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Aktiv für Gesundheit und Chancengleichheit

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Fachtagung „Leben im Alter – in der Krise abgehängt?“

06.04.2023

Fachtagung „Leben im Alter – in der Krise abgehängt?“

Kriegsgeschehen in Europa, steigende Energiepreise, überdurchschnittliche Inflation und die Folgen von Corona-Pandemie und -Maßnahmen: Der Herbst 2022 war durch mehrere Krisen geprägt, die älteren Menschen Anlass zur Besorgnis gaben. Unmittelbar spürbar durch steigende Wohnkosten und Lebensmittelpreise. Insgesamt ist die Generation der über 65-Jährigen zunehmend von Altersarmut bedroht. In den letzten 15 Jahren konnte bei dieser Gruppe der stärkste Zuwachs von Armutsgefährdung beobachtet werden (Statistisches Bundesamt 2021). Gestiegene Wohnkosten haben bereits seit mehreren Jahren dazu geführt, dass ein größerer Anteil der Seniorinnen und Senioren armutsgefährdet ist, sobald ihre Wohnkosten berücksichtigt werden (Lozano Alcántara & Vogel 2021). Gerade für ältere Menschen ist jedoch bedarfsgerechter und bezahlbarer Wohnraum von großer Bedeutung – sie verbringen relativ viel Zeit in ihrem Zuhause und dem unmittelbaren Wohnumfeld, was häufig mit sozialen Beziehungen in der Nachbarschaft verknüpft ist.

Diesen Herausforderungen widmete sich eine Fachtagung der Koordinierungsstelle Gesundheitliche Chancengleichheit Bremen mit dem Titel „Leben im Alter – in der Krise abgehängt?“ am 29. November 2022 im Konsul-Hackfeld-Haus Bremen. Sie ging der Frage nach, wie die Förderung der Gesundheit und der sozialen Teilhabe älterer Menschen im Land Bremen unter den aktuellen Rahmenbedingungen gelingen kann.

Prof. Dr. Annelie Keil, Gesundheitswissenschaftlerin und Autorin aus Bremen [und Carola Gold-Preisträgerin 2018, Anm. Gesundheit Berlin-Brandenburg], führte in das Thema ein. In ihrem Vortrag „Noch sind wir da! Älterwerden und Altsein in Zeiten der Krise. Abtauchen, standhalten, Resilienz neu denken?“ schilderte sie, dass älteren Menschen Krisen in vielerlei Hinsicht biografisch bekannt seien und diese Lebenserfahrungen zur Resilienz beitrügen. Gleichwohl bedürfe es einer alters- und armutssensiblen Gestaltung von Lebenswelten älterer Menschen, da sich soziale Ungleichheiten im Lebensverlauf im Alter besonders bemerkbar machten. „Wir sind alle Überraschungseier, das beste Geschenk gibt es bei der Geburt, das lange gesunde Leben, durch die richtigen sozialen Verhältnisse, in die ein Mensch geboren wird“ – so die Kernbotschaft der Referentin. Dem Vortrag schloss sich eine empirische Analyse zu den Einflüssen von Armut, Einkommens- bzw. Vermögensungleichheit und psychischer Gesundheit im Alter an. Dr. Fabio Franzese, Max-Planck-Institut für Sozialrecht und Sozialpolitik, belegte anhand einer Auswertung von Längsschnittdaten des Survey of Health, Ageing and Retirement in Europe (SHARE) prägnante Zusammenhänge zwischen Armut und gesundheitlichen Einschränkungen im Alter, wobei die psychische Gesundheit über den Lebensverlauf insbesondere durch materielle Deprivation beeinträchtigt wird.

Die Veranstaltung war von dem Gedanken geleitet, nicht nur eine Bestandsaufnahme der krisenbedingten Auswirkungen auf das Leben im Alter vorzunehmen, sondern auch der Frage nachzugehen, wie man nun zunehmend handlungseingeschränkte und sozial zurückgezogen lebende ältere Menschen für Maßnahmen zur Förderung ihrer Gesundheit und sozialen Teilhabe erreichen kann. Dies wurde anhand von Good Practice-Beispielen – sowohl in Quartieren angesiedelten als auch landesweit umgesetzten Maßnahmen der Seniorenarbeit, Altenhilfe und Gesundheitsförderung – sichtbar gemacht.

 

Die Vorträge und vorgestellten Good Practice-Beispiele sind in der nun veröffentlichten Dokumentation dargestellt und mit Links zu den Vortragspräsentationen und weiterführenden Informationen versehen.

