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Aktiv für Gesundheit und Chancengleichheit

KOMM - beweg dich!

Erkenntnisse aus der Freizeit- und Bewegungsforschung

Kathrin Wunsch , Karlsruher Institut für Technologie
06.07.2021

KOMM ist ein Akronym für „Systematische Aufbereitung, Analyse und Kommunikation von Orten, Motivation sowie Multiplikatorinnen und Multiplikatoren der Bewegung und Bewegungsförderung“. Unter der Leitung von Prof. Dr. Alexander Woll und Dr. Kathrin Wunsch vom Karlsruher Institut für Technologie (KIT) hat sich ein Forscherteam des KIT, der TU München sowie der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg zur Aufgabe gemacht, Fragestellungen wie „Wo sind wir eigentlich aktiv?“ und „Was ist unsere Motivation dafür, aktiv zu sein?“ basierend auf der Analyse großer Datensätze zu beantworten und der Politik sowie Multiplikator*innen der Bewegungsförderung Anregungen zu geben, wie und wodurch unser Alltag aktiver gestaltet werden kann. Es geht im KOMM-Projekt also vor allem um die Kommunikation bereits vorhandener Studien und Daten, welche zu diesem Zweck graphisch aufbereitet und erklärt wurden. Zusätzlich zu den Informationen in Form einer Broschüre stellen wir auf unserer Website komm-beweg-dich.de Informationen und Tipps in Form von Faktenblättern und einem Erklärvideo zur Verfügung, die zu mehr Aktivität im Alltag verhelfen sollen.

Hintergrund

Zahlreiche Studien zeigen, dass regelmäßige körperliche Aktivität einen positiven Einfluss auf die körperliche und mentale Gesundheit von Menschen aller Altersgruppen hat (Reiner et al., 2013). Jedoch werden Bewegungsempfehlungen nur von einem geringen Anteil der Bevölkerung erreicht. In Deutschland ist beispielsweise nur ein Viertel der Kinder und Jugendlichen ausreichend körperlich aktiv (Schmidt et al., 2020). Körperliche Inaktivität ist nicht nur für 10% aller Todesfälle verantwortlich (Hamer et al., 2017), sondern verursacht auch jährlich Kosten in Milliardenhöhe (Ding et al., 2016).  

Gründe für und gegen Bewegung

Langfristig positive Effekte von körperlich-sportlicher Aktivität auf die Gesundheit werden nur dann erzielt, wenn diese regelmäßig und über einen längeren Zeitraum hinweg kontinuierlich ausgeübt wird (Reiner et al., 2013). Die eigene körperliche Fitness, der Spaß, die Gesundheit, soziale Kontakte und das Kräftemessen sind in Deutschland häufig genannte Motive, um sich zu bewegen. Dabei rückt das reine Kräftemessen bei Erwachsenen und vor allem bei Frauen mit dem Alter mehr und mehr in den Hintergrund. Bei Kindern und Jugendlichen wächst mit steigendem Alter das Interesse an Wettkämpfen. Bei Jungen ist dieses Motiv ausgeprägter, aber auch die Mädchen messen sich gerne, vor allem im Alter von 14 bis 17 Jahren. Keine Zeit oder keine Lust sind die mit Abstand am häufigsten genannten Argumente, keine körperlich-sportliche Aktivität auszuüben. Im hohen Erwachsenenalter sorgen leider oft auch gesundheitliche Probleme für körperliche Inaktivität. Auch zu anstrengende Berufe oder das Fehlen geeigneter Angebote werden genannt.

