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Aktiv für Gesundheit und Chancengleichheit

Aktuelles

Artikel und Meldungen im Überblick

Kostenfreie Kita- und Schulmahlzeiten für gesundheitliche Chancengleichheit

Ein Instrument gegen Kinderarmut und Ernährungsungleichheit

15.01.2024

Seit den 1970er Jahren ermöglicht Schweden allen Schulkindern zwischen 7 und 16 Jahren ein an Qualitätskriterien gebundenes kostenloses Mittagessen, mit belegten positiven Effekten wie eine Studie aus dem Jahr 2022 zeigen konnte: Kinder, die während ihrer gesamten Grundschulzeit an dem Programm teilnahmen, hatten ein um drei Prozent höheres Lebenseinkommen. Zusätzlich wurden positive Effekte hinsichtlich Bildungsstatus und Gesundheitsniveau nachgewiesen (siehe Link). Diese Erkenntnisse lassen auf das Potenzial des Handlungsfeldes Ernährung und speziell der Gemeinschaftsverpflegung beim Aufbau gesundheitlicher Chancengleichheit schließen.  

Die negativen gesundheitlichen Auswirkungen unzureichender Ernährung bei Kindern 

Kinder, die quantitativ oder qualitativ unzureichend ernährt werden, haben schlechtere Bildungschancen und sind anfälliger für gesundheitliche Probleme. Eine nicht ausreichende Ernährung oder minderwertige Ernährung kann zu einer verminderten Immunabwehr und in der Folge zu einer höheren Infektanfälligkeit führen. Auch kann durch Mangel- und Fehlernährung die Aufmerksamkeit reduziert und der Lernerfolg gefährdet sein, was wiederum langfristige Bildungschancen mindern kann. Auch Einschränkungen bei der körperlichen Fitness und Aktivität können auftreten und folglich das Risiko für Übergewicht und nicht-übertragbare Krankheiten wie Diabetes Typ II und Herz-Kreislauferkrankungen steigern. 

Sozioökonomischer Status und Ernährungsgewohnheiten 

In zahlreichen Studien, darunter auch die „Studie zur Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in Deutschland" (KiGGS) konnte belegt werden, dass sozial benachteiligte Bevölkerungsgruppen signifikant weniger Obst und Gemüse, dafür aber mehr zuckerhaltige Erfrischungsgetränke konsumieren als sozial nicht Benachteiligte. Diese Ernährungspraktiken sind eng mit einem höheren Risiko für Übergewicht, Adipositas und anderen ernährungsbedingten Krankheiten verbunden und lassen sich mit dem Zustand der Ernährungsarmut erklären, einer begleitenden Belastung für Kinder aus einkommensschwachen Familien. 

Sie bezieht sich auf eine Situation, in der Menschen nicht in der Lage sind, sich ausgewogen zu ernähren, und ist auf mangelndes Wissen über gesunde Ernährung, Zeitmangel oder andere Hindernisse wie zum Beispiel zu wenig Geld zurückzuführen. Dabei spielt auch verdeckte Armut eine Rolle, denn viele Menschen, denen eine staatliche finanzielle Unterstützung zustehen würde, nehmen diese nicht in Anspruch. Gründe hierfür sind beispielsweise Unwissenheit, aufwändige Antragsverfahren oder Scham. Diese Menschen verfügen über wenig finanzielle Mittel, werden vom System allerdings nicht als bedürftig erfasst. Gerade für all jene Familien in Ernährungsarmut kann daher eine kostenlose Schulmahlzeit für die Kinder einerseits zu großer finanzieller Entlastung und andererseits zu gesünderen Ernährungsgewohnheiten und in der Folge zu einem verbesserten Gesundheitszustand beitragen.

Die Rolle kostenfreier Mahlzeiten in Kitas und Schulen 

Denn: Die Mittagsmahlzeit nimmt mit etwa 40 Prozent der aufgenommenen Tagesenergie einen besonderen Platz in der täglichen Ernährung ein und birgt das Potenzial für eine gezielte gesundheitsfördernde Intervention auf Verhältnisebene. Kostenfreie Kita- und Schulmahlzeiten können nicht nur eine ausgewogene Ernährung sicherstellen, sondern tragen auch zur Vermittlung von Ernährungskompetenzen und einer Reduzierung von Ernährungsarmut bei. Kostenfreie Mahlzeiten in Bildungseinrichtungen sind daher ein wichtiger Schritt, um allen Kindern, unabhängig von ihrem sozialen oder wirtschaftlichen Hintergrund, Zugang und Wissen zu einer gesunden Ernährung zu ermöglichen. 

Die positiven Auswirkungen kostenfreier Kita- und Schulmahlzeiten können wie folgt zusammengefasst werden: 

  1. Soziale Gerechtigkeit: Kostenfreie Mahlzeiten in Schulen fördern die soziale Gerechtigkeit, da sie sicherstellen, dass Kinder aus einkommensschwachen Familien die gleichen Chancen auf eine gesunde Ernährung haben wie ihre Altersgenossen aus finanziell besser gestellten Familien. 

