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Aktiv für Gesundheit und Chancengleichheit

Aktuelles

Artikel und Meldungen im Überblick

Ökonomisierung im Gesundheitssystem - wo bleibt der Mensch? Lücken schließen in der poststationären Versorgung wohnungsloser Menschen

6. Kooperationsveranstaltung der Ärztekammer Hamburg und des Regionalen Knoten Wohnungslosigkeit und Gesundheit der HAG

Petra Hofrichter , Hamburgische Arbeitsgemeinschaft für Gesundheitsförderung e.V. (HAG)
06.11.2011

Rund 100 Akteure aus den Bereichen der Me­di­zin, Pfle­ge und Wohnungslosenhilfe haben an der 6. Ver­an­stal­tung des Regionalen Kno­ten und der Ärz­te­kam­mer Hamburg teilgenommen. Im Mit­tel­punkt standen die Aus­wir­kung­en des Ökonomisierungsprozesses im Ge­sund­heits­we­sen, un­ter besonderer Be­rück­sich­ti­gung der Versorgung wohnungsloser Menschen.

Im ersten Teil der Ver­an­stal­tung näherten sich die Referenten diesem The­ma aus un­terschiedlichen Per­spek­ti­ven: Paul Wenzlaff stellte die Evaluationsergebnisse aus 10 Jahren aufsuchender Gesundheitsfürsorge in Hannover vor und machte deut­lich, wie wich­tig es ist, die Angebotsstruktur der niedrigschwelligen Gesundheitsversorgung begleitend zu eva­lu­ie­ren und auf die­ser Ba­sis be­darfs­ge­recht weiterzuentwickeln. Dr. Bernard Braun stellte in sei­nem Bei­trag mit dem Ti­tel „Der Pa­ti­ent steht im Mit­tel­punkt“, aber Allen und Allem im Wege“ die Aus­wir­kung­en des Ökonomisierungsprozesses auf die Versorgungsqualität dar. Ökonomisierung, so Braun, ist ei­ne Um­kehr von Zweck und Mit­tel im Ge­sund­heits­we­sen: „Geld bleibt nicht Mit­tel zur Si­cher­stel­lung der notwendigen Versorgung und des Erreichens definierter gesundheitlicher Ziele, son­dern die Versorgung von Kran­ken wird ten­den­zi­ell zum Mit­tel, durch das Einkommen, Um­satz und Gewinn erzielt wer­den sollen.“ Welche Fol­gen die­ser Pro­zess auf die Akteure im Sys­tem hat, war The­ma des Bei­trags von Dr. Arne Manzeschke. Er betonte, dass es sich hier um ei­nen Paradigmenwechsel handele, der Ein­fluss auf Pro­zesse, Strukturen und Beziehungen in der Or­ga­ni­sa­ti­on, die Funk­ti­on der Or­ga­ni­sa­ti­on und die Rol­le und Berufsethos ihrer Professionellen hat.

Im zweiten Teil der Ver­an­stal­tung wurden im Rahmen ei­ner Fishbowlrunde diese Themen auf die lokale Ebe­ne über­tra­gen und mit den Teilnehmenden der Ta­gung diskutiert. Vertreterinnen und Vertreter aus den Bereichen medizinische stationäre und ambulante Versorgung, Kran­ken­kas­se, Behörde und Wohnungslosenhilfe machten Handlungsbedarfe und Lösungsansätze sichtbar. Alle Be­tei­lig­ten sprachen sich für ei­ne stärkere Vernetzung und bessere Kom­mu­ni­ka­ti­on aus.  „Natürlich müs­sen wir mit vorhandenen Restriktionen um­ge­hen - aber es gibt im­mer Freiräume. Interessant ist, diese Freiräume zu ent­de­cken und da­ran zu ar­bei­ten, wie man diese Freiräume nut­zen kann, um lang­fris­tig die Rah­men­be­din­gung­en zu än­dern“, regte Dr. Arne Manzeschke von der Uni­ver­si­tät Bay­reuth an.

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Leitfaden zur Erstellung von Artikeln

Reichen Sie gern Ihren Artikel zur soziallagenbezogenen Gesundheitsförderung bei der Geschäftsstelle des Kooperationsverbundes ein! Für die Erstellung eines Artikels finden Sie hier einen Leitfaden mit unseren formalen und inhaltlichen Anforderungen.

  • 20.04.2026 - 23.04.2026

    Wuppertal

    75. Wissenschaftlicher Kongress – Der Öffentliche Gesundheitsdienst

    ÖGD – Keiner wie wir!

