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Aktuelles

Artikel und Meldungen im Überblick

Kinder- und Jugendgesundheitsstudie (KiGGS) liefert umfassende Daten zur Lage in Deutschland

24.09.2006

Heute hat das Robert Koch-Institut (RKI) erste Ergebnisse des bundesweiten Kinder- und Jugendsurveys - kurz KiGGS - vorgestellt. Über 17.000 Kinder und Jugendliche im Alter von 0-17 Jahren wurden für die seit Mai 2003 durchgeführte Studie medizinisch untersucht und Jugendliche ab 11 Jahren auch ärztlich befragt. Die vom RKI erhobenen Daten sollen sowohl zeigen, was Kinder krank macht, als auch welche Einflüsse Gesundheit fördern und erhalten, um zielgerichtete Präventionsmaßnahmen entwickeln zu können.

Die KiGGS-Studie biete einen breiten Überblick über den Gesundheitszustand der Kinder und Jugendlichen in Deutschland und sei im "internationalen Vergleich einmalig", so das Bundesministerium für Gesundheit als Auftraggeber der Studie. Im Mittelpunkt der Untersuchung stehen die körperliche und die seelische Gesundheit. Bei dem Survey wurden alle „KiGGS-Kinder“ medizinisch untersucht, zum Beispiel hinsichtlich Sehvermögen, Blutdruck, Schilddrüsenvolumen, Ausdauer und Koordinationsvermögen. Eingeschlossen ist die Auswertung zahlreicher Blut- und Urinproben und auch Erhebungen zu Auswirkungen von Umwelteinflüssen. In einem Fragebogen wurden Eltern und ab elf Jahre auch die Kinder selbst unter anderem zu Unfällen, Krankheiten, Schmerzen und zum Gesundheitsverhalten befragt. Angaben zum gesundheitsbezogenen Verhalten, wie Ernährung, Bewegung, Drogen- und Alkoholkonsum sowie zum Impfstatus und Vorsorgeverhalten sollen einen Rückschluss auf mögliche Erkrankungsursachen und deren Vorbeugung ermöglichen.
Die dreijährige Untersuchungsphase der bundesweit repräsentativen Datenerhebung endete im Mai 2006 und umfasste 167 zufällig ausgewählte Orte in Deutschland.

Einige Ergebnisse der Studie:

  • 15 Prozent der Kinder und Jugendlichen im Alter von drei bis 17 Jahren sind übergewichtig und sechs Prozent leiden an Adipositas. Kinder aus sozial benachteiligten Schichten und Kinder mit Migrationshintergrund sind hiervon besonders betroffen.
  • Bei einer Rumpfbeuge erreichen annähernd die Hälfte aller 4- bis 17-Jährigen in Deutschland nicht das Fußsohlenniveau. Kinder aus Migrantenfamilien und mit niedrigem Sozialstatus sind weitaus weniger sportlich aktiv. Die Chance der regelmäßigen sportlichen Betätigung in diesen Gruppen ist um den Faktor zwei bis drei verringert.
  • mehr als jedes sechste Kind bis zu 17 Jahren leidet unter einer allergischen Erkrankung.
  • Bei über einem Fünftel aller elf- bis 17-Jährigen findet man Auffälligkeiten beim Essverhalten. Bei Jugendlichen mit Essstörungen ist der Anteil der Auffälligen mit niedrigem sozioökonomischem Status mit fast doppelt so hoch wie der in der oberen Sozialschicht.

Das bundesweite Kinder- und Jugendgesundheitssurvey KiGGS wurde vom Bundesministerium für Gesundheit initiiert und mit 9,36 Millionen Euro zum größten Teil finanziert. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung beteiligte sich mit 2,5 Millionen Euro. Weitere Bundesministerien und das Land Schleswig-Holstein unterstützten einzelne themenbezogenen Erhebungen.

Eine ausführliche Darstellung der Ergebnisse wird im Mai 2007 in einem Sonderheft des Bundesgesundheitsblattes publiziert. Dieses kann über das Robert Koch-Institut bezogen werden. Im Oktober 2008 werden die Daten als so genannter Public Use File der Fachöffentlichkeit verfügbar gemacht.
Abstracts von der heutigen Fachtagung mit den ersten Ergebnissen sind als PDF (150 KB) verfügbar über die Website des RKI. Zur heutigen Vorstellung der Studie siehe auch die Pressemitteilungen von RKI und vom Bundesministerium für Gesundheit.

Weitere Informationen zur Studie finden sich unter www.kiggs.de.

