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Aktiv für Gesundheit und Chancengleichheit

Aktuelles

Artikel und Meldungen im Überblick

OECD-Studie: Überdurchschnittliches Wachstum von Einkommensungleichheit und Armut in Deutschland

20.10.2008

In Deutschland haben die Einkommensunterschiede und der Anteil der armen Menschen an der Bevölkerung in den vergangenen Jahren deutlich schneller zugenommen als in den meisten anderen OECD-Ländern. Der Anteil der Menschen, die in relativer Armut leben - d.h. mit weniger als der Hälfte des Medianeinkommens auskommen müssen - liegt mittlerweile knapp über dem OECD-Schnitt, während die Armutsquote Anfang der 90er Jahre noch rund ein Viertel geringer war als im OECD-Mittel. Betroffen sind vor allem Kinder und Alleinerziehende. Das sind Ergebnisse der von der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) heute in Paris vorgestellten Studie „Mehr Ungleichheit trotz Wachstum?“.

Die Einkommensunterschiede in Deutschland, die lange Zeit im OECD-Vergleich eher gering waren, haben mittlerweile fast das OECD-Niveau erreicht. Vor allem durch einen überproportionalen Anstieg der höheren Einkommen seit der Jahrtausendwende ist die Einkommensschere auseinander gegangen. Insgesamt haben in Deutschland Ungleichheit und Armut in den Jahren 2000 bis 2005 so schnell zugenommen wie in keinem anderen OECD-Land. Neuere nationale Ergebnisse, die auf derselben Datenquelle beruhen (SOEP), zeigen auf, dass sich der Trend zu einer ungleicheren Einkommensverteilung 2006 fortgesetzt hat, 2007 allerdings zu einem vorläufigen Ende gekommen ist.

In Deutschland sind Alleinerziehende und Kinder überdurchschnittlich von relativer Armut betroffen, Rentner dagegen unterdurchschnittlich. Die Armutsquote bei Menschen über 65 Jahre lag in Zeit von 1995 bis 2005 bei rund 9 Prozent. Bei Kindern hingegen stieg die Quote im gleichen Zeitraum von 11 auf 16 Prozent - fünf Mal so schnell wie im OECD-Mittel.

Als Ursachen für die stark gestiegene Armut sieht der OECD- Bericht Arbeitslosigkeit und eine stärkere Spreizung der Erwerbseinkommen. Darüber hinaus hat die Veränderung der Haushaltsstrukturen zu der Zunahme von Armut geführt, so die Studie. Kleinere Haushalte benötigen ein höheres Pro-Kopf-Einkommen als größere, um denselben Lebensstandard zu erreichen. In Deutschland ist der Anteil der Singles und der Alleinerziehenden in den letzten Jahren deutlich gestiegen.

Auszüge aus der Studie der OECD finden Sie hier.

Wie die OECD-Studie zeigt, sind von zunehmender Armut vor allem Alleinerziehende und Kinder betroffen. Die Praxisdatenbank auf www.gesundheitliche-chancengleichheit.de enthält zahlreiche Angebote für diese Zielgruppen, darunter viele Beispiele Guter Praxis (Good Practice):

Beispiele Guter Praxis

Zielgruppe Ein-Eltern-Familien

Zielgruppe Kinder in der Lebenswelt Kindergarten

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  • 06.05.2026 - 01.10.2026

    Hannover sowie online

    Wohin des Weges? Kommunale Prävention und Gesundheitsförderung strategisch gestalten

    Schulungsreihe zum Einstieg in integrierte kommunale Strategien

    Um kommunale Prävention und Gesundheitsförderung optimal zu planen und zu steuern, braucht es einen Überblick über Bedarfe und Bedürfnisse der Bevölkerung. Die Ermittlung eines Status Quo und die Einnahme verschiedener Perspektiven – wie zum Beispiel die der Dialoggruppe selbst (Kinder, Alleinerziehende, Senior*innen etc.) – ermöglichen erst eine nachhaltige Struktur- und Angebotsentwicklung.

