Webanalyse / Datenerfassung

Wir möchten diese Website fortlaufend verbessern. Dazu wird um Ihre Einwilligung in die statistische Erfassung von Nutzungsinformationen gebeten. Die Einwilligung kann jederzeit widerrufen werden.

Welcher Dienst wird eingesetzt?

Matomo

Zu welchem Zweck wird der Dienst eingesetzt?

Erfassung von Kennzahlen zur Webanalyse, um das Angebot zu verbessern.

Welche Daten werden erfasst?

  • IP-Adresse (wird umgehend anonymisiert)

  • Gerätetyp, Gerätemarke, Gerätemodell

  • Betriebssystem-Version

  • Browser/Browser-Engines und Browser-Plugins

  • aufgerufene URLs

  • die Website, von der auf die aufgerufene Seite gelangt wurde (Referrer-Site)

  • Verweildauer

  • heruntergeladene PDFs

  • eingegebene Suchbegriffe.

Die IP-Adresse wird nicht vollständig gespeichert, die letzten beiden Oktette werden zum frühestmöglichen Zeitpunkt weggelassen/verfremdet (Beispiel: 181.153.xxx.xxx).

Es werden keine Cookies auf dem Endgerät gespeichert. Wird eine Einwilligung für die Datenerfassung nicht erteilt, erfolgt ein Opt-Out-Cookie auf dem Endgerät, welcher dafür sorgt, dass keine Daten erfasst werden.

Wie lange werden die Daten gespeichert?

Die anonymisierte IP-Adresse wird für 90 Tage gespeichert und danach gelöscht.

Auf welcher Rechtsgrundlage werden die Daten erfasst?

Die Rechtsgrundlage für die Erfassung der Daten ist die Einwilligung der Nutzenden nach Art. 6 Abs. 1 lit. a der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO). Die Einwilligung kann auf der Datenschutzseite jederzeit widerrufen werden. Die Rechtmäßigkeit der bis zum Widerruf erfolgten Datenverarbeitung bleibt davon unberührt.

Wo werden die Daten verarbeitet?

Matomo wird lokal auf den Servern des technischen Dienstleisters in Deutschland betrieben (Auftragsverarbeiter).

Weitere Informationen:

Weitere Informationen zur Verarbeitung personenbezogener Daten finden sich in den Datenschutzhinweisen.

Aktiv für Gesundheit und Chancengleichheit

Migrationshintergrund und Gesundheit - der Versuch eines Perspektivwechsels

Gesundheit ist der kleinste gemeinsame Nenner in allen Kulturen

Rolf Reul , Landkreis Marburg-Biedenkopf Fachbereich Gesundheitsamt
18.05.2011

Bereits seit mehreren Jahrzehnten steigt die Zahl der Menschen mit Migrationshintergrund in Deutschland an. Im Jahr 2008 waren es 19% der Gesamtbevölkerung. In Hessen leben fast 1,5 Millionen Menschen, deren Herkunft in anderen Ländern wurzelt - teils in zweiter oder dritter Generation. Dieser Bevölkerungsgruppe die gleichen gesundheitlichen Chancen und einen besseren Zugang zum Gesundheitssystem zu ermöglichen, stellt eine gesamtgesellschaftliche Herausforderung dar und ist darüber hinaus ein wichtiger Beitrag zur Integration. Eine Reihe von Studien belegen, dass hierbei noch erheblicher Handlungsbedarf besteht.

Auf Grund dieser Entwicklung organisierte der Regionale Knoten Hessen am 24. November 2010 in Frankfurt eine Fachtagung mit dem Titel „Migrationshintergrund als gesundheitliche Ressource“. Dies war eine Kooperationsveranstaltung zwischen der Türkisch-Deutschen Gesundheitsstiftung, dem Hessischen Sozialministerium und der HAGE - Hessische Arbeitsgemeinschaft für Gesundheitserziehung e.V. Die Zielgruppen für die Veranstaltung waren unter anderem die Mitarbeiter/innen von Migrantenvereinigungen, Fachkräfte und Verantwortliche der Jugendhilfe, Kinder- und Jugendpsychiatrie, Kindertagesstätten, Schulen, Gemeinwesenarbeit und Stadtentwicklung, des Gesundheits-, Sport-, Sozial- und Verwaltungsbereichs.