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  • 06.05.2026 - 01.10.2026

    Hannover sowie online

    Wohin des Weges? Kommunale Prävention und Gesundheitsförderung strategisch gestalten

    Schulungsreihe zum Einstieg in integrierte kommunale Strategien

    Um kommunale Prävention und Gesundheitsförderung optimal zu planen und zu steuern, braucht es einen Überblick über Bedarfe und Bedürfnisse der Bevölkerung. Die Ermittlung eines Status Quo und die Einnahme verschiedener Perspektiven – wie zum Beispiel die der Dialoggruppe selbst (Kinder, Alleinerziehende, Senior*innen etc.) – ermöglichen erst eine nachhaltige Struktur- und Angebotsentwicklung.

    Die Schulungsreihe „Wohin des Weges? Kommunale Prävention und Gesundheitsförderung strategisch gestalten“ soll zur eigenständigen Umsetzung von Kontextcheck und zur Vorbereitung integrierter Strategien auf kommunaler Ebene befähigen. Hierfür wird praktisches und methodisches Wissen vermittelt, um die Bedarfs- und Bedürfnisanalyse im Rahmen des Prozesskreislaufes umzusetzen und daraus Empfehlungen abzuleiten. Diskutiert werden unter anderem: Die Analyse von Statistiken, Angebotsstrukturen und Netzwerken sowie Beteiligungsformate für Dialoggruppen und Public Health-Ethik als Mittel zur Formulierung gut begründeter Handlungsempfehlungen. Gute kommunale Beispiele und fachliche Kompetenz ausgewiesener Expert*innen sowie aus der LVG & AFS Nds. HB. e.V. zeigen, wie dies gelingen kann.

    Teilnehmen können alle in Deutschland tätigen kommunalen Fachkräfte, die im Bereich der Gesundheitsförderung oder in angrenzenden Handlungsfeldern agieren. Es sind keine Vorkenntnisse zu Kontextcheck notwendig. Weitere Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie hier.

    Kategorie: Fortbildungsreihe
    Veranstalter: Landesvereinigung für Gesundheit und Akademie für Sozialmedizin Niedersachsen Bremen e. V.
  • 13.06.2026 - 21.06.2026

    Bundesweit

    Aktionswoche Alkohol "Alkohol? Weniger ist besser!"

    Auch im Jahr 2026 wird es wieder eine Aktionswoche Alkohol „Alkohol? Weniger ist besser!“ geben. Dieses Jahr unter dem Motto „Entdecke, wie viel mehr in dir steckt“. Die Aktionswoche Alkohol will zum Dialog rund um das Thema Alkoholkonsum einladen. Mit vielfältigen Formaten informieren die Veranstalter*innen vor Ort und online über die verschiedenen Aspekte des Alkoholkonsums und die Gründe, diesen zu überdenken, sowie über die Vorteile des Verzichts.

    Ideen und Anregungen sowie weitere Informationen zur Aktionswoche und die Möglichkeit zur Anmeldung sind unter anderem auf der Website www.aktionswoche-alkohol.de zu finden. 

    Kategorie: Aktionswoche
  • 22.06.2026 - 28.06.2026

    Aktionswoche gegen Einsamkeit

    Die Aktionswoche „Gemeinsam aus der Einsamkeit“ findet vom 22. bis 28. Juni 2026 statt und steht in diesem Jahr unter dem Motto „Gemeinsam was bewegen“. Ziel ist es, zum Thema Einsamkeit zu sensibilisieren und Angebote zum gemeinsamen Austausch und zur Begegnung sichtbar zu machen. Auftakt zur Aktionswoche ist die gleichnamige Konferenz, die Bundesministerin Karin Prien am 22. Juni zusammen mit dem Kompetenznetz Einsamkeit (KNE) eröffnen wird. Weitere Informationen sind auf der Website zur Aktionswoche beim KNE zu finden, alle sind herzlich eingeladen sich mit eigenen Aktionen zu beteiligen!

    Kategorie: Aktionswoche
    Veranstalter: das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend

… weitere Termine

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Informationen über aktuelle Ent­wick­lung­en in der so­zi­al­la­gen­be­zoge­nen Ge­sund­heits­för­de­rung, neue An­ge­bo­te "Guter Pra­xis" so­wie über Ver­an­stal­tung­en, Wett­be­wer­be und Li­te­ra­tur zu diesem The­ma. Ent­wick­lung­en im Ko­o­pe­ra­ti­ons­ver­bund und Neu­ig­keit­en auf der Internetplattform wer­den eben­falls vorgestellt.

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