Soziodemographische Determinanten körperlich-sportlicher Aktivität

Eine nachhaltige Bewegungsförderung basiert auf einer systematischen Koordination und Kooperation relevanter Akteur*innen, Berufsgruppen und Multiplikator*innen (Wäsche et al., 2018). Dies gilt sowohl für die Entwicklung einer politischen Agenda und eines nationalen Netzwerks der Bewegungsförderung, als auch für die Umsetzung verhaltens- und verhältnisorientierter Bewegungsförderung in lebensweltlichen Settings (Schulen, Kindergärten, Vereine, Betriebe, Kommunen etc.). Grundlage dafür sind die Nationalen Empfehlungen für Bewegung und Bewegungsförderung (NEBB) (Rütten & Pfeifer, 2016), wobei Multiplikator*innen wie Sportlehrer*innen, Kindergärtner*innen, Fitnessstudios, Medien oder die kommunalen Verwaltungen eine entscheidende Rolle spielen. Auf Grundlage deren Wissens und Entscheidungen können die NEBB gegenüber der Bevölkerung in der Breite und über alle Altersgruppen hinweg kommuniziert und umgesetzt werden. Bisherige Studien zeigen, dass sozial benachteiligte Bevölkerungsgruppen im Kontext der Bewegungsförderung schwieriger zu erreichen sind als Gruppierungen anderer sozialer Hintergründe. Dies betrifft vor allem verhaltensbezogene Maßnahmen (Jordan, Lippe & Hagen, 2009; Kuntz, Waldhauer, Zeiher, Finger & Lampert, 2018). Verhältnisbezogenen Maßnahmen, die auf die Veränderung bewegungsförderlicher Strukturen abzielen, wie z.B. die Bereitstellung informeller Sportgelegenheiten, wird hingegen aufgrund der leichteren Zugänglichkeit eine hohe Bedeutung hinsichtlich der Integration sozial benachteiligter Bevölkerungsgruppen beigemessen (Rütten & Pfeifer, 2016; Rütten, 2017). Viele Multiplikator*innen stehen in einem direkten Kontakt zu Zielgruppen unterschiedlicher sozioökonomischer Stati oder können als Entscheidungsträger*innen Einfluss auf bewegungsförderliche Strukturen nehmen. Daher kommt ihnen im Kontext der gesundheitlichen Chancengleichheit durch Bewegungsförderung eine wichtige Rolle zu

Die Rolle von Multiplikator*innen der Bewegungsförderung

Um eine effektive und effiziente Einbindung von Multiplikator*innen zu gewährleisten, ist es notwendig, ihre Einstellungen, Kenntnisse und Bedarfe hinsichtlich eines Engagements in der Bewegungsförderung zu analysieren.  

Insgesamt wurden 21 Expert*inneninterviews durchgeführt. Es wurden Multiplikator*innen verschiedener Sektoren und Ebenen (kommunal, regional, national) befragt. Die Einstellung gegenüber Bewegung und Bewegungsförderung sowie die Kenntnisse hinsichtlich den NEBB waren je nach gesellschaftlichem Sektor unterschiedlich ausgeprägt. Alle Multiplikator*innen waren gegenüber dem Thema Bewegungsförderung positiv eingestellt, jedoch kannte nur die Hälfte der Befragten die NEBB. Die identifizierten Bedarfe der Multiplikator*innen zur Umsetzung der NEBB wurden verschiedenen Bereichen zugeordnet. Bedarfe auf gesellschaftspolitischer Ebene bezeichnen hauptsächlich indirekte Erfordernisse, die auf die Veränderung gesellschaftlicher oder politischer Rahmenbedingungen abzielen. Bedarfe auf Ebene der Lebenswelten stehen dagegen für direkte und persönliche Bedürfnisse der Multiplikator*innen in ihren spezifischen Settings. Insgesamt wurden neun übergeordnete Themen identifiziert, hinsichtlich derer Handlungsbedarf zur Umsetzung der NEBB besteht: Stärkung des politischen Willens und der politischen Zusammenarbeit, Verfügbarkeit von öffentlichen Räumen für Bewegungsförderung, Bewusstseinsänderung und Gesundheitsbildung, Ausbildung von pädagogischen Fachkräften, finanzielle Anreize, Entwicklung von bewegungsförderlichen Programmen und Strukturen, Bereitstellung von Ressourcen, Überbrückung des Theorie-Praxis-Grabens, Bekanntmachung der Bewegungsempfehlungen.