Vor dem Hintergrund, dass Gesundheitsförderung und Prävention in Deutschland sich noch immer stark an den Defiziten ausrichten, was häufig zu einer Stigmatisierung von Zielgruppen führt, hatte die Veranstaltung das Ziel die Gesundheitspotenziale bei Menschen mit Migrationshintergrund hervorzuheben. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sollten motiviert werden neue Handlungsansätze zu entwickeln, die die individuellen Gesundheitsressourcen berücksichtigen und sich an partizipativen sowie interkulturellen Grundsätzen orientieren. Um sich dem Perspektivwechsel von der Defizitbetrachtung hin zum Ressourcenblick anzunähern, war es notwendig sich über den aktuellen Diskussionstand auszutauschen. Dabei wurden zwei zentrale Aspekte sichtbar. Zum einen, dass es sich bei der Bevölkerungsgruppe mit Migrationshintergrund in Deutschland um eine heterogene Gruppe handelt - diese scheinbar relativ logische Tatsache wird in Diskussionen häufig außer acht gelassen. Zum anderen, dass ein Perspektivenwechsel nicht nur Chancen in sich birgt, sondern auch Grenzen hat.

Um möglichst umfassend das Wissen und die Erfahrungen der 70 TeilnehmerInnen zu erfassen, wurde auf die Open- Space-Methode zurückgegriffen. Sie ermöglichte einen selbstorganisierten Austausch zwischen den Anwesenden. Die Moderation wurde von der Nordlicht-Akademie übernommen. Darüber hinaus unterstützten Frau Donya Aazami-Gilan vom Institut zur Förderung von Bildung und Integration (INBI), Frau Dr. Kühner von der Ludwig-Maximilian-Universität München und Herrn Dr. Yasar Bilgin der Vorsitzende der Türkisch-Deutschen Gesundheitsstiftung e.V. die Veranstaltung mit ihren wissenschaftlichen Erkenntnissen und ihrer Praxiserfahrung. Derzeit wird eine Dokumentation der Fachtagung vorbereitet, in der die Denkanstöße und die sich daraus ergebenden weiteren Handlungsschritte aufgezeigt werden.

Die von der HAGE bei ihren Veranstaltung regelmäßig durchgeführte Evaluation zum Gesamteindruck der Maßnahme ergab, dass die Teilnehmer insgesamt sehr zufrieden mit der Fachtagung waren, auch wenn sicherlich viele Fragen noch offen geblieben sind.

Darüber hinaus hatten die Anwesenden die Gelegenheit an einer Befragung zum Thema „Selbstorganisation und gesundheitliche Chancengleichheit von Menschen mit Migrationshintergrund“ teilzunehmen. Die Ergebnisse dieser Befragung werden zum Teil in die geplante Dokumentation der Fachtagung einfließen und einen weiteren wichtigen Beitrag bei unseren Bemühungen leisten, die ressourcenorientierte Sichtweise zu stärken.

Es bedarf aber noch einiger Aktivitäten in der Gesundheitsförderung und Prävention bei MigrantInnen in Deutschland, damit ein Perspektivwechsel zur Ressourcenorientierung gelingen kann. Ein erster unerlässlicher Schritt ist die gegenseitige kulturelle Öffnung, um ein Verständnis für die jeweiligen Lebensweisen zu ermöglichen.

Der Artikel erschien ebenfalls in der Zeitschrift HAGE Hintergrund 1/11, die auch auf den Seiten der Arbeitsgemeinschaft heruntergeladen werden kann.





 

Zurück zur Übersicht
  • 13.04.2026 - 14.04.2026

    Hannover

    Künstliche Intelligenz in der Prävention

    31. Deutsche Präventionstag

    Der 31. Deutsche Präventionstag lädt dazu ein, das Thema „Künstliche Intelligenz in der Prävention“ umfassend und zukunftsorientiert zu beleuchten. Im Fokus stehen dabei zentrale Fragen:

    • Welche Herausforderungen bringt KI im Kontext von Kriminalität und Sicherheit, aber auch im gesamtgesellschaftlichen Miteinander mit sich?
    • Welche tiefgreifenden Veränderungen gehen mit ihrem Einsatz einher – und wer ist davon in welcher Weise betroffen?

    Gleichzeitig richtet sich der Blick nach vorn:

    • Wie lässt sich KI gezielt und verantwortungsvoll für die Präventionsarbeit nutzen?

    Dabei geht es nicht nur um technologische Potenziale, sondern auch um die ethische und praktische Frage, wie ein bewusster, reflektierter Umgang mit KI in der Prävention gelingen kann.

    Weitere Informationen sowie die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie hier.