    Unter dem Motto „ÖGD – Keiner wie wir!“ werden wir wieder vielfältige und interessante Themen aus Praxis und Wissenschaft gemeinsam diskutieren. 2026 wird uns unter anderem das Thema „Pakt für den ÖGD“ beschäftigen. Gleichermaßen wollen und müssen wir die Gelegenheit nutzen, uns mit den Lehren aus der Pandemie sowie der damit verbundenen Weiterentwicklung und zukünftigen Aufgabenwahrnehmung des ÖGD auseinanderzusetzen. Hierzu ist eine ganze Reihe von Themen in der Planung, an der das wissenschaftliche Programm-Komitee unter Leitung der Deutschen Gesellschaft für Öffentliches Gesundheitswesen e.V. (DGÖG) bereits mit Hochdruck zusammen mit den Fachausschüssen und Arbeitsgruppen, dem ausrichtenden Bundesland NRW sowie unserem Kooperationspartner, der Gesellschaft für Hygiene, Umweltmedizin und Präventivmedizin e.V. (GHUP), arbeitet. Der wissenschaftliche Kongressbeirat des BVÖGD hat dazu viele Themenvorschläge unterbreitet.

    Weitere Informationen finden Sie auf der Website des Kongresses.

    Kategorie: Kongress
    Veranstalter: Bundesverband der Ärztinnen und Ärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes e.V.
  • 23.04.2026

    online via Zoom

    Gesundheitsförderung in der Kaffeepause

    Digitaler Kurzaustausch: "Die Ottawa-Charta verstehen – Leitideen für die Gesundheitsförderung"

    Die Koordinierungsstelle Gesundheitliche Chancengleichheit (KGC) Hessen lädt interessierte kommunale Fachakteur*innen zu einem digitalen Kurzaustausch via Zoom ein. Unter dem Motto „Gesundheitsförderung in der Kaffeepause“ erhalten Sie neue Impulse für Ihre Arbeit in der kommunalen Gesundheitsförderung und haben die Möglichkeit, sich zu vernetzen sowie eigene Erfahrungen einzubringen.

    Die Veranstaltung dauert 90 Minuten. Sie beginnt mit einem themenbezogenen Impulsvortrag zu den Grundlagen der Ottawa-Charta und ihrer Bedeutung für die kommunale Gesundheitsförderung. Referent ist Dr. Frank Lehmann (Berliner Institut für Gesundheits- und Sozialwissenschaften). Im Anschluss sind die Teilnehmenden eingeladen, ihre Praxiserfahrungen einzubringen. Diese werden im Kontext der Handlungsfelder und Strategien der Ottawa-Charta diskutiert. Im Mittelpunkt steht die gemeinsame Reflexion, welche Impulse und Wege notwendig sind, um Gesundheitsförderung vor Ort unter den aktuellen Bedingungen nachhaltig und ressortübergreifend zu verankern.

    Weitere Informationen finden Sie hier.

    Kategorie: Veranstaltung
    Veranstalter: KGC Hessen
  • 06.05.2026 - 01.10.2026

    Hannover sowie online

    Wohin des Weges? Kommunale Prävention und Gesundheitsförderung strategisch gestalten

    Schulungsreihe zum Einstieg in integrierte kommunale Strategien

    Um kommunale Prävention und Gesundheitsförderung optimal zu planen und zu steuern, braucht es einen Überblick über Bedarfe und Bedürfnisse der Bevölkerung. Die Ermittlung eines Status Quo und die Einnahme verschiedener Perspektiven – wie zum Beispiel die der Dialoggruppe selbst (Kinder, Alleinerziehende, Senior*innen etc.) – ermöglichen erst eine nachhaltige Struktur- und Angebotsentwicklung.

    Die Schulungsreihe „Wohin des Weges? Kommunale Prävention und Gesundheitsförderung strategisch gestalten“ soll zur eigenständigen Umsetzung von Kontextcheck und zur Vorbereitung integrierter Strategien auf kommunaler Ebene befähigen. Hierfür wird praktisches und methodisches Wissen vermittelt, um die Bedarfs- und Bedürfnisanalyse im Rahmen des Prozesskreislaufes umzusetzen und daraus Empfehlungen abzuleiten. Diskutiert werden unter anderem: Die Analyse von Statistiken, Angebotsstrukturen und Netzwerken sowie Beteiligungsformate für Dialoggruppen und Public Health-Ethik als Mittel zur Formulierung gut begründeter Handlungsempfehlungen. Gute kommunale Beispiele und fachliche Kompetenz ausgewiesener Expert*innen sowie aus der LVG & AFS Nds. HB. e.V. zeigen, wie dies gelingen kann.

    Teilnehmen können alle in Deutschland tätigen kommunalen Fachkräfte, die im Bereich der Gesundheitsförderung oder in angrenzenden Handlungsfeldern agieren. Es sind keine Vorkenntnisse zu Kontextcheck notwendig. Weitere Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie hier.

    Kategorie: Fortbildungsreihe
    Veranstalter: Landesvereinigung für Gesundheit und Akademie für Sozialmedizin Niedersachsen Bremen e. V.

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Informationen über aktuelle Ent­wick­lung­en in der so­zi­al­la­gen­be­zoge­nen Ge­sund­heits­för­de­rung, neue An­ge­bo­te "Guter Pra­xis" so­wie über Ver­an­stal­tung­en, Wett­be­wer­be und Li­te­ra­tur zu diesem The­ma. Ent­wick­lung­en im Ko­o­pe­ra­ti­ons­ver­bund und Neu­ig­keit­en auf der Internetplattform wer­den eben­falls vorgestellt.

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