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Aktiv für Gesundheit und Chancengleichheit

Neue Qualitätskriterien zur Bekämpfung von Übergewicht

Fachheft legt Grundstein für einheitliche Standards

Merle Wiegand , bis Mitte 2012: Gesundheit Berlin-Brandenburg e.V.
10.03.2011

Welche Strategien fördern einen gesunden Lebensstil bei Kindern und Jugendlichen? Und wie kann man sicherstellen, dass die Kinder mit dem höchsten Bedarf auch erreicht werden? Bislang lagen keine einheitlichen Standards für Prävention von Übergewicht bei Kindern und Jugendlichen vor. Diese Lücke will nun das Fachheft „Qualitätskriterien für Maßnahmen der Gesundheitsförderung und Primärprävention von Übergewicht bei Kindern und Jugendlichen“ schließen.

Erarbeitet wurde die Broschüre von einer interdisziplinären Expertengruppe, die von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung moderiert wurde. Die Expert/innen gingen zunächst der Frage nach, welche Anforderungen an die Primärprävention von Übergewicht bei Kindern und Jugendlichen gestellt werden müssen.
Empfohlen wird, den Zeitpunkt der Maßnahmen so früh wie möglich zu wählen. Das Hauptziel sollte darin bestehen, die Kinder zu einer gesunden Lebensweise zu befähigen, indem ihre Schutzfaktoren und Lebenskompetenzen gestärkt werden. Der Lebensweltansatz (Kindertagesstätte, Schule, Familie Jugendzentrum, Verein) sei hierbei besonders erfolgversprechend. Besonders wichtig sei es, insbesondere Kinder und Jugendliche aus Familien mit niedrigem sozioökonomischem Status und/oder mit Migrationshintergrund, sowie Eltern und Schwangere zu erreichen. Als inhaltliche Bausteine werden Ernährung, Bewegung, weniger Medienkonsum und ein besserer Umgang mit Stress und Nichtrauchen befürwortet.
Aus diesen Empfehlungen entwickelte die Expertengruppe verschiedene Qualitätskriterien, die von Praktikerinnen und Praktiker getestet wurden. Das Ergebnis ist ein umfassender Kriterienkatalog mit ausführlichen Beschreibungen zu den einzelnen Kriterien.
Sie sollen ein qualitätsgesichertes Vorgehen in Planung, Durchführung und Verstetigung von Projekten und Angeboten unterstützen. Darüber hinaus enthält das Fachheft Grundlagen der Gesundheitsförderung und Prävention, aktuelle Fakten zu kindlichem Übergewicht, sowie einen Überblick über die wissenschaftliche Datenlage zum Thema.

Die Broschüre richtet sich an Akteure, die neue Maßnahmen planen, oder bereits bestehende Programme verbessern möchten. Außerdem sollen Akteure der Gesundheitsförderung, die über den Einsatz und die Finanzierung von Maßnahmen entscheiden, angesprochen werden.

Weitere Informationen erhalten Sie hier und auf der Seite der der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung

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  • 18.03.2026

    online

    Difu-Dialog

    Kommunale Hitzevorsorge – Strategien, Partner, Praxisbeispiele

    Mit fortschreitendem Klimawandel steigen auch die gesundheitlichen Risiken von Hitzewellen in Deutschland. Besonders gefährdet sind vulnerable Gruppen wie ältere Menschen, chronisch Kranke und sozial Benachteiligte. Hitzevorsorge und Hitzeschutz beschäftigen viele Kommunen, denn städtische Hitzeinseln verschärfen die Belastung. Maßnahmen auf individueller, kommunaler und gesamtgesellschaftlicher Ebene sind zwingend notwendig, um Städte langfristig lebenswert zu erhalten. Doch wo stehen die Kommunen in Deutschland bei diesem Thema und wie können sie sich auf Hitzewellen vorbereiten? Welche Akteur:innen sind bei der Umsetzung von Maßnahmen wichtige Partner:innen? Und welche guten Beispiele und Learnings gibt es aus Deutschland und Europa?

