  • 06.05.2026 - 01.10.2026

    Hannover sowie online

    Wohin des Weges? Kommunale Prävention und Gesundheitsförderung strategisch gestalten

    Schulungsreihe zum Einstieg in integrierte kommunale Strategien

    Um kommunale Prävention und Gesundheitsförderung optimal zu planen und zu steuern, braucht es einen Überblick über Bedarfe und Bedürfnisse der Bevölkerung. Die Ermittlung eines Status Quo und die Einnahme verschiedener Perspektiven – wie zum Beispiel die der Dialoggruppe selbst (Kinder, Alleinerziehende, Senior*innen etc.) – ermöglichen erst eine nachhaltige Struktur- und Angebotsentwicklung.

    Die Schulungsreihe „Wohin des Weges? Kommunale Prävention und Gesundheitsförderung strategisch gestalten“ soll zur eigenständigen Umsetzung von Kontextcheck und zur Vorbereitung integrierter Strategien auf kommunaler Ebene befähigen. Hierfür wird praktisches und methodisches Wissen vermittelt, um die Bedarfs- und Bedürfnisanalyse im Rahmen des Prozesskreislaufes umzusetzen und daraus Empfehlungen abzuleiten. Diskutiert werden unter anderem: Die Analyse von Statistiken, Angebotsstrukturen und Netzwerken sowie Beteiligungsformate für Dialoggruppen und Public Health-Ethik als Mittel zur Formulierung gut begründeter Handlungsempfehlungen. Gute kommunale Beispiele und fachliche Kompetenz ausgewiesener Expert*innen sowie aus der LVG & AFS Nds. HB. e.V. zeigen, wie dies gelingen kann.

    Teilnehmen können alle in Deutschland tätigen kommunalen Fachkräfte, die im Bereich der Gesundheitsförderung oder in angrenzenden Handlungsfeldern agieren. Es sind keine Vorkenntnisse zu Kontextcheck notwendig. Weitere Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie hier.

    Kategorie: Fortbildungsreihe
    Veranstalter: Landesvereinigung für Gesundheit und Akademie für Sozialmedizin Niedersachsen Bremen e. V.
  • 21.09.2026

    Berlin

    Miteinander: Alle satt in unseren Städten

    Ernährungspolitischer Workshoptag

    Was braucht es, damit eine gesunde und nachhaltige Ernährung in der Stadt für alle zugänglich wird? Ausgehend von den Ergebnissen des EU-geförderten Projekts FoodCLIC möchten wir zentrale Themen mit Ihnen diskutieren: Ernährungsarmut und ihre strukturellen Ursachen, das Recht auf Nahrung auf kommunaler Ebene, Ernährung als Präventionsthema in der Gesundheitsversorgung – und die Frage, wie eine sektorübergreifende Zusammenarbeit gelingen kann. Dabei wollen wir Perspektiven aus Wissenschaft, Praxis, Zivilgesellschaft und Politik zusammenbringen.

    Bereits jetzt können Sie sich über diesen Anmeldelink für den Workshoptag registrieren

    Kategorie: Workshop
    Veranstalter: Humboldt-Universität zu Berlin
  • München

    Wiederholungsveranstaltung: Mit dabei statt dran vorbei! Methoden-Workshop zur Ansprache schwer erreichbarer Zielgruppen

    Save the Date: Nicht jeder Mensch hat die gleichen Chancen auf ein gesundes Leben – geprägt wird dies u. a. durch Einkommen, Bildung oder belastende Lebensumstände. Viele Präventions- und Gesundheitsförderungsangebote erreichen nach wie vor hauptsächlich Menschen mit höherem Bildungsniveau und Einkommen. Sie sind in ihrer Struktur, Sprache oder Zugänglichkeit oftmals nicht auf die Lebensrealität benachteiligter Menschen zugeschnitten.
    Wie kann Gesundheitsförderung gelingen, die wirklich alle erreicht? 

    Dazu organisiert die Koordinierungsstelle Gesundheitliche Chancengleichheit Bayern aufgrund der hohen Nachfrage im vergangenen Jahr erneut die Veranstaltung: „Mit dabei statt dran vorbei! Methoden-Workshop zur Ansprache schwer erreichbarer Zielgruppen“.

    Kategorie: Workshop
    Veranstalter: KGC Bayern

… weitere Termine

Mit unserem News­letter immer aktuell informiert

Informationen über aktuelle Ent­wick­lung­en in der so­zi­al­la­gen­be­zoge­nen Ge­sund­heits­för­de­rung, neue An­ge­bo­te "Guter Pra­xis" so­wie über Ver­an­stal­tung­en, Wett­be­wer­be und Li­te­ra­tur zu diesem The­ma. Ent­wick­lung­en im Ko­o­pe­ra­ti­ons­ver­bund und Neu­ig­keit­en auf der Internetplattform wer­den eben­falls vorgestellt.

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