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Aktuelles

Artikel und Meldungen im Überblick

Neue Pisastudie zeigt: Soziale Herkunft und Geschlecht immer noch entscheidend für schulischen Erfolg

18.11.2008

Bei dem nun vorgestellten dritten Pisa-Bundesländervergleich zeigt sich wie auch schon beim letzen Leistungsvergleich von 2006, dass das Geschlecht und die soziale Herkunft noch immer über den schulischen Erfolg entscheiden. So schneiden Jungen in vielen Ländern deutlich besser ab als Mädchen. Unter den so genannten Risikoschüler/innen befinden sich noch immer mehrheitlich Kinder mit Migrationshintergrund aus bildungsfernen Familien.

Im diesjährigen Pisa-Siegerland Sachsen liegt der Anteil der „Risikokinder“ bei 8,5 Prozent. In Hamburg und Bremen, den Schlusslichtern des Vergleichs, gehört jede/r Vierte zu dieser Gruppe und verharrt damit auf oder sogar unter dem niedrigsten Kompetenzniveau. Jugendliche mit Migrationshintergrund der zweiten Generation zählen besonders häufig zur Risikogruppe und besuchen vor allem Hauptschulen. In Baden-Württemberg können etwa 53 Prozent der 15-jährigen Hauptschüler nur auf Grundschulniveau Texte lesen und verstehen. Bei den Berliner Ergebnissen fällt die breite Leistungsstreuung auf: Zwar ist der Anteil der Schüler auf oder unter der geringsten Kompetenzstufe hoch (zwischen 20 % und 25 %), gleichzeitig besitzt Berlin aber den zweithöchsten Anteil an Schüler auf der höchsten Kompetenzstufe (nach Bayern) mit über 11 %.

„Zwar ist die Abhängigkeit zwischen sozialer Herkunft und Bildungserfolg deutschlandweit etwas kleiner geworden, dennoch bleibt die Förderung bildungsbenachteiligter Kinder die größte Herausforderung für die Bildungspolitik - nicht nur in Berlin“, kommentiert Jürgen Zöllner die Ergebnisse. Zöllner ist Vizepräsident der Kultusministerkonferenz, die den Pisa-Vergleich vorgestellt hat, und Bildungssenator in Berlin.

Die nun vorgestellte bundesweite Studie ist eine Erweiterung der internationalen Pisa-Studie von 2006. Für die bundesdeutsche Studie wurden 1.500 Schulen mit rund 40.000 Schüler/innen getestet.

Auch auf dem diesjährigen 14. Kongress Armut und Gesundheit „Gerechtigkeit schafft mehr Gesundheit für alle!“ wird Bildung ein Thema sein. Am Freitag, den 05. Dezember 2008, findet um 16.15 Uhr zum Thema Gesundheitsfördernde Schulen der Workshop "Das Audit Gesunde Schule" statt. Am Freitag, 05. Dezember 2008, findet um 16.15 Uhr der Workshop „Salutogenese und Gerechtigkeit“ statt. Referieren wird hier etwa Rüdiger-Felix Loren vom Zentrum für Gesundheitsförderung in Hannover über „Die salutogenetische Perspektive“. Über „Bildung - Gerechtigkeit - Glück: Wie passt das zusammen?“ spricht Christina Krause von der Göttinger Initiative Kess - Kinder entwickeln Selbstsicherheit. Am Samstag um 09.00 Uhr findet der Workshop "Die Schulpause - Soziales Event oder Belastungshöhepunkt" statt. Mehr zum Kongress finden Interessierte hier.

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  • 06.05.2026 - 01.10.2026

    Hannover sowie online

    Wohin des Weges? Kommunale Prävention und Gesundheitsförderung strategisch gestalten

    Schulungsreihe zum Einstieg in integrierte kommunale Strategien

    Um kommunale Prävention und Gesundheitsförderung optimal zu planen und zu steuern, braucht es einen Überblick über Bedarfe und Bedürfnisse der Bevölkerung. Die Ermittlung eines Status Quo und die Einnahme verschiedener Perspektiven – wie zum Beispiel die der Dialoggruppe selbst (Kinder, Alleinerziehende, Senior*innen etc.) – ermöglichen erst eine nachhaltige Struktur- und Angebotsentwicklung.