Zur Verbreitung und Umsetzung der NEBB reicht die Kenntnis und Einbindung relevanter Multiplikator*innen nicht aus. Zusätzlich bedarf es einer systematischen und intersektoralen Vernetzung und Zusammenarbeit dieser (WHO, 2018; Wäsche et al., 2018). Die Grundidee dabei ist, dass bevölkerungsbezogene Gesundheitsprobleme, wie körperliche Inaktivität, sehr komplex sind, die öffentlichen Mittel, um solche Herausforderungen zu lösen, jedoch häufig knapp bemessen sind. Kooperationen von Multiplikator*innen als Repräsentant*innen öffentlicher und privater Organisationen diverser Sektoren sind daher unerlässlich, um verschiedene Kernkompetenzen sowie Ressourcen zu vereinen, Synergieeffekte zu schaffen und gemeinsam effektiver an Lösungen unter Einbezug unterschiedlicher Perspektiven zu arbeiten. Daher wurden zwei interorganisationale Kooperationsnetzwerke von Bewegungs-/Sportanbietern (Vereine, freie Sportanbieter, Schulen, Kindergärten, soziale Einrichtungen) und sportverwaltenden Organisationen (z.B. kommunale Verwaltungen) auf kommunaler Ebene mit Methoden der sozialen Netzwerkanalyse und inferenzstatistischen Verfahren der Netzwerkmodellierung untersucht. In den zwei analysierten Netzwerken ließen sich trotz unterschiedlicher Größe (Netzwerk I bestand aus 61 Akteur*innen, Netzwerk II aus 133 Akteur*innen) ähnliche Strukturen und Bedingungen der Kooperation feststellen. Beide Netzwerke sind geprägt von einer geringen Dichte und moderaten Zentralisierung. Auch die Ergebnisse der Netzwerkmodellierung konnten zeigen, dass weniger Beziehungen realisiert waren als zufällig zu erwarten gewesen wäre. Die Akteur*innen mit der höchsten Anzahl an Kooperationsbeziehungen waren in beiden Netzwerken sportverwaltende Organisationen, welche somit eine zentrale Rolle bezüglich der Koordination der Netzwerke einnehmen. In den zwei analysierten Netzwerken konnte zudem festgestellt werden, dass Kooperation häufig in Dreiecksbeziehungen stattfindet. Auch werden Kooperationsbeziehungen häufig zu populären Organisationen aufgebaut. Zur Untersuchung attributiver Netzwerkeffekte wurden die Organisationen jeweils verschiedenen Sektoren zugeordnet: Dem öffentlichen, privatwirtschaftlichen und non-profit Sektor. Die Ergebnisse verdeutlichen, dass Organisationen eher mit Organisationen aus einem anderen Sektor zu kooperieren scheinen als mit Organisationen aus dem eigenen Sektor, was einem Heterophilie-Effekt entspricht. Die Ergebnisse der Netzwerkanalysen zeigen auf, welche isolierten und peripheren Akteur*innen in die Netzwerke integriert werden sollen und welche zentralen Akteur*innen bspw. die Steuerung und Informationsvermittlung innerhalb der Netzwerke übernehmen können.

Bewegungsorte als zentrale Faktoren

Zielgruppenspezifische Analysen offenbaren, dass verschiedene Bewegungsorte und -angebote von verschiedenen Personengruppen unterschiedlich stark genutzt werden. Der Sportverein ist und bleibt der Nummer-1-Bewegungsort für Kinder und Jugendliche. Der Vergleich der MoMo-Daten von 2004 und 2015 zeigt einen deutlichen Rückgang des Spielens in der freien Natur bei Kindern und Jugendlichen. Die über 18-jährigen (Daten Bad Schönborn-Studie) machen ihren Sport zunehmend außerhalb von Vereinen. Davon betreiben 57,8% den Sport ausschließlich privat und 24,7% ausschließlich in privat organisierten Gruppen.  

Bewegungs- und Sportaktivitäten finden außerdem in unterschiedlichen räumlichen Kontexten wie Sporthallen, Parks, auf Fahrrad- und Gehwegen etc. statt. Studien zeigen, dass Kinder und Jugendliche die meiste tägliche moderate bis intensive körperliche Aktivität zu Hause und in Freizeit-/ Erholungsanlagen erreichten, gefolgt von der Schule bzw. dem Schulgelände und der Wohnumgebung. Erwachsene hingegen erreichten die meiste tägliche moderate bis intensive körperliche Aktivität zu Hause und in der Wohnumgebung; gefolgt vom Arbeitsplatz und Freizeit-/ Erholungsanlagen  (Kelso et al., 2021).

Die Einrichtung von Infrastruktur zum zu Fuß gehen und Rad fahren sowie die Verfügbarkeit von öffentlichem Nahverkehr hatten einen positiven Effekt auf die körperliche Aktivität (Tcymbal et al., 2021).