    Die Schulungsreihe „Wohin des Weges? Kommunale Prävention und Gesundheitsförderung strategisch gestalten“ soll zur eigenständigen Umsetzung von Kontextcheck und zur Vorbereitung integrierter Strategien auf kommunaler Ebene befähigen. Hierfür wird praktisches und methodisches Wissen vermittelt, um die Bedarfs- und Bedürfnisanalyse im Rahmen des Prozesskreislaufes umzusetzen und daraus Empfehlungen abzuleiten. Diskutiert werden unter anderem: Die Analyse von Statistiken, Angebotsstrukturen und Netzwerken sowie Beteiligungsformate für Dialoggruppen und Public Health-Ethik als Mittel zur Formulierung gut begründeter Handlungsempfehlungen. Gute kommunale Beispiele und fachliche Kompetenz ausgewiesener Expert*innen sowie aus der LVG & AFS Nds. HB. e.V. zeigen, wie dies gelingen kann.

    Teilnehmen können alle in Deutschland tätigen kommunalen Fachkräfte, die im Bereich der Gesundheitsförderung oder in angrenzenden Handlungsfeldern agieren. Es sind keine Vorkenntnisse zu Kontextcheck notwendig. Weitere Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie hier.

    Kategorie: Fortbildungsreihe
    Veranstalter: Landesvereinigung für Gesundheit und Akademie für Sozialmedizin Niedersachsen Bremen e. V.
  • 13.06.2026 - 21.06.2026

    Bundesweit

    Aktionswoche Alkohol "Alkohol? Weniger ist besser!"

    Auch im Jahr 2026 wird es wieder eine Aktionswoche Alkohol „Alkohol? Weniger ist besser!“ geben. Dieses Jahr unter dem Motto „Entdecke, wie viel mehr in dir steckt“. Die Aktionswoche Alkohol will zum Dialog rund um das Thema Alkoholkonsum einladen. Mit vielfältigen Formaten informieren die Veranstalter*innen vor Ort und online über die verschiedenen Aspekte des Alkoholkonsums und die Gründe, diesen zu überdenken, sowie über die Vorteile des Verzichts.

    Ideen und Anregungen sowie weitere Informationen zur Aktionswoche und die Möglichkeit zur Anmeldung sind unter anderem auf der Website www.aktionswoche-alkohol.de zu finden. 

    Kategorie: Aktionswoche
  • Online

    Online-Vortrag: Männerschuppen – Men’s Sheds

    Orte der Begegnung und Gesundheitsförderung

    Männerschuppen – sogenannte Men’s Sheds – sind niedrigschwellige Treffpunkte, die insbesondere Männer dabei unterstützen, soziale Kontakte zu knüpfen, aktiv zu bleiben und ihre Gesundheit zu stärken. Wie lassen sich solche Angebote erfolgreich aufbauen und nachhaltig etablieren?

    Die Veranstaltung gibt Einblicke in das Forschungs- und Praxisprojekt „MARS – Männerschuppen als Orte der Prävention und Gesundheitsförderung für Männer ab 50 im kommunalen Setting“ und beleuchtet zentrale Fragen:

    • Wie entstehen Männerschuppen vor Ort?
    • Welche Faktoren tragen zum langfristigen Erfolg bei?
    • Welche Rolle spielen Beteiligung und lokale Netzwerke?
    • Welche Erkenntnisse liefert der neue Leitfaden zur Umsetzung?

    Mehr Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie hier.

    Kategorie: Veranstaltung
    Veranstalter: männer.bw, Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart, Abteilung für Chancengleichheit der Landeshauptstadt Stuttgart

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Informationen über aktuelle Ent­wick­lung­en in der so­zi­al­la­gen­be­zoge­nen Ge­sund­heits­för­de­rung, neue An­ge­bo­te "Guter Pra­xis" so­wie über Ver­an­stal­tung­en, Wett­be­wer­be und Li­te­ra­tur zu diesem The­ma. Ent­wick­lung­en im Ko­o­pe­ra­ti­ons­ver­bund und Neu­ig­keit­en auf der Internetplattform wer­den eben­falls vorgestellt.

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