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  • 06.05.2026 - 01.10.2026

    Hannover sowie online

    Wohin des Weges? Kommunale Prävention und Gesundheitsförderung strategisch gestalten

    Schulungsreihe zum Einstieg in integrierte kommunale Strategien

    Um kommunale Prävention und Gesundheitsförderung optimal zu planen und zu steuern, braucht es einen Überblick über Bedarfe und Bedürfnisse der Bevölkerung. Die Ermittlung eines Status Quo und die Einnahme verschiedener Perspektiven – wie zum Beispiel die der Dialoggruppe selbst (Kinder, Alleinerziehende, Senior*innen etc.) – ermöglichen erst eine nachhaltige Struktur- und Angebotsentwicklung.

    Die Schulungsreihe „Wohin des Weges? Kommunale Prävention und Gesundheitsförderung strategisch gestalten“ soll zur eigenständigen Umsetzung von Kontextcheck und zur Vorbereitung integrierter Strategien auf kommunaler Ebene befähigen. Hierfür wird praktisches und methodisches Wissen vermittelt, um die Bedarfs- und Bedürfnisanalyse im Rahmen des Prozesskreislaufes umzusetzen und daraus Empfehlungen abzuleiten. Diskutiert werden unter anderem: Die Analyse von Statistiken, Angebotsstrukturen und Netzwerken sowie Beteiligungsformate für Dialoggruppen und Public Health-Ethik als Mittel zur Formulierung gut begründeter Handlungsempfehlungen. Gute kommunale Beispiele und fachliche Kompetenz ausgewiesener Expert*innen sowie aus der LVG & AFS Nds. HB. e.V. zeigen, wie dies gelingen kann.

    Teilnehmen können alle in Deutschland tätigen kommunalen Fachkräfte, die im Bereich der Gesundheitsförderung oder in angrenzenden Handlungsfeldern agieren. Es sind keine Vorkenntnisse zu Kontextcheck notwendig. Weitere Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie hier.

    Kategorie: Fortbildungsreihe
    Veranstalter: Landesvereinigung für Gesundheit und Akademie für Sozialmedizin Niedersachsen Bremen e. V.
  • 11.09.2026 - 20.09.2026

    Bundesweit

    Engagement macht stark!

    Die 22. Woche des bürgerschaftlichen Engagements wird vom 11. bis 20. September 2026 stattfinden. In den vergangenen Jahren wurden jeweils rund 20.000 Aktionen und Veranstaltungen sichtbar gemacht. Wir freuen uns darauf, auch 2026 wieder gemeinsam ein starkes Zeichen für Engagement zu setzen. Ob Nachbarschaftsfest, Mitmachaktion, Workshop, Vereinsveranstaltung oder Tag der offenen Tür – jede Aktion macht sichtbar, wie vielfältig bürgerschaftliches Engagement in Deutschland ist. Gemeinsam zeigen wir, was Engagement bewegt und wie wir unter dem Motto „Miteinander Zukunft gestalten“ Zukunft vor Ort möglich machen. Sei dabei!

    Mitmachen ist ganz einfach:

    • Aktion oder Veranstaltung für September planen
    • auf der Engagement-Plattform eintragen
    • Teil der bundesweiten Engagement-Woche werden

     Ab sofort können Aktionen und Veranstaltungen für die Woche des bürgerschaftlichen Engagements vom 11. bis 20. September 2026 in der Engagement-Plattform eingetragen werden. Weitere Informationen finden Sie hier.

     

    Kategorie: Aktionswoche
    Veranstalter: Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement
  • 14.09.2026 - 16.09.2026

    Köln

    19. Bundeskongress Nationale Stadtentwicklungspolitik

    Gemeinsam handeln, schneller agieren, weiter denken: Städte für alle gestalten

    Während des Kongresses werden wir uns intensiv mit der Frage befassen, wie Stadtentwicklung demokratisch, resilient und zugleich schneller umgesetzt werden kann. Im Mittelpunkt dabei stehen neue Formen der Zusammenarbeit sowie reformierte Planungsabläufe, die anhand konkreter Projekte diskutiert werden können.

    Weitere Informationen sowie die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie hier.

    Kategorie: Kongress
    Veranstalter: Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen

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Informationen über aktuelle Ent­wick­lung­en in der so­zi­al­la­gen­be­zoge­nen Ge­sund­heits­för­de­rung, neue An­ge­bo­te "Guter Pra­xis" so­wie über Ver­an­stal­tung­en, Wett­be­wer­be und Li­te­ra­tur zu diesem The­ma. Ent­wick­lung­en im Ko­o­pe­ra­ti­ons­ver­bund und Neu­ig­keit­en auf der Internetplattform wer­den eben­falls vorgestellt.

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