  • An dieser Stelle ist anzumerken, dass dieser Artikel nicht alle Erkenntnisse und Publikationen abbilden kann. Weitere Ergebnisse des KOMM-Projektes können auf der Homepage eingesehen werden: https://komm-beweg-dich.de. Als ein Ergebnis konnten 5 Tipps für einen aktiveren Alltag herausgestellt werden, welche in Form eines kurzen Explainer-Videos hier zu finden sind: https://www.youtube.com/watch?v=PGJPwbcycmU  


Literatur:

  • Ding, D., Lawson, K. D., Kolbe-Alexander, T. L., Finkelstein, E. A., Katzmarzyk, P. T., van Mechelen, W. & Pratt, M. (2016). The economic burden of physical inactivity: a global analysis of major non-communicable diseases. The Lancet, 388 (10051), 1311-1324.
  • Ferdinand, A.O., Sen, B., Rahurkar, S., Engler, S., & Menachemi, N. (2012). The Relationship between Built Environments and Physical Activity: A Systematic Review. Am J Public Health, 102(10), e7-e13.  
  • Kelso, A., Reimers, A.K., Abu-Omar, K., Wunsch, K., Niessner, C., Wäsche, H., & Demetriou, Y. (2021). Locations of Physical Activity: Where Are Children, Adolescents, and Adults Physically Active? A Systematic Review. International Journal of Environmental Research and Public Health, 18(3), 1240. https://doi.org/https://doi.org/10.3390/ijerph18031240
  • Hamer, M., O’Donovan, G. & Murphy, M. (2017). Physical inactivity and the economic and health burdens due to cardiovascular disease: Exercise as medicine. In J. Xiao (Hrsg.), Exercise for cardiovascular disease prevention and treatment (S. 3-18). Singapore: Springer.
  • Jordan, S., Lippe, E. v.d. & Hagen, C. (2009). Verhaltenspräventive Maßnahmen zur Ernährung, Bewegung und Entspannung. In Robert Koch-Institut (Hrsg.), Beiträge zur Gesundheitsberichterstattung des Bundes. Daten und Fakten: Ergebnisse der Studie „Gesundheit in Deutschland aktuell 2009“ (S. 23-34). Berlin: Robert Koch-Institut.
  • Kuntz, B., Waldhauer, J., Zeiher, J., Finger, J. D. & Lampert, T. (2018). Soziale Unterschiede im Gesundheitsverhalten von Kindern und Jugendlichen in Deutschland - Querschnittergebnisse aus KiGGS Welle 2. Journal of Health Monitoring, 3(2), 45-63. doi: 10.17886/rki-gbe-2018-067
  • Rütten, A. (2017). Sportwissenschaft, Bewegungsförderung und Public Health. Eine Bilanz mit Zukunftsperspektiven. German Journal of Exercise and Sport Research, 47, 72-81.
  • Rütten, A. & Pfeifer, K. (2016). Nationale Empfehlungen für Bewegung und Bewegungsförderung. Erlangen: FAU Erlangen-Nürnberg.
  • Reiner, M., Niermann, C., Jekauc, D. & Woll, A. (2013). Long-term health benefits of physical activity - A systematic review of longitudinal studies. BMC Public Health, 13(1), 813-821. doi:10.1186/1471-2458-13-813
  • Sallis, J.F., Cervero, R.B., Ascher, W., Henderson, K.A., Kraft, M.K., & Kerr, J. (2006). An Ecological Approach to Creating Active Living Communities. Annual Review of Public Health, 27, 297-322. https://doi.org/10.1146/annurev.publhealth.27.021405.102100
  • Schmidt, S. C. E., Anedda, B., Burchartz, A., Oriwol, D., Kolb, S., Wäsche, H. et al. (2020). The physical activity of children and adolescents in Germany 2003-2017: The MoMo-study. PLoS one, 15(7), e0236117.
  • Tcymbal, A., Demetriou, Y., Kelso, A., Wolbring, L., Wunsch, K., Wäsche, H., Woll, A., & Reimers, A.K. (2020). Effects of the Built Environment on Physical Activity: A Systematic Review of Longitudinal Studies Taking Sex/Gender into Account. Environmental Health and Preventive Medicine, 25(1), 75. https://doi.org/10.1186/s12199-020-00915-z
  • Wäsche, H., Panter, L., Mehl, R. & Rapp, S. (2018). Sport und Bewegung in der Karlsruher Oststadt. KIT, Karlsruhe. doi:10.5445/IR/1000089358
  • Wäsche, H., Peters, S., Appelles, L. & Woll, A. (2018). Bewegungsförderung in Deutschland: Akteure, Strukturen und Netzwerkentwicklung. Bewegungstherapie und Gesundheitssport, 24, 257-273.
  • World Health Organization (2018). Global action plan on physical activity 2018-2030: More active people for a healthier world. Zugriff unter https://apps.who.int/iris/bitstream/handle/10665/272722/9789241514187-eng.pdf?ua=1