    Weitere Informationen und den Link zur Anmeldung finden Sie hier.

    Kategorie: Veranstaltung
    Veranstalter: Deutsches Institut für Urbanistik
  • Hannover

    40 Jahre Ottawa-Charta: Wie steht es um Gesundheitsförderung in Stadt und Land?

    Bundessymposium des Gesunden Städte-Netzwerkes

    Vier Jahrzehnte Ottawa-Charta: Ein Anlass zum Feiern und Weiterdenken. Beim Bundessymposium 2026 greifen wir die Leitprinzipien der Charta auf und fragen, was sie heute für Kommunen, zivilgesellschaftliche Initiativen und Akteur*innen im Bereich Public Health bedeuten. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Gesundheitsförderung in Stadt und Land zukunftsfähig gestaltet werden kann, unter Berücksichtigung unterschiedlicher Lebenswelten, sozialer Lagen und kommunaler Strukturen.

    Das Bundessymposium richtet sich an alle Mitgliedskommunen des Gesunden Städte-Netzwerkes und an Interessierte, ob Verwaltung, Politik, Zivilgesellschaft oder Praxisakteur*innen. Ziel ist es, die interkommunale Vernetzung und die Weiterentwicklung gesundheitsfördernder Strukturen vor Ort zu stärken.

    Das Bundessymposium schließt sich an die Mitgliedsversammlung des Gesunden Städte-Netzwerkes an, die einen Tag zuvor beginnt und sich an die Mitgliedskommunen richtet. Weitere Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie hier.

    Kategorie: Symposium
    Veranstalter: Gesunde Städte-Netzwerk
  • 20.04.2026 - 23.04.2026

    Wuppertal

    75. Wissenschaftlicher Kongress – Der Öffentliche Gesundheitsdienst

    ÖGD – Keiner wie wir!

    Unter dem Motto „ÖGD – Keiner wie wir!“ werden wir wieder vielfältige und interessante Themen aus Praxis und Wissenschaft gemeinsam diskutieren. 2026 wird uns unter anderem das Thema „Pakt für den ÖGD“ beschäftigen. Gleichermaßen wollen und müssen wir die Gelegenheit nutzen, uns mit den Lehren aus der Pandemie sowie der damit verbundenen Weiterentwicklung und zukünftigen Aufgabenwahrnehmung des ÖGD auseinanderzusetzen. Hierzu ist eine ganze Reihe von Themen in der Planung, an der das wissenschaftliche Programm-Komitee unter Leitung der Deutschen Gesellschaft für Öffentliches Gesundheitswesen e.V. (DGÖG) bereits mit Hochdruck zusammen mit den Fachausschüssen und Arbeitsgruppen, dem ausrichtenden Bundesland NRW sowie unserem Kooperationspartner, der Gesellschaft für Hygiene, Umweltmedizin und Präventivmedizin e.V. (GHUP), arbeitet. Der wissenschaftliche Kongressbeirat des BVÖGD hat dazu viele Themenvorschläge unterbreitet.

    Weitere Informationen finden Sie auf der Website des Kongresses.

    Kategorie: Kongress
    Veranstalter: Bundesverband der Ärztinnen und Ärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes e.V.

… weitere Termine

Leitfaden zur Erstellung von Artikeln

Reichen Sie gern Ihren Artikel zur soziallagenbezogenen Gesundheitsförderung bei der Geschäftsstelle des Kooperationsverbundes ein! Für die Erstellung eines Artikels finden Sie hier einen Leitfaden mit unseren formalen und inhaltlichen Anforderungen.  

Ansprechpersonen

Die Geschäftsstelle des Kooperationsverbundes Gesundheitliche Chancengleichheit erreichen Sie jederzeit hier.

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