    Die Schulungsreihe „Wohin des Weges? Kommunale Prävention und Gesundheitsförderung strategisch gestalten“ soll zur eigenständigen Umsetzung von Kontextcheck und zur Vorbereitung integrierter Strategien auf kommunaler Ebene befähigen. Hierfür wird praktisches und methodisches Wissen vermittelt, um die Bedarfs- und Bedürfnisanalyse im Rahmen des Prozesskreislaufes umzusetzen und daraus Empfehlungen abzuleiten. Diskutiert werden unter anderem: Die Analyse von Statistiken, Angebotsstrukturen und Netzwerken sowie Beteiligungsformate für Dialoggruppen und Public Health-Ethik als Mittel zur Formulierung gut begründeter Handlungsempfehlungen. Gute kommunale Beispiele und fachliche Kompetenz ausgewiesener Expert*innen sowie aus der LVG & AFS Nds. HB. e.V. zeigen, wie dies gelingen kann.

    Teilnehmen können alle in Deutschland tätigen kommunalen Fachkräfte, die im Bereich der Gesundheitsförderung oder in angrenzenden Handlungsfeldern agieren. Es sind keine Vorkenntnisse zu Kontextcheck notwendig. Weitere Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie hier.

    Kategorie: Fortbildungsreihe
    Veranstalter: Landesvereinigung für Gesundheit und Akademie für Sozialmedizin Niedersachsen Bremen e. V.
  • 13.06.2026 - 21.06.2026

    Bundesweit

    Aktionswoche Alkohol "Alkohol? Weniger ist besser!"

    Auch im Jahr 2026 wird es wieder eine Aktionswoche Alkohol „Alkohol? Weniger ist besser!“ geben. Dieses Jahr unter dem Motto „Entdecke, wie viel mehr in dir steckt“. Die Aktionswoche Alkohol will zum Dialog rund um das Thema Alkoholkonsum einladen. Mit vielfältigen Formaten informieren die Veranstalter*innen vor Ort und online über die verschiedenen Aspekte des Alkoholkonsums und die Gründe, diesen zu überdenken, sowie über die Vorteile des Verzichts.

    Ideen und Anregungen sowie weitere Informationen zur Aktionswoche und die Möglichkeit zur Anmeldung sind unter anderem auf der Website www.aktionswoche-alkohol.de zu finden. 

    Kategorie: Aktionswoche
  • Online

    Online-Vortrag: Männerschuppen – Men’s Sheds

    Orte der Begegnung und Gesundheitsförderung

    Männerschuppen – sogenannte Men’s Sheds – sind niedrigschwellige Treffpunkte, die insbesondere Männer dabei unterstützen, soziale Kontakte zu knüpfen, aktiv zu bleiben und ihre Gesundheit zu stärken. Wie lassen sich solche Angebote erfolgreich aufbauen und nachhaltig etablieren?

    Die Veranstaltung gibt Einblicke in das Forschungs- und Praxisprojekt „MARS – Männerschuppen als Orte der Prävention und Gesundheitsförderung für Männer ab 50 im kommunalen Setting“ und beleuchtet zentrale Fragen:

    • Wie entstehen Männerschuppen vor Ort?
    • Welche Faktoren tragen zum langfristigen Erfolg bei?
    • Welche Rolle spielen Beteiligung und lokale Netzwerke?
    • Welche Erkenntnisse liefert der neue Leitfaden zur Umsetzung?

    Mehr Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie hier.

    Kategorie: Veranstaltung
    Veranstalter: männer.bw, Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart, Abteilung für Chancengleichheit der Landeshauptstadt Stuttgart

… weitere Termine

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Informationen über aktuelle Ent­wick­lung­en in der so­zi­al­la­gen­be­zoge­nen Ge­sund­heits­för­de­rung, neue An­ge­bo­te "Guter Pra­xis" so­wie über Ver­an­stal­tung­en, Wett­be­wer­be und Li­te­ra­tur zu diesem The­ma. Ent­wick­lung­en im Ko­o­pe­ra­ti­ons­ver­bund und Neu­ig­keit­en auf der Internetplattform wer­den eben­falls vorgestellt.

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