  2. Förderung von Gemeinschaft und sozialer Integration: Das gemeinsame Essen in der Schule fördert soziale Interaktionen und Integration. Kinder unterschiedlicher Hintergründe haben die Möglichkeit, zusammenzukommen und gemeinsam zu essen, was soziale Bindungen und gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken kann. 

  3. Verbesserte Ernährungsgewohnheiten: Kostenfreie Mahlzeiten in Bildungseinrichtungen fördern in der Regel eine ausgewogenere Ernährung bei den Schüler*innen. Kinder haben Zugang zu nahrhaften Mahlzeiten, die Obst, Gemüse, Vollkornprodukte und Proteine enthalten, was zu einer besseren Ernährung beiträgt. 

  4. Bessere Konzentration und Leistung: Kinder, die eine ausreichende Mahlzeit erhalten, sind in der Lage, sich besser zu konzentrieren und haben eine verbesserte Lernleistung. Dies trägt dazu bei, Bildungschancen zu erhöhen und den Schulerfolg zu unterstützen. 

  5. Gesundheitsförderung: Durch eine ausgewogene Ernährung in der Schule können Kinder gesündere Lebensgewohnheiten entwickeln, was langfristig dazu beiträgt, das Risiko ernährungsbedingter Gesundheitsprobleme wie Übergewicht und Diabetes zu reduzieren. 

  6. Entlastung von Familien: Eltern aus finanziell belasteten Familien müssen sich weniger Sorgen über die Kosten der Schulmahlzeiten machen. Dies kann den finanziellen Druck auf diese Familien reduzieren. 

Es ist wichtig zu beachten, dass die positiven Auswirkungen kostenfreier Kita- und Schulmahlzeiten von verschiedenen Faktoren abhängen, darunter die Qualität der Mahlzeiten, die Ernährungsbildung und -förderung sowie das Bereitstellen angemessener Ressourcen.

Aktuelle Entwicklungen und Programme 

Das Land Berlin bietet seit 2019 allen Schüler*innen der Klassen 1 bis 6 (unabhängig von der Schulform) ein kostenfreies Mittagessen an und ist so bundesweit Vorreiter dieses Konzepts.  

Um die positiven Auswirkungen von Ernährungsbildung und kostenfreien Kita- und Schulmahlzeiten zu verdeutlichen, lohnt sich ein Blick auf weitere Beispiele und Programme. Eine Vielzahl von Organisationen und gemeinnützigen Einrichtungen setzt sich aktiv für die Förderung der Ernährungsbildung von Kindern ein. Zwei davon sind: 

  • "Gut Essen macht stark": Das Programm der Verbraucherzentrale Deutschland zielt darauf ab, Kindern und Jugendlichen eine ausgewogene Ernährung näherzubringen. Es bietet informative Ressourcen und Workshops, die das Bewusstsein für gesunde Ernährung stärken und die Bedeutung von Mahlzeiten in Bildungseinrichtungen hervorheben. "Gut Essen macht stark" zeigt, wie Ernährungsbildung und die Förderung gesunder Essgewohnheiten Teil eines ganzheitlichen Ansatzes zur Verbesserung der Lebensqualität von Kindern sein können.  
  • Kinderprojekt Arche: Hinter dem Kinderprojekt Arche steht eine gemeinnützige Organisation, die sich der Unterstützung von Kindern in benachteiligten Vierteln widmet. Eines seiner Angebote ist die kostenlose Bereitstellung von warmen Mahlzeiten für Kinder. Durch diese Initiative werden nicht nur die Ernährungsbedürfnisse der Kinder gedeckt, sondern es wird auch soziale Integration und Bildung gefördert. Programme wie diese zeigen, wie kostenfreie Mahlzeiten eine entscheidende Rolle dabei spielen können, Kindern aus benachteiligten Umgebungen bessere Chancen zu bieten.

Praktische Umsetzung und Herausforderungen

Die Implementierung kostenfreier Kita- und Schulmahlzeiten kann jedoch mit Herausforderungen verbunden sein, da finanzielle Aspekte berücksichtigt werden müssen. Die Deckung der Kosten für die Mahlzeiten erfordert eine sorgfältige Planung und Ressourcenverteilung, umso mehr, wenn bestehende Qualitätsstandards gewährleistet werden sollen. Jedoch überwiegen langfristig die Vorteile, die sich aus der Investition in verbesserte Ernährungsbedingungen für die Kinder ergeben.

Fazit 

Kostenfreie Kita- und Schulmahlzeiten sind nicht nur ein wirksames Instrument zur individuellen Gesundheitsförderung, sondern auch ein Mittel gesundheitliche Chancengleichheit zu verbessern und Ernährungsarmut zu bekämpfen. Kinder aus einkommensschwachen Familien profitieren besonders von diesem Ansatz, da ihre Ernährungsgewohnheiten verbessert und ihre Bildungschancen erhöht werden. Vor diesem Hintergrund sollten die Anstrengungen zur Umsetzung kostenfreier Kita- und Schulverpflegung auch angesichts der inflationsbedingt steigenden Lebensmittelpreise weiter forciert werden!