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  • online

    "Kommunale Bewegungsförderung kooperativ umsetzen"

    Town Hall für Gesundheitsämter

    Die Förderung von Bewegung sowie eines aktiven Lebensstils tagen nachweislich zur Stärkung der Gesundheit und zur Prävention von Krankheiten bei. Leider erfüllt ein großer Teil der Bevölkerung – egal ob jung oder alt - die „Nationalen Empfehlungen für Bewegung und Bewegungsförderung“ nicht. Die jeweiligen kommunalen Verhältnisse, Angebote und Strukturen beeinflussen das Bewegungsverhalten der dort lebenden Menschen. Beispiele dafür sind gut ausgebaute Geh- und Radwege, die fußläufige Erreichbarkeit von Geschäften für den täglichen Bedarf oder das Vorhandensein wohnortnaher Sport- und Bewegungsangebote sowie Park- und Spielflächen. Daher gibt es Ansätze zur lebensweltbezogenen Bewegungsförderung, die darauf abzielen, die Umgebung bewegungsfreundlich zu gestalten und so das Aktivsein im Alltag einfach und selbstverständlich zu machen.

    In dieser Town Hall werden neben Daten und Materialien, der Impulsgeber Bewegungsförderung – ein digitales Planungstool zur Entwicklung einer bewegungsfreundlichen Kommune – sowie ein Erfahrungsbericht von dessen Einsatz in der Praxis vorgestellt.

    Kategorie: Veranstaltung
    Veranstalter: Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit
  • 18.03.2026

    online

    Difu-Dialog

    Kommunale Hitzevorsorge – Strategien, Partner, Praxisbeispiele

    Mit fortschreitendem Klimawandel steigen auch die gesundheitlichen Risiken von Hitzewellen in Deutschland. Besonders gefährdet sind vulnerable Gruppen wie ältere Menschen, chronisch Kranke und sozial Benachteiligte. Hitzevorsorge und Hitzeschutz beschäftigen viele Kommunen, denn städtische Hitzeinseln verschärfen die Belastung. Maßnahmen auf individueller, kommunaler und gesamtgesellschaftlicher Ebene sind zwingend notwendig, um Städte langfristig lebenswert zu erhalten. Doch wo stehen die Kommunen in Deutschland bei diesem Thema und wie können sie sich auf Hitzewellen vorbereiten? Welche Akteur:innen sind bei der Umsetzung von Maßnahmen wichtige Partner:innen? Und welche guten Beispiele und Learnings gibt es aus Deutschland und Europa?

    Weitere Informationen und den Link zur Anmeldung finden Sie hier.

    Kategorie: Veranstaltung
    Veranstalter: Deutsches Institut für Urbanistik
  • Hannover

    40 Jahre Ottawa-Charta: Wie steht es um Gesundheitsförderung in Stadt und Land?

    Bundessymposium des Gesunden Städte-Netzwerkes

    Vier Jahrzehnte Ottawa-Charta: Ein Anlass zum Feiern und Weiterdenken. Beim Bundessymposium 2026 greifen wir die Leitprinzipien der Charta auf und fragen, was sie heute für Kommunen, zivilgesellschaftliche Initiativen und Akteur*innen im Bereich Public Health bedeuten. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Gesundheitsförderung in Stadt und Land zukunftsfähig gestaltet werden kann, unter Berücksichtigung unterschiedlicher Lebenswelten, sozialer Lagen und kommunaler Strukturen.

    Das Bundessymposium richtet sich an alle Mitgliedskommunen des Gesunden Städte-Netzwerkes und an Interessierte, ob Verwaltung, Politik, Zivilgesellschaft oder Praxisakteur*innen. Ziel ist es, die interkommunale Vernetzung und die Weiterentwicklung gesundheitsfördernder Strukturen vor Ort zu stärken.

    Das Bundessymposium schließt sich an die Mitgliedsversammlung des Gesunden Städte-Netzwerkes an, die einen Tag zuvor beginnt und sich an die Mitgliedskommunen richtet. Weitere Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie hier.

    Kategorie: Symposium
    Veranstalter: Gesunde Städte-Netzwerk

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Reichen Sie gern Ihren Artikel zur soziallagenbezogenen Gesundheitsförderung bei der Geschäftsstelle des Kooperationsverbundes ein! Für die Erstellung eines Artikels finden Sie hier einen Leitfaden mit unseren formalen und inhaltlichen Anforderungen.  

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