    Kategorie: Kongress
  • 14.04.2026

    digital via Zoom

    ‚Health in All Policies in der Kommune erfolgreich anstoßen‘

    Ein offenes Online-Treffen des Nachwuchsnetzwerks Öffentliche Gesundheit

    Anknüpfend an die Satellitenveranstaltung zum Kongress Armut und Gesundheit ‚Das Ganze ist mehr! Zusammenarbeit in der Kommune‘ möchten wir gemeinsam der Frage nachgehen, wie ressortübergreifende Zusammenarbeit für verhältnisorientierte Gesundheitsförderung und Prävention auf kommunaler Ebene angestoßen werden kann – auch aus (Nachwuchs-)Positionen ohne formale Entscheidungsbefugnis.

    Wir freuen uns, dass wir als Referentin für den ersten Teil der Veranstaltung Zsuzsanna Majzik gewinnen konnten. Als Sozialmanagerin und Public Health Expertin leitet sie das Sachgebiet Sonder- und Strategische Themen am Gesundheitsreferat München. Sie wird Einblicke in den Entstehungsprozess der kürzlich überarbeiteten ressortübergreifenden Fachleitlinie Gesundheit der Landeshauptstadt München geben und aus ihrer langjährigen Erfahrung als Prozessbegleiterin in Kommunen berichten.

    In der zweiten Hälfte steht der Austausch unter den Teilnehmenden im Mittelpunkt: Welche Erfahrungen gibt es beim Anstoß von Health in All Policies auf kommunaler Ebene? Welche Gelingensfaktoren und Hürden spielen eine Rolle?

    Eingeladen sind alle, die sich dem Nachwuchs zugehörig fühlen (ganz unabhängig vom Alter) oder mit dem Nachwuchs in Austausch treten und Erfahrungen teilen möchten.

    Zoom-Meeting Zugangsdaten:
    Zeit: 14. Apr. 2026 06:00 PM Amsterdam, Berlin, Rom, Stockholm, Wien
    Meeting-ID: 628 0257 0413
    Kenncode: 374575
    Beitreten – So geht's

    Kategorie: Veranstaltung
    Veranstalter: Nachwuchsnetzwerk Öffentliche Gesundheit (NÖG)
  • digital

    1. Bayerischer Kongress Prävention und Gesundheitsförderung

    Fokus: Gesundheitskommunikation und Gesundheitskompetenz

    Mit jährlich wechselnden Akzenten wird der neue Bayerische Kongress Prävention und Gesundheitsförderung die Ziele des Masterplans Prävention in den Blick nehmen. Der Fokus der ersten hybriden Veranstaltung am 15. April 2026 liegt auf Gesundheitskommunikation und Gesundheitskompetenz – zwei Themen, die für Präventionserfolge unverzichtbar sind. 

    Neben spannenden Vorträgen werden der Austausch und die Vernetzung der bayerischen Akteur*innen im Bereich Prävention und Gesundheitsförderung in den Fokus gerückt. Nationale und internationale Expert*innen setzen neue Impulse und vertiefen das praktische Wissen in Workshops, Austauschformate schaffen Raum für fachlichen Dialog. Der Schwerpunkt des Auftakts für die neue Kongressreihe zu Gesundheitsförderung und Prävention in Bayern liegt auf "Gesundheitskommunikation und Gesundheitskompetenz".

    Die Veranstaltung vor Ort ist bereits ausgebucht. Nutzen Sie die Möglichkeit online dabei zu sein. Anmeldungen für die Online-Teilnahme sind bis zum 9. April 2026 möglich. Weitere Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie hier.

    Veranstalter: Bayerisches Zentrum für Prävention und Gesundheitsförderung

… weitere Termine

Leitfaden zur Erstellung von Artikeln

Reichen Sie gern Ihren Artikel zur soziallagenbezogenen Gesundheitsförderung bei der Geschäftsstelle des Kooperationsverbundes ein! Für die Erstellung eines Artikels finden Sie hier einen Leitfaden mit unseren formalen und inhaltlichen Anforderungen.  

Ansprechpersonen

Die Geschäftsstelle des Kooperationsverbundes Gesundheitliche Chancengleichheit erreichen Sie jederzeit hier.

Mit unserem News­letter immer aktuell informiert

Informationen über aktuelle Ent­wick­lung­en in der so­zi­al­la­gen­be­zoge­nen Ge­sund­heits­för­de­rung, neue An­ge­bo­te "Guter Pra­xis" so­wie über Ver­an­stal­tung­en, Wett­be­wer­be und Li­te­ra­tur zu diesem The­ma. Ent­wick­lung­en im Ko­o­pe­ra­ti­ons­ver­bund und Neu­ig­keit­en auf der Internetplattform wer­den eben­falls vorgestellt.

nach oben