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  • 06.05.2026 - 01.10.2026

    Hannover sowie online

    Wohin des Weges? Kommunale Prävention und Gesundheitsförderung strategisch gestalten

    Schulungsreihe zum Einstieg in integrierte kommunale Strategien

    Um kommunale Prävention und Gesundheitsförderung optimal zu planen und zu steuern, braucht es einen Überblick über Bedarfe und Bedürfnisse der Bevölkerung. Die Ermittlung eines Status Quo und die Einnahme verschiedener Perspektiven – wie zum Beispiel die der Dialoggruppe selbst (Kinder, Alleinerziehende, Senior*innen etc.) – ermöglichen erst eine nachhaltige Struktur- und Angebotsentwicklung.

    Die Schulungsreihe „Wohin des Weges? Kommunale Prävention und Gesundheitsförderung strategisch gestalten“ soll zur eigenständigen Umsetzung von Kontextcheck und zur Vorbereitung integrierter Strategien auf kommunaler Ebene befähigen. Hierfür wird praktisches und methodisches Wissen vermittelt, um die Bedarfs- und Bedürfnisanalyse im Rahmen des Prozesskreislaufes umzusetzen und daraus Empfehlungen abzuleiten. Diskutiert werden unter anderem: Die Analyse von Statistiken, Angebotsstrukturen und Netzwerken sowie Beteiligungsformate für Dialoggruppen und Public Health-Ethik als Mittel zur Formulierung gut begründeter Handlungsempfehlungen. Gute kommunale Beispiele und fachliche Kompetenz ausgewiesener Expert*innen sowie aus der LVG & AFS Nds. HB. e.V. zeigen, wie dies gelingen kann.

    Teilnehmen können alle in Deutschland tätigen kommunalen Fachkräfte, die im Bereich der Gesundheitsförderung oder in angrenzenden Handlungsfeldern agieren. Es sind keine Vorkenntnisse zu Kontextcheck notwendig. Weitere Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie hier.

    Kategorie: Fortbildungsreihe
    Veranstalter: Landesvereinigung für Gesundheit und Akademie für Sozialmedizin Niedersachsen Bremen e. V.
  • 20.05.2026

    Frankfurt am Main

    Die Ottawa-Charta: Kompass für die Zukunft der Gesundheitsförderung?

    Jahresfachtag der KGC Hessen zum 40-jährigen Jubiläum der Ottawa-Charta

    Die Ottawa-Charta zur Gesundheitsförderung feiert in diesem Jahr ihr 40-jähriges Jubiläum. Dies nimmt die Koordinierungsstelle Gesundheitliche Chancengleichheit (KGC) Hessen zum Anlass, die Bedeutung der zentralen Strategien der Charta – Enable, Advocate und Mediate – hinsichtlich heutiger gesellschaftlicher und politischer Rahmenbedingungen kritisch zu reflektieren und Impulse für die Zukunft der soziallagenbezogenen Gesundheitsförderung zu setzen. 

    Im Mittelpunkt steht die Frage, wie die Leitideen der Ottawa-Charta angesichts wachsender sozialer Ungleichheiten, multipler Krisen und komplexer Strukturen wirksam umgesetzt und weiterentwickelt werden können. Dabei wird der Ansatz „Health in and for All Policies“ als handlungsleitendes Prinzip in den Blick genommen; er soll die intersektorale Verankerung von Gesundheit in politischen Entscheidungsprozessen stärken und gesundheitliche Chancengleichheit systematisch fördern. Entlang der Strategien der Ottawa-Charta diskutieren Vertreter*innen aus Wissenschaft, Politik und Praxis verschiedene Fokusthemen und aktuelle Herausforderungen der Gesundheitsförderung.

    Weitere Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie hier.

    Kategorie: Jahrestagung
    Veranstalter: KGC Hessen
  • Online via Webex

    Präventionsketten im Fokus: Einbindung von Bürgermeister*innen und Landrät*innen in Präventionsketten

    Die Veranstaltungsreihe ist eine Initiative der Thüringer Präventionsketten und bringt Landkreise bundesweit miteinander ins Gespräch. Im Mittelpunkt stehen Good-Practice-Beispiele aus der Präventionskettenarbeit sowie der kollegiale Austausch zu spezifischen Herausforderungen in Landkreisen.

    Im Fokus dieses Termins steht die Frage, wie Bürgermeister*innen oder Landrät*innen gut in die Präventionsketten eingebunden werden können. Anhand von Good-Practice-Beispielen aus dem Landkreis Schmalkalden-Meiningen (Thüringen) und aus dem Werra-Meißner-Kreis (Hessen) wird gezeigt, wie politische Spitze in Landkreisen für das Thema der Präventionsketten gewonnen und in die Präventionskettenarbeit eingebunden werden kann. Es wird eingeladen, gemeinsam in den Austausch zu treten und Impulse für die eigene Praxis zu erhalten.

    Weitere Informationen zur Veranstaltung sowie die Möglichkeit zur Anmeldung bis zum 26.05.2026 finden Sie hier.

    Kategorie: Veranstaltung
    Veranstalter: Thüringer Präventionsketten

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